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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2020

Stehen die Sterne gut für Ash und Harper?

Das Licht von tausend Sternen
2

Eigentlich bin ich niemand, die viele Worte über das Cover verliert, aber dieses Cover ist ein echter Hingucker und sticht positiv hervor. Haptisch ein absoluter Augenschmaus.
Der Klappentext hat mich ...

Eigentlich bin ich niemand, die viele Worte über das Cover verliert, aber dieses Cover ist ein echter Hingucker und sticht positiv hervor. Haptisch ein absoluter Augenschmaus.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und die Leseprobe hat meine Neugierde weiter angestachelt, deswegen war ich schon sehr gespannt auf „Das Licht von tausend Sternen“. Für mich war es das erste Buch der Autorin Leonie Lastella.
Ihr Schreibstil ist locker, die Story liest sich flüssig. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Harper und Ashton.
Die Autorin hat die Emotionen der Protagonisten gut ausgearbeitet und dem Leser näher gebracht. Der Rest dagegen, die Beschreibungen der Geschehnisse und der Umgebung erreicht nicht so viel Tiefe wie der emotionale Anteil, was ich ein bisschen schade fand. Hier hätte ich es schön gefunden, wenn die Autorin dies etwas ausführlicher gestaltet hätte.
Harper lebt mit ihrer Mutter und ihrem autistischen Bruder zusammen. Gerade die festen Strukturen, die ihr Bruder bei seinem Krankheitsbild benötigt, verlangen der kleinen Familie viel ab. Trotzdem oder gerade deswegen sind die drei ein eingeschworenes Team, das viel zu bewältigen hat, aber die drei teilen auch die Freude aneinander.
Ashton ist ebenfalls ein sympathischer Charakter, mit einem Playboy-Image, der weiß, was echte Freundschaft bedeutet und hat ein Päckchen aus seiner Vergangenheit zu tragen hat. Ashton lebt mit seiner besten Freundin in einer WG und hat oft seinen besten Freund Will um sich herum.
Als Ash Harper begegnet, besteht er hartnäckig auf ein Date mit ihr. Harper dagegen fällt es schwer, aus dem starren Konstrukt auszubrechen, doch irgendwann genießt sie die Leichtigkeit der Treffen mit Ash.
Die Story bedient ohne Zweifel Klischees, Liebe auf den ersten Blick und irgendwann erscheinen dunkle Wolken am Himmel. Es gibt Wendungen, die vorhersehbar sind, aber trotz allem macht das Buch Spaß und es hat mich gut unterhalten. Das liegt an den Charakteren und Nebenprotagonisten, die die Autorin liebevoll ausgearbeitet hat. Leider konnte ich nicht alle Handlungen von Harper gutheißen und nachvollziehen.
Fazit:
Ich hatte hohe Erwartungen an die Geschichte von Harper und Ash – die Story konnte mich jedoch nicht ganz überzeugen. Von mir gibt’s trotz ein paar Abstrichen eine Leseempfehlung, da mich das Buch im Großen und Ganzen gut unterhalten hat. Einfach Abtrauchen und die Liebesgeschichte von Harper und Ash genießen!

Veröffentlicht am 19.04.2020

Eine unverbrauchte Idee, interessante und faszinierende Charaktere - schwarz oder weiß?

Night of Crowns. Spiel um dein Schicksal
1

Für mich war es das erste Buch von Stella Tack und das hat mich überzeugt.
Der Schreibstil ist locker-leicht und hat man erst einmal angefangen zu hören, so fliegen die Kapitel und Minuten oder Stunden ...

Für mich war es das erste Buch von Stella Tack und das hat mich überzeugt.
Der Schreibstil ist locker-leicht und hat man erst einmal angefangen zu hören, so fliegen die Kapitel und Minuten oder Stunden an einem regelrecht vorbei – wenn man den Anfang hinter sich hat. Denn zu Beginn plätschert die Story so dahin. Das hätte man straffer machen können.

Es beginnt wie viele Jugendbücher. Die Idee mit der Party, zu der Alice, ihre beste Freundin und ihr Schwarm Peter hingehen und dort auf Schüler der Eliteinternate Chesterfield und St. Burrington treffen, ist an und für sich nicht neu. Doch anschließend wird das Leben von Alice durcheinandergewirbelt. Sie glaubt, ihren Verstand zu verlieren und dementsprechend rauschen ihre schulischen Leistungen in den Keller. Die Folge: Alice muss Sommerkurse in Chesterfield belegen, damit sie möglicherweise das Schuljahr noch bestehen kann.
Alice trifft im elitären Internat von Chesterfield nicht nur auf den mysteriösen Vincent, sie trifft auch den weißen Kater Curse wieder, der spricht und den sie hören kann. Von der Idee ganz witzig. Ebenso wie die Idee des Schachspiels mit menschlichen Figuren unverbraucht ist. Das hat mir gut gefallen.

Das Buch wird ausschließlich aus der Sicht von Alice erzählt, was zusätzlich Spannung erzeugt, da man sich selber ein Bild der Schüler von Chesterfield und später dann der Schüler von St. Burrington machen muss. Und nichts ist wie es scheint.
Und ehe es sich Alice versieht, wird sie in einen Strudel voller Geheimnisse und uralten Fehden gezogen. Sie findet sich in einem düsteren Schachspiel wieder, das mit menschlichen Figuren gespielt wird.
Alice ist eine sympathische Figur, ihre Emotionen sind nachvollziehbar und schneller als sie es glauben kann, sind Gefühle im Spiel. Man spürt direkt die prickelnden Momente. Doch wofür soll sie sich entscheiden? Für den weißen König oder doch lieber für den schwarzen König? Auch die weiteren Charaktere fand ich interessant und teilweise geheimnisvoll. Wobei mein Herz eindeutig für den weißen Kater Curse und den schwarzen König Jackson schlägt.

Die Geschichte ist interessant, fesselnd, mitreißend und wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf. Das Ende: ein fieser Cliffhanger – und die Zeit bis Dezember 2020 ist lang.

Von mir ist noch ein Kritikpunkt anzumerken: ich fand es schade, dass mit dem Eintritt in die Sommerschule Alice‘ bisheriger Freundes- und Familienkreis fast komplett ausgeblendet werden.

Ich habe mir das Hörbuch angehört, das mit Madiha Kelling Bergner ausgesprochen gut besetzt ist. Die Sprecherin war mir bis dato neu, aber sie hat einen echt guten Job gemacht. Man nimmt ihr Alice ab, ihre Stimme passt gut zu Alice, und sie schafft es, die Gefühle der Protagonisten von schüchtern und ängstlich bis mutig, ärgerlich und entschlossen dem Hörer glaubhaft zu vermitteln. Ihr zuzuhören hat echt Spaß gemacht!

Fazit:
Eine unverbrauchte Idee, interessante und faszinierende Charaktere und das ganze hervorragend vorgelesen. Ich freue mich schon auf Band 2!

Veröffentlicht am 19.04.2020

Wolves - Tolle Figuren und amüsante Dialoge

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
1

Von Daniel Cole habe ich bereits die ersten beiden Bände gelesen und mich nun gefreut, Detective William "Wolf" Fawkes wieder zusehen. Dieser kehrt nach London zurück, da der ehemalige Polizist Finlay ...

Von Daniel Cole habe ich bereits die ersten beiden Bände gelesen und mich nun gefreut, Detective William "Wolf" Fawkes wieder zusehen. Dieser kehrt nach London zurück, da der ehemalige Polizist Finlay Shaw tot aufgefunden wurde – offensichtlich ein Selbstmord. Doch das kann und will William nicht glauben, und er setzt nun alles daran, zusammen mit Emily herauszufinden, was wirklich geschah.
„Wolves – Die Jagd beginnt“ hat mich überzeugt. Die Story ist spannend – zwar nicht superspannend, aber sie hat mich gepackt. Und trotz der Tatsache, dass der aufmerksame Leser dem Täter relativ früh auf die Schliche kommt, bleibt man gut bei dem Thriller dabei.
Daniel Cole hat die Geschichte recht locker erzählt, sodass sie sich gut lesen lässt. Sein Schreibstil ist angenehm und er schildert die Geschehnisse und Schauplätze sehr anschaulich und bildhaft. Zudem sind die Wortgefechte lebendig und teilweise amüsant, was ein absoluter Pluspunkt ist.
Es gibt mehrere Erzählstränge – unter anderem einen in der Gegenwart sowie einen in der Vergangenheit. Das wurde recht gut gemacht, denn der Autor fügt so ein Puzzlestück an das nächste und deckt diese auf.
Und wie in den Vorgängerbänden arbeitet der Autor mit Perspektivenwechsel, was mir gut gefallen hat. Da sich diese auch innerhalb eines Kapitels ändern, kann es gut sein, dass der ein oder andere Probleme damit hat – mir hat es beim Lesen nichts ausgemacht.
Die Charaktere sind authentisch und glaubhaft geschaffen, zudem toll ausgearbeitet und komplex. Sie sind lebendig und sympathisch, haben ihre Stärken und Schwächen, Ecken und Kanten und man kann sich auf die Dynamik der handelnden Personen einlassen. Wolf ist schon ein sehr eigenwilliger Kollege, der seinen Weg geht, sobald er eine Fährte aufgenommen hat.
Was mir gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Autor die losen Enden der beiden Vorgängerthriller zu einem Ende gebracht hat. Vielleicht erschließen sich dem Leser nicht alle Zusammenhänge, wenn man direkt mit Wolves beginnt, deswegen ist es empfehlenswert, die Vorgängerbände zu lesen.
Es geht zusätzlich um die Themen Schuld, Angst, Liebe und Freundschaft, die neben den Ermittlungen im Mittelpunkt stehen und vom Autor gut ausgearbeitet wurden.
Vergleicht man den dritten Band mit den ersten beiden, so schneidet dieser etwas schlechter ab und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Das liegt an der Story, die in Sachen spektakulärer Fall und Thrill nicht an die beiden Vorgänger herankommt. Zudem wird der Miträtselspaß etwas ausgebremst, da der Täter schon relativ früh bekannt ist.
Fazit:
Ein spannender Thriller aus der Feder von Daniel Cole, der mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 29.03.2020

Cristian und Vanessa - Gegensätze ziehen sich an

Crushing on the Cop (Saving Chicago 2)
1

Nach „Flirting with fire“ war ich sehr auf „Crushing on the cop“ gespannt. Ein kurzes Fazit: Band 2 hat mir besser gefallen als Band 1.
Ich fand die Charaktere von „Crushing on the cop“ reifer und tiefgründiger ...

Nach „Flirting with fire“ war ich sehr auf „Crushing on the cop“ gespannt. Ein kurzes Fazit: Band 2 hat mir besser gefallen als Band 1.
Ich fand die Charaktere von „Crushing on the cop“ reifer und tiefgründiger – auch hat mir die Storyline besser gefallen.
Jede Geschichte kann eigenständig gelesen werden, aber es schadet nicht, wenn man den Vorgängerband kennt.

Das Autorenduo hat einen flüssigen Schreibstil, der sich gut lesen lässt, sodass man schnell in die Geschichte kommt. Diese wird abwechselnd aus der Sicht von Cristian, einem Cop und Vanessa, der Tochter des Polizeichefs, erzählt. Man bekommt einen guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden.

Es steht immer noch das ersteigerte Date der Bachelor-Versteigerung aus und so lässt sich Vanessa breitschlagen, dass Cristian sie ausführen darf. Doch eigentlich will sie das gar nicht, denn ein Cop in der Familie reicht Vanessa. Und so setzt sie alles daran, das Date frühzeitig zu beenden. Als sie jedoch erfährt, das Cristian nicht wirklich großes Interesse an der Tochter seines Chefs hat, ist Vanessa deutlich entspannter.

Cristian ist ein sympathischer Beschützer-Typ, bei dem alles seine Ordnung haben muss. Vanessa hingegen sträubt sich gerne mal und tut alles, um ihren Traum eines eigenen Modellabels verwirklichen zu können. Eigentlich passt ein Mann gerade nicht in ihren Lebensplan und wenn sie die Wahl hat, dann würde sie sich keinen Cop aussuchen, denn sie weiß bereits von ihrem Vater, wie ein Cop tickt.
Wider Erwarten hat ihr das Date mit Cristian gefallen. Sie bringt den attraktiven Mann nicht mehr aus ihrem Kopf. Auch Cristian kann Vanessa nicht vergessen.
Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, können es sich aber nicht eingestehen und so versuchen sie erstmal, ihre Beziehung auf eine freundschaftliche Basis zu stellen. Doch kann daraus mehr werden? Schafft es Vanessa, Cristian ihre Vergangenheit anzuvertrauen? Gut gefallen hat mir der Schlagabtausch zwischen den beiden, das war zuweilen recht witzig.
Die Liebesgeschichte an sich verläuft unspektakulär, bis Vanessa von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Die Story lässt sich gut lesen, ich habe mich gut unterhalten und ich fand es schön, auch in diesem Band auf die anderen Bianco-Brüder zu treffen.

Fazit:
Eine solide Liebesgeschichte mit einem Liebespaar voller Gegensätze. Die Story von Cristian und Vanessa hat mir besser gefallen als die von Mauro und Maddie und ich habe mich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 22.03.2020

Blaue Astern

Die englische Gärtnerin - Blaue Astern (Die Gärtnerin von Kew Gardens 1)
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„Die englische Gärtnerin – blaue Astern“ ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Sie macht es dem Leser bzw. Hörer leicht in die Geschichte zu kommen, da sie einen wunderbar flüssigen, lockeren ...

„Die englische Gärtnerin – blaue Astern“ ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Sie macht es dem Leser bzw. Hörer leicht in die Geschichte zu kommen, da sie einen wunderbar flüssigen, lockeren und fesselnden Schreibstil hat.
Erzählt wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass man sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen kann.
Die Geschichte spielt im Jahr 1920. Charlotte ist dabei, ihr Studium in Botanik abzuschließen. Sie lebt für die Pflanzenwelt, ist ehrgeizig und träumt davon, nach dem Studium die Pflanzen zu erforschen. Als Sprungbrett dazu dient ihr eine Anstellung in Kew Gardens. Das ist nicht so einfach, denn zu der Zeit arbeiten dort ausschließlich Männer. Charlotte setzt sich durch und bekommt sogar die Chance, an einer Expedition teilzunehmen. Doch das Schicksal schlägt erbarmungslos zu und Charlottes Leben gerät aus den Fugen.
Die Geschichte besticht mit der Beschreibung der einzigartigen Pflanzenwelt von Kew Gardens. Ich selber bin ein absoluter Pflanzenfan und wenn man das nicht bereits vorher ist, dann wird man das spätestens mit diesem Buch. Man hat an einige Stellen direkt das Gefühl, die Pflanzen zu riechen.
Charlotte ist etwa eigensinnig und auf ihre Art stur, deswegen dauert es etwas, bis man Sympathien für die Protagonistin entwickelt, die eine schwierige Entscheidung treffen muss, denn sie fühlt sich zu zwei Männern hingezogen. Hier ist guter Rat teuer. Entscheidet sie sich an der Seite ihrer großen Liebe Karriere zu machen oder entscheidet sie sich zugunsten ihrer familiären Krise für den Mann, der ihr und ihrer Familie finanzielle Sicherheit bietet, mit dem sie sich ihren Traum aber nicht erfüllen kann.
Charlottes kleine pubertierende Schwester schließt man dagegen sofort ins Herz. Und auch Victors Werben um Charlotte rührt den Leser durchaus, denn er ist durch und durch ein Gentleman.
Die Story ist ohne Frage kurzweilig, teilweise auch spannend, jedoch finde ich gibt es auf emotionaler Ebene Luft nach oben. Und ich konnte nicht alle Handlungen von Charlotte nachvollziehen.
Ich habe mir das Hörbuch angehört, das von Elke Appelt mit einer Leichtigkeit gelesen wurde, die Spaß macht. Sie setzt ihre Stimme gekonnt ein und betont an den richtigen Stellen.
Fazit:
Eine kurzweilige Unterhaltung über eine emanzipierte Frau, ihrer Träume und Wünsche, ihrer bewegenden Familiengeschichte sowie einer absolut grandios beschriebenen Pflanzenwelt.
Als Hörbuch klasse umgesetzt.