Thriller mit Brisanz
Todgeweiht: ThrillerDie Autorin Catherine Shepard erzählt in ihrem Zons-Thriller parllel in zwei Zeitebenen in der Gegenwart von dem Verschwinden einer jungen Frau und dem fast zeitgleichen Auffinden einer zu Tode gehungerten ...
Die Autorin Catherine Shepard erzählt in ihrem Zons-Thriller parllel in zwei Zeitebenen in der Gegenwart von dem Verschwinden einer jungen Frau und dem fast zeitgleichen Auffinden einer zu Tode gehungerten jungen Frau im See, sowie in der Vergangenheit der erste Pesttote auftaucht.
Bei beiden Ermitllungen ist nichts so, wie es auf den ersten Blick aussieht und ziemlich lange Zeit bin ich "ermittlungstechnisch" auf völlig falschen Fährten gewesen. Während ich in der Gegenwart stückchenweise etwas über die Scheinheitsideale junger Frauen, Influencerinnen, der heiß umkämpften und intrigenhaften Modebranche erfahre und auch etwas über die Denkweise des Mörders, erlebe ich in der Vergangenheit den Ausbruch der Pest und dessen Bekämpfungmassnahmen.
Die Vergangenheit hat ungewollt einen direkten Bezug zu unserer momentanen Realität im Jahre 2020 (Corona) und die "Quarantäne" im Krötschenturm oder die mit einem schwarzen Kreuz bemalte Tür, wo der Betroffene nicht vor dieselbige treten darf, und von anderen Menschen mit Lebensmitteln versorgt wird, hätten mich 2019 noch nicht betroffen gemacht wie momentan.
Beide Erzählebenen bestechen durch kurze, knappe, spannende Kapitel mit vielen Cliffhängern und ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Die Protagonisten gefielen mir sehr gut, bis auf eine Ausnahme und das war Emiliy, die Freundin von Oliver, die mir ein wenig zu naiv dargestellt wurde, aber das ist ja Geschmacksache.
Insgesamt für diese spannenden Stunden, wobei es mir an manchen Stellen aufgrund der aktuellen Situation kalt den Rücken herunterlief, fünf Sterne.