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Veröffentlicht am 11.03.2020

anspruchsvoller Polit-Thriller

Im Namen der Lüge
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Von Horst Eckert habe ich bereits die Vincent-Veih-Reihe gelesen, mit dem Auftakt zu der Reihe um Melia Khalid hat er wieder einmal mehr bewiesen, wieso er der "Großmeister des Polit-Thrillers" bezeichnet ...

Von Horst Eckert habe ich bereits die Vincent-Veih-Reihe gelesen, mit dem Auftakt zu der Reihe um Melia Khalid hat er wieder einmal mehr bewiesen, wieso er der "Großmeister des Polit-Thrillers" bezeichnet wird.

Melia Khalid arbeitet für den Inlandsgeheimdienst und leitet das Referat für Linksterrorismus. In einem Papier, das ihr von unbekannter Quelle zugespielt wird, ist die Rede von der Gründung einer neuen RAF. Während Melia noch nach einer zweiten Quelle sucht, die das Papier bestätigt, überschlagen sich die Ereignisse. Melia bekommt Zweifel an der Authentizität des Papiers, wird in ihrer Abteilung aber kaltgestellt.

Vincent Veih wiederum ermittelt in einem Mordfall, der augenscheinlich eine Beziehungstat ist. Vincent rechnet den Mord dem rechten Milieu zu, doch von höherer Stelle soll der Mord allzu schnell ad acta gelegt werden. Er wäre nicht Vincent, wenn er die Sache nicht weiterverfolgen würde.

Der Thriller ist in gewohnt fesselndem Schreibstil verfasst, die Geschichte legt ein hohes Tempo vor. Schnell stellt man sich die Frage, was sind Fakten, was ist Fiktion? Wo steckt das Körnchen Wahrheit? Die Geschichte ist brandaktuell, ich habe die Handlung atemlos verfolgt.

Mit Melia hat der Autor eine außergewöhnliche, sympathische udn toughe Protagonistin geschaffen, mit der ich mitfiebern konnte. Schon in diesem ersten Teil kann man eine Entwicklung bemerken, man darf auf die Fortsetzung gespannt sein. Vincent hat erwartungsgemäß eher eine kleine Rolle, Melia steht im Mittelpunkt. Ich bin gespannt, wie die Gewichtung im nächsten Teil ist und freue mich jetzt schon darauf.

Fazit: Genialer Polit-Thriller, sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Veröffentlicht am 09.03.2020

fesselnd, spannend mit einer außergewöhnlichen Protagonistin

Die Präparatorin
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Klappentext: "Als Tierpräparatorin Felicitas Booth eine Kiste mit Erinnerungsstücken ihres Vaters entdeckt, gerät ihre Welt ins Wanken. War er doch nicht nur das unschuldige Mordopfer, für das sie ihn ...

Klappentext: "Als Tierpräparatorin Felicitas Booth eine Kiste mit Erinnerungsstücken ihres Vaters entdeckt, gerät ihre Welt ins Wanken. War er doch nicht nur das unschuldige Mordopfer, für das sie ihn jahrzehntelang hielt? Was geschah auf jener Afrikaexpedition, die nur die Hälfte der Teilnehmer überlebte? Felicitas beschließt, sich der Wahrheit zu stellen – ohne zu ahnen, welche Folgen das für ihr Leben hat."

Auf die "Die Präparatorin" war ich wirklich neugierig, ich mag ungewöhnliche Protagonisten und Felicitas Booth gehört aufgrund ihres Berufs als Tierpräparatorin definitiv in diese Gruppe. So wirkt Felicitas anfangs auch unnahbar, zurückgezogen, sie hat wenig Kontakt zu Menschen. Als ihre Mutter stirbt stürzt die Routine, die sie sich im Lauf der Jahre aufgebaut hat, in sich zusammen. In einer Kiste, die ihre Mutter hinterlassen hat, befinden sich unzählige Zeitungsausschnitte, auf die sich Felicitas erst mal keinen Reim machen kann. Doch dann wird ihr klar, dass sie sich alle auf Teilnehmer einer Afrikaexpedition beziehen, bei der ihr verstorbener Vater vor vielen Jahren auch dabei war. Ein Einbruch in ihrer Werkstatt, eine Leiche und viele Fragen. Felicitas muss ihre Komfortzone verlassen, wenn sie das Rätsel lösen will.

Ja, dar Krimi war für mich eine Entdeckung, nicht zuletzt wegen der Story, sondern auch wegen des herausragenden Schreibstils. Obwohl das Buch nur 235 Seiten hat, hatte ich den Eindruck eine viel längere Geschichte zu lesen, so dicht war die Atmosphäre. Der Autor deutet einiges nur an, ohne lange Beschreibungen, und doch weiß man genau, was gemeint ist, was sich ereignet hat. Wirklich genial gemacht.

Felicitas lernt man erst im Verlauf richtig kennen, je mehr man zu ihr und ihrer Vergangenheit erfährt. Sie wirkt anfangs etwas verschroben, verpeilt, im Verlauf wurde sie aber lockerer und sehr sympathisch. Ein scharfer Verstand und die richtige Reaktion bewahren sie vor einigen gefährlichen Situationen.

Die Story an sich fand ich total fesselnd, der Spannungsbogen steigt zum Ende hin enorm an, aber auch vorher gibt es immer wieder sehr spannende Szenen. Ganz nebenbei erfährt man viele Details über die Taxidermie, die sie wie ein roter Faden duch die Handlung zieht.

Fazit: Meine Krimientdeckung 2020, Felicitas hätte das Zeug zu einer Serienprotagonistin. Ich bin gespannt ob es noch eine Fortsestzung gegeben wird und kann den Krimi nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.02.2020

Griet Gerritsens erster Fall

Mord auf Vlieland
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"Mord auf Vlieland" ist der erste Fall für Commissaris Griet Gerritsen. Nach einem Einsatz, der ihr Leben für immer verändert hat, lässt sie ihr altes Leben hinter sich und tritt einen neuen Job an. Ihr ...

"Mord auf Vlieland" ist der erste Fall für Commissaris Griet Gerritsen. Nach einem Einsatz, der ihr Leben für immer verändert hat, lässt sie ihr altes Leben hinter sich und tritt einen neuen Job an. Ihr Ruf eilt ihr voraus, ihr neuer Chef ist wenig begeistert und macht ihr unmissverständlich klar, dass sie bei ihrem ersten Fehler fliegt.

Auf Vlieland wird die Leiche von Vincent Bakker gefunden, sie hat sich in einem alten Wrack verfangen, das die See nach einem Sturm freigegeben hat. Da es sich um ein Gewaltverbrechen handelt, erhält Griet den Auftrag zu ermitteln. Ihr zur Seite stehen ein Newbie und ein Kollege, für den das Essen eine große Rolle spielt. Drei Ermittler wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, doch um den Fall zu lösen müssen sie zu einem Team werden.


Ich bin vom Auftaktband zu der neuen Reihe, die in den Niederlanden spielt, schwer begeistert. Mit Griet hat Autor Jan Jacobs eine sehr sympathische Figur geschaffen. Eine mit Vergangenheit, die sich nicht unterkriegen lässt, ihren Mann steht und eine clevere Ermittlerin ist. Eine tolle Protagonistin, mit der ich mitfiebern konnte. Ihr Kollege Pieter, der gutes Essen schätzt, hat mehr drauf, als man ahnt. Noemi ist noch ein Frischling und will sich profilieren. Ein Team, das durch die Ermittlungen zusammen wächst.

Es gibt mehrere Verdächtige, einer nach dem anderen scheidet aus, doch das Ende hat mich dann doch überrascht. Die Geschichte ist dicht, auch das Ende konnte mich überzeugen.

Der Schreibstil ist schön locker und lebhaft, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Lokalkolorit kommt durch die landestypischen Ausdrücke auf und das Inselfeeling auf Vlieland ist perfekt eingefangen. Ich hatte weite Teile bildhaft vor Augen und einen guten Eindruck vom Inselleben.

Fazit: Ich bin schwer begeistert, bei diesem Krimi hat für mich alles gestimmt. Lokalkolorit, Figuren, Story, Spannung. Auf den nächsten Fall für Griet freue ich mich schon. 5 verdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 12.02.2020

mörderische Freunde

Vernichtende Begierden
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Klappentext: "Skrupellose Freunde: Manipulativ scheffeln Immobilienmakler Daniel Morgenroth und Kreditabteilungsleiter Bastian Talmann Geld in die eigene Tasche. Wer nicht zahlen kann, ist ruiniert oder ...

Klappentext: "Skrupellose Freunde: Manipulativ scheffeln Immobilienmakler Daniel Morgenroth und Kreditabteilungsleiter Bastian Talmann Geld in die eigene Tasche. Wer nicht zahlen kann, ist ruiniert oder wird zu Sex erpresst. Dass die Frauen dabei zerbrechen, kümmert sie nicht.

Dann entzweien mörderische Ereignisse die beiden Freunde. Aus Vertrauen wird tödliche Angst und ein falsches Spiel, das nur Verlierer kennt. Die örtliche Polizei findet zwei Frauenleichen, hat aber keine weiteren Spuren: ein Fall für den exzentrischen Sonderermittler Ruben Hattinger. Doch das Geflecht aus Lügen, Begierden und Rache, das Ruben zu durchdringen versucht, ist mörderisch eng …"


Für mich war es der erste Ruben Hattinger, auch ohne den Vorgänger zu kennen hatte ich keine Probleme, in die Handlung einzusteigen. Man lernt die Freunde Daniel und Bastian kennen, die mit ihrem "Geschäftsmodell" Frauen zu Sex nötigen und dabei über Leichen gehen. Kaltschnäuzig, ohne Rücksicht auf Verluste, zwei Unsympathen wie sie im Buche stehen. Ganz der Gegensatz zu Ruben Hattinger, der mir als Protagonist sehr gut gefallen hat. Er ist direkt, manchmal etwas zu direkt, aber gnadenlos ehrlich. Ein toller Ermittler. Zusammen mit seinem Team kommen die Ermittlungen nur langsam in Gang, es ist schwierig, Parallelen bei den toten Frauen zu finden. Wird Ruben Hattinger den Fall lösen?


Ich fand den Schreibstil klasse, er ist lebendig und schön flüssig zu lesen, die Spannung ist durchweg hoch. Der Autor legt einige falsche Fährten, so dass ich bis zum letzten Drittel keine Ahnung hatte, wie alles zusammen passt.

Der Showdown ist mega spannend, für mich wird es definitiv nicht der letzte Ruben-Hattinger-Fall gewesen sein. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

ein Krimi auf höchstem Niveau

Solothurn tanzt mit dem Teufel
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Klappentext: "Am Schmutzigen Donnerstag, dem Auftakt der Solothurner Fasnacht, wird am Fuß des Krummturms die Leiche einer jungen Frau gefunden. Eine Tätowierung mit der Zahl 666 bringt Hauptmann Dominik ...

Klappentext: "Am Schmutzigen Donnerstag, dem Auftakt der Solothurner Fasnacht, wird am Fuß des Krummturms die Leiche einer jungen Frau gefunden. Eine Tätowierung mit der Zahl 666 bringt Hauptmann Dominik Dornach auf eine frühere Mordserie im Rotlichtmilieu, deren Opfer das gleiche Tattoo aufwiesen. Während Dornach und seine Ermittler ersten Hinweisen nachgehen, wird seine im Irak für die UNO tätige Tochter von Terroristen ins Visier genommen, und Dornachs Welt droht in einem sich immer schneller werdenden Strudel aus Angst zu versinken."

"Solothurn tanzt mit dem Teufel" ist der vierte Teil der Reihe um Hauptmann Dominik Dornach, auch wenn die einzelnen Teile für sich gelesen werden können, empfehle ich die Reihe von Beginn an zu lesen. Chistof Gasser hat mit diesem Teil einen Krimi auf absolut hohem Niveau vorgelegt, eine Story die von Anfang an fesselt, ein hohes Tempo und viel Spannung bietet. Dominik Dornach und sein Team sind perfekt gezeichnete Charaktere mit denen ich mitfiebern konnte, authentische Figuren die sich im Verlauf entwickeln. Doch nicht nur Dornachs Team, auch die anderen Akteure sind sehr gut charakterisiert. Sprachlich bewegt sich der Krimi auf hohem Niveau, gespickt mit landestypischen Vokabeln, die für das richtige Feeling sorgen.

Ich habe die Handlung atemlos verfolgt, der Plot ist so dicht und komplex, immer wieder gibt es Überraschungen die nicht vorhersehbar sind. Die Spannung steigert sich ins unerträgliche, um mit einem explosiven Showdown zu enden.

Fazit: Einfach nur Wow, ein Krimi auf höchstem Niveau, der mehr als 5 Sterne verdient und zu meinen Lesehighlights zählt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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