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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2016

Darf man das?

Er ist wieder da
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Diese Frage muss sich jeder selber beantworten... Ich bin mir selber noch nciht ganz einig mit der Beantwortung...

Was habe ich mich wieder schwergetan... Man kam ja an diesem Buch überhaupt nicht vorbei ...

Diese Frage muss sich jeder selber beantworten... Ich bin mir selber noch nciht ganz einig mit der Beantwortung...

Was habe ich mich wieder schwergetan... Man kam ja an diesem Buch überhaupt nicht vorbei und doch konnte ich mich nicht dazu durchrringen es zu kaufen. Warum? Ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie die Geschichte um einen Herrn Hitler, der 2011 wieder da ist, aussehen soll...

Dafür gings aber gleich gut los. Ich fande den Anfang sehr ansprechend und bin schnell vorwärts gekommen.

Entgegen vieler Kritik liegt mir der Schreibstil von Timur Vermes sehr. Er hat sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten, wie "wie soll das denn funktionieren" aufgehalten, sondern klar festgelegt, dass es eben so ist, wie es ist :)
Das hat mir persönlich gefallen, weil genau das ja meine Bedenken waren.

Beim Lesen musste ich mir immer wieder ins Gedächntnis rufen, dass "Hitler" das alles ernst meint, während alle anderen Beteiligten den Komiker gesehen haben. Das war manches Mal verwirrend, erschreckender Weise ist es Vermes aber eben genau damit gelungen, das Thema so erfolgreich aufzugreifen.
Zwischendurch fiel mir das Weiterlesen schwerer, aber das letzte Drittel ging wieder in einem Schwung.

Ich denke unterm Strich eine gelungenes Werk, allerdings sollte man sich stimmungstechnisch darauf einstellen.

Veröffentlicht am 05.10.2025

Unerwartet negativ..

Freundinnen
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Freundinnen (Diogenes Verlag)

Ich habe Freundinnen von einer meiner besten Freundinnen zum Geburtstag geschenkt bekommen – ein schönes, passendes Geschenk, dachte ich. Entsprechend groß war meine Vorfreude ...

Freundinnen (Diogenes Verlag)

Ich habe Freundinnen von einer meiner besten Freundinnen zum Geburtstag geschenkt bekommen – ein schönes, passendes Geschenk, dachte ich. Entsprechend groß war meine Vorfreude auf bewegende, vielleicht auch nachdenkliche Geschichten über Freundschaft in all ihren Facetten. Doch schon nach der ersten Erzählung war ich irritiert, fast schon etwas bedrückt. Die Geschichten haben durchweg einen negativen, teils bitteren Unterton, mit dem ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Bei vielen der Erzählungen habe ich mich gefragt, ob man hier überhaupt noch von Freundschaft sprechen kann. Die Beziehungen, die geschildert werden, wirkten auf mich oft distanziert, verletzend oder sogar destruktiv – von echter Verbundenheit, Vertrauen oder Wärme, wie ich Freundschaft verstehe, war kaum etwas zu spüren. Das hat mich ziemlich enttäuscht und bei manchen Geschichten sogar ein richtig unangenehmes Gefühl hinterlassen.

Ich persönlich würde das Buch daher nicht verschenken. Es weckt Erwartungen an einfühlsame, vielschichtige Freundschaftsgeschichten, liefert aber stattdessen eher schmerzvolle, manchmal sogar grausame Momentaufnahmen zwischen Menschen. Für mich geht es hier weniger darum, die Grenzen von Freundschaft auszuloten – vielmehr scheinen viele Erzählungen Freundschaft in einem Licht zu zeigen, das ich schlicht nicht teilen kann.

Ehrlich gesagt kann ich auch den zahlreichen positiven Bewertungen nicht zustimmen. Ich wundere mich, wie unterschiedlich dieses Buch offenbar wahrgenommen wird – meine Leseerfahrung war jedenfalls eine ganz andere.

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Veröffentlicht am 27.04.2022

Mittelmäßig

Tiefes, dunkles Blau
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Tiefes, dunkles Blau - Seraina Kobler

Ein Zürich-Krimi, aber einer der zarteren seiner Art.

Bis zur Hälfte des Buches lernen wir die Ermittlerin Rosa Zambrano näher kennen. Was anfänglich ein wenig ...

Tiefes, dunkles Blau - Seraina Kobler

Ein Zürich-Krimi, aber einer der zarteren seiner Art.

Bis zur Hälfte des Buches lernen wir die Ermittlerin Rosa Zambrano näher kennen. Was anfänglich ein wenig befremdlich erscheint, macht sie der bald zu einer sympathischen und professionellen Polizistin. Wir tauchen in Form von kurzen Flashbacks in ihre Vergangenheit ein, was hilfreich für die Zusammenhänge in der Gegenwart ist.

Auch die Liebe zu Zürich und dem Zürichsee bringt die Autorin in ihrer bildhaften Sprache sehr gut zum Ausdruck.
Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, man kommt schnell in die Geschichte und bleibt am Ball.
Allerdings hält sich das Spannungsbarometer in Grenzen.
Die Annäherung an eine Sciencefiction-Story ist greifbar, aber noch nicht ausgereift.
Den Ausgang der Geschichte erkennt der geübte Leser zu früh, das Ende zieht sich dadurch zu lang.
Alles in allem eher kein sehr spannender Krimi.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

Interessante Ahnenforschung

Die Bagage
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Die Bagage - Monika Helfer

Angelockt vom Titelbild finde ich den Zusammenhang, nachdem ich das Buch nun gelesen habe, schwer.
Aber gut, das ist eher nebensächlich.

Vor allem interessant fande ich, ...

Die Bagage - Monika Helfer

Angelockt vom Titelbild finde ich den Zusammenhang, nachdem ich das Buch nun gelesen habe, schwer.
Aber gut, das ist eher nebensächlich.

Vor allem interessant fande ich, dass die Autorin ihre eigene Herkunft recherchiert und dementsprechend autobiografisch erzählt.

Was allerdings überhaupt nicht meins ist, ist der Schreibstil. Sicher spielt das Geschehen in einer früheren Zeit. Da wurde anders gesprochen. Noch dazu „auf dem Land“.
Die Autorin springt aber zudem noch von der Erzählerin zurück in die Vergangenheit, zur Gegenwart, hin und her. Es ist teilweise wirklich verwirrend.
Es war ein schlankes Buch und doch musste ich oft die Seiten mehrfach lesen, damit mir inhaltlich nichts verloren geht. Das hat keine Lesefreude aufkommen lassen. Für ein Buch von heute, auch wenn es damals eben so war, nicht günstig. Vielleicht würde eine abgeschwächte Form das Leseerlebnis erhöhen.

Die Idee zum Buch ist toll und ich hoffe die Autorin hat Antworten auf ihre Fragen bekommen und ist glücklich mit all den Informationen, die sie recherchiert hat!

Von mir (aus Leser-Sicht) nur zwei Sterne.

⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 01.11.2018

Sehr ernüchternd...

Soloalbum
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Soloalbum - Benjamin von Stuckrad-Barre

Was für eine Qual.
Was für eine Enttäuschung.
Ich möchte eigentlich lieber nicht aufschreiben, wie ich das Buch finde.
Wahrscheinlich war meine Erwartung eine ...

Soloalbum - Benjamin von Stuckrad-Barre

Was für eine Qual.
Was für eine Enttäuschung.
Ich möchte eigentlich lieber nicht aufschreiben, wie ich das Buch finde.
Wahrscheinlich war meine Erwartung eine Falsche.
Nach vielen Jahren hatte ich es nun endlich geschafft. Und dann war es so anders. Ich hatte mich auf einen satirischen Blickwinkel Richtung Welt gefreut, aber das war einfach nur...unsympathisch.
Ich glaube ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal mit einem anderen Buch von ihm probieren. Vielleicht.