Wo ist die Liebe in diesem Buch abgeblieben?
Love factually (Knitting in the City 1)Janies Leben gleicht einem Trümmerfeld. An einem Tag verliert sie Freund, Job und Wohnung. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Quinn, der Wachmann ihres Bürogebäudes, auf den sie schön länger ein Auge ...
Janies Leben gleicht einem Trümmerfeld. An einem Tag verliert sie Freund, Job und Wohnung. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Quinn, der Wachmann ihres Bürogebäudes, auf den sie schön länger ein Auge geworfen hat. Diesen trifft sie später in einem Club wieder und die beiden kommen sich näher. Als Quinn ihr auch noch einen Job verschafft scheint alles wieder gut zu werden. Dann taucht jedoch plötzlich Janies kleine Schwester auf und auch Quinns Geheimnisse sorgen für Probleme.
Meine Meinung:
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da es schon unter dem Titel "Chaosqueen küsst Froschkönig" veröffentlicht wurde und schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste stand. Zudem haben mir die Bücher von Penny Reid bisher immer gut gefallen.
Leider war die Freude sehr schnell verflogen.
Der Schreibstil unterscheidet sich sehr von Penny Reids anderen Bücher, alles wirkte sehr zerhackt, die Handlung war unlogisch und auch unlustig.
Ich habe mich mit dem Lesen sehr schwer getan, denn auch die Charaktere waren mir sehr unsympathisch und ich wurde überhaupt nicht warm mit ihnen.
Janie ist eine junge Frau, die auf andere Personen angewiesen ist, zuerst auf ihren Freund und anschließend ihre Freundin Elizabeth, bei der sie unter kommt. Auch wenn sich das später ändert und sie mehr Wert darauf legt unabhängig zu werden, ist sie nie für ihre Freundinnen da und kommt nicht gut mit Nähe klar.
Auch wenn nie mehr zu ihren Neurosen gesagt wird, scheint es mir als ob sie einen leichten Autismus hat und deshalb so mit Fakten und triviales Wissen ablenkt und darüber kommuniziert. Das wurde einfach nur als Spleen abgetan, was für mich einfach zu wenig ist.
Auch mit Quinn konnte ich nicht viel anfangen. Für mich war schnell klar, dass er nicht nur Wachmann ist, sondern mehr dahinter steckt. Trotzdem hat er sich hinter dieser Mauer sehr lange und für mich unverständlicher Weise versteckt.
Zudem fand ich ihn selbstbewusst, überführsorglich und humorlos. Eine Kombination, die mir persönlich nicht gut gefällt, zudem er insgesamt auch noch recht blass geblieben ist.
Liebe habe ich zwischen Janie und Quinn wenig gespürt, gegenseitige Anziehung, Abhängigkeit und Besitzergreifung ja, aber die Taten der Beiden haben wenig zu den Gesprächen zwischen ihnen gepasst und hatten für mich nichts mit Liebe zu tun.
Der Schluss und Epilog haben meine Meinung nur gefestigt, Janie ist noch immer genauso planlos und abhängig von anderen, Quinn kann noch immer niemand trauen und will Janie nicht einmal mit deren bester Freundin Elizabeth teilen. Alles ist wie an Anfang, nur ich habe mich mühsam durch die Seiten gekämpft und bleibe nun enttäuscht zurück.
Mein Fazit:
Ich habe mit etwas ganz anderem gerechnet. Leider habe ich dafür ein Buch ohne roten Faden und komplett strukturlos, aber mit unsympathischen Hauptcharakteren bekommen. Für mich ein klarer Reinfall.