Cover-Bild Der Fall der linkshändigen Lady
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Knesebeck
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 20.08.2019
  • ISBN: 9783957282613
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Nancy Springer

Der Fall der linkshändigen Lady

Ein Enola-Holmes-Krimi: Band 2
Nadine Mannchen (Übersetzer)

Enola versteckt sich in London noch immer vor dem genialsten Detektiv der Welt, ihrem eigenen Bruder Sherlock Holmes, und wartet auf weitere verschlüsselte Nachrichten ihrer Mutter. Als sie zufällig von der verschwundenen Lady Cecily erfährt und in den faszinierenden Kohlzeichnungen der offenbar sehr begabten Künstlerin eine Seelenverwandte erkennt, übernimmt Enola die Ermittlungen. In verschiedenen Verkleidungen auf den dunklen Londoner Straßen unterwegs und immer auf der Hut vor Mördern und Verbrechern, muss Enola die Hinweise entschlüsseln: eine angelehnte Leiter, ein gerissener Verkäufer, politische Flugblätter… Um Lady Cecily zu retten, riskiert Enola mehr als sie sollte – und kommt dabei auch ihrem Bruder unerwartet nahe.

In diesem spannenden Nachfolger des ersten Bands Der Fall des verschwundenen Lords führt Nancy Springer die Leser zurück in das düstere und gefährliche Viktorianische London und setzt die Abenteuer der schlauen Detektivin Enola Holmes fort.

Der Film Enola Holmes mit Millie Bobby Brown, Henry Cavill und Helena Bonham Carter war 2020 einer der erfolgreichsten Filme auf Netflix!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2021

Enola Holmes – Ihre Detektivarbeit in London geht weiter

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Kurzmeinung
Deutlich besser als der erste Band! Während Enola ihren zweiten Fall löst, lernen wir nicht nur sie, sondern auch Sherlock besser kennen.

Rezension
In dem zweiten Band der Reihe von Enola ...

Kurzmeinung
Deutlich besser als der erste Band! Während Enola ihren zweiten Fall löst, lernen wir nicht nur sie, sondern auch Sherlock besser kennen.

Rezension
In dem zweiten Band der Reihe von Enola Holmes ist die kleine Schwester von Sherlock und Mycroft noch immer in London. Sie ist – unter anderem - als Miss Meshle untergetaucht, um auf diese Weise Informationen zu Fällen von Vermissten für Dr. Ragostin zu notieren. Nur, dass Dr. Ragostin gar nicht existiert. Enola hat seine Identität erfunden, da niemand im 19. Jahrhundert glauben würde, dass eine Vierzehnjährige es schaffen konnte, Vermisste ausfindig zu machen. Doch sie erhält eine Möglichkeit, jedem das Gegenteil zu beweisen, als sie von der verschwundenen Lady Cecily hört. Diese soll eines Nachts über eine Leiter aus ihrem Zimmer verschwunden und seitdem nicht mehr nach Hause zurückgekehrt sein. Stimmt es, dass sie mit ihrer Liebe, Alexander Finch, durchgebrannt ist? Oder steckt vielleicht doch etwas ganz anderes dahinter?

Über diese Figuren möchte ich etwas sagen
Enola – ich konnte mich beim Lesen besser in sie hineinversetzen, nachdem sie sich in London etwas mehr eingefunden hat. Sie geht strukturierter voran und denkt mehr über etwas nach, bevor sie handelt. Aber besonders gut gefallen hat mir, dass sie sich selbst bewusster darüber geworden ist, doch nicht so gerne allein sein zu wollen, wie sie es im ersten Band behauptet hat. Wobei sie damit eher die Aussage ihrer Mutter darüber wiedergegeben hat.
Sherlock – er ist mir in diesem Band auf jeden Fall sympathischer geworden! Während dieser Geschichte merkt man auch endlich mal, dass ihm Enola doch sehr viel mehr bedeutet, als er Mycroft, sich selbst und vor allem Enola gegenüber eingestehen will. Er setzt so viel daran, seine kleine Schwester in der Hauptstadt zu finden, rechnet allerdings nicht damit, dass sie ihm – dem Meisterdetektiv – immer einen Schritt voraus ist.

Das ist mein persönliches Lieblingszitat
‘Das Kind hat vielleicht Nerven!‘, presst er leise durch zusammengebissene Zähne. […] Doch als er noch einmal auf die Beweisstücke blickt, die zeigen, dass seine Schwester ihn – schon wieder – ausgetrickst hat, entspannen sich seine Hände und sein Mund. Seine dünnen Lippen verziehen sich zu einem Lächeln. Dann beginnt er, herzlich und fast fröhlich zu lachen.“ – Enola Holmes (Der Fall der linkshändigen Lady), Seite 203

Habt ihr Enola Holmes – Der Fall der linkshändigen Lady bereits gelesen?
Wenn ja, was haltet ihr von dieser Fortsetzung und freut ihr euch auf die baldige Verfilmung?
Wenn nicht, ist es schon auf eurer Lese-Liste?

Bis bald!
Michelle :)

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Veröffentlicht am 31.10.2020

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Nachdem ich kürzlich den Film zu Band 1 auf Netflix gesehen habe, war ich sehr neugierig auf die Bücher zum Film. Wie ich dann gemerkt habe, wurden schon manche Elemente aus Band 2 in den Film gepackt, ...

Nachdem ich kürzlich den Film zu Band 1 auf Netflix gesehen habe, war ich sehr neugierig auf die Bücher zum Film. Wie ich dann gemerkt habe, wurden schon manche Elemente aus Band 2 in den Film gepackt, aber nur kleine und so war dies nicht unangenehm.

Der Schreibstil ist ein bisschen eigen finde ich. Passt aber zu der damaligen Zeit. Allgemein wurde das Feeling von London 1889 wunderbar in die Geschichte transportiert. So war das Buch alleine deswegen schon ein tolles Leseerlebnis.

Leider zog sich die Geschichte in meinen Augen manchmal etwas, hin und wieder kam Enola ins Schwafeln und es gab Beschreibungen, die sich wiederholt haben. So wurde immer wieder ihre Verkleidung erwähnt und erklärt, obwohl dies schon geschehen ist.

Der Fall war interessant, auch wenn ich die Auflösung ein bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen fand. Aber der Weg dorthin bzw. Enola bei ihren Überlegungen zu bekleiden hat Spaß gemacht. Aber alles in allem eine schöne Unterhaltung und ich werde bei Gelegenheit auch weiter lesen.

Veröffentlicht am 09.10.2020

Fortsetzung der charmanten Reihe um die jüngere Schwester des Meisterdetektivs, die Aufklärung des Falls ist allerdings etwas abenteuerlich

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Enola ist inzwischen in London sesshaft geworden und hat sich mit einem Büro für verschwundene Gegenstände und Personen selbstständig gemacht. Um vor ihre Brüdern im Verborgenen zu bleiben, lebt und arbeitet ...

Enola ist inzwischen in London sesshaft geworden und hat sich mit einem Büro für verschwundene Gegenstände und Personen selbstständig gemacht. Um vor ihre Brüdern im Verborgenen zu bleiben, lebt und arbeitet sie mit wechselnden Identitäten, ist tagsüber wahlweise Sekretärin Ivy Meshle des imaginären Inhabers des Detektivbüros Dr. Ragostin oder seine Ehefrau, während sie nachts als stumme Nonne die Armen im East End Londons versorgt.

Enola ist weiterhin auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter, mit der sie mittels Chiffren in Zeitungen und Zeitschriften heimlich kommuniziert. Abgelenkt wird sie dabei vom Verschwinden der jungen Lady Cecily Alistair, die eines nachts im Nachtgewand aus ihrem Schlafzimmer entschwand. Enola fühlt sich mit der Gleichaltrigen, die wie sie nach mehr Freiheit drängte, verbunden und versucht sie aufzuspüren. Dabei muss sie einerseits auf der Hut vor all den dunklen Gestalten in den Armenvierteln Londons sein und andererseits vor ihrem Bruder Sherlock, der ihn inzwischen auf der Spur ist.

"Der Fall der linkshändigen Lady" ist der zweite Band der Enola Holmes-Reihe, der smarten kleinen Schwester des Meisterdetektivs und handelt wenige Monate später im Frühjahr 1889. Der Roman ist ähnlich aufgebaut wie Band 1 und handelt einerseits von der Suche nach der Mutter unter Verwendung kniffliger Geheimbotschaften und andererseits von der Lösung eines ominösen Kriminalfalls, in den sich die junge Enola einmischt.

Die Atmosphäre Londons Ende des 19. Jahrhunderts wird anschaulich eingefangen und wieder spielen die Unterdrückung der Frau, der Kampf der Arbeiterklasse, die Unterschiede von Arm und Reich und der Wunsch nach Freiheit eine übergeordnete Rolle, während der Ermittlungen und Spurensuche. Der Roman ist kurzweilig und spannend und es macht Spaß zu lesen, wie Enola die Menschen an der Nase herumführt und sich immer wieder neue clevere Verkleidungen ausdenkt. Sie ist eine Heldin, mit der man sich gerne identifiziert, da sie mit ihrer Auffassungsgabe und ihrem logischen Denkvermögen ihrem großen Bruder in nichts nachsteht.

Die Hintergründe und die Aufklärung des Falls um die verschwundene junge Lady sind etwas abenteuerlich, passen damit allenfalls zur Zielgruppe der jugendlichen Leser, während ich den Eindruck hatte, dass die politischen Themen dafür etwas zu viel Raum einnehmen und in der Intensität etwas ermüdend und zu plakativ sein könnten. Enola habe ich jedoch ins Herz geschlossen und freue mich auf weitere Teile der charmanten Buchreihe.

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Enolas zweiter Fall

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Der schmale Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Inhalt:
Enola versteckt sich in London noch immer vor ihrem Bruder Sherlock Holmes. Als sie in den faszinierenden Kohlezeichnungen der verschwundenen ...

Der schmale Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Inhalt:
Enola versteckt sich in London noch immer vor ihrem Bruder Sherlock Holmes. Als sie in den faszinierenden Kohlezeichnungen der verschwundenen Lady Cecily eine Seelenverwandte erkennt, übernimmt Enola die Ermittlungen. Um Lady Cecily zu retten, riskiert Enola sehr viel und kommt dabei ihrem Bruder unerwartet nahe.

Meinung:
Der zweite Band mit der kleinen Schwester von Sherlock Holmes ist da. Wieder geht es um eine verschwundene Person, denn Enola hat sich auf das Auffinden der Verschwundenen spezialisiert.
Dabei beweist sie ein großes Talent im Verkleiden und als Codeknackerin, welches ihrem Bruder in nichts nachsteht.

Nancy Springer behält den etwas verschachtelten – weil viktorianischen – Sprachstil aus dem ersten Band bei. Wenn man damit nicht vertraut ist, muss man dem Buch schon ein wenig Konzentration widmen, um alles zu verstehen.

Diesmal schafft es die Autorin aber besser Enolas innere Entwicklung, ihren Konflikt mit ihren Brüdern und den eigentlichen Fall miteinander zu verknüpfen. Die Handlung erscheint runder und stimmiger, als noch in Band 1.

Das Buch schildert nicht nur Enolas Abenteuer, sondern auch sehr anschaulich das harte und gefährliche Leben im viktorianischen London. Gefahren und Elend warten hinter jeder Ecke. So bekommt der Leser eine gute Vorstellung, wie schwierig das Leben damals – vor allem für Mädchen und Frauen – wirklich war.

Fazit:
Eine mehr als gelungene Fortsetzung haben wir hier. Der Stil bleibt sich treu, aber die Struktur der Erzählung hat sich verbessert. Ein spannendes neues Abenteuer mit der cleveren Enola Holmes.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Bis auf das Ende sehr gelungen!

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Nachdem sich Enola Holmes erfolgreich nach London abgesetzt hat, baut sie sich in Windeseile ein neues Leben auf. So nutzt sie ihre Freiheit um unter dem Namen Dr. Ragostin als erste wissenschaftliche ...

Nachdem sich Enola Holmes erfolgreich nach London abgesetzt hat, baut sie sich in Windeseile ein neues Leben auf. So nutzt sie ihre Freiheit um unter dem Namen Dr. Ragostin als erste wissenschaftliche Perditorin zu arbeiten. Doch muss sie sich noch weiterer Rollen bedienen, um verschwundene Menschen aufzuspüren, sodass sie ständig ihre Kostümierung wechselt. Hieran gewöhnt sie sich immer mehr – und dem ist gut so, da sie auf einen neuen Fall stößt. Oder eher gestoßen wird. Und das von keinem weniger als Dr. Watson. Sofort ist Enola nicht nur Feuer und Flamme für den Fall einer verschwundenen Lady in ihrem Alter, sondern auch voller Angst davor, in eine Falle ihres Bruders zu tappen. Denn sowohl Sherlock als auch Mycroft sind noch immer auf der Suche nach ihr und wollen sie auf den rechten Pfad zurück führen. Und Enola weiß genau wie dieser aussieht: Enge Mieder tragen, sich damenhaft benehmen und dann die vozeigbare Frau irgendeines Schnösels werden. Aber nicht mit ihr. Und so macht sie sich auf, den Fall zu lösen, ihre Mutter zu finden und das Katz und Maus-Spiel gegen ihren Bruder ja nicht zu verlieren. Dabei hält der Fall um die verschwundene Lady Cecily so einige Rätsel bereit. Wurde sie entführt oder ist sie mit ihrem Liebsten geflohen? Lebt sie noch? Führte sie ein Doppelleben? Enola Holmes ermittelt.

Auch dieser Fall zieht den Leser sehr schnell in seinen Bann und katapultiert ihn ins London des Jahres 1889. Dabei wird die Geschichte temporeich erzählt und man fiebert mit Enola mit. Sehr schön sind auch die kleinen Rätsel, die in die Geschichte eingestreut wurden, mit denen die Detektivin mit ihrer Mutter in Kontakt zu treten versucht. Was mir zudem sehr gefallen hat, ist, dass Sherlock Holmes jetzt im Geschehen präsenter ist und man ihn vermehrt von seiner emotionalen Seite sieht. Allerdings, und hier liegt mein riesiger Kritikpunkt, ist die Lösung des Falles an den Haaren herbei gezogen. So wirkte es, als hätte die Autorin sich im Verlauf zu viele Fallen beim Schreiben gestellt und dann kurz bevor sie ihre Seitenvorgabe erreicht hatte festgestellt, dass es keine gute Erklärung für das Verschwinden gab. Und dann musste eben eine abstruse Lösung herhalten. Eine, mit der ich gerade bei einem Krimi, der sich an Figuren orientiert, denen auf die Fahne geschrieben wird, höchst rational zu denken, äußerst unzufrieden bin. Da sich allerdings die Aufklärung des Falles auf wenige Seiten beschränkt, hinterlässt dies nur einen enttäuschten Nachgeschmack – die Lektüre an sich hat Spaß gemacht; war spannend und unterhaltsam.

Von mir gibt es daher – vielleicht etwas zähneknirschend und sehr zuversichtlich dass der nächste Fall wieder mehr zu beiten hat – 4 von 5 möglichen Sternen!