Profilbild von nasa2000

nasa2000

Lesejury Star
offline

nasa2000 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit nasa2000 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2020

Offline

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
0

Offline von Arno Strobel ist ein Psychothriller dessen Grundidee keine neue ist, aber trotzdem gut umgesetzt wurde. Ich habe schon einige Bücher gelesen bei der eine Gruppe Menschen komplett von der Außenwelt ...

Offline von Arno Strobel ist ein Psychothriller dessen Grundidee keine neue ist, aber trotzdem gut umgesetzt wurde. Ich habe schon einige Bücher gelesen bei der eine Gruppe Menschen komplett von der Außenwelt abgeschirmt ist und ein Mörder sein Unwesen treibt. Und doch schafft der Autor es den Leser immer wieder zu fesseln und zu überraschen. Allerdings fand ich das Ende etwas fraglich. 

Eine Gruppe von unterschiedlichen Menschen macht bei einem Digital Detox Experiment mit. Sie wollen fünf Tage ohne Handy oder Internet in einem ehemalige Bergsteigerhotel verbringen. Dies wird gerade renoviert und ist auf 2500 Meter höhe nur schwer zu erreichen. Schon in der ersten Nacht verschwindet einer der Mitreisenden und wird schwer verstümmelt gefunden. Nun beginnt für die Gruppe der Horror. Sie haben keinen Kontakt zur Außenwelt, sind eingeschneit, sind auf sich gestellt und einer von ihnen scheint ein Psychopath zu sein. 

Wie gesagt die Grundidee ist nicht neu, aber dank des Schreibstils lässt sich das Buch schnell und gut lesen. Anfangs viel es mir etwas schwer in das Buch zu kommen, aber sobald sie im Hotel ankamen nahm die Geschichte an Fahrt auf. Auch baut der Autor eine spürbare Spannung auf die einem an das Buch fesselt und man es nur schwer aus der Hand legen kann. Auch versteht Arno Strobel es den Leser immer wieder in eine falsche Richtung zu locken. So hatte ich immer wieder jemand anderen in Verdacht. Das eigentliche Motiv blieb bis zum Ende für mich unentdeckt, obwohl ich da schon die richtige Vermutung bezüglich des Täters hatte. 

Was mich störte war das Ende. Dies war für mich nicht aufschlussreich genug und hat auch nur eine Wahrheit zugelassen. Man glaubte einfach einer Person obwohl ich dies nicht unbedingt so annehmen würde. Auch hätte ich gerne noch ein paar Seiten mehr über die Rettung und die Lösung der Verstümmelungen gelesen. Das was gesagt wurde war zwar auch aufschlussreich aber nicht sehr befriedigend. 

Es ist ein solider und spannender Psychothriller der am Ende ein paar kleine schwächen aufweist sich aber trotzdem gut lesen lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2020

Sammy auf Abenteuerreise

Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus
0

Sammy – Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus ist ein sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch. Es geht um ein Abenteuer, Mut und Freundschaft zu unterschiedlichen Tieren. 

Die Illustrationen sind ...

Sammy – Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus ist ein sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch. Es geht um ein Abenteuer, Mut und Freundschaft zu unterschiedlichen Tieren. 

Die Illustrationen sind sehr detailliert und unterstreicht die Geschichte zusätzlich. Mein siebenjähriger hat sich vor allem für die Bilder interessiert. Da er gerade dabei ist lesen zu lernen ist dieses Buch auch sehr gut. Die Kapitel sind nicht sehr lang und die Schrift hat eine angenehme Größe. Allerdings hat er sich das Buch lieber vorlesen lassen. 

Sammy ist eine kleine Maus die bei Hank im Schuhkarton wohnt. Doch eines Tages setzt Hanks Bruder Sammy in ein selbstgebautes Flugzeug und lässt die kleine Maus fliegen. Doch die Fernbedienung funktioniert nicht und Sammy muss den Flieger alleine steuern. Dabei kommt es zu einer Bruchlandung im Forst. Dort wird er von einem Mäusevolk aufgenommen. Doch Sammy hat Heimweh und er muss einen Weg nach Hause finden. Dabei ist er auf die Hilfe verschiedener Tiere angewiesen die zu echten Freunden werden. 

Wir haben durch eine kindgerechte und einfache Sprache das Buch sehr schnell gelesen gehabt. Die Abenteuer von Sammy sind spannend und auch lustig. Man fiebert mit der kleinen Maus mit. Was ich sehr schön finde ist dass der Autor hier auch einen kleine Lehrpunkte für die Kinder einbaut. So vermittelt er den Kindern das man mit verschiedenen Menschen befreundet sein kann. Zu Sammys Freunden zählen ein Vogel oder ein Molch. Und jeder hat seine Eigenarten. Es wird aber auch vermittelt das man im Team zusammen arbeiten muss. Und das man mit Freunden die verschiedensten Abenteuer erleben kann. 

Was uns nicht so gut gefallen hat war die Tierhaltung die in dem Buch beschrieben wurde. So wurde Sammy von Hank in einem Schuhkarton untergebracht, was alles andere als Artgerecht ist. Auch die Käfige am Ende des Buches waren viel zu klein, auch wenn es durch verschiedenen Aussagen so hingestellt wurde als sei es der Himmel auf Erden für die Tiere. 

Aber ansonsten wirklich ein sehr schönes Kinderbuch zum selbstlesen oder vorlesen lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2020

Der Gin des Lebens

Der Gin des Lebens
1

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn fällt durch das Cover auf und ist für mich stimmig und passend. Ein wirklicher Eyecatcher, auch der Titel ist passend gewählt und beides macht Lust auf das ...

Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn fällt durch das Cover auf und ist für mich stimmig und passend. Ein wirklicher Eyecatcher, auch der Titel ist passend gewählt und beides macht Lust auf das Buch und auf einen Gin.

Bene ist am Boden und da öffnet er eine von seinem Vater selbstgebrannten Gin. Dieser hatte Bene die Flasche geschenkt kurz bevor er gestorben ist. Der Gin ist so einzigartig das Bene mehr über den Gin wissen will und dafür nach Plymouth reist. Dort trifft er auf Cathy. Mit ihrem Vater hat Benes Vater an dem Gin gearbeitet. Beide machen sich zusammen auf der Suche nach dem perfekten Gin. Dabei läuft aber nicht alles rund.

Es ist zwar als Kriminalroman deklariert für mich ist es eher ein Potpourri oder ein Gin. Denn es gibt viele „Botanicals“ und somit von allem etwas, Familiengeheimise, Kulinarisches, Liebe und auch ein bisschen Krimi. Dazu kommen viele sehr interessante Infos zur Herstellung und allgemeinere Hinweise zum Gin. Am Ende des Buches gibt es auch noch einige Rezepte mit Gin. Die Mischung hat es zu einem kurzweiligen und gut lesbaren Buch gemacht.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht hat Humor und ist abwechslungsreich. Gerade durch einige Rückblicke oder die grauen Seiten mit den Hinweisen was man alles über Gin wissen muss machen es leicht das Buch zu lesen. Auch die etwas skurrilen aber doch sympathischen Protagonisten lockern das Buch auf.

Allerdings gibt es einige Handlungen die für mich sehr unüberlegt und spontan sind und somit immer automatisch eine Katastrophe hinter sich herzieht. Auch finde ich das Bene und Cathy oft sehr blauäugig und naiv an ihre Sache gehen. Auch das Ende war mir zu schnell abgehandelt und zu lasch. Es hätte hier ruhig noch etwas mehr Aufklärung geben dürfen.

Auch unter dem Aspekt das es ein Krimi sein sollte ist es doch etwas enttäuschend. Denn Spannung und der Krimianteil kam erst im letzten viertel des Buches und da überschlug es sich plötzlich. Alles ist wohldosiert und ausbalanciert, aber es hätte für mich doch etwas mehr Krimi sein dürfen.

Wenn man aber alles zusammen nimmt ist es wie ein gut abgestimmter Gin. Auch wenn er an mancher Stelle etwas schwächelt macht er es durch Humor und einer guten Geschichte weg.

Es ist ein nettes humorvolles Buch mit viel Gin Wissen und wenig Krimi.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Figuren
Veröffentlicht am 18.02.2020

Die Frauen von Richmond Castle

Die Frauen von Richmond Castle
0

Die Frauen von Richmond Castle von Tracy Rees ist bereits ihr vierter Roman. Ich habe alle Bücher von ihr bisher gelesen und finde sie alle für sich sehr schön. Sie sind alle anders und doch ähnlich. Sie ...

Die Frauen von Richmond Castle von Tracy Rees ist bereits ihr vierter Roman. Ich habe alle Bücher von ihr bisher gelesen und finde sie alle für sich sehr schön. Sie sind alle anders und doch ähnlich. Sie haben alle starke Frauen als Protagonisten die sich ihren Herausforderungen stellen. Und doch behandeln die Bücher unterschiedliche Themen und spielen in verschiedenen Zeitepochen. So hat man auch hier einen historischen Roman der in den 1920iger Jahren spielt, in den Händen den man gut lesen kann. 

Ich hatte Anfangs meine Probleme in das Buch reinzukommen, dies legte sich aber nach einigen Seiten. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Handlung besteht aus drei Handlungssträngen die aber miteinander verwoben sind. So lernt man Blue, Delphine und Midge immer besser kennen und verstehen. Ich konnte mit allen drei Frauen mitfühlen und mitfiebern. Jedes Kapitel behandelte eine andere Frau, so war die Geschichte abwechslungsreich und auch spannend. Denn man fragte sich automatisch wie es bei den anderen weiter geht. Es gibt ein paar Überraschungen und dramatische Wendungen die das Buch lesenswert machen. Es gab hin und wieder einige längen und auch vorhersehbare Szenen über die ich aber hinweggesehen kann. 

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und beschrieben, auch die verschiedenen Orte sind liebevoll und detailliert geschildert. So konnte man sich gut die 20iger Jahre mit der Mode, den Gegebenheiten und den Ort vorstellen. 

Was ich persönlich sehr schade und nicht passend finde waren das Cover und der Klapptext. Das Cover passte für mich nicht wirklich zu der Geschichte und vermittelte mir auch nicht wirklich ein historisches Buch in den Händen zu haben was in den 1920iger Jahren spielt. Hier wurde eher auf ein Wiedererkennungswert zu den anderen Büchern geachtet, da sie alle einen ähnlichen Stil haben. Der Klapptext suggeriert mir eine andere Geschichte in den Händen zu halten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2020

Freefall

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
0

Freefall Die Wahrheit ist dein Tod ist ein temporeicher und spannender Debütroman von Jessica Barry. Ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört. Es zieht einem in seinen Bann und man kann nur schwer aufhören ...

Freefall Die Wahrheit ist dein Tod ist ein temporeicher und spannender Debütroman von Jessica Barry. Ich habe das Hörbuch sehr gerne gehört. Es zieht einem in seinen Bann und man kann nur schwer aufhören weiter zu hören. Barry hat eine angenehme Art zu schreiben und die Perspektivenwechsel macht es zu einen rasanten Thriller. 

In den Rocky Mountains stürzt ein Flugzeug ab. An Bord die dreißigjährige Ally, sie überlebt den Absturz und ist auf sich allein gestellt. Sie kämpft sich durch die Wildnis doch jemand ist hinter ihr her und dieser will ihren Tod. 

Maggie ist völlig fassungslos das ihre Tochter Ally bei dem Absturz ums Leben gekommen sein soll. Die beiden Frauen hatten seit zwei Jahren kein Kontakt mehr und Maggie glaubt nicht das Ally tot sein soll. Sie versucht alles mögliche über ihre Tochter rauszufinden. Doch was Maggie zu Tage fördert hätte sie sich nie träumen lassen. 

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ally und ihrer Mutter Maggie geschildert. Im Hörbuch werden dazu auch zwei verschiedene Stimmen genutzt. Und beide Sprecherinnen machen hier einen guten Job. So kann man sich gut in Allys Lage versetzten und ihre Angst spüre, aber auch die Verzweiflung und den Zweifel von Maggie. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit die oft neue Fragen aufwerfen aber auch neue Entwicklungen zu lassen. Durch dieses Stilmittel wird das hören des Hörbuchs zu einem Genuss. 

Es werden hier die verschiedensten Themen aufgegriffen unter anderem Überlebenswillen, Trauer, perfide Machenschaften, Macht und Liebe. Aber all dies hat die Autorin so entwickelt das alles ineinander fasst und sich am Schluss zu einem großen ganzen zusammenfügt. Dies hat sie auf eine spannende, rasante und logische Weise getan. So konnte ich ihren Gedankengängen gut folgen. Das Ende war mir dann allerdings doch etwas zu vorhersehbar und auch etwas zu abrupt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere