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Veröffentlicht am 22.02.2020

spannender, kurzweiliger Thriller mit einigen Höhen und Tiefen

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Daniel Cole – Wolves

Der flüchtige Ex-Polizist William Oliver Layton-Fawkes, alias Wolf, taucht aus der Versenkung wieder auf, nachdem sein Mentor und Ersatzvater Finlay Shaw Selbstmord begangen hat. ...

Daniel Cole – Wolves

Der flüchtige Ex-Polizist William Oliver Layton-Fawkes, alias Wolf, taucht aus der Versenkung wieder auf, nachdem sein Mentor und Ersatzvater Finlay Shaw Selbstmord begangen hat. Doch Wolf will das einfach nicht glauben, trotz der erdrückenden Hinweise, wie und wo die Leiche gefunden wurde, er kann sich kein einziges Szenario vorstellen, indem Fin seine geliebte Frau alleine gelassen hätte. Er arbeitet einen Deal mit seinen ehemaligen Vorgesetzten aus und darf zusammen mit Baxter, Saunders und Edmund den Fall neu aufrollen. Schnell wird klar, dass es hier Zusammenhänge mit einem alten Fall gibt.
Bereits kurze Zeit später wird ein brutaler Anschlag auf ein Mitglied des Scotland Yards verübt und Wolf muss umdenken.
Er und sein Team haben eine Vermutung, wer der Täter ist, allerdings können sie es nicht beweisen.

Ich habe auch die beiden Vorgänger „Ragdoll“ und „Hangman“ gelesen, die ich beide super fand, allerdings kann der dritte Band nicht ganz mithalten, obwohl die Handlung selbst spannend, fesselnd und eine Grundspannung durchgängig vorhanden ist, aber dazu später mehr.
Der Erzählstil ist überwiegend locker gehalten und die Geschichte lässt sich gut lesen. Trotz einiger Längen gab es eine durchgängige Spannung mit einigen Höhen und Tiefen.
Es werden mehrere Handlungsstränge eröffnet, dazu spielt die Geschichte in der Gegenwart und Vergangenheit, sodass nach und nach sämtliche Puzzlestücke aufgedeckt werden. Dem aufmerksamen Leser dürfte schon nach kürzester Zeit klar sein, wer da die Fäden in der Hand hält und vermutlich auch warum, so war für mich die Auflösung eher unspektakulär und vielleicht einen Touch zu klischeehaft, mal abgesehen vom wenig turbulenten Finale. Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Als Ergänzung zu den beiden Vorgängern ist der Thriller aber gut gelungen und hat mich unterhalten.
Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat (Achtung Spoiler!) der wird sich noch daran erinnern, dass Wolf und Baxter auf einer Wellenlänge sind und das es erheblich geknistert hat. Natürlich ist Baxter erst mal sauer auf Wolf, weil der sich so gar nicht gemeldet hatte, aber wie nicht anders zu erwarten, flammen die gegenseitigen Gefühle schnell wieder auf. Zum Glück dominiert das Techtelmechtel nicht die komplette Story. (Spoiler Ende)
Auch Rouche, der im letzten Band seinen Auftritt hatte, spielt wieder eine große Rolle. Ich fand es schön, das sich hier die losen Handlungsstränge aus Band 1 und 2 zusammen gefunden haben, und das Ende lässt vermuten, dass es keinen weiteren Thriller aus der Reihe geben wird. Falls doch, werde ich sicherlich auch die Fortsetzung lesen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wirken lebendig und an einigen Stellen etwas zu überzeichnet, im Großen und Ganzen gefällt mir aber die Dynamik der handelnden Personen.
Einige Zusammenhänge werden sich dem Leser nicht erschließen, wenn sie die Vorgängerbände nicht kennen, was aber im Wesentlichen nicht für die Handlung dieses Buches notwenig ist.
Die Schauplätze sind gut ausgearbeitet und ich konnte mir sämtliche Orte gut vorstellen.
Es gibt eine gute Mischung aus Spannung, Action, Tempo und Emotionen, allerdings verzettelt sich hin und wieder der Autor, wenn er in die Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere eintaucht.

Ich fand den Thriller gut, kurzweilig und interessant. Allerdings kommt er an seine Vorgänger nicht heran, die mit mehr Spannung, Grusel und Thrill punkten konnten.

Das Cover mit dem blauen Wolf hat eine doppelte Bedeutung und bezieht sich nicht nur auf die Hauptfigur, was ich sehr gelungen finde.

Fazit: spannender, kurzweiliger Thriller mit einigen Höhen und Tiefen. Wolf und Baxter ermitteln wieder gemeinsam. Knappe 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Spannender, komplexer Thriller um Robert Langdon und Dantes Inferno

Inferno
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Dan Brown – Inferno

Der Symbologe und Wissenschaftler Robert Langdon erwacht eines Tages im Krankenhaus. Er kann sich nicht erinnern was in den letzten Tagen passiert, wo er war oder was er ausgerechnet ...

Dan Brown – Inferno

Der Symbologe und Wissenschaftler Robert Langdon erwacht eines Tages im Krankenhaus. Er kann sich nicht erinnern was in den letzten Tagen passiert, wo er war oder was er ausgerechnet in Florenz zu suchen hat. Als die Ärztin Sienna Brooks ihn gerade untersuchen will, wird das Krankenhaus überfallen und Robert muss trotz Gedächtnisverlust, Schusswunde und in seinem geschwächten Zustand mit Hilfe von Sienna fliehen.
Er muss schnellstens in Erfahrung bringen, was passiert ist, denn eins ist sicher, ein gut ausgebildeter Feind scheint hinter ihm her zu sein und seine erste Spur führt zu einer ominösen Botschaft.
Ein Wissenschaftler hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Welt vom größten Übel zu befreien - der Menschheit. Alle Hinweise führen zu Dante Alighieri und seiner “Göttlichen Komödie” und so beginnt nicht nur ein Wettlauf gegen die Zeit, sondern auch gegen den bestens ausgerüsteten Feind und die Polizei sowie diverser Geheimdienste.
Werden sie die ultimative Waffe rechtzeitig finden?

Ich kenne bereits einige Bücher des Autoren und wurde bisher immer gut unterhalten. Auch mit “Inferno” hat der Autor wieder einmal einen temporeichen, komplexen, spannenden und kurzweiligen Thriller herausgebracht, gespickt mit einigen wissenschaftlichen und historischen Fakten, die interessant sind und dem Thriller ein paar überraschende Wendungen geben. Wirkliche Längen hatte das Buch trotz seiner Dicke nicht, auch die Erklärungen zu Dante Alighieri, “Die Göttliche Komödie” oder zu den wissenschaftlichen Themen wie Überbevölkerung oder Gensequenzierungen etc. wurden gut eingearbeitet und leicht verständlich in die Story integiert.
Der Erzählstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Handlung bietet viele Sackgassen und überraschende Wendungen, eine temporeiche Jagd nach Puzzleteile, eine fast durchgängige Spannung, viel historisches Wissen und detailliert ausgearbeiteten Schauplätzen.
Die Charaktere sind facettenreich und lebendig beschrieben, haben eine angenehme emotionale Tiefe.
Robert Langdon hat es mir diesmal nicht so einfach gemacht, er ist zwar immer noch sympathisch und irgendwie ist die Geschichte mit seiner Mickey-Mouse-Uhr ja auch ein niedlicher Tick, aber diesmal wirkt er chaotischer und wenig strukturierter, was eine gewisse Unruhe in die Geschichte bringt.
Sienne Brooks wurde mir einfach nicht sympathischer, obwohl sie natürlich Robert eine große Hilfe ist, bis zum Ende bleibt sie etwas distanziert, was dem Thriller an sich aber keinen Abbruch tut.
Die übrigen Figuren der Geschichte fügen sich stimmig in die Geschichte ein, sodass ich beim Lesen das Gefühl hatte, ich stände neben Robert und würde mit ihm sein Abenteuer erleben.

Das was ich von der Story erwartet habe, habe ich auch bekommen: einen komplexen Thriller, mit vielen Puzzleteilen, hohem Tempo, viel Spannung, überraschenden Wendungen und eine anschauliche Jagd durch Florenz, Venedig und Istanbul, wobei die verschiedenen Gegenden schön beschrieben sind und ich mich schnell zurecht finden konnte. Historisches Wissen wurde vereinfacht und angenehm in die Story eingebracht.
Der Thriller ist wie immer eigenständig lesbar und hat mit den übrigen Bänden von Dan Brown nichts gemeinsam, außer dem Protagonisten und der Komplexität. Die vielen Handlungsstränge führen am Ende in ein Finale, dass mir persönlich nicht spektakulär genug gewesen ist, aber es passt zur Story und darauf kommt es an.

Von mir bekommt der Thriller eine Leseempfehlung.

Fazit: Spannender, komplexer Thriller um Robert Langdon und Dantes Inferno. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 09.02.2020

kurzweilige aber schöne Romance-Thrill Story, die ich gern gelesen habe

Liebe am Abgrund
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Amelie Duval – Liebe am Abgrund (New Orleans 4)

Jet ist Künstlerin und arbeitet nebenbei in einer Motorradwerkstadt, ist mit Joe verlobt, doch wirklich glücklich ist sie nicht, denn sie ist schon seit ...

Amelie Duval – Liebe am Abgrund (New Orleans 4)

Jet ist Künstlerin und arbeitet nebenbei in einer Motorradwerkstadt, ist mit Joe verlobt, doch wirklich glücklich ist sie nicht, denn sie ist schon seit ewigen Zeiten in einen ihrer besten Freunde, Eric, der mittlerweile aber selbst in einer festen Beziehung steckt, verliebt.
Als ein ausgeklügelter Plan ihrer Freunde dazu führt, das Jet und Eric einen Abend miteinander verbringen, kommen sich die beiden näher und treten somit eine Kette von Ereignissen los, die beide in Gefahr bringt. Eric bekommt schon seit langem Drohbriefe in seine Kanzlei und nun scheint der/die Täter kurz vor der Eskalation zu sein.
Wie weit wird Eric gehen um sich, seine Freunde und vor allem die Frau die er liebt zu schützen?

„Liebe am Abgrund“ ist eine actionreiche, spannende und sinnliche Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Ich kenne bisher nur „Splitter im Herzen“ von der Autorin, den direkten Vorgänger der „New Orleans“-Reihe und schon seinerzeit war ich begeistert von der kurzweiligen, überraschenden, temporeichen und sinnlichen Story.
Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können eigenständig gelesen werden.
Der Erzählstil ist angenehm flüssig und modern, sodass die Story schnell zum Pageturner wird und sich gut lesen lässt. Die Handlung ist eine gute Mischung aus Thrill, Action und Erotik, wobei die sinnlichen Szenen angenehm ausgearbeitet aber sehr detailliert sind, weshalb hier die Altersgrenze beachtet werden sollte.
Die meisten Charaktere sind lebendig und facettenreich ausgearbeitet, ein wenig mehr hätte ich gern über die Hintergründe des Täters erfahren, aber ansonsten wirken die Figuren stimmig umgesetzt und passen gut in die Story.
Eric hat es mir einfach gemacht und ich mochte ihn recht schnell. Der Anwalt hat zwar auch so seine Geheimnisse, im Großen und Ganzen sagt er aber was er denkt und will. Und er will seine Jugendfreundin Jet. Hier finde ich die innigen Freundschaften zu der übrigen Truppe übrigens gut herausgearbeitet.
Bei Jet hatte ich schon einige leichte Schwierigkeiten, sie wirkt stellenweise richtig zickig und chaotisch, und ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob es die Nacht in Las Vegas wirklich hätte geben müssen, gibt der Story aber noch mal eine andere Wendung. Wenn sie allerdings mit Eric zusammen ist, wirkt sie fast schon etwas zu handzahm. Trotzdem zeigt es, dass die Autorin hier eine facettenreiche Figur ersonnen hat.
Die Story selbst ist actionreich, spannend und hat ein hohes Tempo, dafür sind die erotischen Szenen explizit ausgearbeitet. Die eingebauten Twists wirkten überwiegend glaubhaft, vielleicht hätten es nicht so viele auf einmal sein müssen, trotzdem bietet der Roman eine gute Unterhaltung und war kurzweilig.
Ich hätte mir ein wenig mehr New-Orleans-Flair gewünscht, der sehr kurze Einblick in die Welt des Tarots hätte gerne noch mal aufgegriffen werden können. Ich habe die Geschichte gerne gelesen und bei Gelegenheit werde ich sicherlich auch noch Band 1 und 2 der New Orleans-Reihe lesen.

Das Cover ist genretypisch, hat mich angesprochen.

Fazit: kurzweilige aber schöne Romance-Thrill Story, die ich gern gelesen habe. 4 Sterne.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 04.02.2020

Eine emotionale, fesselnde Familiengeschichte

Die Sonnenschwester
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Lucinda Riley – Die Sonnenschwester

So strahlend Elektra in ihrem beruflichen Leben ist, so wenig sonnig ist ihr Gemüt in ihrem Privatleben. Das Model vergrault nicht nur jede ihrer Assistentinnen, sondern ...

Lucinda Riley – Die Sonnenschwester

So strahlend Elektra in ihrem beruflichen Leben ist, so wenig sonnig ist ihr Gemüt in ihrem Privatleben. Das Model vergrault nicht nur jede ihrer Assistentinnen, sondern glänzt auch durch ihre Drogen- und Alkoholabhängigkeit, wurde von ihrem Freund verlassen und hat keinen guten Draht zu ihren Adoptivgeschwistern, die sich stets um sie bemüht haben.
Mit Mariam hat sie eine neue Assistentin bekommen die sie zum umdenken bewegt und das Auftauchen ihrer leiblichen Großmutter Stella wirft sie zwar zuerst aus der Bahn, aber sorgt ebenfalls dafür, dass Elektra eine Entziehungskur macht.
Als Elektra bereit ist, erzählt Stella ihr ihre Familiengeschichte, die ihren Anfang in Kenia nimmt und dort mit Cecily beginnt.
Cecily wurde ebenfalls von ihrem Verlobten verlassen, wird ungewollt schwanger und erlebt im Happy Valley die größten Tiefpunkte aber auch Glücksmomente ihres Lebens.

Ich kannte bisher noch kein Buch von Lucinda Riley und bei „Die Sonnenschwester“ handelt es sich hier bereits um den sechsten Band der Reihe. Im Groben geht es um sechs Schwestern, die von einem reichen Mann (Pa Salt) adoptiert wurden und von der Haushälterin (Ma) großgezogen werden. Unter den Schwestern gibt es Rangeleien und jede der Schwestern hat nach dem Tod des Ziehvaters einen Brief sowie Koordinaten bekommen, die mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, so auch Elektra in diesem Buch.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart wo Elektra ihr Leben wieder in den Griff bekommen will, sich mit ihrer Assistentin Mariam anfreundet und abhängigen Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen helfen möchte, nachdem sie selbst einen Entzug und einen Mann kennen lernt.
In der Vergangenheit erleben wir die Geschichte von Cecily die aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft in Kenia bei ihrer Tante Kiky wohnt, die ebenfalls ein alkohl-, drogen- und feierfreudiges Leben führt, ihr aber die Chance bietet, die Schwangerschaft geheim zu halten. Als Cecily dann Bill kennenlernt bieter er ihr einen Ausweg an.

Der Erzählstil ist angenehm, aber komplex und teils etwas verworren und langatmig. Die Puzzleteile werden langsam zusammengesetzt und abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Elektra und Cecily erzählt, wobei mir die Geschichte um Cecily zu viel Raum eingenommen hat. Sie war nicht uninteressant, aber ich hätte mir gewünscht, doch mehr über Elektra zu erfahren, die ich anfänglich einfach nicht ausstehen konnte, weil sie so arrogant und selbstgefällig wirkt. Stattdessen erfahren wir, dass sie einfach nur zartbesaitet und ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat.
Cecily ist eine Kämpferin und nach den schweren Schicksalsschlägen findet sie selbst ihren Lebensmut wieder, als eine junge Massai schwanger auf ihrem Land auftaucht.
Die Figuren sind lebendig und facettenreich ausgearbeitet, ich konnte mir alle sehr gut vorstellen. Die Autorin achtet darauf, sämtlichen Figuren eine emotionale Tiefe zu geben, weshalb sie realistisch und glaubhaft erscheinen.
Am besten hat mir Mariam gefallen, die immer ein offenes Ohr, aber auch eine liebevolle Strenge an sich hat. Sie schätzt das Leben und ihre Freundschaften, sie hat mich sehr verzaubert und ich kann mir vorstellen, dass jeder eine Mariam in seinem Leben braucht.
Die Schauplätze insbesondere Kenia sind bildhaft ausgearbeitet. Beim Hören konnte ich Cecily und die Weiten Afrikas fast schon spüren und die Nilpferde im Wasserloch vor dem Haus planschen hören.

Das Hörbuch umfasst ca. 21 Stunden und wird von Britta Steffenhagen, Steffen Groth und Simone Kabst eingelesen. Alle drei Synchronsprecher konnten mich überzeugen und haben die Story zu einem Hörerlebnis gemacht. Angenehm haben sie die Stimmungen der Figuren eingefangen, haben deren Emotionen auf den Hörer transportieren können, sodass man tief in die Story eintauchen konnte.
Es blieb spannend, wenn auch teilweise etwas langatmig, was an der sehr ausführlichen Story liegt, die man an einigen Stellen bestimmt etwas hätte einkürzen können. Dennoch, mir hat die Hörbuchversion sehr gut gefallen und wer weiß, vielleicht werde ich mir in naher Zukunft auch die Geschichten der anderen Schwestern anhören oder lesen.

Das Cover passt zum Inhalt der Geschichte und zeigt einen winzigen Landschaftsausschnitt, vermutlich von Afrika.

Fazit: Eine emotionale, fesselnde Familiengeschichte mit einigen außergewöhnlich starken Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen. Knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Schöne Geschichte, mit ein paar kleineren Ungereimtheiten und Potenzial für mehr. Dennoch absolut lesenswert

Someone Else
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Laura Kneidl – Someone Else

Nachdem Julian zu Micah nach nebenan gezogen ist, stellt sich für Cassie und Auri die Frage, was sie mit dem freien Zimmer machen oder ob sie einen neuen Mitbewohner suchen. ...

Laura Kneidl – Someone Else

Nachdem Julian zu Micah nach nebenan gezogen ist, stellt sich für Cassie und Auri die Frage, was sie mit dem freien Zimmer machen oder ob sie einen neuen Mitbewohner suchen. Für die diabeteskranke Cassie ist klar, sie möchte lieber mit Auri alleine wohnen, denn sie schwärmt schon lange für den gutaussehenden, sehr sportlichen Auri, der ihr Herz im Sturm erobert und ihr bester Freund ist. Sie will ihre Freundschaft zu ihm jedoch nicht kaputt machen, und deswegen versucht sie ihre Gefühle in ihr Herz einzuschließen. Doch irgendwann passiert es trotzdem, Cassie und Auri küssen sich und die Leidenschaft entbrennt. Aber Auri ist der „berühmte Sportler“, der die Erwartungen der „anderen“ erfüllen will, und so verheimlicht er ein paar Dinge, was Cassie wiederum sehr verletzt. Ist die Liebe stark genug?

Nach „Someone New“ war ich total neugierig auf die Fortsetzung, denn die Geschichte um Micah und Julian hat mich tief berührt, war aufregend, magisch und zauberhaft, und ich komm jetzt noch nicht aus dem Schwärmen heraus.
Deswegen hatte ich an „Someone Else“ hohe Erwartungen. Bereits in „Someone New“ haben wir Auri und Cassie, die Mitbewohner von Julian kennen und lieben gelernt. Unterschiedlicher könnten die beiden besten Freunde überhaupt nicht sein, und bereits in Band 1 hat es ordentlich zwischen den beiden geknistert.
Die Story wird aus Cassies Sicht erzählt, ich persönlich finde, dass es der Story sicherlich gut getan hätte, auch die Perspektive von Maurice zu berücksichtigen, denn das hätte die Geschichte intensiver gestaltet. So kam mir Cassie ab und zu recht verwöhnt, überdramatisch und anspruchsvoll herüber, Maurice dagegen sehr zurückhaltend und an einigen Stellen sogar weniger greifbar, was mich unheimlich traurig macht, da die Story sehr viel Potenzial hatte.
Der Erzählstil ist super locker und flüssig, sodass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte und es schnell zum Pageturner wird, trotz kleinerer Schwächen und Begebenheiten die einfach nur ins Leere laufen oder teilweise nicht nachvollziehbare Handlung. Nehmen wir folgende Situation: Auri kommt von einer Party, sein T-Shirt ist verkehrtherum angezogen und während er duscht ruft eine geheimnisvolle Frau an, die ihm droht. Im folgenden Verlauf erwarten wir, dass das aufgeklärt wird, aber leider ist das nicht der Fall. Auch die Diabeteserkrankung von Cassie wird immer wieder erwähnt und aufgebauscht, warum das allerdings so ist, erschloss sich mir überhaupt nicht, da es für die Story selbst unrelevant ist.
Der eingebaute Twist sollte in der heutigen Zeit eigentlich keine Rolle mehr spielen, aber während es gar nicht mal so sehr um die Akzeptanz der unterschiedlichen Hautfarben geht, ist es mehr Auris Privatleben, dass hier „Probleme“ verursacht.
Im Gegensatz zu „Someone New“ schwächelt die Story, weswegen ich nicht die volle Punktzahl geben kann, aber trotzdem habe ich die Geschichte gerne gelesen und ich freue mich auch schon auf Band 3.
Die Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, wirken überwiegend lebendig und passen sehr schön in die Geschichte. Es gibt ein Wiedersehen mit Micah und Julian, aber auch Aliza und Lucien sind mit von der Partie, wobei ich Lucien wirklich sehr sympathisch finde und neugierig auf ihn bin.
Die Schauplätze sind gut beschrieben.

Die Geschichte ist schön, hätte aber noch Luft nach oben gehabt. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung, denn die Autorin hat einen wunderbaren Erzählstil, der mir gut gefällt und außerdem gibt es Pluspunkte für die Nebenfiguren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Es gibt Romantik, Spannung und auch wenn Cassie etwas überreagiert, habe ich sie trotzdem gemocht. Die beiden sind halt leider „nur“ nicht so ein starkes Paar wie Micah und Julian, dennoch ist ihre Geschichte interessant und zwischendurch richtig emotional und romantisch.

Das Cover ist hübsch, es gefällt mir sehr gut mit den dezenten Farben und es passt zum Vorgänger.

Fazit: Schöne Geschichte, mit ein paar kleineren Ungereimtheiten und Potenzial für mehr. Dennoch absolut lesenswert. Knappe 4 Sterne.

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  • Charaktere
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  • Gefühl
  • Cover