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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2020

Traumhaft schönes Buch

Royal Horses (1). Kronenherz
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Wie ich das Buch das erste Mal sah, war mein erster Gedanke: Was für ein schönes Cover.

Zweiter Gedanke: Hoffentlich keine Geschichte für Kinder mit nur Pferden drin.

Schon nach kurzer Zeit wusste ich, ...

Wie ich das Buch das erste Mal sah, war mein erster Gedanke: Was für ein schönes Cover.

Zweiter Gedanke: Hoffentlich keine Geschichte für Kinder mit nur Pferden drin.

Schon nach kurzer Zeit wusste ich, der zweite Gedanke löst sich auf. Was für eine echt schöne Geschichte, wo die Pferde eine zentrale Rolle spielen, aber die Hauptgeschichte anders ist.

Im Prolog erfahren wir das die junge Greta mächtig Ärger am Stecken hat. Sie versucht in ein Hotel einzubrechen, um dort ihren Bruder Jordan zu finden. Ein Security fängt sie ab, den der Prinz von England befindet sich ebenfalls auf der dortigen Party. Er macht sich einen Spaß daraus sie zu ärgern.

Sie wird über die Sommerferien auf das königliche Pferdegestüt Caverley Green in West Sussex geschickt, um aus London rauszukommen und Boden zu fassen. Denn sie möchte das Geschehen vorm Sommer vergessen Abstand nehmen. Der Leser erfährt erstmal nur das ihre beste Freundin und ihr Freund involviert sind.

Auf dem Gestüt wird sie erstmal nicht von allen positiv aufgenommen. Joan und ihr Bruder Sixton nehmen sie positiv auf. Ihr Patenonkel ist ebenfalls für sie da. Weniger begeistert ist der arrogante Edward, der als Pferdetrainer auf dem Gestüt arbeitet. Er zeigt Greta die kalte Schulter und gibt ihr zu verstehen, dass sie von seinen zwei liebsten Pferden, die Finger lassen soll. Greta kann das Verhalten natürlich null nachvollziehen.

Kaum hat sie sich auf dem Hof eingebunden gefühlt, kommt neben Edward der zweite interessante Mann an den Hof. Der Prinz persönlich. Dieser gibt ihr schnell zu verstehen das er sie toll findet. Doch Greta nähert sich mit der Zeit Edward und dieser öffnet nach und nach seine harte Schale, spricht aber zugleich von seinen dunklen Geheimnissen.

Greta lernt sich am Hof zurechtzufinden, lernt mit den Pferden zu arbeiten und das Reiten. Dazu kommt die verzwickte Liebesgeschichte. All dies ist so wunderbar verpackt, dass man auch Stellen hat, wo man mal schmunzeln muss. Zum Beispiel, wenn das Pony sich am königlichen Garten bedienen will.

Die Geschichte war sehr schnell und einfach gelesen. Ein bisschen Märchen, ein bisschen Lovestory und dazu das Gefühl, auch wenn man nichts mit Pferden zu tun hat, sich ihnen etwas genähert zu haben.

Ich freue mich schon sehr auf das zweite Buch und kann dieses nur mit fünf Sternen bewerten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2020

Winter bitte verhaften Sie mich :-)

Broken Dolls – Er tötet ihre Seelen
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Vorweg muss gesagt werden, ich habe das TB gelesen, welches hier nicht gelistet ist.

Das Buch steht zusammen mit Teil zwei und drei schon recht lange bei mir im Schrank. In meiner Challenge 2020 habe ...

Vorweg muss gesagt werden, ich habe das TB gelesen, welches hier nicht gelistet ist.

Das Buch steht zusammen mit Teil zwei und drei schon recht lange bei mir im Schrank. In meiner Challenge 2020 habe ich mir vorgenommen dieses Buch zu lesen. Und ich bin sehr froh darum das ich es getan habe.

Jefferson Winter ist ein Profiler und hat seine Erfahrung beim FBI gelernt, wo er elf Jahre gearbeitet hat und davon die letzten drei als Chef-Profier und ist nun als Privater Profiler unterwegs. Eine Tapferkeitsmedaille zeigt, sein können. Auch wenn man ihn so kennen lernt, dass er diese kaum gerne angenommen haben wird. Seine Vergangenheit ist prägend gewesen, da sein Vater ein Serienmörder ist. Dieser sagte ihm stumm mit den Lippen am Tag seiner Hinrichtung: Du bist wie ich!

Dies ist der Grund, warum Winter anders sein will. Angestrengt seinem Job nachkommt, Menschen helfen will und beweisen will das er kein Serienmörder ist. Sein Einzelgängerleben soll mit diesem Buch langsam aufhören.

Denn er arbeitet mit der Polizistin Templeton zusammen. Diese ist keine klassische Frau und eher die taffe geschlechtsneutrale Kollegin.

Zusammen versuchen sie Rachel zu finden. Sie ist das fünfte Entführungsopfer eines Killers, der bei den Frauen eine Lobotomie durchführt. Das Cover vom Buch greift genau diese Thematik auf.

Wir erleben die Jagd nach dem Killer auf der einen Seite und wechseln im Buch auf die Kapitel, wo Rachel im Keller als Gefangene versucht nicht verrückt zu werden.

Ich habe dieses Buch echt super gefunden. Der Humor und der nicht ganz so nette Charme von Winter war einfach genial. Manchmal was abgebrüht und wenig einfühlsam, aber nie verletzten oder bewusst böse. Der Mann geht nach einem Lobotomieversuch an einer Leiche essen, als wäre es nichts gewesen. Dann muss seine Kollegin den ein oder andern Spruch einstecken. Ich wäre persönlich auf dieser Seite begeistert mit ihm zu arbeiten. Auf der andern Seite ist er schwierig, weil er sich über alle Regeln hinwegsetzt und macht, worauf er Lust hat.

Alles in allem eine tolle Mischung. Ich freue mich auf den zweiten Teil, den ich hoffe noch Ende des Jahres, spätestens in 2021 zu lesen.

Veröffentlicht am 07.04.2020

Gut durchdachter Thriller

Blackout
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Wenn du aus einer Notoperation aufwachst, weil dir gerade eine Gehirntumor entfernt wurde, bist du erstmal etwas angeschlagen. Aber wenn die Polizei dich dann wegen des Mordes an deiner Ex-Freundin festnimmt ...

Wenn du aus einer Notoperation aufwachst, weil dir gerade eine Gehirntumor entfernt wurde, bist du erstmal etwas angeschlagen. Aber wenn die Polizei dich dann wegen des Mordes an deiner Ex-Freundin festnimmt fallen alle andere Sorgen von dir ab. Du sollst was getan haben? Und dann ist das schlimmste an der Geschichte, dass der Mord geschehen ist wie in deinen Krimis. Du bist Autor und es scheint als wäre dein Täter lebendig geworden. Daher bist du Verdächtiger Nummer eins.

Während deiner Zeit in Arrest wird das nächste Opfer gefunden. Somit bist du erst mal raus aus der Zelle aber die Polizei behält dich im Auge. So versuchst du den Täter zu finden, was nicht sehr einfach ist. Den neben regelmäßigen Blackouts gibt es verdächtige Spuren, welche immer wieder zu dir zu führen scheinen.

Andrew Danner ist einer der sympathischsten Hauptcharaktere, die ich in einem Buch erlebt habe. Seine Selbstironie hat das Buch in seiner harten Thematik und dem Hintergrund das ein Mord stattgefunden hat, positiv aufgelockert. Der Autor schafft es eine Szenerie aufzubauen, wo man selbst nicht sicher ist ob Andrew der Täter ist oder nicht. Man hat durchgängig das Gefühl er kann es nicht sein. Aber dann sind da die Blackouts und die Spuren, welche immer wieder zu ihm führen.

Für mich war es ein gut durchdachter Trhiller, der mal anders war als das Durchschnittsbuch.

Veröffentlicht am 03.04.2020

Schöner Start in eine neue Estep-Reihe

Black Blade
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In einer Welt wo Monster zwischen den Menschen leben, lebt die 17-jährige Lila. Die Stadt in Cloudburst Falls gehört zu den amerikanischen Touristenstädte, welche mehr Geheimnisse mit sich bringt als der ...

In einer Welt wo Monster zwischen den Menschen leben, lebt die 17-jährige Lila. Die Stadt in Cloudburst Falls gehört zu den amerikanischen Touristenstädte, welche mehr Geheimnisse mit sich bringt als der Außenstehende weiß. Die Touristen sind begeistert von den Kostümen, welche aussehen wie die von den Muskeltieren. Diese symbolisieren die großen Häuser, welche dort die Macht unter sich aufteilen.

Die junge Lila ist Waise und weiß um die Gesetze der Stadt und bricht diese jeden Tag, um selbst zu überleben. Ihre Mutter wurde von einem der Clans getötet und sie versucht unter dem Radar dieser zu leben. Um zu Überleben arbeitet sie als Diebin und besucht noch nebenbei die Schule.

Ihre Mutter war einst eine sehr begehrte Leibwächterin der Familie Sinclair. In Lila sind eine große Trauer und eine Wut auf die Mörder ihrer Mutter. Denn sie weiß wer sie getötet hat. So passt es ihr erstmal gar nicht als sie in einen Konflikt gerät, wo der junge Devon Sinclair in Gefahr rät. Gerade ein Sinclar, der ehemalige Arbeitgeber ihrer Mutter und eine der beiden mächtigsten Clans der Stadt. Tritt sie in deren Dienste ist sie sofort im direkten Krieg mit der anderen Partei. Und genau dies soll passieren. Ihr wird ein Angebot gemacht, welches sie nicht abschlagen kann und wird somit die Leibwache von Devon.

Wir erleben eine Geschichte über die großen Familien, den Krieg den sie schon immer mit einander führen. Die Kinder der Familien die mal mehr mal weniger diesem teilnehmen wollen. Die magischen Fähigkeiten der einzelnen Personen sind genauso interessant wie teilweise erschreckend gefährlich. Lila hat die stärkste Fähigkeit, welche versteckt wird, denn sie wäre eine Waffe gegen jeden der sie missbrauchen will dafür. Und in der ganzen Geschichte darf natürlich nicht das Verhältnis fehlen was in diesem ersten Band zwischen den beiden beginnt zu wachsen.

Es handelt sich um eine typische Estep-Reihe. Schön ausgearbeitete Charaktere, eine Geschichte die von Band zu Band wächst. Das erste Buch ist von allen drei das stärkste und hat mir persönlich am besten gefallen. Alles ist neu und interessant. Es liest sich einfach und flüssig, die Sprache ist ohne Schnörkel und dennoch kraftvoll und mit viel Fantasie angereichert. Man kann sich selbst auf den Marktplatz der Stadt stehen sehen und dort das ein oder andere kleine Schokoladenfressende Monster ausmachen.

Veröffentlicht am 26.03.2020

Der König der Rechtsmedizin

Abgefackelt
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Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld hat sich noch nicht ganz von der Vorgeschichte erholt. Seine Verlobte ist sauer, weil er ständig auf der Arbeit ist und seine Tochter vernachlässigt. Auch sein Chef ist ...

Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld hat sich noch nicht ganz von der Vorgeschichte erholt. Seine Verlobte ist sauer, weil er ständig auf der Arbeit ist und seine Tochter vernachlässigt. Auch sein Chef ist nicht zufrieden mit der Situation und schickt ihn in die Pathologie nach Itzehoe. Hier soll er aushelfen, da der letzte Pathologe kurzfristig ausgeschieden ist.

Diesem wird nachgesagt das er Suizid begangen haben soll, weil er Kinderpornos hatte und hat sich und alles an Unterlagen der Klinik zu seinen Forschungen verbrannt. Ein Tod den Herzfeld kaum glauben kann, denn verbrennen ist mehr als untypisch für Selbstmord. Zu schmerzhaft.

So erfährt er von Spendern aus der Mobilbranche, mysteriösen Studien und gerät nach und nach in eine für ihn gefährliche Situation.

Die Kapitel sind im Wechsel geschrieben und neben Herzfeld lesen wir auch aus der Perspektive einer Killerin. Recht schnell versteht der Leser wer sie beauftragt hat.

Das Buch ist interessant und präzise geschrieben wie man es von Tsokos nicht anders kennt. Detailreiche Tode, verständnisvoll geschriebene und mit den passenden Details versehene Todesursachen und Untersuchungen, so dass man als Laie dennoch das Gefühl hat alles sehr gut verstehen zu können.

Die Anzahl der Charaktere und der rote Faden sind so perfekt, dass man das Buch innerhalb kurzer Zeit gelesen hat, aber nicht das Gefühl hat, das es zu wenig ist oder gar langweilig.

Ich freue mich auch in Zukunft auf weitere Bücher von ihm. Denn so nah an der Wahrheit kann nur einer schreiben und das ist Tsokos.