Starker Anfang, schwaches Ende
...als der Himmel uns berührteMias Ehe schlittert geradewegs auf das Ende zu, denn ihr Mann Tristan nimmt es nicht ganz so genau mit dem gegebenen Treuversprechen. Damit Mia endlich wieder zu sich selbst findet, nimmt sie sich kurzerhand ...
Mias Ehe schlittert geradewegs auf das Ende zu, denn ihr Mann Tristan nimmt es nicht ganz so genau mit dem gegebenen Treuversprechen. Damit Mia endlich wieder zu sich selbst findet, nimmt sie sich kurzerhand eine Auszeit in den Rocky Mountains, und besucht ihre langjährige Freundin Dana. Und während der Indian Summer die kanadischen Berge in eine berauschende Farbenpracht taucht merkt Mia, dass es so viel mehr im Leben gibt als Erfolg im Beruf und dem damit verbundenen Geld. Sie kann sich nämlich nicht der unwiderstehlichen Anziehungskraft von Aiden entziehen, der sie mehr und mehr fasziniert…
„….als der Himmel uns berührte“ ist der neue Liebesroman aus der Feder von Jani Friese. Mit atemberaubenden und bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen der Rockys entführt sie den Leser direkt nach Kanada und lässt die wilde raue Bergwelt, kristallklare Seen und einzigartige Landschaften direkt vor dem inneren Auge entstehen.
Mias Lebensgeschichte ist geprägt von Naivität und emotionaler Abhängigkeit und mit ihren 35 Jahren steht sie zwar im Berufsleben fest auf beiden Beinen, ist aber ansonsten eher fremdgesteuert und manipuliert durch ihre Eltern und ihren untreuen Ehemann.
In der Abgeschiedenheit der Rocky Mountains lernt sie langsam, sich wieder selbst zu vertrauen und zurück zu ihrem eigenen Ich zu finden, öffnet nicht nur ihr Herz sondern auch ihre Seele.
Jani Friese schafft es, dem Leser die Riten und Gebräuche der indigenen Völker auf interessante Art und Weise zu vermitteln, die Neugier auf das Leben fremder Kulturen zu wecken und sich näher mit ihnen zu befassen.
Der Roman beflügelt und reißt den Leser immer wieder mit, weil die Geschichte abwechslungsreich und sehr spannend geschildert ist.
Doch dann kommt der große Bruch, denn ab Kapitel 13 bedient sich Jani Freise leider allen gängigen Klischees, die es in der breiten Masse der Liebesromane zu finden gibt. Das lässt die bis dahin sehr gute Erzählung plötzlich ideenlos erscheinen – Jani Friese kann das eindeutig besser und es ist schade, dass sie sich solcher Schablonen und stereotypen Szenen bedienen muss.
Durch diesen starken Abfall der Geschichte kann ich leider nur noch 3 Sterne vergeben.