Profilbild von Pepale

Pepale

Lesejury Star
offline

Pepale ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Pepale über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2020

Die Geschichte aus der Sicht von Sophia

Zeit des Sturms
0

Das Cover zeigt Sophia vor der Villa, ihrem zu Hause. Es rückt Sophia in den Vordergrund. Ich würde das Buch in einem Geschäft sicher zur Hand nehmen. Es würde mich neugierig machen, weil ich eine historische ...

Das Cover zeigt Sophia vor der Villa, ihrem zu Hause. Es rückt Sophia in den Vordergrund. Ich würde das Buch in einem Geschäft sicher zur Hand nehmen. Es würde mich neugierig machen, weil ich eine historische Geschichte dahinter vermuten würde. Und die ist einfach nur fantastisch …
Es handelt sich hier um den zweiten Band einer Trilogie in der es um drei Schwestern geht. Die Jahre zwischen 1933 und 1947 werden jeweils aus der Sicht einer Schwester erzählt. Die Geschichte spielt in Würzburg. Sie wird aus der Sicht von Sophia, der mittleren, der drei Schwestern, erzählt.
Obwohl die Partei in Würzburg nicht gesiegt hat, übernimmt sie dort die Macht.
Sophia ist politisch engagiert und kämpft mit einer Widerstandsgruppe gegen die Partei, obwohl ihr Vater Mitglied in der NSDAP ist. Sie verliebt sich in einen jungen Mann aus der Gruppe. Später verhilft sie ihm zur Flucht, weil er von der NSDAP verfolgt wird. Dadurch gerät sie und ihre Familie selbst in das Visier der Partei ...
Sophia arbeitet in dem Kaufhaus ihrer Schwester und widmet sich der Kunst. Sie malt gerne Bilder.
Die Brutalität und Macht der Partei wird in diesem Buch sehr deutlich beschrieben. Sehr klar wird auch die Überwachung und Unterdrückung der Menschen beschrieben. Auch die Ausgrenzung und Verfolgung der Sinti und Juden wird erörtert.
Der Irrsinn des Krieges, die Zerstörungswut, die Schicksale der Menschen werden spürbar vermittelt.
Die Geschichte ist sehr gut, authentisch und spannend geschrieben. Ich konnte mich emotional gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Charaktere sind gut beschrieben und die Autorin hat hervorragend recherchiert.
Die Idee, eine Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen zu erzählen, gefällt mir sehr gut. Ich fühlte mich gut unterhalten. Von mir gibt es ein klare Leseempfehlung.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2019

Tyskerjente

Das Haus der verlorenen Kinder
0

Die Geschichte in diesem Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt.
Die erste Perspektive ist von Lisbeth, die im Jahr 1941 in Norwegen/Loshavn lebt und die andere Perspektive ist von Marie im Jahr 2005, ...

Die Geschichte in diesem Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt.
Die erste Perspektive ist von Lisbeth, die im Jahr 1941 in Norwegen/Loshavn lebt und die andere Perspektive ist von Marie im Jahr 2005, die in Deutschland/Wiesbaden lebt.
Marie arbeitet in einem Altersheim und freundet sich mit der 84 jährigen Betty an. Die Eltern von Marie hatten einen tödlichen Unfall als Marie noch sehr klein war. Marie kommt in ein Heim und zu verschiedenen Pflegefamilien. Doch nirgends lebt sie sich so richtig ein. Heute, im Jahr 2005, ist Marie erwachsen und kommt in den Besitz eines Tagesbuches, welches in norwegischer Sprache geschrieben ist.
Norwegen wird 1941 von den Deutschen besetzt. Es kommt immer wieder vor, dass sich norwegische Mädchen in deutsche Soldaten verlieben und von Ihnen schwanger werden. Die norwegischen Frauen sind dann als Deutschenmädchen und Huren verschrien. Hilfe fanden die Frauen in sogenannten Lebensborn-Heimen, die die Frauen unterstützten. So ergeht es dann auch Lisbeth und ihrer Freundin Oda. Von der Familie verstossen, wenden sie sich auch an Lebensborn.
Die Geschichte von Betty und Marie sind stark miteinander verbunden.
Das Buch ist sehr schön geschrieben. Die Geschichte hat sich flüssig gelesen. Ich konnte das Buch gar nicht wieder aus der Hand legen. Die Autorin hat die historische Seite in diesem Buch sehr gut recherchiert.
Eine authentische, spannende und einfühlsame Geschichte, die ich unbedingt empfehlen kann.

Veröffentlicht am 25.09.2019

Hafenschwester Martha

Die Hafenschwester (1)
0

Hamburg 1892: Die 14-jährige Martha lebt mit ihrer Familie in einer Wohnung im Hamburger Gängeviertel. Eines der ärmsten Viertel Hamburgs. Als die Cholera ausbricht stirbt Marthas kleine Schwester. Dann ...

Hamburg 1892: Die 14-jährige Martha lebt mit ihrer Familie in einer Wohnung im Hamburger Gängeviertel. Eines der ärmsten Viertel Hamburgs. Als die Cholera ausbricht stirbt Marthas kleine Schwester. Dann erkrankt auch Marthas Mutter daran. Obwohl Martha sich aufopferungsvoll um die Mutter kümmert, überlebt sie auch nicht. Nach dem Tod der Schwester und Mutter fällt der Vater in ein schwarzes Loch und fängt an zu trinken. Der Hausarzt vermittelt Martha eine Stelle als Krankenwärterin im Krankenhaus St. Georg. Der dort arbeitende Arzt Doktor Schlüter bemerkt ihr Interesse an der Medizin. Durch ihn bekommt sie eine Stelle als Schwesternschülerin am Eppendorfer Krankenhaus. Marthas Bruder Heinrich heuert als Schiffsjunge an und Marthas Freundin Milli wird von ihrem Vater zur Prostitution gezwungen …
Es geht in der Geschichte unter anderem um den Hamburger Hafenarbeiterstreik 1896/97. Aber auch soziale und politische Themen werden beschrieben.
Die Charaktere sind gut dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Figuren hineinversetzen. Man kann ihre Handlungen nachvollziehen. Die Ausdrucksweise passt in die frühere Zeit. Ich mag die Sprache, in der die Geschichte geschrieben ist. Die Umgebung ist so schön beschrieben, dass ich sie mir bildlich vorstellen konnte. Detailliert, aber nicht ausschweifend. Es handelt sich um eine kurzweilig geschriebene Geschichte.Die einzelnen Kapitel sind kurz und abwechslungsreich gestaltet. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und angenehm zu lesen. Der Text ist ausdrucksstark und verständlich.

Es gibt ein Nachwort, in dem die Autorin noch einmal gelungene Zusatz-Infos über das Buch beschreibt.

Das Cover passt zur Geschichte.

Mein Fazit:
Die Geschichte ist wunderschön und gefühlvoll. Das Buch hat mich gut unterhalten, ich habe etwas gelernt und es regte mich zum Nachdenken an. Die Nachforschungen der Hamburger Geschichte sind mit viel Mühe und Zeitaufwand recherchiert. Ich hatte viel Freude beim Lesen und warte mit Spannung auf den zweiten Teil.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Krankenpflege 1831

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
0

Berlin im Jahre 1831. Die Cholera ist ausgebrochen. In dem großen Krankenhaus, der Charité tappen die Ärzte im Dunkeln. Sie suchen nach Medizin um die Cholera zu bekämpfen. Die junge Anwärterin Elisabeth ...

Berlin im Jahre 1831. Die Cholera ist ausgebrochen. In dem großen Krankenhaus, der Charité tappen die Ärzte im Dunkeln. Sie suchen nach Medizin um die Cholera zu bekämpfen. Die junge Anwärterin Elisabeth sorgt mit ihrem Interesse an der Medizin für bessere Bedingungen im Krankenhaus. Gräfin Ludovica findet Trost bei Doktor Dieffenbach. Die Hebamme Martha möchte ihrem Sohn eine bessere Zukunft bieten und verdingt sich im Totenhaus der Charité.
Die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten machen die Geschichte interessant.
Es handelt sich um eine authentische, gut recherchierte und spannende Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und kurzweilig. Ich konnte sofort in die Geschichte abtauchen.

Veröffentlicht am 18.09.2019

Evakuierung ...

Die Nightingale Schwestern
0

England bereitet sich auf den Krieg vor, und das berühmte Nightingale Hospital in London steht 1938 kurz vor der Evakuierung.
Auch im fünften Band, kann ich mich wieder gut in die Figuren hineinversetzen ...

England bereitet sich auf den Krieg vor, und das berühmte Nightingale Hospital in London steht 1938 kurz vor der Evakuierung.
Auch im fünften Band, kann ich mich wieder gut in die Figuren hineinversetzen und mitfühlen. Es ist spannend und mit einer Portion Humor. Der Schreibstil ist flüssig und kurzweilig. Die Geschichte macht Lust weiterlesen zu wollen. Ich fühlte mich gut unterhalten.