Platzhalter für Profilbild

Yakko

Lesejury Star
offline

Yakko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Yakko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2021

Zu wild und durcheinander

Bis ans Ende aller Fragen
1

Maxi ist Mitte vierzig und träumt von einem Leben, das ihr vergönnt geblieben ist - eines mit einem Ehemann und Kindern. Stattdessen muss sie nun auch noch damit klar kommen, dass ihr Ex, der mit ihr keine ...

Maxi ist Mitte vierzig und träumt von einem Leben, das ihr vergönnt geblieben ist - eines mit einem Ehemann und Kindern. Stattdessen muss sie nun auch noch damit klar kommen, dass ihr Ex, der mit ihr keine Kinder wollte, plötzlich samt Baby mit seiner jüngeren Frau vor ihr steht. Dazu kommt, dass ihre Familie sie ständig zu verkuppeln versucht. Doch Maxis Nichte Summer scheint dann die Idee zu haben, den perfekten Mann für ihre Tante zu finden. So schleppt sie sie zu einer Trauergruppe, damit sie sich einen Witwer angeln kann. Doch ob dieser Plan tatsächlich aufgeht?

Dies ist das erste Buch des Autorenduos, das ich gelesen habe und habe war von Anfang an sehr angetan vom Schreibstil, der locker und witzig ist.
Die Story fand ich anfangs auch sehr witzig, Maxi war mir auf Anhieb sympathisch und ihre chaotische, lockere Art war sehr unterhaltsam. Sie scheint eine Art Midlife-Crisis zu haben, die dazu noch verstärkt wird, dass sie von beinahe jedem darauf hingewiesen wird, dass sie schon so "alt" sei und noch immer keinen Mann und keine Kinder habe.
Die Geschichte wird auch Maxis Perspektive erzählt, dazwischen finden sich immer wieder Tagebucheinträge der 14-jährigen Maxi, die ganz lustig geschrieben sind.
Die Idee mit der Trauergruppe wird ja bereits im Klappentext beschrieben und scheint zunächst witzig, wird aber ziemlich schnell nur noch unangenehm, weil die Lüge von Maxi nicht direkt aufgelöst wird. So verstrickt sie sich in weitere Lügen, sodass sie ihre anfängliche Sympathie nach und nach verspielt. Unglaubwürdig fand ich auch, dass Maxi selbst absolutes Klischeedenken an den Tag legt, obwohl sie genau das von ihrer Familie beispielsweise so ablehnt. Irgendwann ist ihr Verhalten fast schon nervig und überhaupt nicht altersgemäß.
Dazu kommt das Hin und Her um die Männer, die plötzlich alle um Maxi herum schwirren, teilweise so übertrieben und damit mehr als unglaubwürdig. Lediglich die Chemie zwischen ihr und Alex fand ich stimmig.

Insgesamt wird mir die Geschichte irgendwann einfach zu wild und übertrieben und wenig glaubwürdig. Maxi scheint immer mehr zum Teenager zu werden und die ursprüngliche Idee des Buches bezüglich der Trauergruppe scheint irgendwann auch gar keine Rolle mehr zu spielen. Das Buch ist zeitweise zwar unterhaltsam durch den Schreibstil, konnte mich aber dennoch nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2021

Hat mich nicht überzeugt

Und immer nur du
0

Fenja hat zusammen mit ihrem Vater mit 16 Jahren ihre Heimat verlassen, nachdem ihre Mutter untreu geworden war. Nach 14 Jahren und keinerlei Kontakt zu ihrer Mutter erfährt sie, dass diese verstorben ...

Fenja hat zusammen mit ihrem Vater mit 16 Jahren ihre Heimat verlassen, nachdem ihre Mutter untreu geworden war. Nach 14 Jahren und keinerlei Kontakt zu ihrer Mutter erfährt sie, dass diese verstorben ist. Sie kehrt zurück, um alle Angelegenheiten zu klären.

Dies ist das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und zunächst war ich sehr gespannt, da der Klappentext dem vorherigen Buch ("Wenn es uns gegeben hätte") sehr stark ähnelt. Doch auch wenn es einige Parallelen gibt, geht es dennoch in eine andere Richtung.
Die Autorin hat einen einfachen Schreibstil, dem es manchmal an Tiefe fehlt, sodass die Gefühle und Gedanken nicht immer bei mir angekommen sind.
Die Hauptfiguren sind ähnlich zum Vorgänger. Fenja ist eine unsichere, aber sympathische junge Frau, die durch den Tod ihrer Mutter und die Rückkehr in die Heimat plötzlich die gesamten letzten Jahre ihres Lebens infrage stellt. Über Elias erfährt man nicht besonders viel, auch er ist zwar sympathisch, aber eher unnahbar.

Die Handlung konnte mich insgesamt leider nicht wirklich überzeugen. Den Konflikt zwischen Fenja und ihren verstorbenen Eltern halte ich für wenig glaubwürdig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine 16-Jährige von jetzt auf gleich den Kontakt zu ihrer liebenden Mutter abbricht, weil diese ihrem Vater vermeintlich untreu gewesen sein soll. Auf diesen Grundkonflikt stützt sich jedoch der Verlauf der weiteren Geschichte, das macht es schwierig, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin zu verstehen. Einige Handlungen sind wenig nachvollziehbar (der Friedhofbesuch alias Elias' "Überraschung").
Auch die Entwicklung der gesamten Story bis hin zum Ende ist für mich nicht glaubwürdig, das erzeugte Drama zu gewollt und einfach nicht passend zum Geschehen. Es wirkt, als hätte die Autorin keine andere Idee gehabt, wie sie gegen Ende noch etwas Dramatik einbauen soll (der Wendepunkt wird bereits im Klappentext angedeutet).

Insgesamt war das Buch für mich gerade so mittelmäßig, ich würde es nicht weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Eine zweigeteilte Geschichte

Wenn es uns gegeben hätte
0

Ela und Timo sind beste Freunde, doch kurz vor seiner Abreise nach Amerika gesteht Timo Ela seine Liebe. Und obwohl sie diese erwidert, sagt sie nichts und lässt ihn ziehen. Acht Jahre später taucht Timo ...

Ela und Timo sind beste Freunde, doch kurz vor seiner Abreise nach Amerika gesteht Timo Ela seine Liebe. Und obwohl sie diese erwidert, sagt sie nichts und lässt ihn ziehen. Acht Jahre später taucht Timo wieder auf und stellt Elas Leben auf den Kopf. Endlich lassen sie sich aufeinander ein, leider wird ihre Liebe jedoch durch das Schicksal auf die Probe gestellt.

Ich bin so hin und her gerissen von diesem Buch. Die erste Hälfte des Buches habe ich in einem Rutsch verschlungen, doch nach der dramatischen Wendung um Timos Krankheit, lag das Buch erst mal eine Weile da, das Interesse daran war plötzlich so stark ausgebremst.
Die Hauptfiguren sind sympathisch, wenn auch eher oberflächlich gezeichnet. Ela plagen übertriebene Ängste, während Timo nett und witzig ist, dennoch unnahbar wirkt. Nachdem beide zueinander finden, folgt schon die Wendung, Timo erkrankt sehr schwer. Ab hier ging es für mich nur noch bergab in der Geschichte, zu viel gewolltes Drama und wirklich miserable Dialoge. Gerade zwischen Ela und Timo geht es nur noch darum, wie sehr sie sich doch lieben und ihre Liebe eine zweite Chance bekommen hat. Es gibt kaum andere vernünftige Gespräche zwischen den beiden, nichts, dass bei mir irgendwelche Emotionen auslöst. Auch wenn der Schreibstil sonst insgesamt in Ordnung ist, sind die Dialoge auch zwischen den anderen Figuren sehr flach.
Dadurch wirkt die zweite Hälfte des Buches sehr zäh und langweilig und irgendwie musste ich mich überwinden weiterzulesen.

Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von dem Buch, denn das Drama ab der zweiten Hälfte sorgt bei mir leider nicht für viele Emotionen und Spannung, so wie es vermutlich beabsichtigt war, genau das Gegenteil war der Fall. Trotzdem vergebe ich drei Sterne, da mir die erste Hälfte des Buches wirklich gut gefallen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.12.2019

Wieder nur Durchschnitt

Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
0

Madison, einst ein Mauerblümchen zu Highschool-Zeiten, trifft nach vielen Jahren auf Mauro, den beliebtesten Jungen von damals und ihren früheren Schwarm, und alte Gefühle scheinen für den Feuerwehrmann ...

Madison, einst ein Mauerblümchen zu Highschool-Zeiten, trifft nach vielen Jahren auf Mauro, den beliebtesten Jungen von damals und ihren früheren Schwarm, und alte Gefühle scheinen für den Feuerwehrmann neu entfacht zu werden.

Irgendwie werde ich mit dem Duo Piper Rayne nicht warm. Dieses ist das dritte Buch, das ich gelesen habe und zunächst dachte ich, diese Story wird um einiges besser, als die anderen. Doch hier wurde ich leider enttäuscht.

Madison und Mauro sind zwei ganz nette Figuren, doch mehr auch nicht. Ihr Verhalten zeigt, dass sie in der Vergangenheit hängen geblieben sind, so gleicht es eher noch immer dem von Teenagern, als von erwachsenen Menschen. Madisons viele Selbstzweifel sind für mich nicht ganz nachvollziehbar. Mag sein, dass sie als junges Mädchen pummelig und unauffällig war, doch wieso muss sie als Erwachsene nun die Traumfrau schlechthin sein? Wäre es nicht interessanter gewesen, sie hätte nach wie vor Ecken und Kanten (auch optisch)? Aber dann hätte sich ein Mann wie Mauro vermutlich nicht in sie verliebt - so scheint wohl die Sichtweise der Autorinnen zu sein.
Wie dem auch sei, der Stil der Autorinnen zieht sich wohl durch all ihre Geschichten: Frau verliebt sich in den gutaussehenden Mann, er erwidert die Gefühle, doch die Frau glaubt ihm nicht und sucht nach Gründen, ihm keine Chance zu geben. Der Schreibstil ist soweit in Ordnung, ohne große Höhen und Tiefen.

Insgesamt war das Buch ganz nett, nicht mehr und nicht weniger. Ein wenig Unterhaltung für zwischendurch, hin und wieder mal witzig, aber am Ende doch nur Durchschnitt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2019

Eine Liebesgeschichte für Astrologie-Fans

Unter einem guten Stern
0

Justine, angehende Journalistin, trifft nach vielen Jahren ihre Jugendliebe Nick wieder, und sofort scheinen all ihre Gefühle von damals wieder da zu sein. Doch ob Nick dasselbe fühlt ist unklar, also ...

Justine, angehende Journalistin, trifft nach vielen Jahren ihre Jugendliebe Nick wieder, und sofort scheinen all ihre Gefühle von damals wieder da zu sein. Doch ob Nick dasselbe fühlt ist unklar, also hilft Justine ihrem Glück nach, indem sie die Horoskope ihrer Zeitschrift manipuliert, um dem Astrologie-Fan Nick ein Zeichen zu senden.

"Unter einem guten Stern" ist für mich das erste Buch von Minnie Darke. Der Schreibstil der Autorin ist insgesamt leichtgängig und einfach zu lesen, machmal jedoch etwas steif. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt.
Die Hauptfiguren sind Justine und Nick, die ganz sympathisch, doch irgendwie wenig facettenreich beschrieben sind. Justines Verhalten ist so manches Mal nicht wirklich nachvollziehbar für mich.
Neben den Protagonisten tauchen jedoch eine Menge weiterer Figuren in Form von vielen Nebenhandlungen auf, auf deren Leben Justine unbeabsichtigt Einfluss nimmt - schließlich gibt es mehrere Wassermänner, als nur Nick.

Insgesamt bin ich hin und her gerissen von diesem Buch. Die Leseprobe fand ich noch ganz ansprechend, aber vielleicht fehlt mir für den gesamten Roman einfach der Sinn für Astrologie und Sternzeichen. Ich wurde ganz gut unterhalten, doch wirklich gefesselt oder gar berührt hat es mich absolut nicht. Mit weit über 500 Seiten ist der Roman sehr lang für eine Liebesgeschichte, was vor allem den vielen Nebengeschichten geschuldet ist. Das macht das Buch aber leider auch stellenweise sehr langatmig und zäh. Das fand ich schade, denn im Fokus steht ja eigentlich die Geschichte rund um Justine und Nick. Astrologie-Fans werden aber sicher mehr Freude an diesem Buch haben.