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Veröffentlicht am 20.03.2020

Anfang gigantisch gut, danach hat mich das Buch jedoch verloren

Die Wunderfabrik – Keiner darf es wissen!
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Inhalt:
Fernab vom coolen London verbringen die zwölfjährige Winnie, ihre große Schwester Cecilia und ihr kleiner Bruder Henry ihre Sommerferien bei den Großeltern in einem Kaff am Ende der Welt – so fühlt ...

Inhalt:
Fernab vom coolen London verbringen die zwölfjährige Winnie, ihre große Schwester Cecilia und ihr kleiner Bruder Henry ihre Sommerferien bei den Großeltern in einem Kaff am Ende der Welt – so fühlt es sich wenigstens an. Noch dazu ohne Internet (»Haben wir hier nicht!«) oder Ausflüge ins Dorf (»Viel zu gefährlich!«). Stattdessen »dürfen« die Geschwister in einer düsteren Fabrik unter der Aufsicht äußerst sonderbarer Hausangestellter Lakritzbrocken herstellen – grässlich! Da experimentiert Winnie nur zum Spaß mit einer neuen Zutat herum – und löst damit einen Sturm unglaublicher Ereignisse aus. Hat Winnie etwa das magische Talent ihres Großvaters geerbt? Doch von diesem Geheimnis darf niemand erfahren ...

Meinung:
Die Geschwister Winnie, Cecilia und Henry verbringen die Sommerferien bei ihren Großeltern auf dem Land. Doch ihre Großeltern sind alles andere als die liebenswerten Familienangehörigen, die man sich so vorstellt. Zudem hat sich die Familie seit Jahren nur einmal gesehen. Dazu kommt, dass es kein Internet gibt und Ausflüge ins nahegelegene Dorf absolut verboten sind. Daher müssen die Geschwister in der Fabrik der Großeltern Lakritzbrocken herstellen. Als Winnie anfängt ein wenig mit den Zutaten herumzuexperimentieren, passieren plötzlich komische Dinge. Hat Winnie magische Fähigkeiten?

Auf dieses Buch habe ich mich riesig gefreut, da der Klappentext sehr mystisch, geheimnisvoll und absolut magisch klang.
Gleich vorweg möchte ich noch ein Wort zu dem wunderschönen Cover loswerden, welches mich total in seinen Bann gezogen hat. So detailliert und zauberhaft illustriert ist dieses, dass ich es stundenlang betrachten könnte.

Auch der Start in die Geschichte ist mir sehr gut geglückt. Ich war der Handlung aufgrund der tollen Protagonisten und dem herrlichen Humor (ich sage nur kein Internet) absolut verfallen.
Sobald die Eltern der Geschwister jedoch abgereist sind und der eigentlich spannende Teil der Geschichte losgehen sollte, verlor diese mich.

Dabei hat die Handlung riesiges Potenzial gehabt. Da so viele Dinge nur angedeutet wurden und man lange im Dunkeln tappt, was hinter dem Ganzen stecken könnte. Doch anstatt bei mir für Spannung zu sorgen, flaute die Geschichte ab. Die Kinder haben einen täglichen Ablauf, der nur durchbrochen wird von etwaigen Treffen mit einem Jungen aus dem Dorf. Es geschieht viele Seiten lang wenig spannendes oder gar interessantes und so fühlte ich mich doch irgendwann sehr gelangweilt.

Auch die Großeltern waren mir suspekt. Immer wieder stoßen sie die Kinder von sich und geben sich äußerst kaltherzig. Natürlich wird dieses Verhalten am Ende der Geschichte erklärt, mir persönlich war die Beziehung zwischen Winnie, Cecilia, Henry und ihren Großeltern allerdings zu unterkühlt.
Weitere Charaktere sind unter anderem die Hausangestellten der Großeltern. Diese werden von den Geschwistern nur als „Das tragische Team“ bezeichnet. Aber auch zu ihnen konnte ich keine Bindung aufbauen, da diese ebenfalls teilweise kaltschnäuzig und hart gegenüber den Kindern agieren.

Gefallen hat mir allerdings, wie die Geschwister sich gegenüber einander verhalten. Denn Winnie, Cecilia und Henry sind zwar nicht immer einer Meinung, aufgrund der äußeren Umstände sind sie jedoch immer ein Team und halten fest zusammen.
Auch das Setting mit dem geheimnisvollen Haus der Großeltern, der Fabrik und dem nahegelegenen Dorf konnte mich überzeugen.

Fazit:
Nach den ersten 50 Seiten war ich mir sicher, dass dieses Buch zu einem Highlight für mich werden würde. Denn ich mochte die Charaktere, den Humor und das Setting wahnsinnig gerne. Auch die vielen mysteriösen Ansätze sorgten bei mir dafür, dass die Neugierde ungemein geweckt wurde. Doch sobald der Alltag im Haus der Großeltern einzieht, verlor mich die Geschichte. Denn die Großeltern und ihre Hausangestellten waren mir einfach nur unsympathisch und auch die Story begann sich arg zu ziehen. Wirklich schade, denn hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.
Daher gibt es am Ende von mir 3,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Tolles Setting und gelungene Handlung - mich konnte es aber irgendwie nicht überzeugen

Bund der Schattenläufer – Teil 2: Drachenhauch
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Inhalt:
Zed, Brock und ihre Freunde haben Freestone vor der Vernichtung bewahrt. Doch niemand weiß, was die dunkle Macht, die die Elfen aus ihrer Stadt Llethanyl vertrieben hat, als nächstes plant. Die ...

Inhalt:
Zed, Brock und ihre Freunde haben Freestone vor der Vernichtung bewahrt. Doch niemand weiß, was die dunkle Macht, die die Elfen aus ihrer Stadt Llethanyl vertrieben hat, als nächstes plant. Die Überlebenden lagern nun auf dem Marktplatz von Freestone und die Spannungen zwischen Elfen und Stadtbewohnern nehmen immer mehr zu. In ihrer Not beauftragt die Königin der Elfen die Schattenläufer mit einer scheinbar unmöglichen Mission: der Rettung Llethanyls! Zed und Brock nehmen den Auftrag an. Doch dunkle Geheimnisse belasten ihre Freundschaft und bringen die Mission in große Gefahr!

Meinung:
Nachdem Zed und Brock Freestone vor dem Untergang gerettet haben, bleibt wenig Zeit um sich auszuruhen. Denn schon steht die nächste Bedrohung vor der Tür. Da die Elfen aus ihrer Stadt Llethanyl vertrieben wurden und nun in Freestone untergekommen sind, werden die Interessenkonflikte zwischen Menschen und Elfen immer größer. Und so bittet die Elfenkönigin die Schattenläufer darum ihre Stadt Llethanyl vor dem Wiedergänger zu retten. Eine Gruppe aus Elfen und Menschen macht sich daher auf den Weg, um dem Wiedergänger das Handwerk zu legen.

Die erste Geschichte rund um die beiden Freunde Zed und Brock hat mir wirklich großen Spaß bereitet und so freute ich mich sehr auf diese Fortsetzung. Obwohl der erste Teil noch nicht allzu lange zurückliegt, hatte ich zu Anfang jedoch große Schwierigkeiten mit den vielen Namen. Es fiel mir schwer die verschiedenen Personen mit den Geschehnissen aus dem ersten Band in Einklang zu bringen. Hier wäre ein mögliches Namensverzeichnis oder ähnliches sicher nicht schlecht gewesen.

Nach den ersten Startschwierigkeiten freute ich mich auf eine spannende Geschichte. Gerade das Eintreffen der Elfen, auf den letzten Seiten des ersten Teils, ließen mich neugierig in die Zukunft blicken. Jedoch bin ich erst gegen Ende des Hörbuches wirklich in der Geschichte angekommen. Ich kann noch nicht mal genau sagen woran dies lag, aber mich konnte Zed und Brocks Geschichte dieses Mal einfach nicht packen.
Dabei ist es keineswegs so, dass großartig Langeweile aufkommt, denn die Handlung schreitet zügig voran und auch aufgrund der zwei Perspektivwechsel ist immer eine gute Abwechslung geboten. Ich konnte jedoch leider nicht so wirklich mit den beiden Protagonisten mitfiebern.

Auch die Charakterentwicklung in dieser Geschichte kann sich wirklich sehen lassen. Denn sowohl Zed als auch Brock reifen an ihren Aufgaben. Zed als halber Elf bekommt nun endlich die Chance die Elfen und ihre Gepflogenheiten näher kennenzulernen. Dabei schließt er die ein oder andere Freundschaft, merkt jedoch, dass er auch bei den Elfen nicht als vollwertiges Mitglied anerkannt wird.
Brock hingegen hat gewisse Geheimnisse vor Zed, die die Freundschaft der beiden doch schwer belasten. Dennoch versucht er auf seine Art und Weise alles um Zed zu helfen.

Meine Kritikpunkte aus dem ersten Band (mehr Informationen zum Weltaufbau und den Elfen) hat das Autorenteam dieses Mal gut gelöst. Endlich erfahren wir mehr über die Welt außerhalb von Freestone und durch das Auftauchen der Elfen erhalten wir mehr Informationen über dieses Volk und ihr Leben.

Zum Glück hat sich der Hörbuchverlag wieder dazu entschlossen die beiden Perspektiven von zwei Sprechern zu vertonen. Timo Weisschnur und Oliver Rohrbeck sind von ihren Stimmlagen her doch recht unterschiedlich. Und so weiß man zu jeder Zeit in welche Perspektive man nun gerade eingetaucht ist.

Der Showdown hat mich dann begeistern und abholen können. Das Ende ist schon recht fies und macht einen sehr neugierig auf den nächsten Band der Reihe.

Fazit:
Ich kann immer noch nicht sagen warum, aber die Geschichte konnte mich ganz lange Zeit nicht abholen oder begeistern. Dabei ist das Setting genial und auch der Handlungsverlauf weiß zu überzeugen. Auch an der Vertonung hat es bei weitem nicht gelegen, denn Timo Weisschnur und Oliver Rohrbeck liefern wieder einen tollen Job ab. Dennoch wurde ich erst gegen Ende hin wirklich warm mit der Geschichte. Das Finale endet dann allerdings auch so gemein, dass man sofort Weiterhören möchte, um zu erfahren, wie Zed und Brock die kommenden Probleme meistern werden.
Leider kann ich nicht mehr als 3,5 von 5 Hörnchen vergeben.

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Veröffentlicht am 06.12.2019

Anfang toll, doch dann hat mich die Geschichte verloren

Spiel der Liebe (Die Schatten von Valoria 3)
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Inhalt:
Gemeinsam mit wankelmütigen Verbündeten kämpft Arin gegen das mächtige Imperium. Er redet sich ein, dass er Kestrel nicht mehr liebt, und doch kann er sie nicht vergessen. Obwohl sie ihre Loyalität ...

Inhalt:
Gemeinsam mit wankelmütigen Verbündeten kämpft Arin gegen das mächtige Imperium. Er redet sich ein, dass er Kestrel nicht mehr liebt, und doch kann er sie nicht vergessen. Obwohl sie ihre Loyalität zum Imperium über das Leben unschuldiger Menschen gestellt hat – zumindest denkt er das. In Wahrheit ist Kestrel Gefangene in einem Arbeitslager. Verzweifelt versucht sie zu fliehen, bevor es zu spät ist. Denn ein erbarmungsloser Krieg ist ausgebrochen, mit Kestrel und Arin im Zentrum. Kann es überhaupt einen Sieger geben, wenn so viel auf dem Spiel steht?

Meinung:
Nach den dramatischen Ereignissen am Ende des zweiten Bandes ist Kestrel zu einer Gefangenen im Arbeitslager geworden. Arin hält Kestrel derweil immer noch für eine Verräterin und ist zutiefst verletzt von ihrem Verhalten. Doch lange Zeit um darüber nachzugrübeln bleibt Arin nicht, denn er muss eine Armee gegen das Imperium anführen. Doch dann erreicht Arin plötzlich ein kleiner Hinweis darüber, dass Kestrel möglicherweise doch kein so falsches Spiel gespielt hat.

Nach dem fiesen und gemeinen Ende des zweiten Bandes habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Und schon nach kurzer Lesezeit war ich wieder mitten in der Geschichte drin.

Marie Rutkoski hat es auf geniale Art und Weise verstanden, die Ereignisse des letzten Bandes geschickt in die Geschichte einzubauen, ohne das es wie eine ellenlange Erklärung gewirkt hätte. Viel mehr werden hier und da wichtige Sätze fallen gelassen, sodass man als Leser schnell wieder in der Geschichte drin ist.

Gerade der Anfang der Story konnte mich richtiggehend begeistern, da mich vor allen Dingen Kestrels Situation im Arbeitslager sehr mitgenommen hat.
Genauso spannend ist es aber auch mitzuverfolgen, welchen Weg Arin einschlägt und welche Verbündete er an seiner Seite hat.

Hier ist vor allen Dingen Ostländer-Prinz Roshar zu erwähnen, der bereits in Band 2 eine Rolle spielte. In diesem dritten Band nimmt er jedoch noch mehr Platz ein. Was mir ausgesprochen gut gefiel, da ich seine flapsige und sympathische Art wirklich gerne mochte.

Bisher klingt das alles danach, als hätte mir die Geschichte richtig gut gefallen. Das war auch so, bis Arin und Kestrel endlich wieder aufeinander treffen. Anstatt mich mitzunehmen, verlor mich die Geschichte ab diesem Punkt. Ich kann gar nicht so genau sagen woran es gelegen hat, aber ich musste mich ab diesem Punkt ein wenig durch die Geschichte quälen.

Auch dieser dritte Teil steckt wieder voller politischer Spiele, aber auch voller Schlachten. Normalerweise mag ich Actionszenen in Büchern sehr gerne, hier haben mich die Kampfszenen aber ein wenig ermüdet.

Das Ende ist packend und sehr stimmig, da es einfach in das Gesamtkonzept der kompletten Reihe passt. Da mir Band 1 und 2 sehr gut gefallen haben, kann ich diese Reihe dennoch Liebhabern dieses Genres empfehlen.

Fazit:
Ein Buch auf das ich mich sehr gefreut habe, was mich zu Anfang sehr begeistert, dann aber irgendwann verloren hat. Ich kann gar nicht so genau sagen was passiert ist, dass ich nicht mehr Teil der Geschichte war. Möglicherweise hat dies etwas mit den Erinnerungslücken einer gewissen Person zu tun oder die etwas ermüdenden Schlachten haben mich herausgeworfen.
Daher vergebe ich 3,5 von 5 Hörnchen. Ich bin mir jedoch sicher, dass viele Fans der Reihe das Finale lieben werden.

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Veröffentlicht am 01.06.2019

Gut aber ich habe irgendwie mehr erwartet

Tears of Tess - Buch 1
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Inhalt:
Die australische Studentin Tess bricht mit ihrem Freund zu einer romantischen Reise nach Mexiko auf. Sie hofft auf Spaß, viel Sex und die Gelegenheit, ihm endlich ihre geheimen Fantasien zu offenbaren, ...

Inhalt:
Die australische Studentin Tess bricht mit ihrem Freund zu einer romantischen Reise nach Mexiko auf. Sie hofft auf Spaß, viel Sex und die Gelegenheit, ihm endlich ihre geheimen Fantasien zu offenbaren, die so gar nichts mit süßer Anbetung und Kuschelsex zu tun haben.
Aber dann dringt der Schrecken in ihr Leben. Tess gerät in die Fänge skrupelloser Frauenhändler und wird nach Frankreich an einen geheimnisvollen Millionär als Sexsklavin verkauft. Plötzlich werden ihre dunklen Fantasien auf abstoßende Weise wahr …

Meinung:
Tess freut sich riesig auf den Urlaub mit ihrem Freund. Eine romantische Reise nach Mexiko steht auf dem Programm. Auf dieser Reise möchte sie ihrem Freund ihre geheimen sexuellen Fantasien offenbaren. Doch dann kommt alles anders, als ihr Freund in einem Restaurant niedergeschlagen wird und Tess in die Hände von Frauenhändlern gerät. Diese verschachern Tess an einen in Frankreich lebenden Millionär, der sie als Sexsklavin benutzt.

Nachdem mir meine erste Reihe aus dem Festa Verlag (Endgame) so wahnsinnig gut gefallen hat, freute ich mich sehr auf mein nächstes Buch aus dem Verlag. „Tears of Tess“ wurde mir als etwas härteres Buch, als Endgame, vorgestellt und so ging ich mit gewissen Erwartungen an die Geschichte.

Gleich von Beginn an ist es sehr emotional und dramatisch. Tess ruhiges und beschauliches Leben verwandelt sich von heute auf morgen in einen Albtraum. In den Händen der Frauenhändler durchlebt sie einige unschöne Szenen. Diese lassen einen als Leser natürlich nicht kalt und so leidet man mit Tess mit. Besonders traurig wurde ich im Hinblick auf die Tatsache, dass es diese Frauenhändler auch im wirklichen Leben gibt und jährlich viele Frauen spurlos verschwinden.

Sobald Tess in Frankreich ankommt, nimmt die Geschichte eine neue Richtung an. Der Ton wird deutlich erotischer. Ihr Meister Q hat diverse Fantasien, die er mit Tess als seiner Sexsklavin auslebt. Die Beschreibungen der erotischen Szenen gehen dabei schon sehr ins Detail. Ich hatte mit diesen keine Probleme, bin mir jedoch sicher, dass sie nicht Jedermann gefallen werden, da es hier schon ein bisschen härter zur Sache geht.

Was mir in dem Buch ein wenig gefehlt hat, ist eine Art Hintergrundgeschichte. Zwar deckt Tess im Verlaufe der Handlung nach und nach einige Geheimnisse über Q und dessen Vergangenheit auf. Dennoch lag der Schwerpunkt der Handlung klar auf der Liebesbeziehung zwischen Q und Tess. Natürlich sollte man dies beim Genre „Dark Romance“ erwarten, da ich aber von Endgame etwas anderes gewohnt war, war ich hier doch ein wenig enttäuscht.

Die zweite Hälfte empfand ich beim Lesen als die deutlich stärkere, da die Handlung ein wenig an Fahrt aufnimmt und Tess die ein oder andere spannende Entscheidung trifft.
Die Geschichte endet in sich abgeschlossen, sodass man die Reihe auch an dieser Stelle problemlos beenden könnte, wenn man dies möchte.

Fazit:
Dies war mein zweiter Besuch im Dark Romance Bereich, der mich zwar wieder überzeugen konnte, mich aber nicht so begeistert hat wie „Endgame“. In „Tears of Tess“ dreht sich viel um die Beziehung zwischen Q und Tess. Nach und nach lernen der Leser und Tess die wahre Person hinter der Maske des Q kennen. Gerade die zweite Hälfte konnte mich dann packen und am Ende zufrieden zurücklassen.
Daher bekommt das Buch von mir 4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 29.08.2018

Für mich leider eher nur eine durchschnittliche Geschichte, obwohl es definitiv Potenzial gibt!

Der Welten-Express 1 (Der Welten-Express 1)
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Inhalt:
Nacht für Nacht sitzt die schüchterne Flinn Nachtigall am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel, dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug herbeirollt, mit ...

Inhalt:
Nacht für Nacht sitzt die schüchterne Flinn Nachtigall am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel, dem Ort, wo zwei Jahre zuvor ihr Bruder verschwand. Bis eines Abends ein Zug herbeirollt, mit einer gewaltigen, rauchspuckenden Lokomotive. Und Flinn ... ... stürzt als blinde Passagierin in das Abenteuer ihres Lebens! Denn der Zug ist der Welten-Express, ein fahrendes Internat voller außergewöhnlicher Kinder, angetrieben mit magischer Technologie. Ein Ort, in dem Flinn Freunde findet – und Feinde. Denn der Welten-Express birgt mehr Geheimnisse, als sie sich je hätte träumen lassen ...

Meinung:
Als vor zwei Jahren Flinns älterer Bruder am stillgelegten Bahnhof von Weidenborstel verschwand, zerbrach Flinns Familie. Seit diesem Tag treibt es Flinn abends immer öfter zu diesem Bahnhof. Ihre Überraschung ist riesig, als eines Abends tatsächlich ein Zug im Bahnhof anhält. Dieser Zug sieht haargenau wie der Zug aus, der auf der Postkarte von Flinns Bruder abgebildet ist. Daher stürzt sich Flinn Hals über Kopf als blinder Passagier in ein riesiges Abenteuer. Denn der Zug, der Weltenexpress genannt wird, ist ein fahrendes Internat. Schnell findet Flinn hier Freunde, aber auch Feinde. Und wird sie es schaffen ihren Bruder wiederzufinden?

Ein Zug der ein (magisches) Internat ist? Das klingt doch sehr nach Harry Potter, aber auch nach einer vielversprechenden Idee. So waren meine Gedanken, als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe. Die Parallelen mit Harry Potter sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, auch nach dem Lesen. Anca Sturm kombiniert allerdings bereits Bekanntes mit ihren eigenen Ideen auf eine Art und Weise die sehr gut funktioniert. So fühlt es sich nie an, als würde man einen Abklatsch von irgendeiner bekannten Reihe lesen.

Der Einstieg in das Buch wird dem Leser einfach gemacht, da er gemeinsam mit Flinn den Weltenexpress und dessen Regeln kennenlernt. So durchstreifen wir zu Beginn des Buches zusammen mit Flinn die einzelnen Wagons des Zuges und lernen dabei viele interessante Charaktere kennen.
Der Weltenexpress steckt dabei voller toller Ideen und Gepflogenheiten. So werden talentierte Kinder Pfau genannt und es gibt Unterrichtsfächer wie Heldentum, Benehmen und Kampfsport.
Besonders gut gefallen haben mir die Aufenthalte in allen möglichen Bahnhöfen der Welt. Das Flair der einzelnen Länder wurde von Anca Sturm dabei bewusst in Szene gesetzt.

Flinn ist nach dem Verschwinden ihres Bruders nicht mehr dasselbe Mädchen von Damals und setzt alles daran ihren Bruder wiederzufinden. Nicht ganz realitätsnah empfand ich es jedoch, als Flinn im Zug nicht direkt mit den Erwachsenen über ihren verschwundenen Bruder spricht, sondern sich gemeinsam mit ihren neuen Freunden auf die Suche begibt. Mir ist bewusst, dass dies für den Verlauf der Geschichte wichtig ist, ich empfand es jedoch als etwas unrealistisch. Auch andere Aktionen von ihr waren mir nicht immer schlüssig, so dass ich nicht ganz warm mit ihr geworden bin.
Flinns Begleiter durch das gesamte Buch sind das Mädchen Pegs und die Jungs Kasim und Fedor. Gerade zu Fedor entwickelt Flinn romantische Gefühle. Die Liebesgeschichte wird allerdings nur zart am Rand gestriffen, was ich als passend empfunden habe.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass mir der nötige Spannungsbogen fehlte. Die Geschichte plätschert doch eher gemächlich dahin und erst die letzten 50 Seiten konnten mich absolut überzeugen. Hier gab es dann auch Überraschungsmomente mit denen ich nicht gerechnet habe. Das Buch endet mit keinem gemeinen Cliffhanger, dennoch möchte man gerne erfahren wie sich die Geschichte im zweiten Band weiterentwickeln wird.

Fazit:
„Der Weltenexpress“ nimmt den Leser mit auf eine fantastische Reise voller Magie, Technologie und den alltäglichen Wundern des Lebens. Zwar fühlte ich mich gut unterhalten, dennoch fehlte mir die gewisse Grundspannung, die mich an die Seiten fesseln konnte und auch Flinn als Protagonistin konnte mich nicht immer überzeugen.
Lange habe ich geschwankt, ob ich 3 oder 4 Hörnchen vergebe und habe mich am Ende dann für sehr gute 3 Hörnchen entschieden.