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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2024

Nicht ganz meins...

In Zeiten des Todes
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Von Luca d`Andrea habe ich bereits zwei Bücher gelesen und mochte seinen irgendwie "besonderen" Schreibstil sehr. Deshalb habe ich mich unheimlich gefreut, dass es wieder etwas Neues vom Autor gibt - diesmal ...

Von Luca d`Andrea habe ich bereits zwei Bücher gelesen und mochte seinen irgendwie "besonderen" Schreibstil sehr. Deshalb habe ich mich unheimlich gefreut, dass es wieder etwas Neues vom Autor gibt - diesmal sehr seitenstark und als Hardcover-Ausgabe.

Das Cover ist unheimlich gelungen, macht Lust auf kühle Winterstimmung und zieht definitiv die Leserschaft an. Die Geschichte selbst ist mit über 700 Seiten schon eine Herausforderung...Es geht um einen Serienmörder, der es vor allem auf junge Prostituierte abgesehen hat. Das Ganze nimmt sich einen wahren Kriminalfall als Vorlage und spielt im Südtirol der 90-er Jahre.

Was mir anfangs gleich etwas zu schaffen machte, sind die vielen Protagonisten...hier wäre vielleicht ein Personenregister von Vorteil gewesen, damit man alle richtig zuordnen kann. Der Kriminalfall an sich ist wirklich interessant und man bekommt auch einen Einblick, wie die Polizei in Italien arbeitet, dass dort manchmal etwas "anders" ermittelt wird. Ansonsten konnte mich die Spannung leider nicht zu 100% abholen - zu viele detailverliebte Beschreibungen der Ermittlungsarbeit störten bei mir den Lesefluss und ermüdeten eher beim Lesen. Auch kann man keine besondere Verbindung zu den Hauptpersonen aufbauen. Insgesamt finde ich, dass bei diesem Thriller etwas weniger "mehr" gewesen wäre und man sich vielleicht auf 200 Seiten weniger beschränkt hätte. Aber das ist meine Meinung - andere Leser empfinden vielleicht anders...

Luca d`Andrea konnte mich diesmal leider nicht ganz überzeugen. Ich bin aber trotzdem gespannt, was als nächstes von ihm kommen wird, denn normalerweise bin ich ein absoluter Fan seiner Bücher!

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Leider nicht so meins....

Wellenkinder
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Liv Marie Bahrow erzählt uns in "Wellenkinder" die Geschichte von Jan, Oda und Margit. Alle drei wurden von den Geschehnissen und dem Regime der DDR geprägt und ihre Schicksale sind dadurch miteinander ...

Liv Marie Bahrow erzählt uns in "Wellenkinder" die Geschichte von Jan, Oda und Margit. Alle drei wurden von den Geschehnissen und dem Regime der DDR geprägt und ihre Schicksale sind dadurch miteinander verwoben.
Als ich die Inhaltsangabe des Buches gelesen und das wunderschöne Cover des Buches gesehen habe, dachte ich mir: diese Geschichte musst du lesen! Ein Roman über verschiedene Zeitebenen erzählt, gefällt mir eigentlich immer recht gut...
Mit "Wellenkinder" hatte ich da so ein bisschen meine Probleme. Es wird immer abwechselnd aus der Sicht der drei Hauptprotagonisten erzählt, was normalerweise für Abwechslung und Spannung sorgt. Diese stellte sich bei mir leider nicht ein. Dies lag nicht an der Geschichte an sich selbst, vielmehr am Schreibstil der Autorin. Alles wirkt auf mich recht theatralisch und schwermütig. Klar, es handelt sich hier nicht um leichte Muse, doch möchte ich beim Lesen nicht in Schwermut verfallen. Ich konnte mich dadurch auch nicht richtig aufs Weiterlesen freuen, was unheimlich schade ist, denn die Geschichte hat so viel Potenzial.
Für mich war es einfach nicht das richtige Buch, leider. Vielleicht können sich andere Leser mit dem Erzählstil anfreunden und empfinden "Wellenkinder" ganz anders?
Aus meiner Sicht kann ich leider keine direkte Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Wohlfühllektüre mit Luft nach oben

Lake Paradise – Ein Zuhause für das Glück
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Von Manuela Inusa habe ich bereits "Das wunderbare Wollparadies" gelesen, was mir damals unheimlich gut gefallen hat. Umso gespannter war ich auf die neue Reihe "Lake Paradise", die nun mit ihrem ersten ...


Von Manuela Inusa habe ich bereits "Das wunderbare Wollparadies" gelesen, was mir damals unheimlich gut gefallen hat. Umso gespannter war ich auf die neue Reihe "Lake Paradise", die nun mit ihrem ersten Band startet.
Das Cover ist wunderschön in Rosatönen gestaltet und verspricht entspannte Unterhaltung und eine Wohlfühlatmosphäre.
Dies bekommt der Leser auch in Ansätzen. Es geht in der Geschichte um die junge Lexi, die ihren zukünftigen Ehemann vor zwei Jahren verloren hat und immer noch trauert. Da tritt der charismatische Aaron in ihr Leben - kann er Lexi wieder glücklich machen?
Die Hauptprotagonistin Lexi erscheint auf den ersten Blick sehr liebenswert, aber auch etwas naiv. Auch alle anderen Bewohner von Lake Paradise sind freundliche, aber leicht lebensfremde Charaktere. Diese gesellen sich in einer locker-leichten Geschichte zusammen, die meiner Meinung nach etwas vor sich hinplätschert und mir persönlich einfach ein bisschen zu wenig bietet. Entspannte Unterhaltung mag ich sehr gerne - allerdings fehlt mir hier ein wenig der Bezug zur Realität. Die kleine Liebesgeschichte rund um Lexi und Aaron ist ganz nett umschrieben, der Rest aber leider recht belanglos.
Deshalb kann ich dieses Buch leider nur bedingt weiterempfehlen. Wer aber gerne eine sehr leichte Geschichte zum Abschalten sucht, wird an "Lake Paradise" vielleicht seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 22.08.2020

Leider eine Enttäuschung...

Wo die Sterne tanzen
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Katharina Herzog zählt zu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Nachdem ich ihre letzten Bücher, vor allem die beiden ersten, mit absoluter Begeisterung gelesen habe, war die Freude auf "Wo die Sterne ...

Katharina Herzog zählt zu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Nachdem ich ihre letzten Bücher, vor allem die beiden ersten, mit absoluter Begeisterung gelesen habe, war die Freude auf "Wo die Sterne tanzen" natürlich riesig.

Ein gewohnt stimmungsvolles Cover im Aquarellstil und zarte Farben versprechen wieder eine wunderschöne Liebesgeschichte mit viel Gefühl. Jedes Kapitel startet mit einer Textpassage aus bekannten Musicals, passend zur Geschichte. Bis hierher alles wunderbar.

Aber die eigentliche Erzählung...nein, die konnte mich diesmal leider nicht im Ansatz packen. Viele Charaktere, einige davon nicht unbedingt wichtig für den Verlauf, lassen einen sehr oft auf das im hinteren Teil angebrachte Personenverzeichnis zurückgreifen.

Neles Geschichte, angesiedelt zwischen Juist und New York, kommt manchmal ziemlich überzeichnet daher. Musicals, Broadway, Nachtclub, die Eltern alternde Rockstars, ganz nebenbei ein bisschen Oma auf Juist...meiner Meinung nach will die Autorin in diesem Roman ein bisschen viel- und das geht auf Kosten der Geschichte. Die Liebesgeschichte - Nele zwischen zwei Männern, wird nur immer mal ein bisschen angedeutet und hat leider nicht den Charme der ersten Bücher von Katharina Herzog, der einen richtig in den Bann ziehen konnte. Romantische Passagen und tiefe Gefühle kommen fast überhaupt nicht vor. Sehr schade!

Mich hat das Buch diesmal sehr enttäuscht zurückgelassen. Ich hoffe, dass die Autorin bei ihren nächsten Büchern wieder zum altgewohnten Stil zurückfindet und mich wieder mit wunderbaren Emotionen gefangennehmen kann!

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Eine Geschichte über unerfüllte Liebe mit zu vielen Längen

Unsere glücklichen Tage
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Ein wunderschönes Cover in sommerlichen Farben umschließt den Debütroman von Julia Holbe. Es ist der Debütroman der Autorin und ich war entsprechend gespannt auf "einen Sommer am Meer, der alles für ...



Ein wunderschönes Cover in sommerlichen Farben umschließt den Debütroman von Julia Holbe. Es ist der Debütroman der Autorin und ich war entsprechend gespannt auf "einen Sommer am Meer, der alles für immer veränderte".

Die Autorin erzählt in "Ich"-Perspektive von den Freundinnen Lenica, Marie, Fanny und Elsa, sowie von Sean, der das (Liebes-)Leben der Frauen ordentlich durcheinanderbringt. Die Gruppe verbringt einen wunderschönen Sommer am Meer und danach ist nichts mehr wie es war. Was waren die Gründe?

Der Einstieg in die Geschichte war für mich nicht ganz einfach. Man erlebt diesen Sommer bis ins kleinste Detail, manchmal tritt die Erzählung etwas auf der Stelle und kommt nicht recht in Fahrt. Hauptsächlich wird von Sean und Elsa erzählt, auch Lenica spielt eine Rolle. Die anderen Freundinnen bleiben jedoch recht blass und nehmen nur eine kleine Nebenrolle in der Geschichte ein. Ich habe eine Geschichte über Freundschaft erwartet, die mich richtig packt und mitnimmt. Dafür war es mir ein bisschen zu wenig, es handelt sich eigentlich um eine reine Liebesgeschichte.

Was die Autorin aber wundersvoll beherrscht, sind die teilweise sehr stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen. Französisches Flair und Meeresluft zieht sich perfekt durch die Seiten. Auch ein kleiner Ausflug nach Irland ist dabei, der sehr atmosphärisch ist und einen die Landschaft richtig erahnen lässt.

Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht vollends begeistern, da ich mir unter der Geschichte etwas anderes vorgestellt habe und mir auch insgesamt zu viele Längen enthalten waren. Schade, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und sicher kann "Unsere glücklichen Tage" andere Leserinnen glücklich machen!

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