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Veröffentlicht am 13.03.2020

Lustiger Krimi mit Alma in Wien, auch für Einsteiger geeignet

Verkauft
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"Verkauft - Alma Liebekind ermittelt" ist der 4. Fall mit der Wiener Psychiaterin Alma Liebekind. Sie liegt im Krankenhaus. Ihre Mutter und sie beobachten dort einen Todesfall und beide haben den Eindruck, ...

"Verkauft - Alma Liebekind ermittelt" ist der 4. Fall mit der Wiener Psychiaterin Alma Liebekind. Sie liegt im Krankenhaus. Ihre Mutter und sie beobachten dort einen Todesfall und beide haben den Eindruck, dass hier etwas vertuscht wird. Das macht Alma hellhörig und sie und ihre Mutter fangen mit den Ermittlungen an. Das führt beide in ein Flüchtlingsheim, wo sich ein Ehrenmord ereignet hat.

Ich habe die vorigen Fälle nicht gelesen. Trotzdem konnte ich sehr gut in diese Krimireihe um die Ermittlerin Alma einsteigen. Das Buch beginnt mit einer Liste, wo jeder Protagonist kurz erklärt wird. Das war sehr hilfreich. Das Buch ist z.T. in sehr witziger und lustiger Sprache geschrieben.
Die Protagonisten werden sehr ansprechend dargestellt, vor allem die Dialoge zwischen Alma und ihrer Mutter.
Die Schreibstil ist sehr flüssig gewählt. Das Buch ist in der Ich-Perpektive von Alma geschrieben. Dadurch kann man sich sehr gut in sie reinversetzen und mit ihr leiden, was sie durchmacht, und mit ihr mitermitteln. Manche Worte (österreichisch, Jiddisch, lateinisch) werden in der Fußnote übersetzt. Das Buch spielt in Wien. Da bekommt man auch Lust, sich manche Orte von dem Krimi auch einmal live anzusehen, wenn man in der Stadt ist. Die Handlung ist sehr spannend geschrieben. Das Ende war sehr überraschend. Ich werde mir die Vorgänger-Fälle auch noch besorgen und lesen.

Ein sehr gelungener Krimi! Volle Leseempfehlung für Leute, die einen lustigen und witzigen Krimi mit einer sympatischen Ermittlerin lesen möchten.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Sehr informativ und lehrreich, nicht nur für Kinder

Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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In diesem wunderschönen Buch wird anschaulich erklärt, wie Nachrichten gemacht werden. Es wird bildlich und in einfacher Sprache erklärt, was Nachrichten sind, wie Journalisten Nachrichtentexte schreiben, ...

In diesem wunderschönen Buch wird anschaulich erklärt, wie Nachrichten gemacht werden. Es wird bildlich und in einfacher Sprache erklärt, was Nachrichten sind, wie Journalisten Nachrichtentexte schreiben, wie sie eigentlich erfahren, was in der Welt passiert, wie sie die Wahrheit herausfinden und vieles mehr. Am Ende des Buches geht es um Fake News. Aufgelockert wird das Buch durch Interviews mit unterschiedlichen Nachrichtenleuten, wie Ingo Zamperoni oder Peter Kloeppel. Zwischendrin sind immer wieder einige Rätsel für Kinder eingebaut, die sie lösen sollen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es werden alle Fragen behandelt, die man sich schon immer mal gestellt hat, aber die Antwort dazu nicht unbedingt wusste. Es ist nicht nur für Kinder ein Gewinn, auch Erwachsene können hier Dinge erfahren, die sie noch nicht wussten. Das Buch ist auch mit Illustrationen sehr schön gestaltet. Das Kapitel über Fake News ist super erklärt. Ein tolles Buch für Kinder und totale Leseempfehlung auch für Erwachsene.

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Veröffentlicht am 21.02.2020

Spannende Fantasy auch für Neueinsteiger geeignet

Im Schatten des Kronturms
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Es wird die Vorgeschichte zur berühmten Diesbesbande Riyria erzählt: Hadrian Blackwaters Vater ist gestorben. Er kehrt zurück und trifft Royce Melborn. Sie mögen sich erst gar nicht. Der Zauberer Arcadius ...

Es wird die Vorgeschichte zur berühmten Diesbesbande Riyria erzählt: Hadrian Blackwaters Vater ist gestorben. Er kehrt zurück und trifft Royce Melborn. Sie mögen sich erst gar nicht. Der Zauberer Arcadius gibt beiden einen Auftrag etwas zu stehlen. Eine Nebenhandlung handelt von Gwen, einer Prostituierte. Sie konnte nicht verhindern, dass ein Freier eine Kollegin umbringt.

Ich war ein Neuling von der Welt von Elan. Das Buch ist so geschrieben, dass man die Riyria-Bücher nicht gelesen haben musss. Der Autor hat eine Welt von Elan mit glaubwürdigen Charakteren erschaffen. Die Geschichte um Gwen hat mir am besten gefallen. Sie ist von Frauen umgeben, die sich nicht unterkriegen lassen und sich in der Welt behaupten. Das Buch ist sehr spannend mit einfacher Sprache zu lesen. Humor kommt auch nicht zu kurz. Der Autor hat ein Vor- und Nachwort zu diesesm Buch geschrieben. Man erfährt einiges über die Entstehungsgeschichte dieses Buches und wie es mit den anderen Bänden zusammenhängt. Am Ende hat der Autor auf einigen Seiten ein Glossar veröffentlicht, das beim Lesen des Buches sehr hilfreich war.

Mir hat der Prequel-Auftakt sehr gut gefallen. Ich werde mir die anderen Bücher auch noch zulegen. Ich hoffe, dass bald der 2.Band des Preqeuls erscheinen wird. Auch für Neueinsteiger ist das Buch sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Berührende Geschichte von zwei unterschiedlichen Menschen

Rote Kreuze
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In "Rote Kreuze" von Sasha Filipenko wird die Geschichte von Tatjana Alexejewna, einer über neunzigjährigen Dame, und Alexander, einem dreißigjährigen Mann aus Minsk erzählt. Neben Tatjana zieht Alexander ...

In "Rote Kreuze" von Sasha Filipenko wird die Geschichte von Tatjana Alexejewna, einer über neunzigjährigen Dame, und Alexander, einem dreißigjährigen Mann aus Minsk erzählt. Neben Tatjana zieht Alexander mit seiner kleinen Tochter ein. Auf dem Gang treffen sie sich das erste Mal. Da ist Alexander gerade dabei ein rotes Kreuz auf seiner Tür zu entfernen. Als Tatjana es sieht, erklärt sie ihm, dass die roten Kreuze ihre Erinnerung sind, wo sie wohnt. Sie leide an Alzheimer. Daraufhin bittet sie ihn in ihre Wohnung und fängt an, ihre Lebensgeschichte im Sowjetregime zu erzählen und welche Greuel sie erleben musste. Der Leser erfährt auch die Geschichte von Alexander, was er tragisches erleben musste.

Das Buch ist sehr gut lesbar und hat eine flüssige Sprache. Im Interview am Ende des Buches sagt Sasha Filipenko: "Der Staat tut alles, damit die Menschen die Grausamkeiten des Sowjetregimes vergessen und unsere Aufgabe ist es, das nicht zuzulassen." Das setzt er sehr gut in seinem Buch um. Diese Grausamkeiten dürfen nicht vergessen werden. Das Buch hat mich sehr erschüttert. Ein tief berührendes Buch, das zeigt welche Auswirkungen Krieg haben kann. Ausserdem zeigte es mir, was Freundschaft bewirken kann. Auch dass es gut ist und etwas bringt, gegen das Vergessen anzukämpfen. Mir hat es sehr gefallen, wie Sasha Filipenko die zwei Schicksale von Tatjana und Alexander miteinander verwoben hat.

Ein sehr lesenswertes Buch gegen das Vergessen. Rote Kreuze ist der erste Roman von Sasha Filipenko, der auf Deutsch erscheint. Ich hoffe, bald wieder einen Roman des Autors lesen zu können.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Feinfühlig, berührend, packend

Goodbye, Bukarest
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In Goodbye, Bukarest beschreibt die Autorin Astrid Seeberger die Suche nach ihrem Onkel Bruno. Ihr wurde erzählt, er sei im 2. Weltkrieg gestorben. Nach dem Tod ihrer Mutter findet sie Hinweise, dass ...

In Goodbye, Bukarest beschreibt die Autorin Astrid Seeberger die Suche nach ihrem Onkel Bruno. Ihr wurde erzählt, er sei im 2. Weltkrieg gestorben. Nach dem Tod ihrer Mutter findet sie Hinweise, dass Bruno nicht in Stalingrad gestorben ist. Astrid ist mit 17 Jahren nach Schweden ausgewandert. Vielleicht hat sie ihr deshalb nie die Wahrheit erzählt. Sie ist im Zweifel und macht sich selbst auf die Suche.

Die Suche nach Bruno führt sie nach Berlin, Bukarest, den Starnberger See und München. Sie trifft unterschiedliche Personen, die ihr von Bruno erzählen, z.B. wie er im Straflager war. Diese Schilderungen haben mich sehr erschüttert. Diese Personen erzählen ihr ihre Geschichte und ihr Leben. Astrid fährt nach Bukarest und erfährt vom dortigen Leben ihres Onkels zu Ceausescus Zeiten und welche Qualen er dort erleiden musste.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Astrid Seeberger geschrieben.
Die Autorin schafft es, dass man mit diesen Schilderungen sehr mitlebt. Kunst und Musik spielen auch eine Rolle und man sieht, wie die Menschen davon Kraft schöpfen.

Im ganzen ist "Goodbye, Bukarest" ein sehr gelungenes, berührendes und einfühlsames Buch, das lesenswert ist. Mich hat es sehr betroffen gemacht.

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