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Veröffentlicht am 30.03.2020

Neue Erkenntnisse über Einstein

Der Sommer, in dem Einstein verschwand
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Generell hatte "Der Sommer, in dem Einstein verschwand" viele tolle Elemente, die mir Spaß am Lesen des Buches bereitet haben.
Zum einen gefiel mir der Blickwinkel in das Privatleben von Einstein. Am Ende ...

Generell hatte "Der Sommer, in dem Einstein verschwand" viele tolle Elemente, die mir Spaß am Lesen des Buches bereitet haben.
Zum einen gefiel mir der Blickwinkel in das Privatleben von Einstein. Am Ende des Buches gibt es einen Kommentar der Autorin, in dem sie sagt, dass das Buch fiktiv ist, es jedoch wahre Ereignisse aus Einsteins Leben aufgreift. Ich hatte mir vorher noch nie Gedanken darüber gemacht, was Einstein in seiner Freizeit treibt, oder dass er den Frauen nicht widerstehen konnte. Das war wie gesagt etwas Neues, Spannendes und teilweise Lustiges.

Zum anderen war es super, dass das Buch so viele verschiedene Figurenperspektiven aufgenommen hat. Dadurch hat man die Geschichte ganz anders wahrgenommen, als wenn es nur eine Perspektive gegeben hätte.

An einigen Stellen war das Buch etwas langatmig, aber dafür war das letzte Drittel besonders spannend!

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Penibel gestaltete Figuren

Alles, was wir sind
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Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Dadurch, dass er sehr beschreiben ist hat man das Gefühl, als ob das Gelesene sich in Echtzeit in meinem Kopf abspielt. Sehr gelungen!

Die ausführlich, liebevoll ...

Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Dadurch, dass er sehr beschreiben ist hat man das Gefühl, als ob das Gelesene sich in Echtzeit in meinem Kopf abspielt. Sehr gelungen!

Die ausführlich, liebevoll und penibel gestalteten Figuren lassen die Geschehnisse "echt" und authentisch wirken. Zwar ist die Geschichte fiktiv, jedoch spielt sie auf der Basis geschichtlicher Ereignisse. Es bewegt sich auf einer ständigen Waage zwischen Emotionalität und Ernsthaftigkeit.

Trotz allem braucht der/die Leser/in einen langen Atem, denn 475 Seiten müssen erstmal gelesen werden. Jedoch kann ich ohne zu spoilern sagen, dass es sich lohnt dranzubleiben, denn gerade zum Ende hin, wird es noch mal richtig spannend!

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Veröffentlicht am 15.02.2020

Ein Buch für Leser mit einem langen Atem

Die Frauen von Richmond Castle
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Tracy Rees neuer historischer Roman konnte mich nicht vollkommen begeistern. Es gab Höhen und Tiefen, die ich im Folgenden näher ausführen werde.

Zuerst finde ich die Thematik des Buches super. Trotz ...

Tracy Rees neuer historischer Roman konnte mich nicht vollkommen begeistern. Es gab Höhen und Tiefen, die ich im Folgenden näher ausführen werde.

Zuerst finde ich die Thematik des Buches super. Trotz des anderen Zeitalters, in dem die Geschichte spielt, stehen die Frauen im Mittelpunkt der Geschehnisse und die Veränderung des Frauenbildes wird indirekt thematisiert. Die Frauen sind selbstständig, verfolgen ihre Träume und halten zusammen.

Auch das Darbieten der verschieden Perspektiven in den Kapiteln hat mir gut gefallen. So konnte man mehrere Figuren näher kennenlernen und Einblicke in andere Sichtweisen und Gedanken erhalten.

Ein negativer Aspekt ist, dass das Buch an vielen Stellen sehr langatmig ist. Als Leser oder Leserin muss man es aushalten können, dass über mehrere Seiten hinweg "nichts" passiert. Das hat mich teilweise etwas demotiviert und ich habe deshalb relativ lange zum Lesen gebraucht.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir ein anderes Buch von Tracy Rees besser gefallen hat und man das Buch eher lesen sollte, wenn man viel Zeit hat.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Gesellschaftskritisch

Im Netz des Lemming
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Probiert man "Im Netz des Lemming" einem Buchgenre zuzuordnen, fällt auf, dass dies gar nicht so einfach ist. Auch die Genrebezeichnung "Krimi" hier auf Vorablesen ist etwas verwirrend, denn das Buch entspricht ...

Probiert man "Im Netz des Lemming" einem Buchgenre zuzuordnen, fällt auf, dass dies gar nicht so einfach ist. Auch die Genrebezeichnung "Krimi" hier auf Vorablesen ist etwas verwirrend, denn das Buch entspricht auf keinen Fall einem typischen Krimi, so wie man ihn kennt. Das ist auch einer der Hauptaspekte, die mir am Buch gefallen haben. Es bewegt sich fernab aller notwendigen Kriterien, die ein Krimi erfüllen muss.

Obwohl ein Unglück geschieht und zwei Personen demhingehend ermitteln, ist das Buch viel mehr als "nur ein Krimi". Einerseits bringt der Humor der Figuren einen immer wieder zum Schmunzeln und andererseits ist das Buch so gesellschaftskritisch, dass man sich immer wieder fragt: "In was für einer Welt Leben wir eigentlich?" Denn es werden so viele wichtige, aktuelle aber auch polarisierende Themen angesprochen, die schon lange nicht mehr nur Fiktion sind, dass man ständig zum Nachdenken angeregt wird.

Da Stefan Slupetzky Österreicher ist, pflegen die Figuren eine etwas andere Art und Weise zu reden, die für deutsche Leser ungewöhnlich ist. Aber man gewöhnt sich schnell an die Art des Sprechens und erfährt zugleich ein Stück österreichischer Kultur.

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Veröffentlicht am 26.01.2020

Wenn dich die Vergangenheit einholt

Geteilt durch zwei
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Barbara Kunraths "Geteilt durch zwei" ist ein sehr spannender und mitreißender Roman über Zwillinge, die sich nach Jahrzehnten finden und auf unterschiedliche Weisen mit ihrer Vergangenheit umgehen.

Zu ...

Barbara Kunraths "Geteilt durch zwei" ist ein sehr spannender und mitreißender Roman über Zwillinge, die sich nach Jahrzehnten finden und auf unterschiedliche Weisen mit ihrer Vergangenheit umgehen.

Zu Beginn war mir die Figur Nadja sehr unsympathisch. Sie schien mürrisch, grundsätzlich unzufrieden und etwas düster. Ich habe kein Identifikationspotenzial gesehen. Doch im Laufe der Geschichte wurde immer deutlicher, warum sie so ist, wie sie ist. Außerdem habe ich gemerkt, dass man nicht immer eine Figur braucht, mit der man sich identifizieren kann, um ein Buch zu verschlingen.

Ein Kritikpunkt meinerseits ist, dass das Buch sehr schnelllebig ist. Manchmal gibt es Zeitsprünge, ohne dass man es merkt. Da muss man schon genau aufpassen während des Lesens.

Ein Highlight des Buches waren die verschiedenen Perspektivwechsel. So wurde die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, es wurde einem nicht nur eine subjektive Wahrheit präsentiert, sondern man konnte sich seine eigene Wahrheit zusammenpuzzeln.

Der Roman porträtiert keine beschönigte, perfekte Welt, sondern eine "reale" Welt, die alles andere als ideal ist und in der es nicht nur Sonnentage gibt.

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