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Veröffentlicht am 23.02.2020

Die Liebe besiegt alles, außer der Realität. Die gewinnt jedes verdammte Mal

Vampirschwur
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Eine weitere Geschichte aus der Welt von Black Dagger und J. R. Ward hat es wieder einmal geschafft die Handlungssträhne der vorherigen Bände in die Geschichte einzuweben, um eine neue Story zu erschaffen. ...

Eine weitere Geschichte aus der Welt von Black Dagger und J. R. Ward hat es wieder einmal geschafft die Handlungssträhne der vorherigen Bände in die Geschichte einzuweben, um eine neue Story zu erschaffen.
Wie schon in den vorherigen Bänden gibt es eine Hauptstory und mehrere Nebenstorys, die in den nächsten Bänden weiter geführt werden bis zum Buch des jeweiligen Charakters. Jedoch gibt es inzwischen so viele Stränge, dass man das Gefühl hat, dass auch andere Geschichten schon zu kleinen Hauptstorys werden.
Das macht die Geschichte jedoch umso besser und vielseitiger.
Vor allem ist es gut, dass auch die alten Charaktere, die bereits ihr Buch hatten, noch mal auftauchen und auch deren Leben weiter erzählt wird, wie hier V und Jane. Hochemotional geht es zwischen den beiden weiter und V ist einfach nur ein Sturkopf, wie eh und je. Es ist aufreibend und ich habe in jeder Zeile mit den beiden gelitten.
Doch V und Jane sind nur ein Strang von vielen. Hauptaugenmerk liegt jedoch immer noch auf Payne - Vs Zwillingsschwester und Manello. Aus Janes Storys kennen wir ihn schon als Chef ihrer Klinik.
Payne wird als sehr kämpferisch dargestellt, als Kriegerin, die sehr groß ist für eine Frau und die Verletzung, die sie nicht mehr laufen lässt, gleicht einem Gefängnis. Sie wird als willensstark aufgeführt, jedoch kommt sie mir auch sehr egoistisch vor mit dem, was sie von V und Jane verlangt und damit auch deren Beziehung zum wanken bringt.
Das macht sie für mich sehr unsympathisch.
Manello dagegen ist sehr sympathisch, gradlinig und ein Mann, der weiß, was er möchte. Er ist treu und ehrlich. Er kommt sehr sympathisch rüber. Es geht von Anfang sehr heiß her zwischen Payne und Manello.
Weitere Stränge in der Geschichte sind Quinn und Blay, sowie auch de la Cruze, ehemaliger Freund von Beth und Butch.
Neu dazu kommt Xcor und seine Geschichte ist ebenfalls Teil von Payne.

Gefehlt hat diesmal die Sicht der Lesser, die sonst in jedem Buch bisher vorgekommen sind. Auch Omega und der Hauptlesser kommen diesmal nicht vor.
Es ist nicht unangenehm und auch eine interessante Abwechslung, dass es dieses Mal nur um die Probleme im inneren geht und nicht nur um den Krieg zwischen Vampire und Lesser.

Das Buch endet genau da, wo es spannend wird und ist wie in den vorherigen Bänden auch zweigeteilt worden im deutschen.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Ver reisa Ku'chae. Kem surah, shei'tani - Deine Seele ruft nach mir. Meine Seele antwortet, Geliebte

Im Bann des Elfenkönigs
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Die Tairen Soul Saga ist eines der ersten Bücher von C. L. Wilson. Ich bin durch ihre Mystral Saga auf die Bände gestoßen und habe sie mir Stück für Stück gekauft.
Die ersten Seiten waren etwas zäh und ...

Die Tairen Soul Saga ist eines der ersten Bücher von C. L. Wilson. Ich bin durch ihre Mystral Saga auf die Bände gestoßen und habe sie mir Stück für Stück gekauft.
Die ersten Seiten waren etwas zäh und schwer zu lesen, aber danach fängt die Geschichte richtig an. Fremdartige Namen, eine eigene Sprache und Religion erwarten den Leser. Am Ende des Buches gibt es auch ein Glossar, der die Fey-Sprache übersetzt. Es wartet also großes Fantasy-Kino mit bildlicher Sprache.
Das Setting ist mittelalterlich angehaucht und man wird mitten in die Geschichte hinein geworfen. Je mehr man aber gelesen hat und die Protagonisten kennen gelernt hat, desto mehr konnte das Buch einen fesseln. Magie und Intrigen waren hier das Hauptthema.

Was mir vor allem gefällt ist der malerische Erzählstil der Autorin und wie sie es schafft Emotionen zu schreiben, dass selbst einem als Leser warm ums Herz wird.
Die Protagonisten sind, wie ich es von C. L. Wilson nicht anders kenne, Personen mit Ecken und Kanten, mit ihren Abgründen und tiefen. Man liebt sie und fühlt mit ihnen. Es sind keine unfehlbaren Prinzen und Prinzessinnen auf strahlenden Rössern und einem sie verliebten sich auf den ersten Blick.
Gut, letzteres trifft durchaus zu, aber selbst diese Liebe muss sich beweisen und kämpfen für ihr Glück. Es gibt schwarze Flecken in der Vergangenheit der Protagonisten, Abgründe, Ängste und Zweifel. Rain ist zum Beispiel kein einfacher Mann/Fey. Durch seinen Beschützerinstinkt und seine Werbung um Elysetta wird er durchaus zu einem Traumprinzen, der aber durchaus kompliziert ist und seine Abgründe in der Seele besitzt.
Leider hat sich die Geschichte an einigen Stellen sehr gezogen, was den Lesefluss unterbrochen hat und sehr schwer gemacht hat. Es ist sehr lästig mit den politischen Belangen des Hofes und man hat viele Sichtweisen, in denen die Geschichte wechselt von den wichtigsten Charakteren, die ihre eigenen Ziele verfolgen, Intrigen und Komplotte schmieden.
Das schöne bei der Autorin ist, dass man nie weiß, wie ihre Geschichten ihren Lauf nehmen. Bis zum Ende wird man überrascht von neuen Handlungen.

Das Cover ist bei mir leider von einer der ersten Auflagen und daher ist es aufgemacht, wie ein Nackenbeißer. Die neueren Cover gefallen mir viel besser. Das Buch kommt gut ohne erotischen Szenen aus, aber es knistert trotzdem zwischen Ellie und Rain. Sie hüpfen nicht direkt nach zehn Seiten ins Bett und das macht die Erotik umso prickelnder.
Deshalb liebe ich den Stil von C. L. Wilson so. Sie schafft es eine Vielschichtigkeit zu erzeugen, die in manchen romantischen Geschichten fehlt.
Während des Lesens wird aber auch klar, dass es nur Auftakt zu einer Reihe ist und nicht alles in einem Band abgehandelt werden kann.
Es ist erst der Anfang der Saga. Die Bedrohung ist erst vage und man weiß noch nicht, wie sich das auf die unterschiedlichen Völker auswirken wird.
Ich bin froh mit diesen Büchern die Wartezeit verkürzen zu können bis auch die nächsten Bände von der Mystral Saga erscheinen werden.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Die Katzen von Per-Bastet

Auge des Mondes
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Katzen sind heilig im alten Ägypten und genau zu dieser Zeit spielt die Geschichte von Mina.
Der Ort Per-Bastet ist nach der großen Katzengöttin Bastet benannt und Mina verdient als Geschichtenerzählerin ...

Katzen sind heilig im alten Ägypten und genau zu dieser Zeit spielt die Geschichte von Mina.
Der Ort Per-Bastet ist nach der großen Katzengöttin Bastet benannt und Mina verdient als Geschichtenerzählerin auf dem Markt ihr Geld. Ihr Leben ändert sich, als eine Kobra sie angreift und eine der Katzen der Stadt sie rettet.
Nicht nur die Katze tritt in ihr Leben, sondern auch der persische Händler Numi.
Im damaligen Zeitalter war die Beziehung zwischen Ägypten und Persien nicht einfach und Feindseligkeiten zwischen den Menschen liegt immer wieder in der Luft. Dazu kommt, dass die Katzen der Stadt verschwinden und die Menschen sich fragen, ob sie von der Göttin Bastet verlassen wurden.

Brigitte Riebe hat mit guter Recherche eine spannende, liebevolle Geschichte kreiert mit interessanten Einblicken in das Leben des alten Ägyptens. Gut Recherchierte Fakten und Daten lassen die Geschichte lebendig wirken.
Ich liebe das alte Ägypten und die Autorin hat in wundervoller Arbeit die Geschichte ausgearbeitet und Leben eingehaucht. Man fühlt sich der Katzengöttin verbunden, wenn man diese Geschichte liest.
Liebe, Intrige und Krimi durchwandern die Seiten, während das historische Setting den Leser in eine andere Welt entführt, die heute nicht mehr existiert.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Band 2

Ice Ice Darling
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„Ice Ice Darling“ ist der zweite Band der Ashton Beavers Reihe und dreht sich im Darleen und Matthew, den wir bereits aus Band 1 kennen gelernt haben. Er ist der Bruder von Maddison und der beste Freund ...

„Ice Ice Darling“ ist der zweite Band der Ashton Beavers Reihe und dreht sich im Darleen und Matthew, den wir bereits aus Band 1 kennen gelernt haben. Er ist der Bruder von Maddison und der beste Freund von Decon.
Band 1 hat mir jedoch um einiges besser gefallen, denn hier war schnell klar, dass der große Knall der großen Liebe auf den ersten Seiten passiert ist, aber es der falsche Zeitpunkt war.
Auch war der Twist, wieso Matthew sich nicht gemeldet hatte bei Darleen vorhersehbar. Matthew ist dabei durchweg ein Greenflag-Boy, der alles tut, damit es Darleen gut geht.
Er ist der Typ Mann, den sich viele Frauen an der Seite wünschen und vielleicht an manchen Stellen auch zu lieb und nett.
Er hätte an einigen Stellen durchaus das Recht gehabt sauer zu sein und ich habe auf den großen Knall gewartet, der leider ausblieb.

Ich bin auch weniger mit der ganzen Art und Weise ihrer „Heimlichtuerei“ warm geworden. Das war nicht mehr heimlich, sondern der Wink mit Zaunpfahl, Haus, Garten, Hund, Laterne.
Wie die anderen das nicht checken konnten und erst recht ihr Ex-Mann, weiß ich nicht.
Ich hatte mir vor allem irgendwie mehr Situationen gehofft zum Thema „Badezimmer teilen“ und dass dort die knisternden Funken sprühen, die intimen Momente sind, wo heimliche Küsse ausgetauscht werden.
Der geheime Ort, wo sie ungestört sein könnten und ihre kleinen Treffen haben. Aber das Thema war Nebensache und kein großes Ding. Es wurde lediglich als Durchgang zur anderen Wohnung benutzt.

Darleen selbst ist jung Mutter geworden und wurde in eine Erwartungsrolle gepresst, die sie nicht erfüllen konnte in den Augen ihres Ex-Mannes. Sie hat mehrere unverarbeitete Traumata, die sich immer wieder nach oben bahnen und zu großen Selbstzweifel führen.
Sie hat unter dem Narzissmus ihres Ex-Mannes gelitten und Matthew ist dabei ein guter Gegenpol, der sie stützt, aufbaut und die Wunden heilt.
Auch die Art ihrer Kommunikation finde ich etwas schwierig. Würde sie mehr reden, gäbe es manche Probleme nicht und sie hätte Matthew von Anfang an reinen Wein einschenken müssen!

Ihr Ex-Mann ist dabei der Captain der Ashton Beavers und scheint zwei Gesichter zu haben. Der Captain, der hinter seiner Mannschaft steht und nett ist und dann das abfällige Arschloch, was nichts anderes kann außer Darleen Vorwürfe zu machen und sie runter zu putzen, weil sie etwas nicht kann oder geschafft hat und der sich auch nicht zu Schade ist seine Position auszunutzen, um Darleen zu erpressen.

Jacobs Charaktererklärung ist verständlich gemacht, kam mir aber etwas zu schnell und zu einsichtig. Ein Gespräch mit Matthew und er hat die Einsicht, dass sein Verhalten nicht ok ist. Das kam mir zu abrupt.

Der große Plottwist und das Wiedersehen von einem Charakter aus Band 1 war überraschend. Damit hatte ich nicht gerechnet und war gut gemacht, wer am Ende dahinter steckt. Gleichzeitig auch etwas übertrieben, da es vorher hieß, es sei alles geklärt. Es hätte also durchaus jemand anderes sein können, der dort die Fäden zieht.

[kleiner Spoiler an der Stelle]

Die Nebenstory von Maddison und Decon war auch sehr schön, aber auch sehr vorhersehbar, dass sie in anderen Umständen ist. Die Schwangerschaftssymptome waren zu überdeutlich, Decons Beschützerinstikt noch mal größer. Wer 1 und 1 zusammen rechnen kann, ist da schnell auf die Lösung gekommen.
Ich bin jedoch ehrlich, dass ich die beiden nicht so früh in dem Baby-Thema gesehen habe oder überhaupt. Vor allem, da Decon immer noch mit seinem Trauma kämpft.
Für mich ist das wieder ein Stereotyp, dass man nur glücklich in der Ehe sein kann, wenn man ein Baby bekommt.
Das finde ich etwas Schade

[Spoiler Ende]

Im großen und ganzen ist Band zwei sehr gelungen, lässt sich leicht lesen und Darleen und Matthew sind ein schönes Paar, die gut harmonieren. Auch die Art und Weise, wie er die kleine Tochter aufnimmt, sich mit ihr versteht und sich um sie kümmert, ist unglaublich süß.

In einem kleinen Nebenstrang wurde schon unser drittes Pärchen gedroppt, welches im nächsten Band ihre Hauptrolle bekommt.

Ich denke, dass wir auch in den folgenden Bänden von Darleen, Matthew, Maddison und Decon lesen werden.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Ein Ende hat auch etwas Gutes

Breakups and Butterflies
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„Break ups and Butterflies“ ist eine Neuauflage des Buches, welches bereits 2020 unter „Manchmal ist gar kein Plan auch eine Lösung“ erschienen ist. Die Neuauflage hat einen Farbschnitt und einen neuen ...

„Break ups and Butterflies“ ist eine Neuauflage des Buches, welches bereits 2020 unter „Manchmal ist gar kein Plan auch eine Lösung“ erschienen ist. Die Neuauflage hat einen Farbschnitt und einen neuen Haupttitel bekommen. Dazu hat diese Auflage auch Anmerkungen der Autorin bekommen.

Mara als Protagonistin ist eine People Pleaserin. Als Leser merkt man schnell, dass sie keine Grenzen setzt, weder gegenüber ihrem Freund, noch gegenüber ihrer Chefin, die sie dazu verdonnert auf den Hund aufzupassen.
Kurzerhand wird sie aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und ihre Lebensplanung ist über den Haufen geworfen.

Nicht nur, dass ihr Ex einfach eine Redflag ist, wie er sie von jetzt auf gleich vor die Tür setzt und damit Obdachlos macht, sie spielt auch noch mit und setzt sich nicht durch, dass sie Zeit bekommt, um etwas Neues zu suchen und auch die Finanzen zu klären. Aber allein die Tatsache, dass sie in der gemeinsamen Eigentumswohnung an ihn „Miete“ gezahlt hat, ist schon ein Warnzeichen dafür, was für ein Charakter er hat.

Es war leider etwas vorhersehbar, welche Affäre er hatte und mit wem. Das war jetzt nicht groß überraschend, wenn man den Subtext verstanden hat und zwischen den Zeilen lesen kann.

Während ihre Chefin Urlaub macht, lebt Mara im Büro und trifft dabei auf Marius, der sie herzlich in seiner Gruppe aufnimmt und mit dem sie immer mehr Zeit verbringt.
Dazu wird ihr auch bewusst, was falsch lief und dass sie sich auch nicht immer richtig benommen hat. Vor allem gegenüber ihren Bruder, der im Lauf des Buches auch auftaucht und ihr eine gute Stützte bietet.

Dazu erfährt man auch viel über ihre Familie und wieso sie versucht, es allen Menschen Recht zu machen.

Die erschreckende Realität hinter der Manipulativität ihrer Mutter ist wirklich gut gelungen und ich habe bei den Stellen sehr stark durchgeatmet, als ihre Mutter ihr Vorwürfe wegen der Trennung gemacht hat.
Die Mutter ist richtig unsympathisch und lebt dabei in ihrer eigenen Realität, die mehr als nur toxisch ist.

Marius als Love Interesst ist unglaublich sympathisch. Er liebt seinen Job und ist einige Jahre jünger als Mara. Dennoch funkt es gewaltig zwischen ihnen. Er zeigt Mara, dass es mehr gibt als nur schwarz und weiß und dass man nicht immer einen Plan im Leben haben muss. Ihm sind auch Geld und Karriere nicht so wichtig, wie das zu tun, was er liebt.

Maras Bruder lernen wir als Leser auch kennen und dieser ist auch unglaublich sympathisch. Trotz der Differenzen in der Vergangenheit.

Die Story ist allgemein sehr ruhig gehalten und dennoch nicht zu zäh, dass man das Gefühl hatte, es passiert nichts. Die Geschichte ist gut voran gekommen und Mara als Protagonistin hat sich ebenfalls gut entwickelt.

Am Ende der Konflikt war wirklich noch mal ein übles Drama, wo ich gerne gewusst hätte, wie es ausgeht und ob die Androhung wirklich durchgezogen wurde oder nicht.

Das Buch ist eine sehr gute Unterhaltung und bietet dabei ein gutes Wohlfühl-Feeling und enthält auch eine Botschaft, dass das Ende einer Beziehung auch ein Anfang sein kann, man sich weiterentwickelt und das Leben nie nach Plan verläuft.

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