Kein Must-Read, aber lesenswert
Sturmtochter, Band 1 - Für immer verbotenNacht für Nacht jagt Ava zusammen mit ihrem Schulkameraden Lance Elementar-Wesen. Ava weiß nicht, was genau sie sind oder woher sie kommen - was sie aber weiß, ist, dass sie sehr gefährlich für die Menschen ...
Nacht für Nacht jagt Ava zusammen mit ihrem Schulkameraden Lance Elementar-Wesen. Ava weiß nicht, was genau sie sind oder woher sie kommen - was sie aber weiß, ist, dass sie sehr gefährlich für die Menschen sind, denn sie haben die Macht, die Elemente zu beherrschen. Eines Tages jedoch bemerkt Ava an sich selbst die Kraft, das Wasser zu kontrollieren - jedoch ohne eine Ahnung zu haben, wie sie diese Macht beherrschen sollte - und sie beginnt ihre eigene Geschichte und Herkunft zu hinterfragen.
Die Geschichte beginnt actionreich. Wir befinden uns direkt bei Ava und Lance auf der Jagd nach einem Elementar. Danach verliert das Buch jedoch zunächst immer mehr an Tempo. Relativ früh wird Ava mit einer ihr unbekannten Kraft konfrontiert: Sie kann das Wasser lenken und muss schnell feststellen, dass sie in ihrem Umfeld nicht die einzige mit so einer Kraft ist. Das typische Urban-Fantasy-Ding (also, die Erkenntnis der Protagonistin: "Irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich habe eine andere Herkunft als ich dachte.") kommt hier sehr früh und ist wirklich nahezu klischeehaft. Danach nimmt das Buch sich sehr viel Zeit, auszuführen wie Ava mit all dem klar kommt. Richtig ereignisreich wird das Buch dann erst zum Ende wieder. Aber da es sich um eine Trilogie handelt, ist das natürlich vollkommen legitim.
Und eine Liebesgeschichte gibt es natürlich auch: Zunächst ist da Lance, bei dem die Autorin es nur leider versäumt hatte dem Leser mitzuteilen, dass Ava scheinbar schon eine Weile in ihn verknallt ist, denn zwischen den beiden sprühen relativ früh, fast aus heiterem Himmel, schon heftig die Funken. Neben Lance, taucht mit Reid noch eine weitere männliche Figur auf, die durchaus interessiert an Ava zu sein scheint. Doch was genau das für ein Interesse ist, werden wir Leser wohl erst in den Folgebänden erfahren. Insgesamt betrachte ich die Liebesgeschichte jedoch mit sehr gemischten Gefühlen. Sie begann zu plötzlich zu intensiv, um wirklich Gefühle bei mir zu wecken, nimmt aber im Weiteren noch einen schöneren Verlauf. Das Tempo wird auch hier wieder etwas zurückgeschraubt.
Insgesamt bewegten sich die Charaktere alle in einem sympatischen Bereich, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass hier bisher wenig mit Charaktertiefe und Vielschichtigkeit, dafür aber mit vielen Klischees gearbeitet wird.
Dieser Roman ist für mich leichte Kost unter der Romantasy. Er liest sich flüssig weg und kann gut unterhalten - und zwar so viel, dass ich auch gerne den nächsten Band lesen möchte. Doch ein Must-Read unter der Romantasy/Urban-Fantasy ist er nicht.