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Veröffentlicht am 27.02.2020

Guter Anfang, guter Schluss

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Ravensburger Verlag (28. Februar 2020)
ISBN-13: 978-3473401895
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 18,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Guter Anfang, ...

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Ravensburger Verlag (28. Februar 2020)
ISBN-13: 978-3473401895
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 18,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Guter Anfang, guter Schluss

Inhalt:
Erin studiert am Ivy Hall College, doch sie ist keine normale Studentin. Wie die anderen jungen Frauen in ihrem Verbindungshaus ist sie eine Rachegöttin, die Hades, dem Gott der Unterwelt, einmal pro Woche eine Seele abliefern muss. Doch Erin ist damit nicht wirklich glücklich. Sie tut das nur, um ihre Schwestern zu schützen. Schwierig wird es, als sie sich in Arden verliebt, denn es ist klar, dass sie ihn nie küssen kann. Durch den Kuss würde sie auch ihm die Seele rauben.

Meine Meinung:
Alana Falk kann schreiben. Das habe ich bei ihren anderen Werken schon gesehen, und auch hier gibt es sprachlich praktisch nichts zu meckern. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Erzählung erfolgt abwechselnd aus den Perspektiven von Erin und Arden - das ist ebenso gut gelungen. Auch die Idee zu dieser Geschichte ist interessant und spannend, doch die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.

Nach einem dynamischen und spannenden Anfang, flacht der Roman im Mittelteil schwer ab. Die Handlung dreht sich ständig im Kreis und kommt nicht recht voran. Die Protagonisten denken immer wieder dieselben Gedanken und versinken in Selbstmitleid, anstatt mal eine Entscheidung zu treffen, welche auch immer. Auf Dauer hat mich das ein wenig gelangweilt und genervt. Ich fühlte mich als Leserin nicht wirklich ernst genommen.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich dabei wenigstens schön langsam und nachvollziehbar, nimmt aber für meinen Geschmack einen viel zu großen Raum ein. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Mythologie mehr thematisiert worden wäre.

Der Schluss konnte mich dann wieder überraschen. Mit einer solchen Wendung habe ich nicht gerechnet. Auch wenn das Buch recht offen endet, ist es kein fieser Cliffhanger. Und alle, die gerne weiterlesen wollen, können sich freuen, denn Band 2 soll schon im August 2020 erscheinen.

Fazit:
Guter Anfang, guter Schluss. Dazwischen viele Längen, ohne dass die Handlung groß vom Fleck kommt. Ganz viel Gefühl, eher wenig Mythologie.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 25.02.2020

Leider nur mittelprächtig

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Inhalt:
Allison Carpenter stürzt mit dem Flugzeug in den Rocky Mountains ab. Der Pilot und einzige andere Insasse ist tot. Doch Ally wird verfolgt und muss um ihr Leben fürchten.

Währenddessen erhält ...


Inhalt:
Allison Carpenter stürzt mit dem Flugzeug in den Rocky Mountains ab. Der Pilot und einzige andere Insasse ist tot. Doch Ally wird verfolgt und muss um ihr Leben fürchten.

Währenddessen erhält Allys Mutter Maggie in Maine die Nachricht, dass ihre Tochter bei dem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Doch sie hat erhebliche Zweifel daran und beginnt nachzuforschen, wodurch auch sie in tödliche Gefahr gerät.

Meine Meinung:
Die ersten etwa 200 Seiten dümpeln leider nur gemächlich vor sich hin. Sie erinnern eher an eine Familiengeschichte als an einen Thriller. Die Spannung liegt hier nur wenig über dem Nullpunkt.

Zudem fand ich einige unlogische Ereignisse ziemlich ärgerlich. Obwohl Allisons Leiche nicht gefunden wird, wird sie kurz darauf schon für tot erklärt. Hallo??? Jim Quinn, ein mit Maggie befreundeter Polizist, will sie mit aller Macht vom Tod ihrer Tochter überzeugen, obwohl noch gar nicht groß nach einer Leiche gesucht wurde, geschweige denn eine gefunden - außer der des Piloten. Oder: Ally schneidet sich die Haare ab, ganz nah an der Wurzel. Ein paar Seiten später kämmt sie sich die Haare.

Davon abgesehen fand ich die zweite Hälfte des Buches sehr spannend. Auch die Erzählung in zwei Haupterzählsträngen (Ally und Maggie) gefiel mir gut. Ally, die um ihr Leben läuft. Maggie, die herauszufinden versucht, was wirklich geschehen ist. Kurze Einschübe aus Sicht der Bösen runden das Ganze ab.

Fazit:
Man braucht schon viel Geduld, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt. Außerdem ist Toleranz gefragt, damit man einige unlogische Details ignorieren kann und sich nicht daran stört.

Im Großen und Ganzen ein recht mittelmäßiger Thriller.

Veröffentlicht am 07.02.2020

Etwas langatmig

Du bist mein Feuer
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Broschiert: 592 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch (9. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-3956497728
Originaltitel: Chasing Red
Übersetzung: Sabine Schilasky
Preis: 12,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Etwas ...

Broschiert: 592 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch (9. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-3956497728
Originaltitel: Chasing Red
Übersetzung: Sabine Schilasky
Preis: 12,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Etwas langatmig

Inhalt:
Als Caleb Veronica kennenlernt, ist es sofort um ihn geschehen. Er, der jede Frau haben könnte und bisher ständig mit einer anderen schlief, hat nur noch Augen für Veronica. Doch die wagt sich lange Zeit nicht aus ihrem Mauerblümchendasein heraus und kann Caleb nicht vertrauen. Zu schwer wiegen die Altlasten …

Meine Meinung:
Der Anfang dieses Romans hat mir noch ganz gut gefallen. Ich war gespannt, wie sich alles entwickeln würde und freute mich auf eine romantische, erotische Geschichte. Doch die Protagonist*innen gingen mir schon bald ein wenig auf die Nerven. Caleb verhält sich wie ein besitzergreifender Macho. Was eine Frau an einem solchen Typ finden kann, ist mir absolut schleierhaft. Insofern konnte ich Veronicas anfängliche Ablehnung ja noch verstehen. Aber irgendwann kriegt er sie dann eben doch rum. Das konnte ich dann nicht mehr verstehen. Zwar erzählt die Autorin über die Gefühle und Gedanken der Personen, aber sehr distanziert. Ich habe darüber gelesen, aber nachempfunden konnte ich das alles nicht. Ich bin mit den Figuren einfach nicht warmgeworden und sie waren mir nicht sonderlich sympathisch.

Im Mittelteil will die Handlung dann nicht so recht vom Fleck kommen. Da zieht es sich etwas. Und was passiert, ist ziemlich klischeehaft und vorhersehbar. Die richtigen Höhepunkte fehlten mir einfach. Auch erotische Szenen habe ich schon bessere gelesen. Zum Glück waren es hier nicht allzu viele.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 04.02.2020

Ich hatte mehr erwartet

Die andere Welt
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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Diana Verlag (13. Januar 2020)
ISBN-13: 978-3453360532
Originaltitel: Louis & Louise
Übersetzung: Babette Schröder
Preis: 10,99 €
auch als E-Book erhältlich

Ich hatte mehr ...

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Diana Verlag (13. Januar 2020)
ISBN-13: 978-3453360532
Originaltitel: Louis & Louise
Übersetzung: Babette Schröder
Preis: 10,99 €
auch als E-Book erhältlich

Ich hatte mehr erwartet

Inhalt:
Ein Kind wird geboren und wächst in Casablanca in Maine auf. Nach dem Schulabschluss verlässt Lou fluchtartig die Stadt und kehrt erst nach dreizehn Jahren in die Heimatstadt zurück, als die Mutter im Sterben liegt. Im Laufe der kommenden Wochen werden Geschehnisse aus der Vergangenheit aufgearbeitet.

Meine Meinung:
Dieser Roman beinhaltet zwei Geschichten in einem Buch, die parallel verlaufen. Im einen Erzählstrang ist die Protagonistin weiblich und heißt Louise, im anderen ist der Protagonist männlich und heißt Louis. Das Umfeld, die Familie, die Freunde sind dieselben.

Abwechselnd wird nun erzählt, wie das Leben von Louise verlaufen könnte und im Gegensatz dazu das Leben von Louis. Aufgrund ihres Geschlechts werden sie zum Teil anders behandelt und entwickeln sich demnach auch unterschiedlich. Allerdings schienen mir manche unterschiedlichen Entwicklungen nichts direkt mit dem Geschlecht zu tun zu haben, sondern der Willkür der Autorin zu entspringen. Was den Unterschied zwischen den Geschlechtern angeht, bringt Julie Cohen hauptsächlich Klischees auf den Tisch.

Die einzelnen Kapitel sind mit „Louise“ und „Louis“ überschrieben. Es gibt aber auch welche über „Louis & Louise“, in denen beide dasselbe erleben. Problematisch war für mich, dass sowohl Louise als auch Louis meistens Lou genannt werden und sich in ihrem Charakter gar nicht so sehr unterscheiden. Da die Handlungen im selben Umfeld spielen, war es für mich oft schwer zu erkennen, wen ich gerade vor mir hatte. Da musste ich erst wieder an den Kapitelanfang zurückblättern und die Überschrift lesen.

Trotzdem habe ich das Buch ganz gerne gelesen, auch wenn es nicht so tiefgründig ist, wie ich das nach dem Klappentext erwartet hatte. Vieles ist leicht vorhersehbar, weniges überraschend.

ACHTUNG TRIGGERWARNUNG (bei Bedarf bitte rückwärts lesen:

gnugitlawegrev, dizlus, sberk

★★★☆☆

Veröffentlicht am 20.01.2020

Gewaltige Story, aber ...

Der unsichtbare Freund
1

Format: 3 mp3 CDs
Verlag: Random House Audio
Ungekürzte Lesung (4. November 2019)
Länge: ca. 22 Stunden 45 Minuten
Sprecher: David Nathan
ISBN-13: 978-3837149630
Originaltitel: Imaginary Friend
Übersetzung: ...

Format: 3 mp3 CDs
Verlag: Random House Audio
Ungekürzte Lesung (4. November 2019)
Länge: ca. 22 Stunden 45 Minuten
Sprecher: David Nathan
ISBN-13: 978-3837149630
Originaltitel: Imaginary Friend
Übersetzung: Friedrich Mader
auch als Hardcover und als E-Book erhältlich

Gewaltige Story, aber …

Inhalt:
Kate flieht mit ihrem siebenjährigen Sohn vor ihrem gewalttätigen Ex-Freund. In dem kleinen Städtchen Mill Grove wollen sie neu anfangen. Christopher ist ein lieber Junge, hat aber Probleme in der Schule. Und dann beginnt er Stimmen zu hören und Gestalten zu sehen. Plötzlich verschwindet er spurlos und taucht nach sechs Tagen wieder auf, an die er keine Erinnerung hat. Dafür hat er nun neue Fähigkeiten - und den Auftrag, im Wald ein Baumhaus zu bauen. Bis Weihnachten muss es fertig sein, sonst stirbt der ganze Ort.

Meine Meinung:
Am liebsten möchte ich dieses Hörbuch gar nicht mit Sternen bewerten, denn diese werden ihm nicht gerecht. Daher habe ich mich für relativ „neutrale“ 3 Sterne entschieden. Ich mochte das Hörbuch nicht besonders, musste mich immer wieder zwingen, weiter zu hören. Gleichzeitig spürte ich hinter jedem Satz das Herzblut, mit dem Stephen Chbosky diese gewaltige Geschichte erdacht hat. Und der Sprecher David Nathan konnte natürlich auch überzeugen. Ich glaube, von ihm könnte ich mir auch das Telefonbuch mit Genuss vorlesen lassen.

Der Anfang hat mich noch einigermaßen begeistert. Ich war gespannt, wo das alles hinführen wird. Doch als Christopher nach seinem Verschwinden wieder auftaucht, wird alles immer abstruser. Reale Welt und Fantasiewelt wechseln sich ab, die Übergänge mehr oder weniger fließend. So kam es mir beim Hören zumindest vor. Ich brauchte oft ein wenig, bis ich merkte, dass ich nun wieder in der anderen Welt bin. Beim Print wäre dies vielleicht eindeutiger gewesen. Zwischendurch gibt es dann auch noch Traumsequenzen, um die Verwirrung vollständig zu machen. Es fiel mir sehr schwer, dem roten Faden zu folgen.

Mit knapp 23 Stunden Hörzeit bekommt man eine ganze Menge für sein Geld. Ich wäre froh gewesen, es wäre weniger gewesen. Besonders der Mittelteil wirkt sehr aufgebläht. Es gibt so viele Personen, die nicht unbedingt eine tragende Rolle spielen, so viele Ereignisse, die einfach nur die Seiten füllen, ohne wirklich etwas Essentielles zum Fortgang der Handlung beizutragen.

Stephen Chbosky schreibt bildgewaltig. Das Kopfkino sprang bei mir sofort an, Christopher und Kate fühlte ich mich verbunden. Trotzdem hatte ich gegen Ende kaum mehr ein Interesse daran, wie die Sache für sie ausgeht. Es war einfach zu lang, zu viel. Als Film könnte ich mir diese Story sehr gut vorstellen. Eingedampft auf das Nötigste könnte es spannend und mitreißend sein.

Mich nervten vor allem die religiösen Elemente. Klar, die Religion spielt eine große Rolle im Kampf zwischen Gut und Böse, aber hier wurde es einfach übertrieben. Und dann die vielen sich wiederholenden Wendungen und Sätze. Immer wieder „Wir sterben am Weihnachtstag!“ oder „Hochwasser, Hochwasser!“ Von den allgegenwärtigen Hirschen ganz abgesehen. Noch ein Hirsch mehr und ich hätte einen Schreikrampf bekommen.

Ansonsten habe ich immer noch das Gefühl, dass diese ganze Story einem Horrortrip entsprungen ist. Was auch immer Chosby beim Schreiben eingeworfen hat, werde ich garantiert freiwillig nie nehmen! 🙄

★★★☆☆