Profilbild von Daggy55

Daggy55

Lesejury Star
offline

Daggy55 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Daggy55 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2020

Wichtige Fragen für kleine Kinder

Wie und wo geht der Floh aufs Klo?
0

Ein Pappbilderbuch mit runden Ecken und hübschen bunten Bildern. Dazu ein Thema, das seit "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" immer wieder in Bilderbücher vorkommt. ...

Ein Pappbilderbuch mit runden Ecken und hübschen bunten Bildern. Dazu ein Thema, das seit "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat" immer wieder in Bilderbücher vorkommt.
Die kleine Tine muss zum Klo und fragt ihre Mama "Sag mir doch mal, wie und wo geht der Floh aufs Klo?" Diese Frage flüstert sie ihrer Mama ins Ohr und auf der nächsten Seite sehen wir einen Floh, dem was aus dem Schlüpfer fällt. "Die Katze gräbt einen Grube und drückt kräftig auf die Tube". Dass ein Fuß über dem Hundehaufen zu sehen ist, finden wir besonders lustig. Nach Fisch und Kuh macht ein Spatz einem Paar auf den Kopf, auch das bringt Heiterkeit und ein Iiiii mit sich. Nach Elefant und Schlage setzt sich ein Fliege auf die Klobrille und Tine aufs Töpfchen. Auf der letzten Seite geht was in die Hose, was die Tiere nicht stört.
Kinder lieben Wiederholungen und diesen Anaspruch erfüllt die immer gleich lautende Frage von Tine. Die Antworten sind manchmal etwas konstruiert, so glaube ich nicht, dass Schlüpfer ein gängiges Wort im Sprachschatz der Zweijährigen ist. Aber das mit den Reimen ist ja auch nicht immer so einfach.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Böse Kinder, die Böses tun

Räuberkinder
0

In der Struwwelpeter-Ausstellung 2019 in Oberhausen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Räuberkinder mit rausgestreckter Zunge und Grimmassen schneidend. "Das ...

In der Struwwelpeter-Ausstellung 2019 in Oberhausen wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Räuberkinder mit rausgestreckter Zunge und Grimmassen schneidend. "Das sind 2 Räuberkinder. Sie sind wirklich sehr , sehr böse!!!" so beginnt das Buch und die beiden sind mit schielenden Auge und einem unzufriedenen Gesicht abgebildet. Der gelbe Fisch hat ein Messer im Rücken. Im Bad malt sich der Junge mit Lippenstift an, den hat er vorher an der Wand benutzt. Das Klopapier wurde abrollt und die Zahnpasta wird ausgedrückt. Chaos auch beim Frühstück, Kanne und Tasse ausgeschüttet, der Ketschup fließt rot auf den Tisch. Sie spielen eigenartige Spiele und basteln seltsame Sachen, kümmern sich nur manchmal um die Haustiere und wenn sie einkaufen ist die Straße menschenleer. Sie teilen nicht, halten aber , wenn es darauf ankommt zusammen. Das Buch endet "Nein, du bist doch nicht etwas auch ei Räuberkind?". Was mein Enkel eindeutig mit nein beantwortet.
Die Bilder sind krakelig und auch die Schrift ist unordentlich auf der Seite verteilt. Mir gefallen einige Aussagen nicht so gut, weil sie für mich nicht ganz eindeutig sind. So z.B. das Gebastelte Finger-Gesicht? "Das ist ein Känguru!" "Nee, ein Bagger!" Da muss ich zugeben, das mir die mögliche Aussage da unklar ist.
Trotzdem wird Anschauen des Buches Spaß machen und hoffentlich nicht zum Nachmachen anregen.

Veröffentlicht am 14.01.2020

Der kleine Pinguin stellt einfach alles in Frage

Paule Pinguin allein am Pol
0

Dem kleinen Pinguin gefällt es am Pol nicht so gut. Es ist zu früh, der Schnabel friert, die anderen schnattern zu viel, er kann Schnee nicht ausstehen und es ist viel zu hell. Dann hat er Hunger und springt ...

Dem kleinen Pinguin gefällt es am Pol nicht so gut. Es ist zu früh, der Schnabel friert, die anderen schnattern zu viel, er kann Schnee nicht ausstehen und es ist viel zu hell. Dann hat er Hunger und springt ins Meer, das ist zu salzig, er geht unter und sieht tief unten im Dunkel einen Hai und einen Killerwal. Als er wieder an Land geht, tun ihm die Flossen weh und er hat immer noch Hunger. Dann zeigt er uns, wie doof er aussieht, wenn er watschelt. Dann sieht er auch noch aus, wie alle anderen und findet Papa und Mama nicht mehr in der Masse der anderen Pinguine. "Ich habe dermaßen viele Probleme! Und keiner interessiert sich dafür!" Da kommt eine Walross und erklärt ihm in einem langen Text, wie toll er es doch hat. Da sieht er die Welt wieder etwas positiver "Vielleicht wird zuletzt noch alles gut."
So viele Pinguine tummeln sich in diesem Buch und wirklich, sie sehen gleich aus. Ein richtig tolles Buch für Schlechte-Laune-Tage. Da sieht man nur das negative und braucht einen kleinen Schupser um wieder genau hinzuschauen und uns an dem zu erfreuen, was um uns herum ist. Bis auf den Appell des Walross ist der Text kurz und leicht verständlich.

Veröffentlicht am 14.01.2020

"Fachleute für Drachen" beantworten per Brief Fragen

Drachenpost
0

Obwohl die Kommunikation per Brief nicht sehr zeitgemäß erscheint, ist sie hier der besondere Spaß. Es gibt 5 Briefe, die in kleinen Umschlägen stecken und die Alex Fragen zur Haltung und Pflege eines ...

Obwohl die Kommunikation per Brief nicht sehr zeitgemäß erscheint, ist sie hier der besondere Spaß. Es gibt 5 Briefe, die in kleinen Umschlägen stecken und die Alex Fragen zur Haltung und Pflege eines Drachens beantworten. Aber von Anfang an, der kleine Alex findet im Keller seines Hauses, anscheinend wohnt er dort allein, einen freundliche roten Drachen. Natürlich macht er sich Gedanken um den Feuerschutz und so kommt der erste Brief von Herrn A. Larm von der örtlichen Feuerwehr. Er rät zu einer ordentlichen Dusche. Obwohl der Drache gerne Marmeladenbrote isst, wird als Fachmann der Schlachter S.C. Hinken befragt. Daraufhin gab es Steaks und Schinken für den Drachen. Dann beschweren sich die Nachbarn, es kommt eine Brief der Anwältin P. Dantisch, die mit Maßnahme droht. Da die Versuche des Drachen sich leise zu verhalten nicht gut laufen, bittet Alex den Welttierschutz um Unterstützung. Leo Pard diagnostiziert "Haustrophobie" und empfiehlt den Drachen regelmäßig ausfliegen zu lassen. Obwohl die beiden damit sehr glücklich sind, merkt Alex, dass sich ein Drache nicht als Haustier eignet und so holt er den Rat seiner Freundin Hillary ein. Sie schickt einen Brief mit vielen Rechtschreibfehlern und schönen Bildern. Sie rät den Drachen in einen schönen Wald zu schicken, dort könne er besser wohnen. Als der Drache das hörte "strahlte er vor Freude." So kam es zum Abschied, aber Alex wird ihn nie vergessen.
Das Buch hat schöne Bilder und kurze Texte. Die Brief, die wir von dem Hasen Felix kennen, sind etwas schwierig zu verstehen und ich denke der Gag mit den Namen erschießt sich den Kleinen noch nicht. Ich würde das Lesealter etwas älter ansetzten.
Zu erkennen, dass es für den anderen besser ist sich zu verabschieden ist immer sehr schwer und hier verhält sich der kleine Alex wirklich toll, er lässt seinen roten großen Freund trotz Schmerzen im Herzen gehen.

Veröffentlicht am 14.01.2020

Wo es Schwächen gibt, gibt es sicher auch Stärken

Wir sind stark!
0

Hier stellt sich uns eine kleine Kindergartengruppe vor. Lena ist die Erzieherin und fünf Kinder werden mittels Portraits gezeigt, klappt man die kleinen Bilder auf, ist dieselbe Person nicht mehr lächelnd, ...

Hier stellt sich uns eine kleine Kindergartengruppe vor. Lena ist die Erzieherin und fünf Kinder werden mittels Portraits gezeigt, klappt man die kleinen Bilder auf, ist dieselbe Person nicht mehr lächelnd, sondern mit traurigem Gesicht abgebildet.
Dann äußert einer seine Meinung beginnend mit "... Ist doof! ..." auf einer kleineren Mittelseite sieht man das entsprechende Kind mit seinem negativen Verhalten, auf der Rückseite macht es etwas positives und eine anderes Kind meint "Stimmt gar nicht! ... kann.." So geht es mit allen Kindern der Gruppe. Da macht sich einer in die Hose, kann aber toll turnen oder ein Mädchen doppelt, malt aber die schönsten Bilder.
Dann kommt die Erzieherin an die Reihe, "Immer meckert sie!" Dann folgen Beispiele und ein Bild über alle Seite, wo die fünf Kinder ihre Zungen herausstrecken. Als Lena fragt, "Fällt euch sonst gar nichts ein?" antwortet jedes Kinder mit stufenförmig angelegten Seite, was es gut findet. Aber Lena meint, am allerbesten kann sie "alle gleichzeitig am liebsten haben."
Allein schon die sehr schön überlegten Spiele mit den Seiten zeichnen dieses Pappbilderbuch als besonders aus. Und sicher ist es gut sich, gerade, wenn einer uns besonders doof erscheint, darüber nachzudenken, was man an ihm mag. Deshalb ist es ein schöner Ansatz. Trotzdem befürchte ich, dass es dazu auffordern kann, viel Doofes über eine Person zu sagen. Die Kinder und die Erzieherin tragen, bis auf den dunkelhaarigen Milan, schöne deutsche Namen und haben helle Haare, es gibt auch z.B. keine Brillenträger. Ich befürchte, dass das nicht die Norm in unseren Kindergärten ist und denke damit werden nicht alle Kinder abgeholt, wie man heute so schön formuliert.
Die Bilder sind einfach und schön gestaltet, die Texte kurz und gut verständlich.