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Veröffentlicht am 21.03.2020

Der letzte Kamf

Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen
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Der Kampf zwischen dem Könighaus und der Widerstandsgruppe ReVerse spitzt sich zu. Die Rebellen haben einen klugen und mächtigen Mann als ihren Anführer und die Stimmung im Volk droht immer wieder kippen. ...

Der Kampf zwischen dem Könighaus und der Widerstandsgruppe ReVerse spitzt sich zu. Die Rebellen haben einen klugen und mächtigen Mann als ihren Anführer und die Stimmung im Volk droht immer wieder kippen. So beginnt für Ophelia und Luc die letzte Schlacht im Kampf gegen die OmnI.

Endlich konnte ich mich dazu durchringen, den letzten Teil der Trilogie zu lesen. Genau ein Jahr haben mich Ophelia und Luc begleitet und in dem Fall kann man das wirklich so sagen. Eines meiner ersten Rezensionsexemplare war der erste Teil, der zweite Band eine meiner ersten Leserunden. Es gab viele tolle Aktionen von Lena und sogar eine WhatsApp-Gruppe mit ihr und anderen Bücherwürmern, wo wir Theorien gesponnen und uns ausgetauscht haben. Also ja: Diese Trilogie hat mich wirklich begleitet und begeistert.

Vor finalen Bänden habe ich ja bekanntlich immer etwas Angst. Oft sind sie mir zu gehetzt oder haben, genau gegenteilig, ihre Längen. Auch dieses Finale hatte für mich leider so seine Längen, weshalb der Band für mich der Schwächste ist. Die ersten beiden Bücher haben aber auch richtig vorgelegt und so gefällt mir das Ende trotzdem noch richtig gut.

Die Handlungen sind weitestgehend logisch. Phee und Luc haben mir manchmal zu wenig miteinander agiert und kommuniziert, das hätte ich von beiden einfach anders erwartet. Aber sie befinden sich ja schließlich auch in einer Ausnahmesituation. Die ersten beiden Bände haben mich oft überrascht und überzeugten mit vielen unerwarteten Wendungen. Das blieb dieses Mal leider aus, aber vielleicht bin ich auch einfach abgehärtet 😀 So hätte ich mir das Ende schon etwas spektakulärer gewünscht, aber wie gesagt: Bei Enden bin ich sehr anspruchsvoll!

Fazit
Auch der letzte Band ist wieder raffiniert und intelligent. Mir fehlte leider ab und an die Spannung, so wie ich sie aus den Vorgängern gewohnt war. Ich kann die Trilogie aber nur empfehlen und ich freue mich immer wieder, wie viel Hype diese Reihe zu Recht erfährt

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Veröffentlicht am 14.02.2020

Auf ins schöne Schottland

Tage in den Highlands
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Endlich ist er da: Megs Traumurlaub in Schottland. Doch die Reise steht unter einem schlechten Stern. Zuerst sagt Megs beste Freundin spontan ab und dann landet sie auch noch in einem Schloss, dessen Besitzer ...

Endlich ist er da: Megs Traumurlaub in Schottland. Doch die Reise steht unter einem schlechten Stern. Zuerst sagt Megs beste Freundin spontan ab und dann landet sie auch noch in einem Schloss, dessen Besitzer ebenso attraktiv wie geheimnisvoll ist. Denn es ranken sich düstere Gerüchte um den schönen Schotten.

Ich hatte eine ruhige, schöne Lovestory in den malerischen Highlands erwartet, die sich ganz entspannt und gemütlich lesen lässt. Die hab ich zwar auch bekommen, aber da gab es noch deutlich mehr. Ein etwas düsterer Aspekt wartete auf mich, der mich echt überrascht hat.

Meg ist eine herrlich normale Frau mit Unsicherheiten, aber auch viel Herzlichkeit und Humor. Vor Allem neigt sie nicht zu der Heldenverehrung, die mich bei anderen Lovestory häufig nervt. Sie betont zwar, dass sie Finn attraktiv findet, aber sie beschreibt ihn nicht als perfektes Hugo-Boss-Model. Dadurch wirkt Finn auch deutlich bodenständiger und nicht wie ein unverschämter Schönling aus einer anderen Galaxie. Leider ist mir ganze Liebesgeschichte etwas zu flott, etwas mehr Zeit wäre mir deutlich lieber. Das wirkt für mich dann nicht so gehetzt und auch gefühlvoller.

Bei der Handlung konnte mich am meisten der Aufbau überzeugen. Alles fängt recht entspannt an, aber man ahnt schon, dass da noch etwas kommt. Dass da noch mehr ist, als die Figuren und man selbst glaubt. Ich wusste zwar ungefähr, in welche Richtung es gehen würde, aber von der Intensität des Endes bin ich aber doch sehr überrascht. Der Schreibstil ist auch wirklich humorvoll und angenehm, allerdings sind die Kapitel teils zu lang für meinen Geschmack.

Meine Lieblingsfigur? Tatsächlich mag ich dieses Mal die Hauptfigur Meg am liebsten (ich bin doch sonst so ein Sidekick-Fan). Megs Reaktionen kann ich nachvollziehen und sie handelt herrlich undramatisch und normal. Außerdem mag ich ihre humorvollen Gedanken.

Fazit

Eine gelungene Geschichte über eine (Urlaubs)Romanze und auch über Intuition und Vorurteile. Vor Allem geeignet zum „Mal eben in wenigen Tagen oder auch einem Tag durchsuchten“.

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Die nächste Runde von Caraval

Legendary
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Donatella und ihre Schwester Scarlett leben noch nicht lange bei den Schauspielern Caravals, als das Gerücht um eine Sensation gestreut wird: Kurz nach der letzten Caraval-Aufführung plant Master Legend ...

Donatella und ihre Schwester Scarlett leben noch nicht lange bei den Schauspielern Caravals, als das Gerücht um eine Sensation gestreut wird: Kurz nach der letzten Caraval-Aufführung plant Master Legend neue Spiele zu Ehren des Geburtstages der Königin Elantine. Doch Tella hat gerade ziemlich große Sorgen, denn sie hat Schulden, die es zu begleichen gilt. Um ihre und Scarletts Freiheit zu halten lässt sie sich erneut auf das Spiel ein und muss den ebenso gefährlichen wie berühmten Master Legend hintergehen…

Nachdem der Leser beim ersten Teil hauptsächlich Scarlett begleitet, darf man nun Tella näher kennen lernen. Schon zu Beginn wird deutlich, wie verschieden die beiden sind. Scarlett ist vorsichtig und bedacht, Tella ist draufgängerisch und liebt das Abenteuer. Doch sie ist nicht zu unterschätzen und viel klüger als manche zunächst vermuten würden. Beim ersten Band empfand ich die Schwestern oft als eintönig und einseitig, weshalb mir der Wechsel der Protagonistin sehr gut getan hat. Außerdem finde ich die Entwicklung in diesem Band deutlich stärker.

Auch der Schauplatz hat sich wieder geändert. Doch dank der tollen Karte und den sehr genauen Beschreibungen und schillernden Ideen, fand ich mich direkt zu recht. Die Autorin schreibt wirklich sehr bildhaft, was mir manchmal fast zu viel ist. Ich habe mich daran aber gewöhnt und es wirkt auf mich jetzt nicht mehr so befremdlich und drüber, sondern eben genau passend.

Die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre kommt auch dieses Mal wieder total bei mir an. Romantik, Rache, Trauer, dunkle Geheimnisse, Lebensfreude… man hat hier das volle Spektrum der Emotionen aber alles wirkt schillernd doch düster. Die Handlung beinhaltet wieder viele Mysterien. Man darf alles Hinterfragen und nichts Hinnehmen. Vieles hat mich überrascht, aber ich darf mich auch über Theorien freuen, die sich bewahrheitet haben.

Ich sage es gern nochmal: ich möchte bitte einen Tim Burton Film davon. Bitte Dankeschön!

Fazit

Für mich eine sehr gelungene Fortsetzung und ich bin schon sehr sehr gespannt auf Finale. Denn, ohja, das wird bestimmt ein Finale mit Feuerwerk und Allem was dazu gehört. Trotzdem gibt es einen Stern Abzug, weil ich einige Stellen als etwas langatmig empfand und der Funke nicht komplett überspringen wollte. Die Entwicklung der ganzen Story sagt mir aber sehr zu.

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Veröffentlicht am 28.10.2019

Von Sternen, der Wildnis und Bärenkanistern

Unter dem Zelt der Sterne
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„Ich ziehe hier sehr wohl mein eigene Kind groß. Du gehörst zu mir. Ich musste dich nicht auf die Welt bringen, um dich lieb zu haben, Süße.“

Zorie, zukünftige Astrophysikerin, und Lennon, reptilienbegeisterter ...

„Ich ziehe hier sehr wohl mein eigene Kind groß. Du gehörst zu mir. Ich musste dich nicht auf die Welt bringen, um dich lieb zu haben, Süße.“

Zorie, zukünftige Astrophysikerin, und Lennon, reptilienbegeisterter Camper, waren mal beste Freunde und eine Zeit lang auch mehr. Doch seit dem Homecoming-Ball sieht Zorie in Lennon nicht mehr ihren Freund, sondern ihren Feind. Als sie dann ausgerechnet mit ihm in der Wildnis strandet, wird sie mit der Vergangenheit und ihrem gebrochenen Herzen konfrontiert. Denn dort hat sie keine Chance, dem Ganzen aus dem Weg zu gehen…

Normalerweise gehe ich ja nicht auf das Cover ein, weil ich finde, dass jeder selbst entscheiden muss was er schön und ansprechend findet. Doch in diesem Fall muss ich kurz anmerken, dass ich in das Cover echt verliebt bin. 😀 Das Buch hat mich quasi magisch angezogen und zu mir gesprochen! Nicht zu Letzt wohl auch, weil es mehrere wirklich süß illustrierte Karten beinhaltet, die mich an das Game „Life is strange“ erinnern 😀

Die Geschichte war dann etwas anders als erwartet, was aber nicht negativ ist. Die ersten Seiten plätschern ein wenig vor sich hin, sind dabei aber nicht langweilig. Der Schreibstil ist modern und jugendlich und dadurch angenehm und flüssig zu lesen. Man weiß schon aus dem Klappentext, dass etwas beim Homecoming-Ball vorgefallen ist, es bleibt aber lange ein Rätsel. Das finde ich wirklich klug gemacht, denn so sitzt man oft frustriert vor dem Ende eines Kapitels und grummelt vor sich hin: „Verdammt, was ist denn jetzt da passiert? Vielleicht stehts ja im nächsten Kapitel, eins kann ich ja noch lesen.“ Dabei gibt es übrigens noch ein anderes großes und gefühlvolles Thema, das behandelt wird, aber da will ich mal nicht zu viel sagen :)

Zorie und Lennon sind beide sehr sympathisch. Er wirkt im Gegensatz zu den anderen Protagonisten sehr reif. Was mir vor Allem gefällt, ist, dass er nicht der typische Sixpack-UmwerfenderTyp-Protagonist ist, das ist wirklich erfrischend. Zorie ist zu Beginn etwas naiv, was man aber gut und gerne auf ihr Alter schieben kann. Ich selber hatte oft das Gefühl, meine (nicht existierende) kleine Schwester erzählt mir gerade von ihrem letzten Campingtrip und ich höre ihr dabei zu und lächle. Ganz besonders ist die Beziehung von Zorie und ihrer Mutter, die hat mich wirklich sehr gerührt.

Fazit


„Unter dem Zelt der Sterne“ ist ein wirklich süßes Buch mit fantastischer Aufmachung. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn einige ab und an leicht übertrieben wirken. Trotzdem ist dieses Buch genau richtig, wenn man nach einem schönen Setting, einem leichten Schreibstil und liebenswerten Protagonisten sucht.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Spieglein, Spieglein an der Wand

Das Vermächtnis der Grimms
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„Jeder hat einen Zugang zur Fantasie, aber die meisten haben ihn besser abgesichert als Fort Knox.“

Der Kampf in und um Abalion geht in die nächste Runde. Als Kristin und Ash die dunklen Geheimnisse ihrer ...

„Jeder hat einen Zugang zur Fantasie, aber die meisten haben ihn besser abgesichert als Fort Knox.“

Der Kampf in und um Abalion geht in die nächste Runde. Als Kristin und Ash die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit aufdecken, gerät für beide einiges aus den Fugen. Doch auch die Wesen Abalions geraten nach der Machtvrschiebung in Unruhe. Ash und Kristin müssen gemeinsam den Fluch besiegen und sowohl die reale als auch die Märchenwelt retten.

Band 1 konnte mich vor knapp einem halben Jahr wirklich mitnehmen und umhauen. Jetzt wünsche ich mir, ich hätte den zweiten Teil eher lesen können. Denn die Geschichte rund um Ash, Kristin und Abalion ist wirklich komplex und verstrickt. So habe ich nun ein wenig gebraucht um wieder ganz in der Geschichte zu sein. Natürlich wurde das wichtigste im Buch nochmal aufgegriffen, trotzdem glaube ich, ich hätte noch mehr Mitfiebern können, wenn ich einfach beide Bände hintereinander gelesen hätte.

Die „WOW“- und „AHA“-Momente bleiben aber auch in Band 2 nicht auf der Strecke. Immer wieder fallen die Verbindungen, die Fäden zwischen den einzelnen Personen und Geschichten auf. Da musste ich schon das ein oder andere Mal inne halten, um zu verdauen, was ich da eigentlich gerade gelesen habe.

Der Schreibstil gefällt mir nach wie vor total gut und die Illustrationen im Buch sind echt der Wahnsinn. Trotzdem muss ich leider sagen, dass die Geschichte ab und an etwas langatmig war. Aber auch das mag vielleicht daran liegen, dass der erste Band bei mir schon einige Bücher zurückliegt

Achtung! Es folgen Spoiler!

Die Liebesgeschichte zwischen Ash und Kristin war mir etwas zu kühl. Natürlich ist sie dadurch auch anders und nicht zu überromantisiert wie in vielen anderen Geschichten, aber ein bisschen mehr Funkenregen hätte ich mir doch gewünscht.

Fazit


Der finale Band von „Das Vermächtnis der Grimms“ konnte mich zwar begeistern, aber doch nicht so abholen wie Band 1. Trotzdem zähle ich die Reihe zu meinen Lieblingen, denn ich bin immer noch erstaunt wie komplex verstrickt und vollkommen irre diese ganze Story ist.