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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2020

Viel mehr als ein Ratgeber

Die Reenergize-Formel
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DieReenergizeFormel beginnt mit einer Erklärung der Autoren. Sie schreiben, warum sie dieses Buch veröffentlichten und was den aufmerksamen Leser erwartet. So sehe ich persönlich zum Beispiel auch einen ...

DieReenergizeFormel beginnt mit einer Erklärung der Autoren. Sie schreiben, warum sie dieses Buch veröffentlichten und was den aufmerksamen Leser erwartet. So sehe ich persönlich zum Beispiel auch einen Bezug zum momentan herrschenden Chaos, welches durch einen Virus verursacht wird. Denn die Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen häufig auftretenden Zivilisationskrankheiten und unserem Lebenswandel.

Das Wunder der Geburt wird hier noch einmal sehr ausführlich beschrieben. Von der Wanderung vieler Spermien bis zum „Andocken“ an die Eizelle. Und danach die Entwicklung bis zum „fertigen“ Menschen. Wussten Sie, dass die Entstehung des Lebens, also der Zellen über 3,8 Milliarden Jahre her ist? Und dass das Erbgut aller heute lebender Menschen zu 99,9 % übereinstimmt? Also, wer darf sich über einen anderen erheben, nur weil er eine andere Sprache spricht und/oder eine andere Hautfarbe hat? Niemand.

Nach der Theorie folgen auch viele praktische Tipps, wie wir unsere Energie so einteilen, dass sie uns gut durchs Leben bringt. Und, ganz wichtig sind Pausen. Kurzum, das Buch hat mich zum Nach- und Umdenken angeregt. Nein, es ist kein „Schmöker“, sondern ein Ratgeber, der immer mal wieder zur Hand genommen werden sollte.

NetGalleyDE

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Diese Sucht, die Leben heißt

Die Königin von Berlin
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Das Buch beginnt im Jahr 1979 in einem kleinen Ort namens Weyer. Der Liegt in der Nähe von Edenkoben im Landkreis Südlichen Weinstraße. Hier lebt und arbeitet Annette Weyer. Sie pflegt ihre Mutter und ...

Das Buch beginnt im Jahr 1979 in einem kleinen Ort namens Weyer. Der Liegt in der Nähe von Edenkoben im Landkreis Südlichen Weinstraße. Hier lebt und arbeitet Annette Weyer. Sie pflegt ihre Mutter und geht dem Beruf der Bibliothekarin nach. Gleichzeitig ist sie für das kleine Museum der Stadt verantwortlich.

Der andere Erzählstrang beginnt im Jahr 1920. Die junge Karoline Neher fühlte sich in ihrem Zuhause nicht mehr wohl und flüchtete vor ihrer strengen Mutter nach Baden-Baden. Sie wollte endlich ihren Traum leben und als Schauspielerin berühmt werden. Dass das nicht einfach wird, das dachte sie sich. Wie schwer sie allerdings arbeiten musste und welche Hürden zu überwinden waren, dessen war sie sich nicht bewusst. Da sie aber sehr ehrgeizig und von ihrem Können überzeugt war, schaffte sie dann doch, dass sie ihr Ziel erreichte.

Und wieder las ich ein Buch, welches aus der Feder Charlotte Roths stammt. Die Autorin hat mich bereits mit ihren vorherigen Romanen überzeugt. Ihre lebendige Sprache und die akribische Recherche ist bemerkenswert. Auch mit dem Buch „Die Königin von Berlin“ begab ich mich auf eine Reise, die mich von München, über Berlin bis nach Davos führte. Ich lernte die private Seite des Dramatikers Bertolt Brecht kennen und hätte nie gedacht, dass er ein Frauenschwarm war. Von Klabund, alias Alfred Georg Hermann Henschke wusste ich vorher noch nichts.

„Die Königin von Berlin“ ist erfüllt von der Liebe zum Theater, welches Frau Roth erfüllt und ihr durch den Vater vermittelt wurde. Es ist nicht zu überlesen, dass sie die Thematik kennt und sich in der Materie sehr wohl fühlt. Das vermittelt sie auch dem interessierten Leser. Ich gebe für das Buch volle fünf Sterne und eine ausdrückliche Empfehlung für alle, die sich in der Welt des Theaters zuhause fühlen.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Atemlose Spannung bis zum Schluss

Qube
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Immer mal wieder verlasse ich meine Komfortzone und lese ein Buch aus einem Genre, welches mir bis dahin fremd war. So auch mit dem Thriller „Qube“. Nein, ich wurde nicht enttäuscht. Es geht um das Leben ...

Immer mal wieder verlasse ich meine Komfortzone und lese ein Buch aus einem Genre, welches mir bis dahin fremd war. So auch mit dem Thriller „Qube“. Nein, ich wurde nicht enttäuscht. Es geht um das Leben im Jahr 2091 und um Neuerungen, die heute unmöglich erscheinen.

In London wird ein Mann beschossen und dabei handelt es sich nicht um irgendjemanden. Es ist ein Enthüllungsjournalist. Zum Glück traf er Vorkehrungen und kann trotz schwerer Verletzung nahezu ohne Behinderungen weiter leben. Calvary Doyle, so heißt er, deckte Informationen über die Künstliche Intelligenz auf, die einigen Leuten nicht gefallen. Eine Agentin der UNO soll sich des Falls annehmen und weiteren Schaden verhindert. Auch wenn es das zweite Buch einer Serie ist, es kann sehr gut für sich alleine gelesen werden.

Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Thriller und Science Fiction. Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Thriller und Sciencefiction. Das war für ich anfangs schwer nachzuvollziehen. Es sind etliche Stränge, die immer wieder das Genre und damit auch den Schauplatz der Story wechselten. Aber nach einigen Seiten und der Tatsache, dass ich nahezu ohne Unterbrechung lesen konnte, machten das Buch für mich zu einem spannenden Abenteuer. Der Autor schreibt ansprechend, wobei ich mich auch erst an die vielen Spezialbegriffe gewöhnen musste. Am Schluss gibt es auch noch eine Aufklärung der Fachtermini. Der Humor kam ebenfalls nicht zu kurz. Fragen, wie ein Robochirurg arbeitet und ob es im Jahr 2091 wohl keine OP-Schwestern mehr gibt, stellte ich mir dabei. Und ja, wissen Sie, wie man effektiv einen Roboter foltern kann? Kurzum, ein lesenswertes Buch, welches ich sehr gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 06.03.2020

Wie bemisst sich echte Dankbarkeit?

Dankbarkeiten
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Und plötzlich wacht man morgens auf und merkt, dass es nicht mehr funktioniert. So ergeht es Michka in dem Buch Dankbarkeiten. Sie hat Angst und bedient den Notruf. Die Dame am anderen Ende der Leitung ...


Und plötzlich wacht man morgens auf und merkt, dass es nicht mehr funktioniert. So ergeht es Michka in dem Buch Dankbarkeiten. Sie hat Angst und bedient den Notruf. Die Dame am anderen Ende der Leitung ist sehr nett. Sie unterhält sich mit ihr. Michka kann nicht viel sagen. Nur, dass sie etwas verloren hat und Angst empfindet. Auf Nachfrage nach ihrem Verlust kommt raus, dass sie Wörter verlor. Sie hat Wortfindungsstörungen. Sie bittet darum, dass Marie informiert wird. Die kommt auch rasch und auch der Hausarzt erscheint kurze Zeit später. Ein großer Umbruch im Leben Michkas steht an. Sie muss in ein Heim. Sie kommt alleine nicht mehr zurecht. Ein Schritt, der sehr schwer aber unabwendbar ist. „Alt werden heißt verlieren lernen“.

Welch ein Buch. Es ist mein Highlight bisher und wird auch für mich eins der besten Bücher des Lesejahres 2020 bleiben. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: Zwei Ich-Erzählern und einer, die von außen über Michka berichtet. Die beiden anderen sind Marie, eine gute Freundin von Michka und Jerome, dem Logopäden im Seniorenheim. Die Autorin beschreibt die Ängste der alten Frau, ihren letzten Wunsch und das, was allgemein als Dankbarkeit empfunden wird. Ist es das unüberlegt daher gesprochene Wort, welches von Höflichkeit zeugen soll? Oder ist es die Erinnerung an Menschen, welche als Retter in höchster Not und uneigennützig halfen? Ach, es ist schwer, diese Geschichte schmackhaft zu machen. Also, bitte lesen und sich auf eine humorvolle aber gleichzeitig ernsthafte Reise zu begeben. Fünf Sterne plus und eine dringende Empfehlung, dieses Buch zu genießen gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Ein tolles Hörbuch, perfekt gelesen

Die Haferhorde – Teil 14: Löschen im Galopp
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Die Haferhorde, das sind liebe Ponys, die auf dem Blümchenhof leben. Sie haben eine Menge Spaß und freuen sich ganz besonders auf den Geburtstag der Chefin. Dann kommt nämlich viel Besuch auf den Hof und ...

Die Haferhorde, das sind liebe Ponys, die auf dem Blümchenhof leben. Sie haben eine Menge Spaß und freuen sich ganz besonders auf den Geburtstag der Chefin. Dann kommt nämlich viel Besuch auf den Hof und eine Überraschung haben die Racker auch. Sie führen etwas ganz besonderes vor. Allerdings gibt es ein Problem. Das Gestüt Donnerbalken ist in Gefahr. Ein ganz dummer Mensch zündelt hier und die großen Kumpels der Ponys sind in Gefahr. Zum Glück kommen sie erst einmal auf dem Blümchenhof unter. Wer ist der Brandstifter? Was wird nun aus dem Geburtstagsfest für die Chefin und worum handelt es sich bei der tollen Überraschung?

Es war unser erstes Buch von der Haferhorde. Wir hörten es und wir das sind, die Oma, zwei Enkel von 8 und 11 Jahre sowie drei pferdebegeisterte Mädchen von 11 und 15 Jahren. Uns gefiel nicht nur die tolle Lesung des Herrn Bürger. Auch die Handlung war spannend und lustig zugleich. Was ich persönlich schön fand, dass die Pferde authentisch beschrieben werden. Also, der Hengst, der sich stark vorkommt oder die Panik eines Tieres bei Feuer. Die Autorin kennt sich mit Pferden aus und hat das wunderbar umgesetzt. Das Buch „Löschen im Galopp“ ist Band 14 der Reihe rund um den Blümchenhof. Obwohl es unser erster Band war, konnten wir dem Geschehen problemlos folgen. Fünf Sterne plus, plus vergeben wir alle und das einstimmig.

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