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Veröffentlicht am 22.02.2020

Ein krasser und brutaler, aber auch verdammt großartiger Pageturner !!!

The Grace Year
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Was für ein unfassbar grausames, aber hoffnungsvolles und großartiges Buch !!! Lange hab ich keinen solchen, dystopischen Pageturner mehr gelesen.

Und dabei begann die Geschichte um Tierney und das Gnadenjahr ...

Was für ein unfassbar grausames, aber hoffnungsvolles und großartiges Buch !!! Lange hab ich keinen solchen, dystopischen Pageturner mehr gelesen.

Und dabei begann die Geschichte um Tierney und das Gnadenjahr so unfassbar grausam und brutal, ich hatte in der ersten Hälfte einen riesigen Wut- und Hassklumpen im Bauch, der sich mit jeder Seite enger zog. Ehrlich, ich glaube mein Kopf hat gedampft vor Zorn.

Zorn auf die Männer in Garner County, die die Frauen regelrecht unterdrücken, ihnen permanent erzählen wie wertlos sie sind und sie schlimmer behandeln als das redensartliche Stück Vieh. Zorn darauf, was sie ihnen nehmen, was sie ihnen verbieten, was sie mit ihnen machen.

Aber auch Zorn auf die Gnadenmädchen, die sich gegenseitig die schlimmsten Dinge wünschen und antun.

Tierney ist 16 Jahre alt und wie all den Generationen vor ihr, steht ihr das Gnadenjahr bevor. Die Mädchen ihres Jahrgangs werden auf eine Insel in den Wäldern geschickt, ja förmlich ausgesetzt. Vorher erfolgt jedoch erst noch der Schleiertag, an dem den Mädchen bereits offenbart wird, was sie erwartet, falls sie zurückkehren. Es ist ein perfides, grausames Spiel, erdacht von den Männern.

Um nicht zu spoilern, will ich gar nicht so sehr ins Detail gehen, aber ich kann euch verraten, dass es im Wald reichlich Gefahren gibt. Neben den Wilderern, die es auf das Leben der Mädchen abgesehen haben, sind sie selbst wohl die größte Gefahr füreinander. Denn hier im Wald können sie sich ihrer "Magie" hingeben und all ihre Grausamkeiten ausleben, die sich schnell gegen Tierney richten, die schon immer einen kritischen Blick auf den Umgang mit den Frauen von Garner County hatte.

Die erste Hälfte des Buches empfand ich als unglaublich brutal, aber vermutlich wollte die Autorin genau das bezwecken. Denn man hofft und wünscht sich nichts sehnlicher als eine Rebellion.

Und die bekommt man. Anders und ein wenig später als erwartet, aber mit vielen Überraschungen und absolut zufriedenstellend.

Das Buch ist total spannend geschrieben und ich bin echt durch die Seiten gerauscht. Ganz großartiges Buch mit einer ganz tollen Botschaft, die wir gerade aktuell alle brauchen können. Denn es geht um Zusammenhalt, um Solidarität mit- und untereinander, darum gegen das Unrecht und perfide Systeme aufzustehen und laut und mutig zu sein.

Natürlich gibt es auch ein bisschen Liebe. Ich fand das schön, war aber zwischendurch ein wenig zwiegespalten, weil ich das Gefühl hatte, dass dieser Handlungsstrang so nebensächlich abgehandelt wird. Im weiteren Verlauf bekommt er allerdings mehr Tragweite und ist besonders für das Ende wichtig.

Alles in allem ist THE GRACE YEAR ein echt spannender Pageturner, ich konnte das Buch wirklich kaum aus der Hand legen, was mir mittlerweile eher selten passiert. Was ich noch nicht ganz durchschaut habe, ist, ob es ein Einzelband bleiben wird oder vielleicht doch noch ein zweiter Band folgt. Denn das Ende ist zwar stimmig und auch irgendwie abgeschlossen, doch es gäbe da sicher noch jede Menge Potenzial für eine Fortsetzung.


Einen Kritikpunkt habe ich zum Schluß noch, auch wenn er nicht in meine Wertung einfließen wird, weil er sich nicht auf die Geschichte ansich, sondern auf die Altersempfehlung des Verlags bezieht. Der Verlag empfiehlt das Buch nämlich ab einem Alter von 14 Jahren. Erwähnt es in den Teasern zum Buch aber unter anderem mit "The Handsmade's Tail", was in meinen Augen "erwachsene Literatur" ist. Ich finde die erste Hälfte des Buches wirklich sehr brutal. Den Frauen widerfährt sowohl physische als auch psychische Gewalt. Es gibt reichlich abgetrennte Gliedmaßen und jede Menge Grausamkeiten. Ich weiß nicht, ob das Buch deshalb wirklich etwas für 14-jährige ist und würde maximal bei 16 Jahren ansetzen. Sicher ist das mein persönliches Empfinden und jeder Mensch ist in der Beziehung anders, aber wer das Buch jungen Lesern kaufen möchte, dem rate ich, erst einmal reinzulesen und sich ein Bild zu machen.

Ansonsten: GROßARTIG !

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Mein ultimativer Geheimtipp aus 2019 ! Ein großartiges Debüt !

Bloodleaf
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Bloodleaf ist wohl mein ultimativer Geheimtipp 2019.

Eine Leseempfehlung für all jene, die sich nach toller (Jugend-)Fantasy sehnen, in der es nicht nur ganz viel coole Magie gibt, sondern die auch durch ...

Bloodleaf ist wohl mein ultimativer Geheimtipp 2019.

Eine Leseempfehlung für all jene, die sich nach toller (Jugend-)Fantasy sehnen, in der es nicht nur ganz viel coole Magie gibt, sondern die auch durch Spannung, eine richtig taffe Protagonistin, Action, Intrigen und einen zarten Hauch Romantik, glänzt.


Bei diesem Debüt kommt man wirklich voll auf seine Kosten, obwohl es so unscheinbar daherkommt. Ich mag das Cover wirklich sehr und auch der Klappentext sprach ich mich direkt an. Geschuldet ist das in meinem Fall aber wohl dem Umstand, dass dort von Hexerei die Rede ist. Damit kriegt man mich ja eh sofort immer. Was ich nicht erwartet hatte und das gestehe ich ganz offen, ist, dass mich das Buch so derart umhauen würde.


Der Klappentext ist schon eine recht ausführliche Zusammenfassung, worum es in dem Buch geht, ich mag es hier trotzdem noch einmal ganz kurz mit eigenen Worten wiedergeben.


Aurelia muss als erste Prinzessin in 200 Jahren, nicht nur die Zukunft von Renalt sichern, in dem sie den Prinzen des verfeindeten Achleva heiratet, sondern auch ihre Eigene. Denn Aurelia hat magische Fähigkeiten und Magie ist in Renalt strengstens verboten, wird sogar mit dem Tod geahndet.

Als man einen Mordanschlag auf die Prinzessin verübt und diese öffentlich Magie anwendet, muss sie unerkannt nach Achleva fliehen....

Und an dieser Stelle geht die Geschichte so richtig los, denn auf ihrem Weg nach Achleva wird Aurelia, die sich aus Gründen ihrer eigenen Sicherheit fortan Emilie nennt, nicht nur Opfer von Verrat, Missgunst und Machtgier, sondern sie trifft auch auf neue Freunde und Weggefährten, die ihr helfen, ihre Magie zu begreifen und anzuwenden.

Wahnsinnig gut gefallen hat mir das Zusammenspiel der Charaktere, die ich teilweise wirklich sehr liebgewonnen habe. Besonders natürlich Aurelia, die nicht nur eine geniale Entwicklung durchlebt, sondern die für mich eine echte Heldin war, die mit allem was sie hat für Freiheit und Recht kämpft und versucht zwei Königreiche zu retten. An ihrer Seite stehen starke Charaktere und sie findet in Achleva Freunde und Verbündete, aber sie ist eine Protagonistin, die endlich mal keinen Helden in schimmernder Rüstung braucht, der ihren Kram erledigt !

Trotzdem gibt es natürlich ein männliches Gegenstück und eine zarte Romanze, die für mich aber zu keinem Zeitpunkt im Vordergrund stand und sich völlig unaufdringlich entwickelt. Das hat mir total gut gefallen

Die Autorin konnte mich immer wieder mit Plottwists begeistern, bei denen ich kurz innehalten und die ich manchmal erst verarbeiten musste, weil ich sie einfach nicht vorhergesehen habe, außerdem finde ich nicht nur ihr Worldbuilding genial, sondern auch die ganzen magischen Elemente und die Tatsache, dass Aurelia Geister sehen kann, die noch im Hier und Jetzt wandeln, weil sie noch etwas zu erledigen oder eine Botschaft zu überbringen haben.

Für mich ist dieses Buch ein unglaubliches Meisterwerk, dass ich bedauerlicherweise kaum in den Social Medias gesehen habe, was mir das Herz bricht, denn ich habe tatsächlich ein wenig Angst, dass es so sehr untergeht, dass man die Trilogie vielleicht nicht weiterübersetzt und das wäre unfassbar traurig. Weil dieses Buch einfach so großartig und zauberhaft und fesselnd ist !

Ich habe mich wirklich selten so sehr in eine Geschichte verliebt und kann nur wiederholen: Ihr müsst Bloodleaf unbedingt lesen, denn es ist GENIAL!

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Ein Meisterwerk ! Ich liebe es !

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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So lange habe ich auf die Übersetzung von STRANGE THE DREAMER gewartet und dann waren beide Bände viel zu schnell verschlungen und ich sehne mich bereits so sehr zurück nach Weep. Gut, dass es im kommenden ...

So lange habe ich auf die Übersetzung von STRANGE THE DREAMER gewartet und dann waren beide Bände viel zu schnell verschlungen und ich sehne mich bereits so sehr zurück nach Weep. Gut, dass es im kommenden Jahr mit MUSE OF NIGHTMARES zurück in diese unglaubliche Welt geht.

Laini Taylor ist ein Ausbund an Kreativität, damit wiederhole ich mich zwar, aber es ist nun mal eine Tatsache. Sie erschafft so unglaublich prächtige, farbenfrohe und bildgewaltige Welten, dass man gern in ihren Büchern wohnen und nie wieder zurückkehren möchte.

"Ein Traum von Liebe" knüpft nahtlos an Strange the Dreamer an, denn im Original ist die Geschichte von Lazlo dem Träumer ein Standalone. Warum man das Buch im Deutschen auf zwei Bände aufgeteilt hat, erschließt sich mir, trotz der Erklärungen von Verlagsseite nicht. Ist aber auch egal, denn mir war nur wichtig, dass ich die Geschichte endlich auch lesen kann.

Laini Taylor hat einen sehr außergewöhnlichen, poetischen Schreibstil, der eine ganz eigene Magie wirkt. Sie beschreibt nicht nur Weep sehr bildhaft, sondern legt auch sehr viel Wert auf die Ausarbeitung ihrer Protagonisten, die alle ihre Ecken und Kanten haben und im Verlauf der Handlung die ein oder andere Wandlung erleben. Ich liebe besonders Lazlo, der vom introvertierten und unsichtbar wirkendem Bibliothekar zum echten Abenteurer wird.

Für mich ist STRANGE THE DREAMER ein absolutes Meisterwerk, voller Emotion und Magie, voller Abenteuer und Spannung. Ein Buch, das dich komplett einsaugt und bei dem es dir hinterher sehr schwer fällt, dich auf etwas Neues einzulassen.

Einer der besten Fantasyromane der letzten Jahre !

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Veröffentlicht am 01.12.2019

CoHos perfektestes Buch !

Was perfekt war
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Colleen Hoover ist ein Garant für emotionale und berührende Romane. Mit WAS PERFEKT WAR hat sie sich allerdings einmal mehr übertrumpft. Dieses Buch ist einfach so unglaublich ECHT und authentisch, dass ...

Colleen Hoover ist ein Garant für emotionale und berührende Romane. Mit WAS PERFEKT WAR hat sie sich allerdings einmal mehr übertrumpft. Dieses Buch ist einfach so unglaublich ECHT und authentisch, dass wirklich jeder Mensch sich darin wiederfinden wird !

Graham und Quinn lernen sich auf eine wirklich sehr unglückliche Art kennen, verlieben sich ein paar Monate später ineinander und heiraten ziemlich schnell. Sie sind ein glückliches Paar, leben ein unbeschwertes und gutes Leben. Um ihr Glück perfekt zu machen, fehlt eigentlich nur noch ein Kind. Doch genau dieser Wunsch soll ihnen verwehrt bleiben und das macht besonders Quinn sehr zu schaffen. Mit jedem Monat in dem es wieder nicht geklappt hat, distanziert sie sich mehr und mehr von Graham, was die Ehe gefährlich ins Wanken bringt.

In dieser Geschichte steckt so viel Wahres, dass man in vielerlei Art auf sich selbst und seine eigene Partnerschaft beziehen kann, dass es manchmal schon ein wenig weh tut. Es zeigt auf so ehrliche Art und Weise, wie wir uns manchmal in uns selbst verlieren, denken, dass wir Probleme nur mit uns selbst ausmachen können und den Partner dabei vor den Kopf stoßen. Beziehungen sind harte Arbeit, manchmal ein regelrechter Kampf, aber sie sind es immer wert, dass man um sie kämpft, besonders, wenn man sich liebt.

Dieses Buch hat mich unglaublich beeindruckt und aufgewühlt. Ich teile zwar nicht Quinns besonderes Schicksal, aber auch ich habe, wie jeder andere Mensch, meine Päckchen zu tragen, die oft schwer wiegen und über die man auch in einer Beziehung nicht immer spricht. Genau das sollte man aber ändern, denn nur, wenn man Probleme, Ängste und Sorgen anspricht, kann man ihnen entgegenwirken: Gemeinsam.

WAS PERFEKT WAR ist CoHos perfektestes Buch, weil es das Erwachsenste Buch ist, weil es das echteste Buch ist. Weil sie nichts schönfärbt oder unnötig ausschmückt, sondern einfach nur vom Leben erzählt, dass manchmal nicht fair ist und uns Steine in den Weg legt, die wir aus eigener Kraft wieder wegräumen müssen. Zusammen statt allein.


Veröffentlicht am 19.11.2019

Was für ein Buch, Leute ! WAS.FÜR.EIN.BUCH !!! Fantasy-Jahreshighlight

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Was für ein Buch, Leute ! WAS.FÜR.EIN.BUCH !!!


Ehrlich: Ich hatte überhaupt keine Erwartungen an Cassardim, hatte im Vorfeld sogar gezögert, ob ichs wirklich lesen soll. Dann ein bisschen mit mir gehadert, ...

Was für ein Buch, Leute ! WAS.FÜR.EIN.BUCH !!!


Ehrlich: Ich hatte überhaupt keine Erwartungen an Cassardim, hatte im Vorfeld sogar gezögert, ob ichs wirklich lesen soll. Dann ein bisschen mit mir gehadert, hin und her überlegt und letzten Endes, ZUM GLÜCK, dann doch dazu gegriffen, trotz des, sorry, wirklich scheußlichen Covers und der Tatsache, dass mich Jugend-Fantasyromane, bis auf wenige Ausnahmen, derzeit nicht so glücklich machen.


Und was soll ich sagen: Beste Entscheidung EVER !


Julia Dippel glänzt durch schier endlosen Ideenreichtum, der sich vor allem in ihrem grandiosen Wordlbuilding, aber natürlich auch in der Storyline wiederfindet. Das was ich jetzt schreibe, klingt vielleicht ein bisschen seltsam, aber tatsächlich finde ich so etwas bei deutschen Autor*innen sehr selten. Keine Ahnung woran das liegt, aber wenn ich an wirklich gute Fantasygeschichten denke, die mich überwältigen konnten, dann hab ich immer erst internationale Autorinnen wie Laini Taylor, Sarah J. Maas oder Leigh Bardugo im Kopf.


Jetzt reiht sich in diese, meine persönliche, Liste brillanter Fantasyautorinnen auch Julia Dippel ein, von der ich vorher tatsächlich noch kein Buch gelesen habe, auch wenn IZARA bereits auf dem SuB liegt. Schande auf mein Haupt, ich werde das umgehend nachholen, denn die Autorin hat mich wirklich komplett geflasht !


Und dabei hatte ich mit Amaia einen holprigen Start, weil sie mir in den ersten Kapiteln so naiv erschien. Maia steckt im Körper einer 16-jährigen ist aber eigentlich schon sehr alt, worauf ich gleich noch komme. Sie lebt mit ihren 5 Geschwistern und sehr distanzierten Eltern zusammen und findet es selbst merkwürdig, dass sie zu Letzteren ein seltsames Verhältnis hat, dass sie alle schon so alt sind und dass sie ständig ihre Wohnorte wechseln müssen. Das ist von mir jetzt tatsächlich sehr platt ausgedrückt, aber es umreißt das Wesentliche der ersten paar Seiten, auf denen ich mich gewundert habe, wie wenig Amaia über sich selbst und ihre Familie weiß. Ich fand das komisch und dachte immer: Müsste jemand, der bereits über 100 Jahre alt ist, auch wenn er nicht so aussieht, nicht viel mehr wissen ? Oder sich fragen, WARUM das alles so ist ?! Das hat mich verstört und auch nicht gerade begeistert.


Dann geschieht allerdings etwas Verrücktes, das noch mehr Verrückteres nach sich zieht und plötzlich verstand ich, warum Maia so wenig weiß. Da befand ich mich auch schon mit ihr gemeinsam auf dem Weg nach Cassardim und war so krass gefesselt, dass ich die Worte förmlich inhaliert habe.


Und in Cassardim, dem Reich der Toten, da eröffnet sich mir eine unglaubliche Welt, die ich mit meinen bescheidenen Worten gar nicht beschreiben kann. Es gibt dort verschiedene Fürstentümer und einen rücksichtslosen Kaiser, der ein gefährliches Spiel spielt, dass das komplette Aus für Totenreich und Menschenwelt bedeuten könnte.


Ich würde gerne mehr ins Detail gehen, weil die Geschichte so viele Facetten hat, aber ich weiß genau deshalb, nicht wo ich ansetzen soll und versuche es deshalb allgemein zu halten. Wer zu diesem Roman greift, der wird nicht nur mit einer Spannenden und Fantastischen Idee belohnt, sondern auch mit allerlei Machtspielchen und Intrigen, denen sich Maia plötzlich gegenüber sieht und gegen die sie ankämpfen muss. Dabei wird sie immer wieder von Menschen verraten, zu denen sie im Verlauf der Geschichte eine Beziehung aufbaut. Selbst Noár, der ihr auf ihrer Reise nach Cassardim ein guter Begleiter ist, hat seine Geheimnisse, deren Tragweite sich Maia erst in Cassardim vollends eröffnen.


Es ist eine packende Geschichte, bei der man von der ersten Seite an voll dabei ist. Es gibt amüsante Dialoge, prickelnde Romantik, waghalsige Kämpfe und jede Menge Aha-Erlebnisse !


Die Figuren sind fast alle großartig ausgearbeitet, fast deshalb, weil mir Maias Geschwister tatsächlich alle sehr blass erschienen. Sie stehen nicht wirklich im Fokus, sind bis auf den Jüngsten Moe, alles eher Randfiguren, deren Charakterzüge zwar beschrieben werden, die mich aber tatsächlich nicht für sich gewinnen konnten. Das ist allerdings auch schon mein einziger Kritikpunkt. Andere Charaktere wie etwa Rhome oder Pash machen das aber auf jeden Fall wieder wett.


Julia Dippel hat mir mit diesem Auftakt ein echtes Leseerlebnis geschenkt und sich damit in meine Jahres-Top-Ten katapultiert.