Diesem Roman fehlt das Herzliche, die Leichtigkeit die dieses Thema verdaulich macht
Zwischen Tafelspitz und MinisterratDie Autorin hat hier sehr gut recherchiert. Man hat das Gefühl die österreichische Politik nun gut zu kennen.
Leider ist die Schreibweise sehr steif und emotionslos. Dadurch bleiben die Charaktere fremd. ...
Die Autorin hat hier sehr gut recherchiert. Man hat das Gefühl die österreichische Politik nun gut zu kennen.
Leider ist die Schreibweise sehr steif und emotionslos. Dadurch bleiben die Charaktere fremd. Es fällt schwer eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Vielleicht liegt es am Thema. Es geht hier zwar um Liebe und Macht aber das Thema Politik nimmt den größten Teil ein. Endlose Passagen über Mietzinsobergrenzen, Pensionsansprüche, Machtkämpfe, Verwicklungen, Schwarzgeld und div. Affären werden Seitenlang durchgekaut. Da wäre weniger mehr gewesen. Die Hauptcharaktere Sybille bleibt einem Fremd. Auf der einen Seite ist sie eine sehr intelligente Frau, dann wieder das Weibchen. Ihre Gedankengänge und Handlungen sind oft schwer nachvollziehbar. Dann die vielen Nebenfiguren. Alle werden sehr detailverliebt beschrieben. Da verliert man leicht den Überblick. Schade das der Unfalltod, der evtl. ein Mord gewesen sein könnte, mehr im Hintergrund steht. Der zweite Band ist etwas lockerer in der Schreibweise aber es wird auch hier sehr viel politisiert. Nach meinem Geschmack zu sehr und wenn es nicht um Politik geht, dann geht es ums Essen. Wer was einkauft, kocht oder was im Restaurant bestellt wird. Diesem Roman fehlt das Herzliche, die Leichtigkeit die dieses Thema verdaulich macht. Etwas mehr Spannung würde ihm auch guttun.
Ein Gesellschaftsroman, in dem sehr viel politisiert wird.
Meiner Meinung nach zu viel. Auch die vielen Rechtschreibfehler, besonders im ersten Buch, empfand ich als störend.