Profilbild von Ana-Woods

Ana-Woods

Lesejury Star
offline

Ana-Woods ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ana-Woods über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2020

Ein schwächelnder zweiter Band

House of Night - Betrogen
0

Nach dem gelungenen Auftakt der Reihe habe ich mir von diesem zweiten Teil doch etwas mehr erhofft. Die Story ist wiedermal sehr gelungen, doch leider erfährt man nicht so viel über das House of Night, ...

Nach dem gelungenen Auftakt der Reihe habe ich mir von diesem zweiten Teil doch etwas mehr erhofft. Die Story ist wiedermal sehr gelungen, doch leider erfährt man nicht so viel über das House of Night, wie man sich erhofft hat. "Betrogen" gibt dem Leser eher Einblicke in Zoey's Privatleben.

Zoey kann sich einfach nicht entscheiden, welchem Jungen ihr Herz eigentlich gehört. Diese Gefühlsduseleien stören wirklich ungemein, denn sie ziehen sich durch das gesamte Buch. In diesem Band wird Zoey's pubertäre Art ziemlich deutlich. Sie wird sehr naiv und dumm beschrieben und als Leser kann man sich leider nicht mit ihr identifizieren. Das ist sehr schade, denn eigentlich möchte man sich gerne in den Protagonisten einer Geschichte hineinversetzen können, doch hier ist dies einfach unmöglich.

Durchgehend handelt Zoey nach Gefühl, anstatt einfach mal ihr Hirn zu benutzen. Sie schlägt Wege ein, die absolut nicht nachvollziehbar sind. Als Leser weiß man, dass ihr Handeln zu nichts Gutem führt, doch immer und immer wieder macht sie diese gedankenlosen Fehler. Ein oder zweimal kann man ihr dies ja verzeihen, doch es hört überhaupt nicht mehr auf.

Um nochmals kurz auf ihre Jungs zurückzukommen: wieso tut sie sich da nur so schwer? Ich hoffe wirklich sehr, dass sich dies im Folgeband ändert und sie mal ein wenig klarer sehen wird. Denn wenn die Gute sich auch dann noch nicht entscheiden kann, sehe ich echt schwarz. Sie spricht von allen Dreien als ihren Freund und findet es eigentlich auch ganz normal, dass sie mit allen hintereinander rummacht. Anstatt sich ein wenig von ihnen zu distanzieren, um sich ein bisschen Klarheit zu verschaffen, nutzt sie die Situation schamlos aus. Überhaupt nicht nachvollziehbar.

Doch nicht nur Zoey ist ziemlich unsympathisch, sondern auch die anderen Charaktere haben hier ihren Glanz aus Teil 1 verloren. Aufgrund des im Vordergrund stehenden Privatlebens von Zoey kommt alles andere etwas zu kurz. Nur der Charakter Aphrodite – Zoey's Feindin – wird ausgebaut. Doch was man über sie erfährt, ist immerhin hochspannend. Generell sagen einem die Nebencharaktere in "Betrogen" mehr zu als die eigentlichen Hauptcharaktere.

Natürlich gibt es auch einige positive Aspekte in diesem Teil der Reihe. Die Sprache ist wirklich sehr schön flüssig und das Buch lässt sich somit gut lesen. Die Grundidee kann ebenso überzeugen und auch wenn man fast alles hat kommen sehen, ist das Ende wiedermal packend und spannend und lässt einige Fragen aufkommen. Die Geschichte nimmt einen Verlauf, den man so nicht erwartet. Nachdem es so flapsig begonnen hat, ist das Ende eine echte Überraschung.

Fazit

Ein unterhaltsamer Roman, der trotz Schwächen für einige Stunden begeistern kann. Wer bei einer anstrengenden Protagonistin ein Auge zudrücken kann, der sollte sich den zweiten Teil der "House of Night"-Reihe nicht entgehen lassen.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Interessanter Auftakt mit Luft nach oben

Ich fürchte mich nicht
0

Ich bin wirklich hin- und hergerissen, was dieses Buch betrifft. Einerseits bietet es einen interessanten Handlungsverlauf, doch andererseits kam die erhoffte Spannung nicht wirklich auf. Tahereh Mafi ...

Ich bin wirklich hin- und hergerissen, was dieses Buch betrifft. Einerseits bietet es einen interessanten Handlungsverlauf, doch andererseits kam die erhoffte Spannung nicht wirklich auf. Tahereh Mafi hat einen außergewöhnlichen Schreibstil und es hat lange Zeit gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe. Andauernd gibt es durchgestrichene Passagen, welche "unausgesprochene" Gedanken von der Protagonistin Juliette darstellen.

Juliette ist ein großartiger Charakter, auch wenn sie zunächst sehr verschlossen und in sich gekehrt ist – verständlicherweise. Sie wurde ihr Leben lang von jedem wie eine Aussätzige behandelt, da sie die Fähigkeit besitzt, Leute mit einer Berührung zu töten. Aus diesem Grund versucht sie niemandem zu nahe zu kommen, um den Menschen kein Leid zu zufügen. Eigentlich hab ich mich relativ schnell mit Juliette angefreundet. Sie ist ein wirklich sympathischer Charakter und man kann ihr Handeln sehr gut nachvollziehen. Wäre ich in ihrer Situation, hätte ich vermutlich nichts wirklich anders gemacht, als sie.

Auch Adam habe ich relativ schnell ins Herz geschlossen. Er ist ein großartiger Held, der in allen seinen Facetten überzeugt. Am Anfang war ich mir nicht sicher, was ich von ihm halten soll, da er sich teilweise sehr daneben benommen hat. Als ich allerdings gemerkt habe, dass seine Gefühle für Juliette wirklich echt sind und er sich schon seit Jahren zu ihr hingezogen fühlt, konnte ich nicht anders, als ihn zu lieben. Er ist der erste Mensch auf der Welt, der sie so nimmt, wie sie wirklich ist. Die Liebesgeschichte der beiden Hauptcharaktere wird auf eine romantische Art und Weise geschildert, nimmt aber leider die komplette Handlung ein. Ich hätte mir gewünscht, mehr Dystopie und weniger Liebe zu lesen. Der Grundgedanke der Geschichte ist nämlich wirklich sehr interessant und gut durchdacht. Allerdings kommt dieser zu kurz und ich hoffe sehr, dass sich das im zweiten Band ändern wird.

Am meisten überzeugt hat mich der Anti-Held Warren mit seinen machtgierigen Charakterzügen. Er begehrt Juliette für das, was sie in seinen Augen ist – eine bildschöne und gefährliche Waffe. Ihn hat die Autorin wirklich realistisch dargestellt und ich kann sein Verhalten Juliette gegenüber sehr gut nachvollziehen. Sie ist etwas Besonderes, etwas Mächtiges, und es ist somit verständlich, dass er sich als Soldat so zu ihr hingezogen fühlt. Ich hoffe, dass wir noch mehr über ihn in im nächsten Band erfahren und die offenen Fragen sich klären werden.

Fazit

Ein relativ interessanter Trilogie-Auftakt, der viele offene Fragen und somit Raum für die weiteren zwei Bände lässt.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Hält nicht was es verspricht

Iron Witch - Das Mädchen mit den magischen Tattoos
0

Lange Zeit schon stand "Iron Witch" auf meiner Wunschliste, eigentlich eher wegen des schönen Covers als wegen der Inhaltsangabe. Die Tätowierungen von dem Mädchen, welches vermutlich Donna darstellt, ...

Lange Zeit schon stand "Iron Witch" auf meiner Wunschliste, eigentlich eher wegen des schönen Covers als wegen der Inhaltsangabe. Die Tätowierungen von dem Mädchen, welches vermutlich Donna darstellt, sind in einem schönen Silber abgebildet, das in der Sonne schimmert und eine echte Augenweide unter den Buchcovern darstellt.

Die Geschichte ist eine gekonnte Abwechslung zu den Dytopien, die sonst den Jugendbuch-Markt regieren. Ich habe zuvor noch nie ein Buch über Alchemie gelesen und daher fand ich die Idee hinter dem Ganzen sehr gelungen. Gehapert hat es allerdings an der Umsetzung. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und auch, als endlich einige Geheimnisse gelüftet werden, fehlt es dem Buch noch an Spannung. So kommt es, dass einem die 320 Seiten oftmals sehr langatmig vorkommen.

Der Schreibstil hat mich auch etwas genervt. Er ist sehr einfach gehalten, was mir eigentlich gefällt, doch wiederholen sich hier einige Sätze, wie z.B. "Kann ich dies wirklich dem Feind überlassen?", zu oft. Mag sein, dass das bloß an der Übersetzung liegt, aber das ist der Grund, weshalb ich einige Male kurz davor war, das Buch einfach abzubrechen und zu einem besseren zu greifen.

Die Charaktere konnten mich auch nicht auf ganzer Linie überzeugen. Donna ist ein Mädchen ohne viele Freunde. Navin ist für sie wirklich alles auf der Welt und sie würde alles tun, um ihn vor dem Bösen zu beschützen, weshalb sie ihm auch nichts von ihrem Geheimnis erzählt hat. Navin weicht ihr kaum von der Seite. Sie gehen durch dick und dünn und ich werde das Gefühl nicht los, dass er für sie mehr als bloß Freundschaft empfindet. Es wird zwar nicht genau gesagt, aber als Donna Alexander, kurz Xan, kennenlernt, spürt man beim Lesen die Eifersucht förmlich.

Xan ist sehr geheimnisvoll, doch auf eine liebenswerte Art und Weise. Ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen und gemerkt, dass ihn und Donna etwas verbindet, auch wenn Navin dabei zu kurz kommt. Xan bringt die Geschichte erst wirklich in Schwung und treibt diese voran. Ihn umgibt etwas Mysteriöses und ich war schon etwas überrascht, als man seinen Geheimnissen auf die Schliche gekommen ist.

Zwar konnte mich die Geschichte alles in allem nicht wirklich überzeugen, allerdings bin ich sehr neugierig, wie es wohl mit Xan weitergehen wird und was aus Navin wird. Man könnte "Iron Witch" jedoch auch als in sich geschlossenes Buch betrachten, welches gegen Ende hin Spielraum für die eigene Fantasie gibt. Ich für meinen Teil hoffe, dass es der Autorin gelingt, mehr aus den Folgebänden herauszuholen und einen klaren Spannungsbogen zu schaffen, der einen dazu verleitet, auf alle Fälle weiterlesen zu müssen.

Fazit

Netter Schmöker für Zwischendurch, der leider nicht wirklich überzeugen kann. Das Potenzial der Grundidee wurde eher verschwendet.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Ein solider Grundstein wurde gelegt, doch die Geschichte ist ausbaufähig!

Evermore 1 - Die Unsterblichen
0

Wenn man sich den Inhalt anschaut, dann kann man natürlich Parallelen zur Bis(s)-Saga von Stephenie Meyer erkennen. Dies hatte mich zunächst abgeschreckt, das Buch zu lesen, doch ich bin glücklich, dass ...

Wenn man sich den Inhalt anschaut, dann kann man natürlich Parallelen zur Bis(s)-Saga von Stephenie Meyer erkennen. Dies hatte mich zunächst abgeschreckt, das Buch zu lesen, doch ich bin glücklich, dass ich es getan habe, denn es ist eine ganz und gar nicht abgekupferte Story.

Die Liebesgeschichte zwischen Ever und Damen ist eine sehr ungewöhnliche, die sie über mehrere Jahrhunderte verbindet. Die Hintergründe und die ganze Story sind sehr gut nachvollziehbar und das Buch liest sich flüssig. Die Magie dieser Liebe kommt sehr gut rüber.

Die Geschichte ist anders, als die "normalen" Fantasyromane. Keine Vampire, keine Monster, einfach "nur" Unsterbliche. Dennoch hat auch Evermore so seine Schwachstellen: Evers Ausflug in die Welt des Alkohols zum Beispiel. Ein absolutes No-Go in einem Buch, was teilweise auch für Jugendliche geschrieben sein soll, die sich viel zu leicht von so etwas beeinflussen lassen können. Ever, die Probleme mit ihrer Gabe hat, betrinkt sich jeden Tag aufs Neue, um ihre Fähigkeit einfach wegzusaufen. Das fand ich, um ehrlich zu sein, eher unpassend, da hätte man sich auch etwas anderes einfallen lassen können.

Doch es gibt noch andere Schwachstellen. Meines Erachtens nach zieht sich das Buch an manchen Stellen in die Länge und ist etwas verwirrend. An anderen Stellen dagegen sind Ereignisse ohne jeglichen Übergang niedergeschrieben, wo man sich genauere Details gewünscht hätte.

Zudem hat es über 300 Seiten lang gedauert, bis man endlich hinter das so genannte Geheimnis von Damen kommt, was eigentlich gar keines ist, wenn man sich den Buchtitel genauer anschaut.

Fazit

Mit diesem Buch ist auf jeden Fall ein guter Grundstein für eine spannende "Die Unsterblichen"-Saga gelegt. Für Fans dieses Genres ist das Buch zwar kein Muss, doch es lohnt sich, es einfach mal gelesen zu haben und abzutauchen in eine Geschichte über eine unvergänglichen Liebe.

Veröffentlicht am 08.02.2020

Uff

Save Me
0

Nachdem ich vom vierten Band der "Again"-Reihe von Mona Kasten ziemlich begeistert gewesen bin, habe ich mich sehr auf ihre neue Reihe rund um die Maxton Hall gefreut. Das schlichte Cover ist ein absoluter ...

Nachdem ich vom vierten Band der "Again"-Reihe von Mona Kasten ziemlich begeistert gewesen bin, habe ich mich sehr auf ihre neue Reihe rund um die Maxton Hall gefreut. Das schlichte Cover ist ein absoluter Augenschmaus und verspricht ganz viel Glanz und Glamour.
Leider hatte ich mir von der Leseprobe mehr erhofft, als ich schlussendlich bekommen habe. Ruby und James sind zwei Protagonisten wie Tag und Nacht. Ruby das zielstrebige, durchorganisierte Mädchen, James der reiche Macho. Also trifft wieder einmal das graue Mäuschen auf den gutaussehenden Frauenschwarm. Mir ist bewusst, dass sich dieses Klischee gut verkauft, aber mir ist es langsam etwas zu viel - langweilig und eher wenig innovativ. Und leider in "Save Me" auch nicht sonderlich gut eingesetzt.
Ich bin einfach mit beiden nicht wirklich warm geworden und die Geschichte erschien mir etwas langatmig mit wenig Spannung. Nach der "Again"-Reihe hätte ich wirklich damit gerechnet, dass die Autorin eine Schippe drauflegt, da wir alle wissen, dass sie durchaus in der Lage ist, ein emotionales Buch mit einer Achterbahn der Gefühle zu erschaffen. Nur leider ging es in "Save Me" eher bergab - nicht nur von der Handlung, sondern auch vom Schreibstil. Ich weiß nicht, ob der Abgabetermin vielleicht zu schnell nähergerückt ist, oder warum genau der Stil um so vieles schwächer ist, wie in Mona Kastens vorherigen Büchern.
Woran auch immer es gelegen hat, ich finde es schade, da ich mir wirklich deutlich mehr erhofft habe. Dennoch werde ich dem zweiten Band noch eine Chance geben, in der Hoffnung, dass es wieder besser wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere