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Veröffentlicht am 18.10.2019

Ein spanneder Reihenauftakt

Pretty Little Liars - Unschuldig
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Worum geht‘s?

Aria, Emily, Spencer, Hanna und Alison sind beste Freundinnen – bis Alison eines Tages spurlos verschwindet. Und auch die Wege der anderen trennen sich nach dem Verlust ihrer Anführerin.
Drei ...

Worum geht‘s?

Aria, Emily, Spencer, Hanna und Alison sind beste Freundinnen – bis Alison eines Tages spurlos verschwindet. Und auch die Wege der anderen trennen sich nach dem Verlust ihrer Anführerin.
Drei Jahre später wurde Alison noch immer nicht gefunden, doch die vier Mädchen erhalten plötzlich mysteriöse Nachrichten von einem Absender, der sich selbst nur A nennt und dessen Identität somit unklar ist. Dieser scheint die schlimmsten Geheimnisse der vier Mädchen zu kennen, die eigentlich nur Alison kannte. Langsam nähern sich die Freundinnen wieder an, aber da entdeckt die Polizei eine Leiche...

Meine Meinung

„Unschuldig“ ist der Auftakt der Jugendbuchreihe „Pretty Little Liars“, auf der auch die gleichnamige Fernsehserie basiert. Geschrieben wurde das Buch von Sara Shepard und ist 2009 im cbt-Verlag erschienen.
Ich hatte die Serie bereits vor einigen Jahren begonnen und war nun neugierig auf die Buchvorlage. Zuvor konnten mich besonders Sara Shepards Reihen „The Lying Game“ und „The Amateurs“ restlos begeistern, deshalb war ich auch auf diese Reihe sehr gespannt.

Auf dem Cover sind vier Mädchen abgebildet, die vermutlich die vier Freundinnen darstellen sollen. Natürlich ist das Cover bereits vor über zehn Jahren gestaltet worden, dennoch finde ich es eher langweilig und nicht wirklich schön im Vergleich zu den Covern ihrer anderen Reihen.

Die Geschichte wird aus der Perspektive aller vier Mädchen geschildert, wodurch man einen guten Einblick in das Geschehen und in die Geheimnisse bekommt, die alle zu hüten scheinen.
Der Schreibstil ist typisch Sara Shepard und wie immer eher nüchtern gehalten, da aus der Perspektive der 3. Person erzählt wird. Trotz dieser Distanz zu den Protagonistinnen kann man leicht in die Geschichte einsteigen und auch die verschiedenen Charaktere gut auseinanderhalten, was bei so vielen verschiedenen manchmal etwas schwierig sein kann. Im Laufe der Geschichte habe ich von allen vier gern gelesen, konnte aber nur schwer eine Verbindung zu ihnen aufbauen, da man einfach einen zu kleinen Anteil an der Gefühlswelt der Protagonistinnen hat.
Die Handlung gewinnt erst an Spannung, als die Nachrichten von A eintreffen; davor bekommt man einen Einblick darin, wie sich das Leben der vier Mädchen seit Alisons Verschwinden verändert hat.
Die Geheimnisse fand ich auch passend und nicht zu banal, da die vier ja schließlich von A damit bedroht werden und die Veröffentlichung eben dieser fürchten.
In Sachen Spannung hat besonders das letzte Kapitel dazu beigetragen, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, um herauszufinden, wer A und wer der Mörder der Leiche ist, die am Schluss gefunden wird. Deshalb werde ich gleich im Anschluss mit dem zweiten Band weitermachen.

Fazit

„Unschludig“ ist der gelungene Auftakt zu einer spannenden Reihe, die es in sich hat und die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Und auch die Serie ist im Anschluss an diese Reihe ein echtes Muss.

Das Buch erhält von mir 4,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.11.2021

Ein Roman, der der Gesellschaft den Spiegel vorhält und zum Nachdenken anregt

Every (deutsche Ausgabe)
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Worum geht‘s? - Klappentext

Der Circle ist die größte Suchmaschine gepaart mit dem größten Social-Media-Anbieter der Welt. Eine Fusion mit dem erfolgreichsten Onlineversandhaus brachte das reichste und ...

Worum geht‘s? - Klappentext



Der Circle ist die größte Suchmaschine gepaart mit dem größten Social-Media-Anbieter der Welt. Eine Fusion mit dem erfolgreichsten Onlineversandhaus brachte das reichste und gefährlichste – und seltsamerweise auch beliebteste – Monopol aller Zeiten hervor: Every.

Delaney Wells ist »die Neue« bei Every und nicht gerade das, was man erwarten würde in einem Tech-Unternehmen. Als ehemalige Parkrangerin und unerschütterliche Technikskeptikerin bahnt sie sich heimlich ihren Weg, mit nur einem Ziel vor Augen: die Firma von innen heraus zu zerschlagen. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem nicht gerade ehrgeizigen Wes Makazian, sucht sie nach den Schwachstellen von Every und hofft, die Menschheit von der allumfassenden Überwachung und der emojigesteuerten Infantilisierung zu befreien. Aber will die Menschheit überhaupt, wofür Delaney kämpft? Will die Menschheit wirklich frei sein?
Wie schon bei »Der Circle« weiß Dave Eggers wie kein zweiter unsere Wirklichkeit so konsequent weiterzudenken, dass einem der Atem stockt beim Lesen. Man kann nur inständig hoffen, dass die Realität nicht schneller voranschreitet, als Dave Eggers schreiben kann.

Meine Meinung



Mit „Every“ legt Dave Eggers die Fortsetzung des Weltbestsellers „Der Circle“ vor. Da mir bereits „Der Circle“ Anfang des Jahres gut gefallen hat, war ich umso gespannter, wie es mit dem Unternehmen weitergeht – und Eggers ausgefallene Ideen für dessen Weiterentwicklung haben mich sehr begeistert, aber auch nachdenklich zurückgelassen.

Doch zunächst einmal zum Cover des Buches: Darauf ist das neue Logo von Every abgebildet, welches auch die Weiterentwicklung zum Circle verdeutlicht. Das Cover ist durch das Logo auf dunkelblauem/schwarzem Grund zwar einerseits sehr schlicht gehalten, sticht aber andererseits aufgrund des ungewöhnlichen Logos und eines blau-gelb gestreiften Buchrückens trotzdem ins Auge.

Besonders positiv hervorzuheben ist die Aufmachung des Buches: Auf den Innenklappen des Buches gibt es einen sehr umfangreichen „Klappentext“ darüber, was das perfekte Buch ausmacht, wobei es sich um einen direkten Bezug zum späteren Inhalt und zu Every als Unternehmen handelt, was ich sehr gelungen finde. Außerdem gibt es am Ende des Buches noch ein Inhaltsverzeichnis mit geradezu satirischen Kapitelüberschriften, die sonst nicht über den einzelnen Kapitel stehen, sowie einen Score. Für das gesamte Lesevergnügen lohnt sich also ein Blick über den reinen Text des Buches hinaus!

Nun aber zu der Geschichte an sich: Diese wird zwar grundsätzlich aus der Perspektive von Delaney geschildert, allerdings gibt es an manchen Textstellen ausschweifende erklärende Passagen wie von einem außenstehenden Erzähler, der die Entwicklung zu Every referiert. Der Schreibstil von Dave Eggers ist - wie von dem Vorgängerband gewohnt - sehr flüssig und geradezu einzigartig, denn der Autor versteht es hervorragend, zwar einerseits nüchtern das Geschehen zu schildern und andererseits zwischen den Zeilen Ironie und Satire einzubauen. Trotz des relativ großen Seitenumfangs ließ sich das Buch dank des tollen Schreibstils sehr flüssig lesen und die Geschichte entwickelte von Seite zu Seite einen regelrechten Sog.

Die Hauptprotagonistin Delaney ist ehemalige Parkrangerin und plant nun gemeinsam mit ihrem besten Freund Wes, Every von innen heraus zu zerschlagen, weshalb sie sich bei diesem Unternehmen bewirbt und auch tatsächlich eingestellt wird – und das als entschiedene Technikgegnerin. Einen wirklichen Plan verfolgt Delaney dabei nicht, was ich etwas schade fand. Gemeinsam mit Wes schlägt sie nur immer verrückte Ideen für Apps vor, in der Hoffnung, dass die Gesellschaft aus Empörung über diese neuen Entwicklung bei Every aufbegehrt.

Während ihrer Zeit bei Every rotiert Delaney durch verschiedene Abteilungen, wodurch man als Leser:in sowohl einen schönen Einblick in die verschiedenen Zweige des Unternehmens bekommt als auch einige Mitarbeiter:innen von Every kennenlernt, die in ihrer Eigenart alle sehr unterhaltsam zu lesen waren. Es gab auch kleine Auftritte von Charakteren aus dem Circle wie Bailey, Stenton, Mae und Francis oder Anspielungen auf Mercer, wodurch die Lektüre des Buches noch unterhaltsamer wurde und man mehr über das Geschehen nach dem Ende des ersten Buches erfährt. Besonders zu Anfang des Buches gab es häufig Verweise auf die Onlineplattform dschungel, wodurch Eggers mehr oder weniger subtil auf Amazon und seinen Gründer genauso wie auf dessen Sprachassistenten Alexa verweist. Als Leser:in die direkten Bezüge zur Realität herstellen zu können, hat das Buch zu einer durchaus realistischen Zukunftsversion unserer Welt gemacht.

Das Buch ist also sehr gut konzipiert, doch es gab eine Sache, die ich so nicht erwartet hatte: Das Buch wird zwar als Thriller vermarktet, doch die Spannung wird eher unterschwellig aufgebaut und die zumeist sehr ausschweifenden erklärenden Passagen haben diese dann schnell wieder abflauen lassen. Man sollte bei diesem Buch also keinen Thriller erwarten, sondern einen hochbrisanten und -aktuellen Gesellschaftsroman, in dem Eggers auf besondere Art und Weise die momentanen Entwicklungen gnadenlos weiterspinnt und auf die Spitze treibt. Besonders gut gelungen ist dem Autor dabei, die Entwicklungen völlig logisch und plausibel darzustellen, auch wenn sie sehr extrem sind. Das Buch macht einem geradezu ein wenig Angst, dass es bei uns auch irgendwann so zugehen könnte, wie in dem Buch geschildert.
Eggers hält mit seinem Buch also der Gesellschaft den Spiegel vor und regt zum Nachdenken an, ob sich die Welt wirklich in diese Richtung weiterentwickeln soll.

Das Ende des Buches hat Eggers meiner Meinung nach bewusst eher offen gestaltet, sodass ein dritter Band durchaus möglich wäre. Ich bin jetzt schon gespannt, was sich der Autor noch alles einfallen lässt, denn seine Ideen in diesem Buch waren wirklich genial!

Fazit

„Every“ ist eine gelungene Fortschreibung des „Circles“ und hat mir zumeist besser gefallen als der erste Band. Aufgrund seiner sehr gesellschaftskritischen Handlung regt das Buch sehr zum Nachdenken und zur Reflexion über das eigene Verhalten an. Dabei überzeugen besonders der flüssige Schreibstil und die genialen Ideen, die der Autor in das Buch einbringt. Von mir gibt es trotz einiger Längen eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Tiefgründig und voller Poesie

Wir sind das Feuer
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Worum geht‘s? - Klappentext

Endlich vergessen, was vor fünf Jahren geschah. Die Flammen, den Lärm, und all das, was ihr Leben danach zerstörte. Das ist es, was Louisa sich wünscht, als sie ans Redstone ...

Worum geht‘s? - Klappentext

Endlich vergessen, was vor fünf Jahren geschah. Die Flammen, den Lärm, und all das, was ihr Leben danach zerstörte. Das ist es, was Louisa sich wünscht, als sie ans Redstone College kommt. Und tatsächlich: Gleich zu Beginn ihres Studiums begegnet sie Paul und alles scheint plötzlich anders. Mit seinem unwiderstehlichen Lachen und seinen Bernsteinaugen weckt er Gefühle in ihr, die sie schon längst vergessen glaubte. Mit ihm ist sie wild und frei und endlich wieder glücklich. Sie ist dabei, sich unwiederbringlich in ihn zu verlieben. Doch was sie nicht ahnt: Paul hütet ein dunkles Geheimnis. Die Wahrheit könnte ihre Liebe in Flammen aufgehen lassen …


Meine Meinung

„Wir sind das Feuer“ ist das Debüt der Autorin Sophie Bichon und ist Anfang des Jahres im Heyne-Verlag erschienen. Im Vorfeld kam man besonders auf Bookstagram kaum an diesem wunderhübschen Buch vorbei und als mich auch der Klappentext überzeugen konnte, stand ganz klar für mich fest: Ich muss dieses Buch auf jeden Fall lesen! Und meine Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht.

Das Cover

Doch zuerst zum Cover: Ich finde die Farbe des Buches, ein ungewöhnliches Apricot, sehr schön und passend zum im Buch allgewärtigen Motiv des Feuers. Es hebt sich gut von anderen Büchern seines Genres ab und hat dennoch einen hohen Wiedererkennungswert. Ich freue mich schon sehr darauf wie beide Bände und Farben, apricot und blau, zusammen im Regal aussehen werden! Und auch der Titel „Wir sind das Feuer“ passt sehr gut zum Inhalt des Buches und wird zum Ende hin sogar erwähnt, was eine schöne Verbindung hergestellt hat.

Der Schreibstil

Sophie Bichons Schreibstil ist durchweg flüssig und leicht zu lesen, sodass man auf keiner Seite merkt, dass dieses Buch ihr Debüt ist. Sie hat einen ganz eigenen Ton, sehr poetisch, nachdenklich, melancholisch und gefühlvoll, was ihren Schreibstil einzigartig macht. Jedes Wort ist mit Bedacht gewählt und scheint eine tiefere Bedeutung zu haben, sodass man auch lernt zwischen den Zeilen zu lesen und länger über das Geschriebene nachzudenken.

Was mich am Anfang etwas verwundert hat, nach den ersten Kapitel aber umso mehr überzeugen konnte, war die Wahl der Erzählperspektive: Es wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Louisa und Paul erzählt; der Wechsel zwischen diesen Sichten fand aber oft nicht wie normalerweise nach einer Szene statt, sondern mittendrin, auch mitten in einem Satz oder Gedanken. Dadurch wurde nichts unnötig doppelt erzählt und die Erzählung hat eine ganz neue Lebendigkeit erfahren, wie ich es bisher noch nie gelesen habe.

Die Protagonisten

Durch den Sichtwechsel lernt man beide Protagonisten und deren Leben gut kennen. Da gibt es die weibliche Protagonistin Louisa Davis, die neu nach Redstone zieht und relativ schnell Anschluss findet, was sie so eigentlich nicht erwartet hatte. Denn in den Jahren zuvor hat sie sich nach dem Tod ihres Vaters immer mehr in sich zurückgezogen und ihre Freunde verloren. Doch in Redstone freundet sie sich schnell mit ihrem Mitbewohner Aiden und seiner guten Freundin, der Kellnerin Trish, an und arbeitet sogar mit ihr zusammen in dem Café Firefly. Dadurch lernt Louisa auch immer mehr deren Clique kennen: die lebhafte Bowie und den geheimnisvollen Paul Berger.

Er ist der männliche Protagonist und hat ein ähnlich schweres Päckchen zu tragen wie Louisa, welches ihn davon abhält, an das Gute in ihm zu glauben. Als Leser erfährt man nicht ganz so viel über seine Familie, doch besonders das Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Luca fand ich sehr schön beschrieben und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Alle Nebenfiguren wie Luca, Trish, Aiden, Bowie und Louisas Schwester Mel waren sehr schön ausgearbeitet und hatten alle ihre eigenen Geschichten und Eigenheiten, sodass ich alle schnell ins Herz geschlossen habe.
Sehr faszinierend fand ich auch Louisas Eigenheit, sich besondere Wörter zu notieren und wie sie den einzelnen Abschnitten des Buches eine Art Teilüberschrift gegeben haben.


Doch trotz aller positiven Aspekte hatte das Buch auch einige wenige Schwachstellen, welche meine Begeisterung für das Buch etwas getrübt haben:

Im Buch allgegenwärtig waren Motive: das Feuer, das Louisas Leben verändert hat und trotzdem in ihr lodert, Paul nennt sie sein Feuermädchen; der Sturm, der in Pauls Augen lodert; seine Bernsteinaugen; ihre ozeanblauen Augen,... All das fand ich mit der Zeit relativ anstrengend und nervig, weil es für meinen Geschmack zu oft erwähnt wurden.

Außerdem ist die Handlung im gesamten Buch sehr überschaubar, wodurch besonders der Mittelteil einige Längen hatte und stellenweise langweilig wurde. Zum Ende hin nahm die Geschichte allerdings wieder an Fahrt auf und hatte einige ergreifende Szenen zwischen Louisa und Paul zu bieten, welche mir im Mittelteil auch zu kurz kamen.

Fazit

„Wir sind das Feuer“ von Sophie Bichon ist ein einzigartiger New Adult Roman, der voller Poesie und Liebe zu Wörtern steckt. Trotz einiger Längen hat mich die Geschichte um Louisa und Paul sehr berührt und auch aufgrund des Cliffhangers am Ende sehr neugierig auf Band 2 gemacht.
Eine klare Leseempfehlung von mir!

Bewertung

Das Buch erhält von mir aufgrund kleiner Schwächen 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.12.2019

Der fulminante Auftakt einer spannenden Trilogie über die Macht der Elemente

Sturmtochter, Band 1: Für immer verboten (Dramatische Romantasy mit Elemente-Magie von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Worum geht's?

Am Tag ist Ava eine ganz normale Schülerin, doch in der Nacht macht sie Jagd auf Elementare, die ihre Heimat Isle of Skye, Schottland bedrohen. Als sie jedoch erfährt, dass sie das Element ...

Worum geht's?

Am Tag ist Ava eine ganz normale Schülerin, doch in der Nacht macht sie Jagd auf Elementare, die ihre Heimat Isle of Skye, Schottland bedrohen. Als sie jedoch erfährt, dass sie das Element Wasser beherrschen kann, ändert sich für sie alles und Ava verliert mehr und mehr die Kontrolle über sich selbst und ihre Kräfte.

Meine Meinung

"Sturmtochter - für immer verboten“ ist der fulminante Auftakt zur neuen Fantasy-Trilogie von Bianca Iosivoni im Ravensburger Verlag. Bisher kannte ich nur Biancas New Adult-Bücher und war regelmäßig absolut begeistert von ihrem Schreibstil und Talent. Deshalb habe ich mich an diese Reihe gewagt - und wurde nicht enttäuscht!


Wie immer zunächst zum Cover: mit den glitzernden Highlights ist das Buch ein echter Hingucker, bei dem man auch ohne den Klappentext zu lesen zugreifen würde. Denn schon der Hintergrund gibt einen eindeutigen Hinweis darauf, dass das Element Wasser eine wichtige Rolle in diesem Buch spielen wird.

Am Anfang des Buches findet man sich mit Ava direkt mitten im Geschehen wieder, sie macht nämlich Jagd auf Elementare, so lernt man auch direkt ihre Welt kennen und findet leicht in die Handlung hinein.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und mich hat vor allem Biancas Schreibstil wie immer total begeistert, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Sie schafft es einfach, auch die schlimmsten Kampfszenen so darzustellen, dass man sich selbst die übernatürlichen Elemente bildlich vorstellen kann.

Im Laufe des Buches wurde Ava mir immer sympathischer und ich fand es schön, sie dabei zu begleiten, wie sie ihre Kräfte zu kontrollieren lernt. Und ebenfalls dabei, wenn sie wegen ihrer Elementarkraft Schwierigkeiten überwinden muss, an die ich vorher nie gedacht hätte. So sind selbst Wasserrohre oder Getränkeflaschen nicht vor ihr sicher...

Von den Nebencharakteren waren mir besonders Brianna und Reid sofort sympathisch, im Gegensatz zu Lance, bei dem ich noch nicht so wirklich weiß, was ich von ihm halten soll, da er mir fast ein bisschen zu geheimnisvoll und blass erschien. Obwohl ich Reid vor allem wegen seinem Humor sehr mochte, bleiben auch seine Absichten noch vollkommen unklar; es gibt also noch genug offene Aspekte für die weiteren Bände der Trilogie.

Noch eine Anmerkung zum Ende des Buches: Dieses hat mich nämlich vollkommen fassungslos zurückgelassen, deshalb habe ich mir auch sofort Band 2 geholt, damit ich bald darin weiterlesen kann, um zu erfahren, wie es mit Ava und auch mit Elijah weitergeht. Ich bin jetzt noch schockiert von den Geschehnissen am Ende...

Fazit

"Sturmtochter - für immer verboten“ ist ein toller Fantasyroman, der die Kraft der Elemente darstellt und auch ihre Schattenseiten ins Bewusstsein ruft. Das Ende macht neugierig auf den Fortgang der Geschichte und vor allem darauf, wie es für Ava und ihre Freunde weitergeht.

Das Buch erhält von mir aufgrund kleinerer Schwächen 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.10.2019

Eine witzige Liebeskomödie mit Urlaubsfeeling gratis

Herz auf Anfang
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Worum geht‘s?

Annies Leben scheint perfekt: Sie hat einen Job als Mode-Assistentin bei dem Fashion-Magazin Glamorous Girl ergattert und wohnt mit ihrem Freund und vermutlich Bald-Verlobten Trevv in seinem ...

Worum geht‘s?

Annies Leben scheint perfekt: Sie hat einen Job als Mode-Assistentin bei dem Fashion-Magazin Glamorous Girl ergattert und wohnt mit ihrem Freund und vermutlich Bald-Verlobten Trevv in seinem riesigen Haus. Doch dann erwischt sie ihn bei einem etwas exotischeren Liebesspiel mit seiner Kollegin Tess und das Chaos ist perfekt: Annie wird verhaftet und zerstört auch noch den teuersten Schuh der Welt, woraufhin sie natürlichen auch noch ihren Traumjob verliert.
Annies Leben gleicht einem Scherbenhaufen und so entschließt sie sich schließlich zu einem Urlaub auf der Insel Mauritius. Doch von Erholung weit gefehlt: Statt entspannt am Strand zu liegen und tropische Cocktails zu schlürfen, findet sich Annie bei einem unangenehmen Aufeinandertreffen mit Trevv und Tess wieder, die - wie der Zufall es will - ebenfalls im gleichen Ressort auf Mauritius Urlaub machen. Zum Glück gibt es da noch Annies unglaublich gut aussehende Urlaubsbekanntschaft Chris, der die Gunst nutzt, Trevv die Stirn zu bieten und deshalb bereitwillig als Annies Schein-Freund einspringt. Aber je länger die Scharade andauert, desto mehr verwischen die Grenzen zwischen dem schönen Schein und den echten Gefühlen...

Meine Meinung

Mit „Herz auf Anfang“ ist der zweite Roman der südafrikanischen Autorin Jo Watson in deutscher Übersetzung beim LYX Verlag erschienen und steht dem ersten Band „Kopf aus, Herz an“ in nichts nach. Auch schon im ersten Band der Reihe konnte mich Jo Watson mit ihrem lockeren, leicht ironischen Schreibstil vollends begeistern, weshalb ich mich sehr auf diese Fortführung der Reihe gefreut habe.
Ähnlich wie beim ersten Band ist das Cover wieder schlicht gestaltet und passt hervorragend zu seinem Vorgänger, die zusammen einfach toll aussehen.

Besonders dank des tollen Schreibstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen, fand aber den Einstieg ein wenig schwierig, da man direkt in die Handlung hineingeworfen wird und zu Anfang nur durch Rückblicke von Annies Hintergrundgeschichte mit ihrem Job und dem Freund erfährt. Die ersten 70 Seiten geschieht nicht ganz so viel, es wird hauptsächlich geschildert, wie sich Annies Leben nach der Trennung von Trevv zum Schlechten verändert und die sonst sehr humorvolle Frau in ein tiefes Loch fällt, aus dem sie erst zum Ende des Buches wieder herauskommt. Wirklich Fahrt nimmt die Geschichte erst nach dem Aufeinandertreffen mit Trevv und Tess - genannt Tress - auf, da sich unwahrscheinlich viele Gelegenheiten ergeben, dem verhassten Ex und seiner mittlerweile sogar Verlobte in diesem Ressort zu begegnen. Daraus ergaben sich immer wieder urkomische Situationen, die man sich toll bildlich vorstellen konnte und somit das ganze Buch über für Kopfkino gesorgt haben.
Das Ende fand ich nicht ganz so gelungen, da Annie zwar verständlicherweise aufgrund jetzt nicht genannter Ereignisse sehr verletzt ist, ich ihre Reaktionen darauf allerdings etwas zu überzogen und melodramatisch fand. Aber in einer solchen Situation reagiert wohl jeder Mensch anders und bewertet ihre Reaktion entsprechend.

Wie schon der erste Teil ist auch dieser nur aus der Sicht der weiblichen Protagonistin Annie geschrieben, doch ich hätte mir ein paar Kapitel aus Chris‘ Perspektive gewünscht, um die ganze Situation auch mal durch seine humorvollen und zynischen Augen zu betrachten.

Chris war mir nämlich ein sehr sympathischer Protagonist, eben weil er wie Annie überhaupt nicht perfekt ist und das auch überhaupt nicht sein möchte. Er ist sehr vielschichtig gestaltet und bringt natürlich Ballast aus seiner Vergangenheit mit. Mit Annies Hilfe kann er aber auch diesen hinter sich lassen und optimistisch nach vorne schauen. Sein Humor war immer wieder ein Highlight und hat mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht.

Fazit

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, da ich immer unbedingt wissen wollte, in welche herrlich schräge und gerade deshalb auch so witzige Situation Annie und Chris im Konkurrenzkampf mit „Tress“ geraten.
Mir hat besonders der Anschluss zu Band 1 und das Wiedersehen mit Lilly und Damien sehr gefallen, da ich die beiden schon im ersten Teil der Reihe sehr liebgewonnen hatte.

Alles in allem ist „Herz auf Anfang“ eine sehr originelle und lustig geschriebene Liebeskomödie, die größtenteils vor der traumhaften Kulisse von Mauritius spielt und mich in dieser trüben, dunklen Jahreszeit sofort in Urlaubsstimmung versetzen konnte.
Und so hoffe ich auf eine Fortführung der Reihe, auch wenn das nach mehr als zwei Jahren wohl eher unwahrscheinlich ist.

Bewertung

Das Buch erhält von mir aufgrund kleiner Schwächen 4 von 5 Sterne.