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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2016

Der Weg ins Magisterium

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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Lange stand dieses Buch schon in meinem Regal, und ich bin nie dazu gekommen, s zu lesen. Doch anlässlich des dritten Bandes habe ich mich endlich heran getraut und gleich alle drei in einem Rutsch gelesen. ...

Lange stand dieses Buch schon in meinem Regal, und ich bin nie dazu gekommen, s zu lesen. Doch anlässlich des dritten Bandes habe ich mich endlich heran getraut und gleich alle drei in einem Rutsch gelesen. Natürlich hatte ich vorher schon häufig gehört, dass es ja doch nur eine Kopie von Harry Potter ist, dies habe ich selbst aber gar nicht so empfunden. Natürlich gibt es die eine oder andere Parallele, doch insgesamt unterscheidet sich das ganze Konzept, vor allem was die Magie angeht, schon ziemlich.


Callum ist ein Protagonist, mit dem man sich erstmal anfreunden muss. Er ist eher ein Antiheld – er hinkt, hat eine ziemlich bissige Art und ist alles in allem nicht gerade umgänglich. Der erste Eindruck ist hier wirklich nicht der allerbeste gewesen, aber obwohl er nicht besonders nett ist, hat er definitiv Charakter und man merkt bereits im ersten Buch, wie er sich verändert, was mir sehr gut gefallen hat. Überhaupt haben mir die Ecken und Kanten der Charaktere gefallen, und dass sie ziemlich unterschiedlich waren, wie die ehrgeizige Tamara, der gutmütige Aaron oder auch der arrogante Jasper. Auch die Story hat mir gut gefallen. Es gab jede Menge Geheimnisse, neue Magie und jede Menge Informationen zu entdecken.


Fazit

Ein spannender Reihenauftakt mit tollen Charakteren und einem interessanten Konzept, dass Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 06.12.2016

Eiskalter Märchenzauber

Die silberne Königin
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Silberglanz – eine Stadt im ewigen eiskalten Winter. Hier lebt die junge Emma und träumt davo in der Chocolaterie der geheimnisvollen Madame Weltfremd zu arbeiten. Durch einen glücklichen Zufall erfüllt ...

Silberglanz – eine Stadt im ewigen eiskalten Winter. Hier lebt die junge Emma und träumt davo in der Chocolaterie der geheimnisvollen Madame Weltfremd zu arbeiten. Durch einen glücklichen Zufall erfüllt sich ihr Traum, doch während sie der Duft der Schokolade umhüllt, und Madame Weltfremd ihr fantastische Geschichten erzählt, wird Emma zunehmend klar, dass es in Winterglanz nicht mit rechten Dingen zugeht. Beharrlich versucht sie, dem Geheimnis des Winters auf die Spur zu kommen.


Winterzeit ist Märchenzeit, und auch wenn die alten Märchen immer wieder begeistern, ist es doch auch schön, dass es immer wieder neue märchenhafte Literatur gibt, welche es schafft, den Leser zu verzaubern. Zu diesen Büchern zählt in diesem Jahr ganz klar „Die silberne Königin“.


Das Buch erzählt zwei parallele Geschichten. Zum einen die Geschichte von Emma, zum anderen die Geschichte, die Madame Weltfremd über die silberne Königin erzählt. Dabei gibt es immer wieder Aspekte, in denen sich die Geschichten überschneiden und den Leser rätseln lassen, wie die beiden Handlungsstränge, wenn man es so nennen will, zusammen hängen.


Die Charaktere fand ich klasse. Emma ist stark und entschlossen, und entwickelt sich im Verlauf des Buches sehr positiv. Sie war einfach sympathisch und die perfekte Protagonistin. Und auch die Nebencharaktere waren toll. Die verschrobene Madame Weltfremd mit ihren geheimnisvollen Geschichte, oder ihre quirlige Kollegin Ophelia. Sie waren einfach eine tolle Mischung. Und dann ist da natürlich noch das Märchen der silbernen Königin, auch dort haben mir die Charaktere sehr gefallen und waren etwas ganz Besonderes.


Die Handlung ist gut durchdacht und baut eine sehr schöne Spannung auf, die sich gut hält. Besonders der märchenhaft schöne Schreibstil hat es einfach geschafft, mich direkt zum Anfang abzuholen, und die schönen Beschreibungen lassen die ganze Geschichte vor dem inneren Auge entstehen. Da glaubt man fast, die Schokolade riechen zu können und den Schnee unter den Fußsohlen knirschen zu hören. Wie in den meisten Märchen üblich, gibt es auch hier eine Liebesgeschichte. Tatsächlich muss ich aber sagen, dass das Buch sogar ohne ganz fantastisch ausgekommen wäre, und definiv nicht darauf angewiesen ist.


Fazit

Ein wunderschönes Märchen, dass einen direkt in seinen Bann zieht und eine tolle Geschichte erzählt. Ich freue mich schon auf den nächsten Titel aus Katharina Secks Feder.

Veröffentlicht am 24.11.2016

Wunderbares Märchernfeeling

Secret Woods 2: Die Schleiereule des Prinzen (Märchenadaption von "Brüderchen und Schwesterchen")
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Nala und ihr Bruder konnten ihrer Stiefmutter entkommen – doch der Preis ist hoch. Dale wurde verflucht und fristet sein Dasein als Rehbock, während Nala im Wald ums Überleben kämpft, und bereit ist, alles ...

Nala und ihr Bruder konnten ihrer Stiefmutter entkommen – doch der Preis ist hoch. Dale wurde verflucht und fristet sein Dasein als Rehbock, während Nala im Wald ums Überleben kämpft, und bereit ist, alles zu opfern, um Dale zu befreien. Doch ihre Stiefmutter hat sie nicht vergessen, und schmiedet finstere Pläne, die Nala mehr als ihren Bruder kosten könnten.


Wie schon im ersten Band verfolgen wir meist Nalas Perspektive, doch es gibt immer wieder Wechsel, sodass man auch die Handlung bei anderen Charakteren mitverfolgen kann, darunter Dale, die Stiefmutter, das Mädchen Ann-Kathrin oder auch Prinz Sedrik. Dadurch gibt es natürlich immer wieder Wechsel an besonders spannenden Stellen, die für noch mehr Spannung sorgen. Besonders gut bei den Abschnitten der Stiefmutter fand ich, dass man etwas über ihre Vergangenheit erfahren hat, und sich so einige offene Fragen geklärt haben. Sympathischer hat es sie mir allerdings nicht gemacht, sondern einfach nur gezeigt, was für ein schreckliches Biest sie ist.


Schön finde ist, dass vom ursprünglichen Märchen zwar noch einiges zu erkennen ist, aber auch viele neue Ideen mit eingeflossen sind. Vor allem natürlich, was die Entwicklung der einzelnen Charaktere angeht, aber auch andere Teile der Geschichte. Einige Szenen waren wirklich sehr spannend und auch traurig, da habe ich richtig mit gelitten. Besonders der arme Dale hat es diesmal noch schwerer, als wäre es nicht schon schlimm genug, ein Reh zu sein. Zum Glück steht Ann-Kathrin dem spßen Reh bei, und ist mit ihrer Fürsorglichen und Mutigen Art direkt zu einer meiner Lieblingsprotagonistinnen avanciert.


Beim letztendlichen Showdown hätte ich mir insgesamt noch ein kleines bisschen mehr gewünscht. Gerade mit Magie hat man so viele Möglichkeiten. Dennoch war es alles in allem ein runder Abschluss und ich bin schon sehr gespannt, auf die nächsten Werke aus Jennifer Alice Jagers Feder.


Fazit

Ein gelungener Abschluss dieser zweibändigen Märchenadaption, die genau das richtige für kalte Winterabende ist.

Veröffentlicht am 12.11.2016

Spiegel und Magie

Haus der tausend Spiegel
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich Susanne Gerdom entdeckt habe, und seitdem hat sie sich schnell zu einer meiner deutschen Lieblingsautorinnen aufgeschwungen. Als Franziska Hille begeisterte ...

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich Susanne Gerdom entdeckt habe, und seitdem hat sie sich schnell zu einer meiner deutschen Lieblingsautorinnen aufgeschwungen. Als Franziska Hille begeisterte sich mich mit ihrer „Devon Cream Tea“ Reihe, auf deren Abschlussband ich sehnsüchtig warte, und in „Queen of Clouds“ (meine Rezension) nahm sie mich mit in eine magische und aufregende Welt. Nun ist sie bei Random House nicht nur mit der eBook-Serie "Bernsteinzauber" unterwegs, sondern bringt mit „Haus der tausend Spiegel“ noch mehr Magie in mein kleines Leserleben, worüber ich mich sehr freue.


Annik lebt in Antwerpen und hat magisches Talent. Sie wünscht sich, ihre Fähigkeiten durch einen Besuch der Universität zu verbessern, doch bevor man sie dort aufnimmt, muss sie eine Art Aufnahmeprüfung bestehen, indem sie eine ihr zugedachte Aufgabe löst. In deren Rahmen wird sie als Kindermädchen zur Familie van Leuwen geschickt. Zunächst kennt Annik ihre Aufgabe nicht, doch schon bald gibt es immer mehr Ungereimtheiten – angefangen bei dem launischen Hausherren Gabriel, nächtlichen Geräuschen, ihrem verschüchterten Schützling und dem geheimnisvollen Teil des alten Anwesens, der nicht betreten werden darf. Dabei führt Anniks Neugier und Beharrlichkeit immer Nähe ins Herz einer alten Magie, und bringt nicht nur sie selbst dabei in große Gefahr…

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Da ich schon andere Bücher von Susanne Gerdom kenne fange ich heute mal mit dem Schreibstil an, den ich immer wieder toll finde. Fließend, manchmal verspielt und einfach mitreißend fliegen die Seiten nur so dahin. Stellenweise ist es auch mal etwas verschnörkelt, was mir persönlich sehr gut gefällt und fantastische Bilder in meinen Kopf gezaubert hat.


Mit der Protagonistin Annik bin ich von Anfang an schnell warm geworden. Sie hat ein großes Herz, liebt Bücher und ist dabei eine besonnene junge Dame, die sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Wenn sie etwas für richtig oder falsch hält hat sie keine Angst, dies auch auszusprechen, selbst gegenüber ihrem düsteren Arbeitgeber. Und so geht es auch weiter, und sie bleibt sich selbst treu und man kann sie gut nachvollziehen. Die anderen Charaktere, vor allem die Bewohner des Hauses, waren insgesamt sehr schwer greifbar, und unmöglich zu durchschauen. Dafür boten sie umso mehr Raum zum Spekulieren, und da diese Unnahbarkeit ein wichtiger Teil der Geschichte ist, lege ich es hier nicht negativ aus, dass zunächst vieles über sie im Dunkeln bleibt.


In die Geschichte bin ich ebenfalls von Anfang an gut rein gekommen. Es warden einige allgemeine Gegebenheiten am Anfang erklärt, wie zum Beispiel die Ausgrenzung der Hexen, und dass diese ein spezielles Abzeichen tragen müssen, und sich nicht überall aufhalten dürfen. Hier musste ich natürlich gleich an den Judenstern und den Nationalsozialismus denken, und da gibt es durchaus einige Parallelen, auch wenn dieses Thema keinesfalls im Vordergrund steht. Die Magie war spannend und neu interpretiert, was ich sehr schön fand. Die Story an sich hatte von Anfang an eine gewisse Grundspannung, die sich sehr gut gesteigert hat, und vor allem durch die gut beschriebene düstere Atmosphäre des Buches gehalten wurde. Insgesamt hätte ich mir lediglich gewünscht, dass es gerade zum Ende hin noch ein bisschen mehr Action gegeben hätte. Außerdem sind bei mir tatsächlich noch ein paar Fragen offen geblieben, auf die ich zu gern noch eine Antwort finden würde. Alles in allem fand ich es allerdings spannend, magisch und einfach gelungen.


Fazit

“Haus der tausend Spiegel“ ist eine tolle magische Geschichte, die vor allem durch ihre tollen Bilder, geheimnisvolle Charaktere und eine mutige Protagonistin besticht. Dazu trägt einen der tolle Schreibstil schnell durch eine spannende Handlung. Ich hoffe Susanne Gerdom sitzt schon an ihrem nächsten Werk!

Veröffentlicht am 30.10.2016

Ein Sommer auf Calliope Isle

Calliope Isle. Der siebte Sommer
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Allie ist verrückt nach Wörtern und schreibt sehr gerne. Natürlich freut sie sich sehr, als ihre Eltern sie über den Sommer drei Monate in ein ausgefallenes Schreibcamp auf einer fantastischen Insel im ...

Allie ist verrückt nach Wörtern und schreibt sehr gerne. Natürlich freut sie sich sehr, als ihre Eltern sie über den Sommer drei Monate in ein ausgefallenes Schreibcamp auf einer fantastischen Insel im Nordpazifik schicken. Mit zehn ist sie dort das erste Mal, und jedes Jahr freut sie sich erneut auf den Besuch im Camp und auf ihre ebenfalls schreibbegeisterten neuen Freundinnen Shayla und Liv. Doch im siebten Sommer ist etwas anders. Es ist nicht nur ein Neuer im Camp, was höchst ungewöhnlich ist, sondern es offenbaren sich plötzlich einige Geheimnisse, die besonders Allie bislang geborgen verblieben sind.

Durch die Beschreibungen der ersten sechs Sommer lernt man Allie, ihre Freundinnen und das Camp mit seinen Bewohnern zunächst in vielen kleinen Szenen kennen, ehe sie in einen aufregenden siebten Sommer startet.

Das Camp war ziemlich interessant, da wäre ich auch gern mal hingefahren. Allie und ihre Freundinnen genießen es dort sichtlich, und dass Sommerfeeling hat sich beim Lesen sehr gut auf mich übertragen. Allie mochte ich sehr gerne, und auch die anderen Charaktere, besonders ihre Freundinnen fand ich super. Jede von ihnen ist irgendwie einzigartig und hat einen kleinen Tick, wie zum Beispiel Livs Vorliebe für sehr schräge Essenskombinationen. Dadurch fühlte man sich ihnen sehr schnell verbunden. Doch die beiden wissen definitiv etwas, von dem Allie keine Ahnung hat. Und hier kommt ein Punkt, der mir an Allie nicht gefallen hat. Denn es passieren komische Dinge, und ihr spuken viele Fragen im Kopf rum, die man sich auch als Leser stellt, und im nächsten Moment hat sie schon wieder alles vergessen und liegt gemütlich am Strand. Das konnte ich absolut nicht nachvollziehen, wie sie solche Informationen immer wieder verdrängen konnte.

Und dann ist da natürlich auch noch der geheimnisvolle Matt, der natürlich unglaublich gut aussieht, aber zunächst eher unnahbar erscheint. Doch natürlich funkt es zwischen ihm und Allie gewaltig. Das gibt dem ganzen Sommerfeeling noch eine romantische Note, die gut dazu gepasst hat. Insgesamt hat mir die Story aber sehr gut gefallen. Die wechselnden Atmosphären, die Geheimnisse und die ganze Story, die dahinter steckt, und die ich euch natürlich nicht verrate, war wirklich klasse. Wirklich schade ist nur, dass meines Wissens nach noch nicht feststeht, ob es eine Fortsetzung geben wird. Dabei schreit gerade das Ende förmlich danach, und ich hoffe einfach mal, dass es doch noch weiter gehen wird.

Sehr gut gefallen hat mir Marie Menkes schöner Schreibstil. Er war frisch und flüssig und dazu sehr bildhaft. Manchmal hatte man fast selbst das Gefühl, die Sonne auf dem Gesicht zu spüren. Und dabei ist es ihr dennoch gelungen sowohl eine bezaubernde Sommer-Atmosphäre als auch eine etwas düstere Atmosphäre zu erzeugen.

Fazit

Ein toller Sommerroman voller Gefühl, Geheimnissen und jeder Menge Spannung. Besonders das fiese Ende lässt mich doch sehr hoffen, dass es noch einen zweiten Teil geben wird.

Vielen Dank an Im.press für das Rezensionsexemplar.