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Veröffentlicht am 06.03.2020

Ein Buch, welches sich nicht nur für Pferdeliebhaber eignet

Das Rätsel des Pferdeamuletts
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Seitdem Godjes Eltern vor einigen Jahren gestorben sind, lebt diese bei ihrer Großmutter Nana. Eines Tages, an ihrem 14. Geburtstag, liegt ein mysteriöses Paket vor ihrer Haustür. Es enthält ein Pferdeamulett, ...

Seitdem Godjes Eltern vor einigen Jahren gestorben sind, lebt diese bei ihrer Großmutter Nana. Eines Tages, an ihrem 14. Geburtstag, liegt ein mysteriöses Paket vor ihrer Haustür. Es enthält ein Pferdeamulett, welches ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn plötzlich fühlt sich Godje zu Pferden hingezogen - und das obwohl sie normalerweise einen großen Bogen um diese Tiere macht - und hat rätselhafte Visionen, sobald sie das Amulett trägt. Was hat es mit dem Amulett auf sich?

Das Cover hat uns total gut gefallen. Die schwarze Farbe lässt es sehr edel wirken und das Amulett sieht durch die metallische Färbung sehr schön dreidimensional aus. Das geheimnisvoll anmutende Cover macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Der Schreibstil hat uns ebenso gut gefallen. Er war angenehm locker, sehr flüssig und hat hervorragend zur Zielgruppe gefasst. Wir sind nur so durch die Seiten geflogen und konnten gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das war übrigens besonders bei Godjes Visionen der Fall. Diese waren unglaublich lebhaft geschildert und wir haben uns stellenweise gefühlt, als wären wir live dabei gewesen.

Die Idee hinter "Das Rätsel des Pferdeamuletts" hat uns in den Grundzügen ein wenig ein "Ostwind" erinnert. Allerdings ist die Geschichte um Godje lange nicht ausschließlich für Pferdeliebhaber geeignet. Denn der Leser findet neben tierischen Elementen eine zärtliche Liebesgeschichte wie auch eine magische Fantasygeschichte vor. Ergänzt wird dies durch außerordentlich spannende Wendungen, die das Buch definitiv lesenswert machen.
Und einen weiteren Daumen hoch erhält Müller von uns für die hilfreichen Erläuterungen rund ums Thema Pferd. So behalten auch Leser, die normalerweise nichts mit Pferden am Hut haben, den Durchblick und lernen nebenbei auch noch eine Menge Neues.

Die Charaktere in der Geschichte konnten ebenfalls einen ausschließlich Positiven Eindruck hinterlassen.
Besonders Godje konnte uns mit ihrer sympathischen und überaus authentischen Art überzeugen. Wir haben ihre tolle Entwicklung gerne mitverfolgt.

Ein nettes Extra waren für uns die verschiedenen Schriftarten und Briefe im Buch, welche das Interesse zusätzlich weckten, wie auch die hübschen Ornamente zwischendurch passend zum Cover.

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns "Das Rätsel des Pferdeamuletts" vollkommen überzeugen konnte. Der erste Teil der geplanten Trilogie endet mit einigen Fragen, die großes Potenzial für eine Fortsetzung bieten. Dieser fiebern wir schon freudig entgegen und vergeben bis dahin für den ersten Band
5/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2020

Was für ein tolles Cover!

Tara und Tahnee
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Sierra Nevada, 1856: Die elfjährige Tahnee lebt gemeinsam mit ihrem Vater in der Wildnis und führt ein eher beschauliches Leben. Bis eines Tages ein Mann vor ihrer Haustür auftaucht, der behauptet, dass ...

Sierra Nevada, 1856: Die elfjährige Tahnee lebt gemeinsam mit ihrem Vater in der Wildnis und führt ein eher beschauliches Leben. Bis eines Tages ein Mann vor ihrer Haustür auftaucht, der behauptet, dass ihr Vater von Kopfgeldjägern gesucht werde. Es gelingt Tahnee, dem Mann zu entkommen und setzt fort an alles daran, nach San Francisco zu kommen - so, wie ihr Vater es ihr aufgetragen hat.
Dort lebt die gleichaltrige Tara in einem herrschaftlichem Anwesen. Und sie ahnt noch nicht, dass sie und Tahnee ein trauriges Schicksal verbindet.

Das Cover des Buches hat mir vom ersten Moment an zugesagt. Die gewählten Farben sind überaus stimmig und schaffen eine wunderbare Atmosphäre. Und auch der besondere violette Buchschnitt sieht bezaubernd aus und ist ein echter Hingucker im Buchregal.

Der Schreibstil Hertwecks hat mir mindestens ebenso gut gefallen. Er ist überaus flüssig, sehr klar strukturiert und verständlich.
Viel zum Verständnis beigetragen haben auch die genauen Datumsangaben zu Beginn jedes Kapitels.
Das finde ich gerade bei historischen Romanen für diese Altersgruppe enorm wichtig, da es durch die Eigenarten der jeweiligen Zeitepoche schnell verwirrend wirken kann. Aber nicht so bei "Tara und Tahnee".

Die Idee, welche hinter dem Buch steckte, konnte mich ebenfalls vollauf begeistern. Es hat bereits bei der gewählten Zeitepoche angefangen. Denn ein Jugendbuch, welches diese thematisiert, ist mir noch nicht allzu häufig untergekommen und so gab es viel Neues zu entdecken und zu lernen.
Dabei bleibt es von vorne bis hinten spannend und der Leser rätselt die gesamte Lesezeit über mit, was es denn nun mit Tara und Tahnees gemeinsamen Schicksal auf sich hat.

Die beiden Protagonistinnen finde ich toll gewählt. Mit ihrer mutigen und sympathischen Art haben sie sich sofort in mein Herz geschlichen und es im Sturm erobert. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe stets mit ihnen mitgefiebert.

Hertwecks "Tara und Tahnee" konnte mich vollkommen überzeugen. Das Buch war von vorne bis hinten sehr stimmig, emotional und überaus spannend. Kleine Details wie der lilane Buchschnitt, Tagebucheinträge von Tara oder die Illustration eines Steckbriefes haben es zusätzlich aufgewertet und waren ein nettes Extra. Daher vergebe ich verdiente
5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Ein fantastisches Meisterwerk

Endling - Die Suche beginnt
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Byx ist ein Dalkin: Ein hundeähnliches Wesen, welches auf zwei Beinen laufen, sich mit Menschen verständigen und gezielt Lüge von Wahrheit unterscheiden kann. Nachdem Byx von einem unerlaubten Streifzug ...

Byx ist ein Dalkin: Ein hundeähnliches Wesen, welches auf zwei Beinen laufen, sich mit Menschen verständigen und gezielt Lüge von Wahrheit unterscheiden kann. Nachdem Byx von einem unerlaubten Streifzug zurückkehrt, ist allerdings nichts mehr, wie es einmal war. Sie findet ihr gesamtes Rudel tot vor und ist plötzlich ganz alleine. Aber noch gibt es Hoffnung. Denn laut einigen Mythen soll es weitere Dalkins hoch im Norden des Landes geben.
Gemeinsam mit dem Menschenmädchen Khara und dem kleinen Wobbik Tobble begibt sich Byx auf die Suche nach den anderen Dalkins und muss auf dem Weg dorthin einer Menge Gefahren trotzen...

Das Cover des Buches hat uns total gut gefallen. Das Motiv im Einklang mit der goldenen Schrift strahlt eine tolle Atmosphäre aus und sieht wunderschön aus.

Den Schreibstil der Autorin mochten wir ebenfalls sehr gerne. Er war angenehm flüssig und unglaublich bildhaft. Dementsprechend leicht fiel uns auch der Einstieg in das Buch.

Auch die Geschichte an sich konnte uns überzeugen.
Die Idee, welche dahinter steckte, war wirklich originell: spannend, emotional und voller Intrigen.
An einigen Stellen ging es jedoch teils ein wenig brutal zu, sodass mir die Altersempfehlung manchmal ein wenig unpassend schien.

Das haben allerdings die Charaktere wieder gut gemacht. Durch den oben genannten detaillierten Schreibstil fiel es nicht schwer, sich in die einzelnen Figuren hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen.
Byx hat uns dabei besonders mitgerissen. Ihr Schicksal war einfach nur herzzerreißend und wirklich tragisch - unser Mitgefühl für sie war groß.
Und auch Khara mochten wir sehr gerne. Das mutige Menschenmädchen war uns sofort sympathisch und wir fanden es toll, wie sie für ihre Freunde einstand.

Ein nettes Extra war zudem die Karte zu beginn des Buches. So haben wir stets die Orientierung beibehalten und haben nie die Übersicht verloren.

"Endling" hat uns positiv überrascht und unsere Erwartungen um einiges übertroffen. Nie hätten wir so eine vielschichtige und äußerst bildhafte Geschichte erwartet. Deshalb vergeben wir auch verdiente
5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Ein toller Roman, um Jugendliche in das Thema "Holocaust" einzuführen

Um 180 Grad
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Als Lennard und seine Freunde beim Graffitisprühen erwischt werden, muss Lennard als Strafe im Altenheim vorlesen. Er wird als Lesepate für Frau Silberstein eingeteilt und kann zunächst gar nichts mit ...

Als Lennard und seine Freunde beim Graffitisprühen erwischt werden, muss Lennard als Strafe im Altenheim vorlesen. Er wird als Lesepate für Frau Silberstein eingeteilt und kann zunächst gar nichts mit der alten Dame anfangen. Doch dann erfährt er Stück für Stück mehr von ihrer Vergangenheit und merkt, dass auch sie jemanden braucht, der ihr zuhört. Denn Frau Silberstein ist eine Holocaust-Überlebende.
Hinzu kommt die hübsche Lea, welche sich im Altenheim ebenfalls um eine Dame kümmert. Und plötzlich ist der wöchentliche Besuch dort lange nicht mehr so schlimm...

Das Cover des Buches hat mir zunächst nicht ganz zugesagt. Es erschien mir ein wenig nichtssagend und ich konnte nicht viel damit anfangen. Im Nachhinein gefällt es mir etwas mehr, ich kann es nach dem Lesen besser mit dem Buch in Einklang bringen.

Der Schreibstil hingegen konnte mich von Anfang an überzeugen. Er ist locker, recht einfach und optimal zur Zielgruppe - Jugendliche ab 13 Jahren - passend.

Mindestens ebenso toll fand ich die Protagonisten.
Lennard schien mir anfangs wie ein typischer Teenager. Im Laufe des Buches machte er allerdings eine enorme Entwicklung durch, wurde immer reifer und lernte, für andere einzustehen. Alles in einem erschien er mir sehr authentisch.
Frau Silberstein war mir von Anfang an sympathisch. Trotz ihres beachtlichen Alters und ihren schlimmen Erfahrungen war sie unglaublich locker und offen und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

Die Geschichte an sich hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Heutzutage gibt es leider nicht mehr viele Zeitzeugen und sie geraten allmählich in Vergessenheit. "Um 180 Grad" beschäftigt sich ausgiebig mit diesem Thema und klärt auf, wie mit den Verbliebenen umgegangen werden sollte. Sensibel und emotional werden Lennards Erfahrungen damit dargestellt. Für meinen Geschmack hätten gerne noch mehr historische Erzählungen seitens Frau Silberstein in das Buch einfließen können. Sie wurden doch eher sparsam dosiert, was aber keinesfalls schlecht sein muss. Für Jugendliche, welche sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, ist dies meiner Meinung nach optimal. Gerade auch deswegen, weil das Stück Geschichte mit vielen aktuellen und modernen Thematiken verbunden wird.

Zusammenfassend kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich mit dem Holocaust noch nicht besonders gut auskennt und gerne in dieses Thema eingeführt werden möchte. Ich finde die Altersempfehlung so durchaus dazu passend. Vorstellen kann ich mir aber auch gut, dass das Buch als Lektüre für den Deutschunterricht genutzt wird. Ich denke, dass es viel Potenzial für kreative Arbeiten bietet.
5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Ein Buch, welches aus einem Couch-Potatoe einen echten Entdecker macht

The Big Book of Adventure (dt.)
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"Das Universum gehört den Abenteurern."

Gemeinsam mit seinen Freunden stößt der Autor Teddy Keen eines Tages auf eine verlassene Hütte am Amazonas. In dieser finden sie eine verrottete Kiste gefüllt mit ...

"Das Universum gehört den Abenteurern."

Gemeinsam mit seinen Freunden stößt der Autor Teddy Keen eines Tages auf eine verlassene Hütte am Amazonas. In dieser finden sie eine verrottete Kiste gefüllt mit verschiedensten Notizen, Skizzen und Geschichten: Andenken eines Abenteurers an seine Reisen. Laut Keen entstand daraus ebendieses Buch - "The Big Book of Adventure".

Auf 192 Seiten stößt der Leser auf viele verschiedenste Tipps, welche sich rund um das Überleben in der Natur drehen. Diese sind meist dargestellt in Notizen, aber auch einige kurze Geschichten lassen sich in dem Buch finden. Vom "Campen in der Wildnis", bis hin zum "Kleinen Floß-ABC" ist alles dabei.
Mein persönliches Highlight waren jedoch die zahlreichen Illustrationen, welche auf jeder einzelnen Seite zu finden sind. Mal sind es mehrere kleinere Skizzen auf einer Seite, mal große Zeichnungen, welche sich über eine ganze Doppelseite erstrecken. Sie sind ein wahrer Augenschmaus und unterstützen den Text hervorragend.
Gehalten sind sie ganz im Stil des Covers, welches mich ebenfalls voll und ganz in seinen Bann ziehen konnte. Die vielen kleinen Zeichnungen, welche mit Goldfolie veredelt wurden, machen auf jeden Fall Lust auf mehr.

"The Big Book of Adventure" konnte mich vollkommen begeistern. Ganz egal, wie oft man durch das Buch blättert, jedes Mal entdeckt der Leser etwas Neues. Zudem macht es auf jeden Fall Lust, die Couch einmal zu verlassen, nach Draußen zu gehen und die Natur zu entdecken - und das sowohl bei kleinen, als auch bei großen Entdeckern.
5/5 Sterne

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