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Veröffentlicht am 28.03.2021

Lachen ist die beste Medizin

Der Junge muss an die frische Luft
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In dem autobiografischen Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt Hape Kerkeling aus seiner Kindheit im Ruhrpott. Er geht dabei auf lustige Anekdoten, aber auch auf das wohl einschneidendste Kindheitserlebnis ...

In dem autobiografischen Buch „Der Junge muss an die frische Luft“ erzählt Hape Kerkeling aus seiner Kindheit im Ruhrpott. Er geht dabei auf lustige Anekdoten, aber auch auf das wohl einschneidendste Kindheitserlebnis - den Freitod seiner Mutter – ein.

Von Beginn an hatte ich das Gefühl , als würde Hape Kerkeling persönlich mir die Geschichte erzählen. Der Schreibstil ist so gehalten, dass man ihn sofort wieder erkennt – seinen Humor, aber auch seine nachdenkliche Seite.

Der Aufbau des Buches gefällt mir dabei sehr gut – nach einer kurzen Einleitung geht er über in seine Kindheit. Hier erfährt man sehr viel über Hape Kerkeling, was man aus seinen zahlreichen illustren Fernsehauftritten so noch nicht kannte. Seine Familie und vor allem seine detaillierte und charmante Beschreibung seiner Verwandtschaft hat mir beim Lesen immer wieder ein Lächeln entlockt.
Auch die Darstellung seiner jüngsten Kindheit empfand ich als sehr idyllisch. Man saß förmlich mit ihm auf der Ladentheke.

Hape Kerkeling gelingt es jedoch auch, seine schlimmen Erinnerungen mit Charme, Selbstironie und ein klein wenig Humor dem Leser näher zu bringen. Bei der Erzählung seiner schicksalhaften Jahre, die letztlich im Tod seiner Mutter endeten, hatte ich die ganze Zeit einen Kloß im Hals. Jedoch kommt hier auch die Stärke seiner Familie zum Tragen. Wie er auch explizit erwähnt, wäre er heute nicht der, der er ist, wenn er nicht die tolle Unterstützung seiner Großeltern in einer unsagbar schweren Zeit gehabt hätte.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass man auch mal hinter die Fassade des Entertainers schauen konnte. Dass er mittlerweile zurückgezogen vom öffentlichen Trubel lebt, finde ich persönlich sehr schade und als Verlust für die Fernsehkulisse. Wenn man jedoch sein Buch liest, merkt man, dass er viele Figuren und auch seine Fernsehkarriere nur als Kapitel seines Lebens ansieht und man gönnt ihm von Herzen auch das nächste Kapitel aufzuschlagen.

Dieses Buch ist auf keinen Fall vergleichbar mit „Ich bin dann mal weg“, welches ich verschlungen habe, jedoch auf seine ruhigere bewegende Weise gebe ich eine klare Lesempfehlung für alle, die gern mehr über den kleinen Jungen aus dem Ruhrpott erfahren wollen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Als ob die Erde leise bebt, kurz bevor der Vulkan ausbricht…

Der Attentäter
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Im historischen Thriller „Der Attentäter“ von Ulf Schiewe dreht sich alles um den Zeitraum der letzten 7 Tage bis zum Attentat von Sarajevo vom 28. Juni 1914, bei dem der Thronfolger Österreich-Ungarns, ...

Im historischen Thriller „Der Attentäter“ von Ulf Schiewe dreht sich alles um den Zeitraum der letzten 7 Tage bis zum Attentat von Sarajevo vom 28. Juni 1914, bei dem der Thronfolger Österreich-Ungarns, Franz Ferdinand, ermordet wurde und dies zum Beginn des 1. Weltkrieges führte.
Der Roman ist aus 3 verschiedenen Sichtweisen geschrieben:
1. Die Sicht von Franz Ferdinand selbst und seiner Gattin, der Herzogin Sophie von Hohenberg
2. Die Sicht der Attentäter
3. Die Sicht der Sicherheitsbehörden und des Geheimdienstes in Sarajevo
Das Cover des Buches zieht den Leser sofort in seinen Bann. Es ist eine blutgetränkte Uniform zu sehen, bei der man augenblicklich ein Erschüttern verspürt. Recht düster gehalten und somit sehr passend zum Thema des Buches.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig. Es wechseln immer wieder die Sichtweisen der o.g. Personenkreise. Dies ist jedoch gut durch Zwischenüberschriften, Orts- und Zeitangaben gekennzeichnet, sodass man in die Geschichte schnell reinfindet.
Die Namen machen zu Beginn ein paar Schwierigkeiten, man lernt die handelnden Personen jedoch schnell kennen und lieben und kommt somit auch mit den vielen ausländischen Namen gut zurecht.
Im Mittelpunkt stehen hier vor allem der Geheimdienstler Markovic, der versucht, die Attentäter dingfest zu machen.
Weiterhin natürlich das Thronfolgerpaar, bei dem der Leser immer wieder auch ein paar private Einblicke erhält.
Die Attentäter lernt der Leser im Laufe der Geschichte nicht nur als grausame Verbrecher, sondern auch als einsame, verbitterte, aber auch verwirrte Seelen kennen, sodass selbst hier ein gewisses Mitgefühl entsteht.
Somit ist es dem Autor gelungen, alle Seiten gleichermaßen zu beleuchten. Der Leser fiebert mit allen handelnden Personen mit – verflucht die einen aufgrund ihres Unwissens und fehlerhaften Verhaltens, möchte die anderen von ihrem Tun abhalten…
Genau das macht für mich ein gutes Buch aus; dass man mitfiebert bis zur letzten Seite, obwohl man den Ausgang der Geschichte eigentlich schon kennt. Dies ist dem Autor hervorragend gelungen.
Der Spannungsbogen der Geschichte ist auch dahingehend gut gestrickt, dass zwischendurch immer mal wieder historische Zeitungsartikel eingestreut wurden. Diese sind sehr interessant zu lesen.
Zum Ende hin werden die Perspektivwechsel immer rasanter; die Geschichte nimmt Fahrt auf und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen!!!
Für mich war dies eines der besten Bücher, welches ich in den letzten Monaten gelesen habe. Ich war zunächst skeptisch, wie man ein Thema spannend umsetzen kann, dessen Ausgang für alle seit dem Geschichtsunterricht in der Schule klar ist, ABER: ich bin positiv überrascht worden von sehr spannenden Details, die mir bisher nicht bekannt waren. Natürlich gibt dem Roman auch der fiktive Teil seine Würze, der jedoch super in die Geschichte eingeflochten wurde.

Von mir eine klare Leseempfehlung!

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  • Thema
Veröffentlicht am 18.05.2018

Aufwühlend...

Der Hexenschöffe
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Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein historisches Buch in die Hand genommen und muss sagen, dass mich bei der Lektüre von "Der Hexenschöffe" nicht nur einmal die Gänsehaut überkommen hat. Dieses Buch ...

Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein historisches Buch in die Hand genommen und muss sagen, dass mich bei der Lektüre von "Der Hexenschöffe" nicht nur einmal die Gänsehaut überkommen hat. Dieses Buch beschreibt unglaublich intensiv und ohne Umschweife wie schnell man in der damaligen Zeit in die Fänge der Hexenrichter geriet und keine Chance hatte zu entkommen... Es fällt einem teilweise schwer die Grausamkeiten zu lesen, doch gleichzeitig kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sehr empfehlenswert!!!

Veröffentlicht am 25.08.2017

Super geschrieben!

Outlander – Die geliehene Zeit
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Auch der 2. Band dieser Reihe hat mich wieder gepackt. Ich habe von Anfang an mitgefiebert - sowohl mit Jamie als auch mit Claire... Nach so langer Zeit (mittlerweile ist es das Jahr 1968) fängt sie die ...

Auch der 2. Band dieser Reihe hat mich wieder gepackt. Ich habe von Anfang an mitgefiebert - sowohl mit Jamie als auch mit Claire... Nach so langer Zeit (mittlerweile ist es das Jahr 1968) fängt sie die schmerzhafte Recherche an und die Hoffnung wächst, dass ihre große Liebe doch nicht in der Schlacht von Culloden umgekommen ist.
Ihrer Tochter Brianna will sie nun auch endlich die Wahrheit über ihren biologischen Vater erzählen, doch das ist natürlich nicht so einfach... Zurück in den Highlands ist alles wieder da...

Die parallel dazu verlaufende Geschichte von Jamie ist super spannend und von so vielen Wendepunkten in seinem Leben gefüllt, dass man einfach mitfiebert...

Durch und durch zu empfehlen. Ich werde mich sofort an den 3. Band setzen und wieder in der Welt der Highlands entschwinden.

Veröffentlicht am 05.06.2025

Sommer in New York

Summer in the City
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„Summer in the City“ ist eine sommerliche Romanze in der nie schlafenden Metropole New York.
Die erfolgreiche, aber inkognito schreibende Drehbuchautorin Elle zieht für einen Sommer zurück nach New York, ...

„Summer in the City“ ist eine sommerliche Romanze in der nie schlafenden Metropole New York.
Die erfolgreiche, aber inkognito schreibende Drehbuchautorin Elle zieht für einen Sommer zurück nach New York, um dort Homesitterin für die Wohnung ihrer Schwester zu sein und an ihrem neuesten Drehbuch zu arbeiten.
Ihr Nachbar ist Parker Warren, ein Tech-Milliardär, dem sie schon vor 2 Jahren auf unangenehme Weise begegnet ist und den sie seitdem abgrundtief hasst. Bei einem Leben Tür an Tür lässt es sich nicht vermeiden, dass man sich häufiger begegnet und so schlägt Parker Elle einen lukrativen Deal für beide vor – sie spielt seine Fake-Freundin für den Sommer und er hilft ihr beim Schreiben ihres neuen Drehbuchs, was derzeit alles andere als gut läuft. Gefühle sind ausgeschlossen, doch beim Besuch all der romantischen Drehorte für den neuen Film sind die guten Vorsätze nicht ganz so leicht einzuhalten wie geplant.
Alex Aster gelingt mit ihrem neuen Roman eine leichte lockere Sommerlektüre, die bereits durch das sehr süße Cover und die kleinen Illustrationen zu Beginn jeden Kapitels mit viel Liebe besticht.
Die Protagonistin Elle war mir von Beginn an durch ihre zurückgezogene Art sympathisch. Sie liebt den Schlabberlook und ist lieber für sich als auf Parties. Ihre beste Freundin Penelope ist ihr Anker und immer für sie da. Die beiden haben mir in ihren witzigen Dialogen richtig gut gefallen.
Parker Warren ist der typische Tech-Milliardär, der sich mit Geld alles kaufen kann – so denkt man. Doch Stück für Stück hat er mein Herz erobert, indem er immer wieder sehr aufmerksam zuhört und durch kleine Gesten zeigt, dass ihm sein Gegenüber wichtig ist.
Beide machen im Laufe des Romans eine positive Entwicklung durch.
Die aufkeimenden Gefühle sind sehr authentisch dargestellt. Leider wurden Elles Reaktionen oft sehr übertrieben dargestellt und man fragt sich des Öfteren, warum sie nicht einfach mit Parker redet, statt ihn von sich zu stoßen. So wurde es auch zum Schluss hin ziemlich dramatisch und es hätte in meinen Augen durch Kommunikation etwas harmonischer verlaufen können.
Die Atmosphäre in New York und die verschiedenen Orte, die die beiden besucht haben, waren sehr schön beschrieben und man hat richtig Lust, diese selber mal zu besuchen, vor allem den legendären Sonnenuntergang in Manhattan würde ich gern mal sehen.
Alles in allem hat mir das Lesen dieses Romans sehr viel Spaß gemacht. Ich habe Elle und Parker gern begleitet und schließe dieses Buch mit einem positiven Gefühl.
Von mir gibt es somit eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen!

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