Die Tochter der Bettlerin
Die Tochter der BettlerinAnna ist die Tochter einer Bettlerin und daher zu ebendiesem Schicksal berufen. Als ihre Mutter sie zur Prostitution zwingen will, beschließt Anna zu fliehen. Durch einen Zufall erhält sie eine Anstellung ...
Anna ist die Tochter einer Bettlerin und daher zu ebendiesem Schicksal berufen. Als ihre Mutter sie zur Prostitution zwingen will, beschließt Anna zu fliehen. Durch einen Zufall erhält sie eine Anstellung bei der ranghohen Familie Trenk, deren Sohn Friedrich der Leibgardist des Königs ist. Anna verliebt sich in Friedrich, dach dieser hat bereits sein Herz an Amalie, die Schwester des Königs, verloren. Als der König davon erfährt gerät Friedrich in Gefangenschaft. Doch auch Anna verliert ihre Anstellung und heuert notgedrungen bei der preußischen Armee an. Sie beschließt Friedrich zu retten, doch auch Amalie kämpft für dessen Freiheit.
Nora Bergers Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher schnell und einfach lesen. Die Autorin beschreibt viele Szenen sehr bildgewaltig und ermöglicht dem Leser daher ein Eintauchen in die Handlung. Dies ist allerdings von vielen Zufällen geprägt und wirkt daher oftmals etwas konstruiert. Gerade, dass Anna sich als Mann und schwanger in die Armee einschleust und dies dank zahlreicher Zufälle nicht entdeckt wird, hat mich etwas gestört. Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen, da die Autorin zahlreiche geschichtliche Fakten geschickt in die Handlung einbaut. Als Leser kann man den Großteils authentischen Kampf zweier liebenswerter, wenn auch sehr unterschiedlicher Frauen für ihre große Liebe verfolgen.
FAZIT:
„Die Tochter der Bettlerin“ ist ein gut recherchierter geschichtlicher Roman, welcher vor allem durch liebenswerte Hauptprotagonistinnen und einen bildlichen Schreibstil überzeugt. Da mir einige Zufälle allerdings zu konstruiert wirkten und dadurch die Glaubwürdigkeit der Handlung stellenweise etwas einbricht, vergebe ich 4 Sterne!