Platzhalter für Profilbild

Isabell47

Lesejury Star
online

Isabell47 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Isabell47 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2020

Thriller mit Brisanz

Todgeweiht: Thriller
0

Die Autorin Catherine Shepard erzählt in ihrem Zons-Thriller parllel in zwei Zeitebenen in der Gegenwart von dem Verschwinden einer jungen Frau und dem fast zeitgleichen Auffinden einer zu Tode gehungerten ...

Die Autorin Catherine Shepard erzählt in ihrem Zons-Thriller parllel in zwei Zeitebenen in der Gegenwart von dem Verschwinden einer jungen Frau und dem fast zeitgleichen Auffinden einer zu Tode gehungerten jungen Frau im See, sowie in der Vergangenheit der erste Pesttote auftaucht.

Bei beiden Ermitllungen ist nichts so, wie es auf den ersten Blick aussieht und ziemlich lange Zeit bin ich "ermittlungstechnisch" auf völlig falschen Fährten gewesen. Während ich in der Gegenwart stückchenweise etwas über die Scheinheitsideale junger Frauen, Influencerinnen, der heiß umkämpften und intrigenhaften Modebranche erfahre und auch etwas über die Denkweise des Mörders, erlebe ich in der Vergangenheit den Ausbruch der Pest und dessen Bekämpfungmassnahmen.

Die Vergangenheit hat ungewollt einen direkten Bezug zu unserer momentanen Realität im Jahre 2020 (Corona) und die "Quarantäne" im Krötschenturm oder die mit einem schwarzen Kreuz bemalte Tür, wo der Betroffene nicht vor dieselbige treten darf, und von anderen Menschen mit Lebensmitteln versorgt wird, hätten mich 2019 noch nicht betroffen gemacht wie momentan.

Beide Erzählebenen bestechen durch kurze, knappe, spannende Kapitel mit vielen Cliffhängern und ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Die Protagonisten gefielen mir sehr gut, bis auf eine Ausnahme und das war Emiliy, die Freundin von Oliver, die mir ein wenig zu naiv dargestellt wurde, aber das ist ja Geschmacksache.

Insgesamt für diese spannenden Stunden, wobei es mir an manchen Stellen aufgrund der aktuellen Situation kalt den Rücken herunterlief, fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2020

Emily, ein besonderes Mädchen

Emily Pferdeflüsterin
0

In "Emily Pferdeflüsterin" von Mila Sternberg geht es um Emily, die sich sehnlichst ein eigenes Pferd wünscht und sie kann sich ihren Wunsch erfüllen, in dem sie ihre durch ihre Mathefähigkeiten als Siegerin ...

In "Emily Pferdeflüsterin" von Mila Sternberg geht es um Emily, die sich sehnlichst ein eigenes Pferd wünscht und sie kann sich ihren Wunsch erfüllen, in dem sie ihre durch ihre Mathefähigkeiten als Siegerin in einem Quiz herausgeht.

Dies klingt ja schon nach etwas Ausgefallenem und Besonderen, jedoch das ist noch längst nicht alles. Emily ist ein besonderes Mädchen, mit besonderen mathematischen, technischen Fähigkeiten, einen großen Einfühlungsvermögen in Tiere, jedoch mangelts ihr an Einfühlungsvermögen in die Menschen und deswegen eckt sie ungewollt an. Sie nimmt die Aussagen der Menschen wortwörtlich, kann deren Mimik nicht deuten aber gleichzeitig "hört" sie, was sie denken.

Mit Emilys Geldgewinn kann ihr Traum vom eigenen Pferd in Erfüllung gehen, gleichzeitig zieht sie um und kommt in eine neue Schulklasse.

Die Autorin Mila Sternberg erzählt auf eine lockere, unterhaltsame Weise mit ganz viel Blick auf Details ihre Geschichte von Emily und wie sie neben einem Pferd auch eine Freundin findet und auch einen Tick mehr Zugang und Verständnis für ihre Mitmenschen entwickelt bzw. auch diese für sie. Sprachlich und inhaltlich ist die Geschichte sehr ausgefeilt, spricht Themen wie Mobbing, Scheidung,, Erziehung, Trauer indirekt an und beschäfigt sich direkt mit Freundschaft, den vielen Facetten und Folgen von Asperger, ohne dass der Begriff fällt (wie genial) und den Umgang mit Tieren.

Wer jetzt denkt die Geschichte eignet sich nur für pferdenärrische Mädchen, liegt völlig verkehrt. Emily ist tierlieb, aber in dieser Geschichte setzt sie sich noch nicht mals auf ein Pferd. Die Altersangabe ab 8 sollte man eher ignorieren und ist in meinen Augen nicht hilfreich, da sich dann 10jährige schon zu alt für das Buch fühlen, was aber völliger Quatsch ist. Ich, als erwachsene Leserin, habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, da auch für Eltern/Lehrer ein hoher Wiedererkennungswert besteht und wir auch andere, teilweise humorvolle, Zwischentöne wahrnehmen.

,

Es wäre eine tolle Schullektüre ( leider kostet das gebundene Buch 13 Euro), denn es spricht viele Themen und Probleme, mit denen Kinder konfrontiert werden und jeder wird sich irgendwo im Buch wiederfinden, und wenn nur als als Klassenkamerad, der schon einmal auf ein ähnliches Kind wie Emily kennengelernt hat. Dieses Buch bietet viele Denk- und Gesprächsanlässe und dies alles ohne den erhobenen pädagischen Zeigefinger.
Ich habe Emily und ihren Vater Paulus in mein Herz geschlossen.


Für dieses großartig geschriebene Buch, was viele Botschaften auf lockere Art vermittelt, von mir fünf Sterne!!!


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2020

Grandioser zweiter Teil für Ruben Hattinger

Vernichtende Begierden
0

In dem neuen Fall für Ruben Hattinger geht es um zwei befreundete Männer, nämlich Daniel Morgenroth, seines Zeichenimmobilienmakler und Bastian Talmann, der Leiter der Kreditabteilung einer Bank, die durch ...

In dem neuen Fall für Ruben Hattinger geht es um zwei befreundete Männer, nämlich Daniel Morgenroth, seines Zeichenimmobilienmakler und Bastian Talmann, der Leiter der Kreditabteilung einer Bank, die durch Kauf und Kredit andere Menschen in den finanziellen und/ oder persönlichen Ruin treiben. Als die beiden ersten Frauenleichen auftauchen, wird Ruben Hattinger in die Ermitllungen involviert. Er ist ein ganz spezieller Typ von Ermitller,der sich völlig auf Dinge fokussieren kann und zudem ein spezielles Verhatten an den Tag legt. Er sagt das, was er denkt, lehnt körperliche Nähe zu Fremden ab und mag es nur Händeschütteln sein. Ruben Hattinger zeigt viele Merkmale eines Menschen mit Asperger-Autismus . Dank seiner Frau und Tochter, die mit ihm umzugehen wissen, hat er trotzdem ein Familienleben und ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen, als ich ihn im ersten Fall kennenlernte. Dieses Mal rückt das Familienleben von Ruben in den Hintergrund, und obwohl man diesen Fall auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, finde ich es für die persönlichen Beziehungen der Protagonisten gut, das ich den ersten Teil gelesen habe.
Dies ist mein zweiter Thriller mit Ruben Hattinger und aufgrund des wundervollen Erzählstils, der absolut gelungenen Spannungskurve, den Protagonisten und der Auflösung der Story an sich, vergebe ich 5 Sterne! Ich kann das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, der spannende Thriller mit guten Dialogen mag.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2020

Genial erzählte Geschichte der verwitweten Geldwechslerin Aleydis aus Köln 1423

Der Ring des Lombarden
0

Dies ist der zweite Teil der Lombardenreihe, wobei ich selber den ersten Teil nicht gelesen habe und ich auch ohne Vorkenntnisse mich sehr schnell in der Geschichte einfinden konnte.

Im Mittelpunkt der ...

Dies ist der zweite Teil der Lombardenreihe, wobei ich selber den ersten Teil nicht gelesen habe und ich auch ohne Vorkenntnisse mich sehr schnell in der Geschichte einfinden konnte.

Im Mittelpunkt der Story steht die junge, reiche Witwe Aleydis, die nach dem Tod ihres Mannes, dessen Geschäfte weiterführt, sich um den großen Haushalt, die Erziehung von Nicolais Enkelinnen und die Bediensteten kümmern muss. Die Frau, die für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich ist, war dessen eigene Tochter Cathrein, die dafür nun lebenslang eingemauert worden ist. Der Ehemann war ein mächtiger Mann, er war Geldwechsler und hatte viele Geschäfte am laufen, denen Aleydis nun allmählich auf den Grund kommt. Außerdem stellen Verwandte Ansprüche auf seine Enkelinnen. Desweiteren spielt der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve eine Rolle in Aleydis' Leben.


Zu Beginn des Romanes befindet sich ein Plan von Köln 1423, so dass ich mich dadurch geographisch orientieren konnte, nebst einem detaillierten Personenregister, welches auch die jeweiligen Rollen und Beziehungen unter ihnen aufzeigt. Durch einen detaillierten und lebhaften Erzähstil bin ich mitten drin in dem Leben von Aleydis und der Menschen in Köln zu dieser Zeit. Dazu muss ich anmerken, dass ich nicht unbedingt Fan von historischen Romanen, die so viele Jahrhunderte zurückliegen bin, doch die Autorin Petra Schier hatt mich ihren Roman "Flammen und Seide" so positiv überrascht, das ich diesen Roman auch gerne lesen wollte.

Dieser Roman gleicht fast einem historischem Krimi, denn nachdem es zu einem Brandanschlag kommt und auch bedrohlich wirkendenden Zusammentreffen, die Aleydis unter Druck setzen sowie einige Geheimnisse aufgedeckt werden, die ihr Ehemann hatte und manchem Unheil, was ich spüre, konnte ich das Buch immer nur schwer zwischendurch aus der Hand legen. Für Schmunzeln bei mir sorgten die Unterhaltungen zwischen Vinzenz und Aleydis bei, denn da kamen auch unterschwellige, unterdrückte Emotionen hoch., die Luft zwischen ihnen zum Knistern brachte. Auch Vinzenz' Schwester Alba sorgte mit ihrer Art, die Dinge bem Namen zu Nennen, bei mir für Heiterkeit.
Am Ende des Buches möchte ich nur noch eines und zwar ganz schnell den nächsten Teil lesen. Ich muss unbedingt erfahren, wie es mit den mir liebgewonnenen Figuren weitergeht und auch was die Bosen noch alles im Schilde führen.

Sehr gerne hätte ich mehr Sterne für diesen Roman vergeben, der mich mit historischem Fachwissen, was mit einer äußerst intelligent sowie unterhaltsam erzählten Geschichte verbunden wurde, überzeugt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2020

Wundervoller Roman über das Leben in einer musikalischen Großfamilie

Mit Lampenfieber und Musik
0

Die Autorin Heike Sonn lässt uns in ihrem Roman zunächst Tessa, 28 Jahre, von ihrem Mann getrennt lebend und mit wenig Geld in der Tasche und ebenso wenig Selbstbewusstsein kennenlernen. Im Kaufhaus trifft ...

Die Autorin Heike Sonn lässt uns in ihrem Roman zunächst Tessa, 28 Jahre, von ihrem Mann getrennt lebend und mit wenig Geld in der Tasche und ebenso wenig Selbstbewusstsein kennenlernen. Im Kaufhaus trifft sie unverhofft auf Ben, einen Mann Mitte zwanzig und seinen 10jährigen Bruder Andy, die mit ihrer musizierenden und singenden Familie große Erfolge feiern, kennen. Hals über Kopf engagiert Ben sie als Kinderfrau und Haushaltshilfe für die Familie. Während Tessa noch nicht weiß wie ihr geschieht, ist sie auf einem mitten drin in dem turbulenten Leben einer Großfamilie, wo es nebst viel Musik, Humor auch Geheimnisse, Probleme gibt sowie nicht nur sie auch Schmetterlinge im Bauch hat.

Heike Sonn schildert mit viel Liebe für Details sowie Humor und Empathie diese Wochen im Leben von Tessa. Spätestens, wenn der niedliche Davie - 2 Jahre alt und ein Wirbelfwind, beschrieben wird, da ist es um mich geschehen. Die Autorin lässt ihre Figuren quasi zum Leben erwachen und zu gerne würde ich mit der Familie mal zusammen am Tisch sitzen.
Ein wundervoller Roman, der mich gut unterhalten hat und mich noch mal sensibilisiert hat die positiven Seiten des Lebens zu sehen.