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Veröffentlicht am 06.04.2020

Trotz fantasiereichem Weltenaufbau nutzt das Buch nicht sein ganzes Potenzial.

Kingdoms of Smoke – Dämonenzorn
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Prinzessin Catherine, Ambrose, Tash, Edyon und March treffen auf ihrer Flucht auf einander und konnten den Soldaten Brigants nur knapp auf dem Nördlichen Plateau entkommen. Doch nun müssen sie in der Dämonenwelt ...

Prinzessin Catherine, Ambrose, Tash, Edyon und March treffen auf ihrer Flucht auf einander und konnten den Soldaten Brigants nur knapp auf dem Nördlichen Plateau entkommen. Doch nun müssen sie in der Dämonenwelt zurechtkommen. Dabei könnte die Entdeckung von Tash entscheidend sein – wenn sie den Rest der Gruppe rechtzeitig erreicht…

Das Cover ist passend zum ersten Band gestaltet und mir gefällt es sehr gut. Auch die Karte zum Weltenaufbau ist wieder vorhanden, genauso wie die unterschiedlichen Sichten der Hauptprotagonisten pro Kapitel. Am Ende wurden noch einmal Personen und Orte knapp erläutert, falls man Erinnerungshilfen braucht.

Ich konnte problemlos wieder in die Geschichte einsteigen, da der erste Band im herbst letzten Jahres erschienen ist. Ich war gespannt, wie es sein würde, wenn alle Charaktere, die wir auf ihre Abenteuer kennengelernt haben, zusammen flüchten. Leider wurde ich etwas enttäuscht, da sich bald schon die ersten Personen abspalten und es somit wieder unterschiedliche Handlungsstränge gab.

Nachdem ich im ersten Band bemängelt habe, dass viele Charaktere zu naiv gehandelt haben, muss ich dies leider auch hier anmerken. Zwar bleibt die Autorin den Protagonisten treu und sie haben jeder ihre Merkmale und Handlungsweisen, aber dennoch wollte ich viele schütteln und sie zum Nachdenken bewegen. Zu diesen naiven Personen gehören meiner Meinung nach Edyon, March und auch Catherine scheint nur die zwei Optionen vorne und rückwärts zu kennen. Als Herrscherin über Land habe ich etwas mehr Geschick erwartet. Sie hat mehr Glück, als dass sie ihr Können geweist.

Tash ist nach wie vor mein Lieblingscharakter, auch wenn sie nach ziemlich jung ist. Sie zeigt eine Menge Mut, ohne dass es bei ihr zu leichtgläubig wirkt. Sie hat nachvollziehbar und rational reagiert.

Auffallend bei diesem Schreibstil ist, dass meiner Meinung nach viel wörtliche Rede benutzt wird. Teilweise habe ich dadurch jedoch auch die Ausdrücke auf Mimik und Gestik vermisst.

Ein großes Highlight ist ganz klar das Worldbuilding. Die verschiedenen Länder haben einen eigenen Anstrich bekommen, sodass sie einzigartig erschienen. Das habe ich schon im ersten Band bewundert und nun erhalten wir auch noch mehr Informationen über das Nördliche Plateau, welches für mich wie ein schwarzer Fleck war. Der Dämonenrauch und die Dämonen werden hier stark thematisiert und es war echt spannend zu sehen, was sich die Autorin alles ausgedacht hat.

In den zwei anderen Handlungssträngen wird dann wieder die Herkunft Edyons angeschnitten und der Krieg gegen Brigant. Beides wird von Band eins aus weitergeführt, jedoch hatte ich das Gefühl, als würde man sich die ganze Zeit im Kreis drehen. Ich kam nicht richtig voran und das finde ich leider ziemlich oft in Zwischenbänden. Ich hoffe sehr, dass der dritte Band mich mehr begeistern wird, denn der Höhepunkt kann sehr spannend werden. Besonders nach der Entdeckung von Tash wurde ein spannender Cliffhanger geschaffen.

Fazit: Von den drei Handlungssträngen konnte mich leider nur einer richtig begeistern und auch die Charaktere waren mir oft zu naiv. Tash konnte mich hingegen für sich gewinnen, genauso wie das ausgearbeitete Worldbuilding. Ich gebe diesem zweiten Band der Reihe 3 bis 3,5 Sterne.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Einige Schwächen - Potenzial zu einem besseren Band 2!

Zorngeboren - Die Empirium-Trilogie
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Rielle rettet mit ihrer Fähigkeit die sieben Elemente zu beherrschen das Leben des Kronprinzen. Eliana glaubt unantastbar zu sein und somit ihren Job als Kopfgeldjägerin auszuführen. Doch eine Prophezeiung ...

Rielle rettet mit ihrer Fähigkeit die sieben Elemente zu beherrschen das Leben des Kronprinzen. Eliana glaubt unantastbar zu sein und somit ihren Job als Kopfgeldjägerin auszuführen. Doch eine Prophezeiung verändert alles. Wer von ihnen ist die Blutkönigin und wer ist die Sonnenkönigin?

Bevor ich das Buch gelesen habe, hatte ich große Erwartungen, da sich der Klappentext unglaublich gut anhört. Im englischsprachigen Bereich wurde das Buch ja auch sehr gehypt. Das Cover ist am Inhalt angelehnt und ich liebe es einfach!

Im Buch enthalten ist eine Karte von der Welt, eine Übersicht zu den Elementen am Ende und in der Mitte gibt es noch eine kurze Charakterübersicht mit passenden Bildern.

Ich war am Anfang ziemlich verwirrt. Man wird in die Geschichte geworfen und ich konnte mich gar nicht zurechtfinden. Im Buch wird immer abwechselnd aus der Sicht von Rielle und Eliana erzählt, wobei sich um die 1020 Jahre zwischen den Ebenen befinden. Informationen zu den Charakteren fließen nur sehr spärlich. Zusammen mit den Schreibstil war es somit ein schwieriger Anfang. An den Schreibstil musste ich mich erst einmal gewöhnen, da er außergewöhnlich ist. Aber nach einer Zeit mochte ich ihn echt sehr gerne.

Rielle und Eliana sind sehr charakterstarke Personen. Rielle zeigt sich von vielen Seiten, jedoch konnte sie mich nur teilweise überzeugen. Sie wirkte zu übermachtig, sodass es teilweise übertrieben aussah. Ein paar Schwächen hätten ihr bestimmt gut getan. Eliana hingegen mochte ich um einiges weniger als Rielle. Ihr Verhalten war einfach unglaublich widersprüchlich und manchmal hatte ich das Gefühl, als hätte sie große Stimmungsschwankungen. Ihre Emotionen konnten mich einfach nicht berühren. Die Nebencharaktere wirkten zu wenig ausgearbeitet und schienen eher schwach.

Die Handlung ist durch die Zeitebenen unterschiedlich. Bei Rielle war alles sehr auf die Prüfungen fokussiert, sodass mir die Überraschungen gefehlt haben. Gegen Ende hat es dann aber doch ein paar Wendungen gegeben, welche mich neugierig auf Band 2 machen! Das sieht auch bei der Handlung von Eliana ähnlich aus. Das Ende konnte mich total mitreißen und auch wenn die Grundidee definitiv Potenzial hatte, fehlte doch die Ausarbeitung. Ein ausschlaggebender Punkt waren da auch die Charaktere.

Fazit: Die Grundidee mochte ich sehr gerne, leider konnten mich die Charaktere nicht überzeugen und es gab zu wenige Überraschungen. Gegen Ende konnte mich das Buch aber noch begeistern und ich denke, dass Band zwei mich mehr begeistern wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2019

Trotz Kritik ein zufriedenstellender Abschluss der Reihe

Palace of Blood - Die Königin
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Nachdem der König ermordet wurde, plant die Königin ihre nächsten Schritte. Während diese auf Verrat basieren, wünschen sich Robin und Rea Frieden im Land und Toleranz gegenüber den Magdalenen. Als diese ...

Nachdem der König ermordet wurde, plant die Königin ihre nächsten Schritte. Während diese auf Verrat basieren, wünschen sich Robin und Rea Frieden im Land und Toleranz gegenüber den Magdalenen. Als diese Wünsche beginnen sich zu erfüllen, wird Rea ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit Opfer eines Anschlags...

Dies ist der letzte und finale Teil der Reihe und das Cover ist mal wieder wunderschön! Nach wie vor ist das rote Band Bestandteil der Gestaltung und der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.

Das Buch schließt nahtlos an den Vorgänger an und beinhaltet sozusagen den Höhepunkt des Massakers. Die Königin hat auf den ersten Seiten das Zepter in der Hand und so lernt man sie noch einmal von einer anderen Seite kennen. Auch wenn sie still an der Seite des Königs saß, so ist sie dennoch rücksichtslos und würde alles versuchen, um ihre Ziele zu erreichen.

Neben ihr sind auch andere Charaktere wie beispielsweise der „Fähnrich“ wichtig für die Geschichte, oder Madame Hiver, deren Taten ich auf eine spezielle Art und Weise nachvollziehen kann, jedoch trotzdem nicht ganz ihren Gedankengängen.

Rea und Robin entwickeln sich in eine positive Richtung, welche sich vom 3. Band unterscheidet, denn dort habe ich ihre Entwicklung nicht so sehr unterstützen können.

Mit 320 Seiten ist dieses Buch vergleichsweise dünn im Gegensatz zu den restlichen Bänden. Es war vorher nicht geplant einen vierten Band zu schreiben, was man hier teilweise auch erkennt. So wirkt es manchmal, als wäre dieser Teil nur ein langer Epilog, den man etwas zieht. Daran finde ich nichts weiter schlimm, denn diese Reihe hat ein bisschen Fröhlichkeit und Friedlichkeit verdient. Dennoch fehlte mir etwas die Spannung. Der Anfang war davon noch sehr geladen und verlief unglaublich schnell. Viele Schlüsselmomente wurden einfach nur angeschnitten und nicht weiter ausgeführt. So wirkte es etwas gehetzt und es schien mir auch, als fehle der Autorin die Motivation. In den ersten 70 Seiten passiert unglaublich viel, sodass mir oft der Mund offen stand. Alles, worauf die vorherigen Bände hingearbeitet haben, wurde kurz beendet, wogegen die nächsten 100 Seiten sehr in die Länge gezogen wurden.

Die Entwicklung der Geschichte wird die meisten Leser vermutlich zufrieden stellen. Ich mag es trotz ein paar Kleinigkeiten sehr gerne, denn auf der Reise von Rea und Robin kennt man nach einer Zeit ihre Bedürfnisse und Träume, die hier noch einmal verdeutlicht werden.

Im letzten Teil des Buches, sowie im Epilog werden noch ein paar Ereignisse angeschnitten, die fast schon eine Grundlage für einen Spin-off bieten. Obwohl ich diese Szenen sehr spannend fand, würde ich mir keine weitere Serie in dieser Welt wünschen, da ich mit dem Ende an sich ganz zufrieden bin und man meiner Meinung nach nicht noch weiter Drama um die Lebensgeschichten mancher Personen schichten muss.

Fazit: Das Buch beinhaltet einen schnelllebigen Anfang und ein langatmiges Ende. Die Entwicklung der Geschichte wird aber bestimmt vielen Lesern gefallen, genauso wie die Taten der Charaktere. Für mich hat etwas Spannung gefehlt und der letzte Band hatte definitiv mehr Potenzial. Ich vergebe 3,5 bis 4 Sterne.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Trotz ein paar Schwachstellen ein gutes Jugendbuch

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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Die 17-Jährige Caroline kämpft mit wirren Träumen und Kopfschmerzen. Als der Magier Ash auftaucht verändert sich ihr ganzes Leben. Denn er offenbart ihr, dass sie eine Hexe ist, welche vor ihrem 18. Geburtstag ...

Die 17-Jährige Caroline kämpft mit wirren Träumen und Kopfschmerzen. Als der Magier Ash auftaucht verändert sich ihr ganzes Leben. Denn er offenbart ihr, dass sie eine Hexe ist, welche vor ihrem 18. Geburtstag ein Ritual vollzogen haben muss, denn sonst stirbt sie. Doch sie ist gleichzeitig auch Teil einer Prophezeiung und wird gejagt. Während dieses Abenteuers kommen sich Ash und Caroline immer näher...

Die Gestaltung des Buches finde ich schön, auch wenn ich Gesichter auf Covern nicht mehr so gerne mag. Da die Geschichte in London spielt, passt es gut zum Inhalt.
Das Buch wird größtenteils aus der Sicht von Caroline geschrieben, jedoch gibt es auch ein paar kursiv geschriebene Abschnitte, in denen fremde Personen an einem anderen Ort auftauchen.

Die Geschichte tastet sich anfangs noch etwas an die Spannung heran und man lernt langsam die Charaktere kennen, wobei mir besonders Caroline direkt sympathisch war. Mit ihrer humorvollen Art konnte sie mich total verzaubern. Diese nimmt leider im Laufe der Geschichte immer weiter ab, was natürlich auch an den Geschehnissen liegt. Trotzdem hätte ich mir diese humorvolle Seite an der ein oder anderen Stelle wieder gewünscht.
Ihre beste Freundin Megan mochte ich gerne, auch wenn sie größtenteils nur am Anfang auftritt.
Eine positive Überraschung ist, dass der Love Interest kein Bad Boy ist! Ash hat zwar manchmal auch eine dunkle Ausstrahlung, aber er hat nicht ständig ein neues Mädchen und war somit eine willkommene Abwechslung.

Eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch. Anfangs wird noch angedeutet, dass es eine Dreiecksbeziehung wird - wo wir wieder beim Thema Klischees sind. Im Klappentext wird davon nichts erwähnt, denn bereits in diesem Buch wird klar, für wen sie sich schlussendlich entscheiden wird. Dennoch hätte dies nicht sein müssen. Es kam mir so vor, als müsse die Autorin noch ein paar Seiten füllen und es war eher nervig als spannend.
Das Setting hat mir hier auch gut gefallen. Die Geschichte spielt in London. Die Stadt wurde gut beschrieben und die Grundidee mit den Hexenclans wurde gut umgesetzt. Erst gegen Ende des Buches werden diese näher beschrieben und ein paar Mitglieder treten auch auf. Nur zwei Clans lernt man jedoch näher kennen und ich hätte mir gewünscht, dass diese und die anderen vorgestellt werden könnten. So wusste man nicht richtig mit was für einer Macht es sich Caroline hier aufnimmt und was sie überhaupt bewirken können.

Spannung ist erst am Ende richtig aufgetaucht, wobei man dort das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen konnte. Ein paar Geheimnisse wurden aufgedeckt, wobei ich wieder erahnen konnte, wie es ausgehen würde.
Das Ende war energiegeladen und dennoch auch vorhersehbar, denn es waren einige Situationen vorhanden, die man bereits aus anderen Jugendbüchern kannte. Trotzdem ist es ein spannender Cliffhanger, bei dem ich mich auf Band zwei der Dilogie freue.

Fazit: Ich mochte dieses Buch mit seinen Charakteren und dem Setting sehr, dennoch hatte es aber auch Schwachstellen. Die Dreiecksbeziehung war eher nervig anstatt spannend und ich hätte mir mehr Informationen über die Clans und der Magie gewünscht.
Ich freue mich dennoch auf Band 2 und von mir bekommt dieses Buch 3,5 bis 4 Sterne.

Veröffentlicht am 20.01.2018

Es steckt mehr Potenzial in dieser Geschichte

Soul Mates, Band 1: Flüstern des Lichts (Unvergessliche Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Titel: Soul Mates - Flüstern des Lichts
Autorin: Bianca Iosivoni
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 23.08.2017
Seitenzahl: 480 Seiten
Preis: 14,00 Euro

Colt rettet Rayne eines Abends ...

Titel: Soul Mates - Flüstern des Lichts
Autorin: Bianca Iosivoni
Verlag: Ravensburger
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 23.08.2017
Seitenzahl: 480 Seiten
Preis: 14,00 Euro

Colt rettet Rayne eines Abends vor einem mysteriösen Angreifer. Doch dieser ist nicht der Einzige Geheimnisvolle. Denn auch Colt verbirgt Geheimnisse. Beide suchen die Nähe von dem anderen. Denn sie sind Seelenverwandte und Rayne muss entscheiden, ob wie zu den Licht - und Dunkelseelen sie gehören will...

Bereits als ich gelesen habe, dass ein neues Buch von Bianca Iosivoni erscheint, bin ich vor Vorfreude fast geplatzt. Dennoch hat es eine Weile gedauert, bis ich dieses Buch zur Hand genommen habe. Trotzdem hatte ich große Erwartungen, da ich bereits von dem Buch "Der letzte erste Blick" sehr angetan war. Von da an war ich gespannt, ob diese Autorin auch genauso im Genre Jugendfantasy schreiben könnte.

Auf den ersten Blick hat das Thema ihres Buches viel Individualität. Jedoch habe ich beim Lesen viele ähnliche Züge von anderen Geschichten entdeckt. Natürlich ist dies nicht ungewöhnlich, denn so ziemlich jede Geschichte hat gewisse Ähnlichkeiten zu anderen Geschichten. Jedoch hat mir trotzdem das gewisse Etwas gefehlt, was dieses Buch individuell macht. Beispielsweise eine übergeschnappte Protagonistin oder (was ich sehr gerne mag, was aber auch relativ oft benutzt wird) eine sympathische beste Freundin, die das Ganze total spannend findet.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wobei ich oft das Gefühl hatte, dass die Autorin hier bewusst einige Fakten aus dem Spiel gelassen hat, damit sie die diese im zweiten Teil mit einbringen kann. Zumindest hoffe ich das, weil viele Sachen noch offen stehen.
Rayne hat eine drastische Charakterentwicklung vollzogen. Das Gegenteil kann man definitiv nicht behaupten. Sie war mir größtenteils sympathisch, jedoch gab es natürlich auch ein par Szenen, wo ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Dies hielt sich aber in Grenzen.
Colt ist wie so ein Eisblock, welcher nicht schmelzen will. Er lässt sich nicht weich kriegen, jedoch mochte ich es, dass man bei manchen Stellen ein paar Mal die weiche Seite von ihm zu sehen bekam. Hoffentlich passiert dies beim zweiten Teil etwas öfter. Ich fand diese Kombination aber ziemlich gut geglückt und kann dort nichts aussetzen.

Kommen wir nun noch kurz zum Cover. Es ist schön gestaltet und gut ausgearbeitet. Es gibt natürlich schönere Cover, allerdings muss man auch bedenken, dass man zu diesem Thema keine große Auswahl hat und es relativ schwer ist etwas Passendes zu kreieren.
Der Schreibstil ließ sich gut lesen, allerdings habe ich mir bei manchen Szenen etwas mehr Detail gewünscht.

Die Handlung konnte mich nicht ganz überzeugen. Vieles wurde zu schnell erzählt und es ist so gut wie immer Aktion. Ein paar ruhigere Szenen wären auch mal gut gewesen. Von Soul Mates habe ich mir eigentlich viel Romantik, also eine Romantasy Story erhofft, was ja auch im Klappentext angedeutet wurde. Dies wurde jedoch nach und nach zur Hintergrundgeschichte und der Konflikt zwischen den Dunkelseelen und den Lichtseelen wurde vor Vordergrundgeschichte. Es gab natürlich auch ein paar Annäherungsversuche zwischen Rayne und Colt, welche echt gut geschrieben wurden. In meinen Augen kann die Autorin in dem Genre New Adult definitiv besser schreiben und dort werde ich sie auch weiterhin verfolgen.

Das Ende hat mich am meisten enttäuscht. Es passiert alles total schnell und es sollte vermutlich darauf zulaufen, dass der Leser total verwirrt ist und unbedingt weiterlesen will, weil er gar nicht fassen kann, was dort passiert.
Bei mir hat es erreicht, dass ich verwirrt war und ich konnte auch nicht fassen, was dort passiert ist. Auf einmal wird alles total schnell erklärt und ich verstand einfach nicht, was dort genau geschehen ist. Für mich macht es keinen Sinn und ich hoffe, dass dies im zweiten Band genauer erklärt wird. Die Leseprobe habe ich auch bereits gelesen und leider verstärkte dies meine Verwirrung nur noch mehr.

Fazit: Es ist eine gute Jugendfantasy Geschichte, welche definitiv potenzial hat, jedoch konnte ich damit im Laufe des Lesens nicht sonderlich viel anfangen. Besonders das Ende hat mich enttäuscht und ich bin davon überzeugt, dass mir die Autorin im New Adult Bereich besser gefällt.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.