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Veröffentlicht am 08.10.2020

Konnte mich leider nicht überzeugen

Celestial City - Akademie der Engel
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Dieses Buch habe ich bereits vor einer Woche gelesen und ich habe es irgendwie versäumt, zeitnah eine Rezension dazu zu verfassen. Und jetzt kann ich mich fast gar nicht mehr an den Inhalt erinnern - ...

Dieses Buch habe ich bereits vor einer Woche gelesen und ich habe es irgendwie versäumt, zeitnah eine Rezension dazu zu verfassen. Und jetzt kann ich mich fast gar nicht mehr an den Inhalt erinnern - und das spricht wohl wiederum für meine eher durchwachsene Bewertung des Buches.

Für dieses Buch habe mich spontan beworben, weil Geschichten rund um Engel und Dämonen zu meiner liebsten Fantasy-Sparte gehören. Positiv ins Auge gestochen ist mir auch das wunderschöne deutsche Cover, gegen das das englische Originalcover nicht einmal annähernd ankommt.

Der Einstieg in die Story hat mir noch gut gefallen. Brielle ist (zumindest am Anfang) noch eine starke, schlagfertige Protagonistin, die gelernt hat, sich selbst durchs Leben zu schlagen. Sie lebt in der gefährlichen Welt von Dämonen und Sklaven und wird aufgrund eines Deals, der ihre Mutter vor Jahren mit einem Dämon abgeschlossen hat, wohl auch für immer in der Schuld dieser Wesen stehen. Na ja, das dachte sie zumindest, denn eines Tages wird sie doch überraschend in die Akademie der Engel aufgenommen und trifft auf einen attraktiven jungen Mann, der sie ausbilden soll.

Und das war dann leider auch der Punkt, an dem mich der Plot allmählich verloren hat, denn spätestens nach Brielles Aufnahme im Engelsinternat, entwickelt sich die Handlung so klischeehaft und vorhersehbar weiter, dass ich mein Interesse verloren und die zweite Hälfte nur noch quergelesen habe. Angefangen bei den stereotypen Charakteren, bis hin zur Insta-Liebesgeschichte hat sich alles wie ein weiterer 0815-Abklatsch ähnlicher YA Fantasy Reihen angefühlt.

Leider war auch der Schreibstil etwas, der mich weder packen, noch richtig überzeugen konnte. Die Beschreibungen haben sich teilweise sehr umgangssprachlich gelesen und gerade die Dialoge habe ich als stark verbesserungswürdig empfunden.

Das Buch hebt sich leider kaum aus der Masse der YA Fantasybücher hervor und nutzt fast alle Klischees und Stereotype, die das Genre zu bieten hat. Damit konnte ich leider nicht überzeugt werden.

Fazit:
Celestial City besticht vor allem durch sein wunderschönes Cover und dem interessanten Worldbuilding einer zweigeteilten Stadt, die von Engeln und Dämonen regiert wird. Leider wird dieses Potenzial im weiteren Verlauf aber nicht genutzt und stattdessen bekommt man eine sehr klischeehafte Young Adult Romantasy Geschichte mit stereotypen eindimensionalen Charakteren zu lesen, die noch dazu mit einem maximal mittelmässigen, umgangssprachlichen Schreibstil erzählt wird. Es gibt leider deutlich bessere Engelsgeschichten. Diese hier konnte mich leider gar nicht überzeugen und bekommt von mir deshalb nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.08.2020

Ein enttäuschender Abschluss

EMBER QUEEN
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Nachdem mich der vielversprechende Reihenauftakt in die gleichnamige Ash Princess Trilogie vor zwei Jahren sehr neugierig gemacht hatte, der zweite Band jedoch im Vergleich schon etwas enttäuschender gewesen ...

Nachdem mich der vielversprechende Reihenauftakt in die gleichnamige Ash Princess Trilogie vor zwei Jahren sehr neugierig gemacht hatte, der zweite Band jedoch im Vergleich schon etwas enttäuschender gewesen war, hatte ich grosse Hoffnungen, dass mich das Finale wieder mehr begeistern würde. Leider war das Gegenteil der Fall und ich weiss eigentlich gar nicht genau, was ich da eigentlich gelesen habe.

Auch der dritte Band setzt nahtlos an die Handlung seines Vorgängers an und die Lage in Astrea spitzt sich zu. Mit Cress als neuer Antagonistin stehen die Rebellen kurz vor einem Krieg und sie haben ein Ass im Ärmel: Cress weiss nicht, dass Theo noch am Leben ist. Das gibt Theo Zeit ihrem neuen Titel als "Ember Queen" gerecht zu werden und Pläne zu schmieden, wie sie Cress ein für allemal besiegen kann.

Und das ist alles. Fast 90% des Buches drehen sich genau um das: Das Pläne schmieden. Mir waren bereits im zweiten Band die politischen Überlegungen und Diskussionen zu langatmig, aber hier übertrifft das strategische Denken noch einmal alles. Es kam mir so vor, als hätte sich Theo und ihre Gefolgsleute die ganze Zeit über nicht vom Fleck bewegt und nur darüber sinniert, wie sie Cress am besten stürzen können. Natürlich ist der Plan nicht so simpel, weil er viele Gefahren birgt und auch das eine oder andere Todesopfer fordert, aber trotzdem muss ein Buch auch ein bisschen Action enthalten, um mich bei der Stange zu halten. Hier hat man allerdings vergeblich auf überraschende Plot Twists oder überhaupt irgendeinem Fortschritt der Handlung gewartet. Das Erzähltempo ist unglaublich träge und hat die Story zäh wie Kaugummi erscheinen lassen.
Hinzu kommt, dass ich keinen Zugang zu Theo oder irgendeinem anderen Charakter mehr gefunden habe. Vermutlich lag es an der fehlenden Spannung, aber mir waren die meisten Personen und ihre Schicksale egal. Und nachdem die Autorin in den beiden Vorgängern immer wieder ein Liebesdreieck angedeutet hatte, blieb selbst die Romantik in diesem Buch fast gänzlich auf der Strecke - was für einen Young Adult Fantasy Roman doch eher untypisch ist.
Kurzum: Es gab eigentlich nichts, das dieses Buch für mich wirklich interessant gemacht hat. Mein Desinteresse ist stattdessen zunehmend grösser geworden, so dass ich den letzten Viertel nur noch quergelesen habe. Der Showdown am Ende des Buches kam schliesslich nach den sehr trägen 500 vorangegangenen Seiten viel zu spät, ist viel zu kurz und enthält zu wenige Überraschungen - bis auf den Tod eines Charakters, der mich leider auch nicht mehr wirklich mitnehmen konnte.

Leider muss ich abschliessend sagen, dass die Reihe für mich zunehmend schlechter geworden ist und gerade dieser letzte Band für ein Finale sehr spannungsarm und ohne wirklichen ersichtlichen Plot verlaufen ist.

Fazit:
Nach diesem abschliessenden finalen Band der Ash Princess Trilogie muss ich leider ein ernüchterndes Fazit ziehen und - so leid es mir tut - feststellen, dass die Reihe stetig schlechter und spannungsarmer geworden ist. Dieser finale Band war für mich zäh wie Kaugummi und hatte nicht wirklich einen Plot, der dem Buch irgendeine Daseinsberechtigung gibt. Auch der Showdown am Ende hat mich unbeeindruckt zurückgelassen. Leider ein enttäuschender Abschluss für eine Young Adult Reihe, die man in meinen Augen nicht unbedingt gelesen haben muss. Dazu konnten mich die beiden Fortsetzungen leider zu wenig überzeugen. Schade, aber dieses Mal kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 18.07.2020

Das war wohl nichts...

Blackcoat Rebellion - Das Los der Drei
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Dieses Buch hat sich für mich beim Lesen so angefühlt, als ob man sich in einem einen freien Fall befindet: Die ersten paar Meter haben sich neu und aufregend angefühlt, bis man in der Hälfte des Falls ...

Dieses Buch hat sich für mich beim Lesen so angefühlt, als ob man sich in einem einen freien Fall befindet: Die ersten paar Meter haben sich neu und aufregend angefühlt, bis man in der Hälfte des Falls merkt, dass man den Fallschirm vergessen hat und am Schluss schliesslich ungebremst auf dem Boden aufprallt. Was ich damit meine, möchte ich im Folgenden natürlich genauer erläutern.

Auf das Buch habe ich mich sehr gefreut, weil ich endlich mal wieder eine Dystopie lesen konnte. Die Prämisse des Buches war typisch für das Genre, hat mich aber trotzdem neugierig gemacht: Es geht um eine junge Protagonistin, die in einer dystopischen Zukunft lebt. Das Worldbuilding sieht so aus, dass alle Menschen in Klassen zwischen I - VI eingeteilt werden, bis auf die Hart-Familie, die als einzige eine VII sein dürfen. Kurz vor dem 18. Geburtstag müssen die Menschen eine Prüfung absolvieren, durch die sie in eine der Klassen eingeteilt werden. Je höher man hier eingestuft wird, desto bessere Positionen sind einem möglich. Leider vergeigt Kitty ihre Prüfung, weil sie nicht lesen kann und wird in eine niedrige Klasse eingeteilt. Ihre Hoffnung liegt nun darauf, dass ihr fester Freund Benjy besser als sie abschneidet und sie ihn schliesslich heiraten kann. (Randnotiz: Warum hat man sich im Deutschen für diese merkwürdige Schreibweise entschieden, statt für 'Benji' wie im englischen Original?). Mehr oder weniger durch Zufall wird sie plötzlich von Daxton Hart aufgesucht, der ihr das Angebot macht, in die höchste Klasse aufzusteigen, wenn sie einwilligt, sich als seine Nichte Lila auszugeben, die vor kurzem verstorben ist, was die Öffentlichkeit allerdings nicht weiss. Kitty bleibt nichts anderes übrig, als dieses Angebot einzugehen, um ein besseres Leben führen zu können.

Dieser Einstieg fand ich sehr interessant und vielversprechend und das Worldbuilding hat mich neugierig gemacht. Doch nachdem Kitty bei den Harts ankommt und zu Lila gemacht wird, verliert die Story leider an Spannung. Kitty verbringt die meiste Zeit nur im Anwesen der Harts und lernt die verschiedenen Familienmitglieder kennen, die alle ein Geheimnis haben und ihre ganz eigenen Pläne verfolgen. Je mehr Kitty alias Lila darüber erfährt, desto gefährlicher wird die Situation für sie.

Das Erzähltempo ist sehr schnell und eher Handlungsgetrieben, so dass nicht wirklich auf das Innenleben der einzelnen Charaktere eingegangen wird, was leider dazu führt, dass es allen Charakteren an Tiefgang fehlt. Das macht ihre Handlungen teilweise sehr willkürlich und für mich unverständlich, gerade weil die Autorin in der zweiten Hälfte ständig mit neuen Plot Twists um die Ecke kommt, die für mich nicht immer Sinn ergeben haben. Diese Enthüllungen haben leider nicht dazu geführt, dass die Geschichte spannender geworden wäre, es war eher so, dass sie dadurch immer unglaubwürdiger geworden ist. Ich konnte die Beweggründe der angeblichen "Bösewichte" nicht nachvollziehen, ebenso wenig wie ihr Motiv. Es war so, als hätte es einfach Antagonisten gebraucht - Punkt. Statt einer stringenten Geschichte, die sich nach und nach entwickelt und in einem spannenden Showdown endet, werden immer wieder neue Dinge eingeworfen, die aber dann nicht näher beleuchtet werden. Die Reihe heisst "Blackcoat Rebellion" - es geht also um eine Gruppierung von Rebellen, die im Buch aber nur am Rande erwähnt wird. Mir war überhaupt nicht klar, welche Rolle sie in diesem Worldbuilding eingenommen haben und welche Ziele sie verfolgt haben. Aber das war mir bei den "Bösen" auch nicht klar.

Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. So sehr ich überraschende Plot Twists auch schätze, hier folgt eine überraschende Enthüllung auf die andere, was mich zunehmend verwirrt hat und in dieser Menge einfach nur noch unglaubwürdig war. Einen roten Faden habe ich der zweiten Hälfte komplett aus den Augen verloren. Damit hat die Autorin letztendlich eine eigentlich interessante Idee mit ihrem seltsamen Storytelling komplett zunichtegemacht. Im letzten Viertel hat mich die Geschichte dann komplett verloren und ich habe die letzten Kapitel nur noch quergelesen.

Fazit:
"Das Los der Drei" war ein anfangs vielversprechender Reihenauftakt, der sich dann durch etliche Plot Twists leider zu einer verwirrenden Handlung entwickelt. Die Charaktere bleiben ohne Tiefgang und es war für mich schwierig nachzuvollziehen, was die Motive hinter dem Verhalten der meisten Personen war. Vieles wurde nur angeschnitten, aber nicht weiter thematisiert, wodurch das Potenzial des Worldbuildings leider nicht wirklich genutzt wurde. Ein guter Anfang, der in einem desaströsen Abschluss endet und mich eher verwirrt, als begeistert zurückgelassen hat. Ich kann deshalb nur zwei Sterne vergeben und werde die Reihe auch nicht mehr weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Mir hat leider der "Thrill" gefehlt

Die Frau ohne Namen
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Auf den neuen Mystery Thriller des Autorenduos Greer Hendricks und Sarah Pekkanen war ich sehr gespannt. Ihr Bestseller "The Wife Between Us" befand sich schon seit dem Hype um das Buch auf meiner To-Read ...

Auf den neuen Mystery Thriller des Autorenduos Greer Hendricks und Sarah Pekkanen war ich sehr gespannt. Ihr Bestseller "The Wife Between Us" befand sich schon seit dem Hype um das Buch auf meiner To-Read Liste, doch dann ist mir ihr neuer Thriller zuvorgekommen. Es war mein erstes Buch der beiden Autorinnen und ich hatte hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt werden konnten.
Angegeben wird das Buch, wie oben erwähnt, als Mystery Thriller, was ich aber abschliessend nicht ganz unterschreiben kann. "Thriller" bedeutet für mich, dass das Buch stetig Spannung aufbaut und die Leserinnen im besten Fall so fesseln kann, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Bei "Die Frau ohne Namen" hat sich dieses Gefühl bei mir leider überhaupt nicht eingestellt und ich habe die Handlung als eher langatmig und zäh empfunden.

Im Buch verfolgen wir zwei Protagonistinnen. Auf der einen Seite haben wir Jess, eine Kosmetikerin, die eher durch Zufall in eine psychologische Studie gerät. Auf der anderen Seite haben wir die Psychiaterin Dr. Shields, die das Experiment durchführt und eine grosse Faszination für Jess zu hegen scheint. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine seltsame Abhängigkeit, die weit über das eigentliche Experiment hinausgeht. Spätestens nachdem Jess im Rahmen des Experiments einen Mann kennenlernen soll, der sich als der Ehemann von Dr. Shields entpuppt, merkt sie, dass die Psychiaterin mit ihr ein falsches Spiel spielt. Jetzt muss sie nur noch rausfinden, was für ein Spiel das ist...

Ich muss leider gestehen, dass ich die komplette Story als total unglaubwürdig empfunden habe. Allein dieses Experiment zu Studienzwecken hat für mich keinen Sinn ergeben und würde in der Realität niemals so durchgeführt werden. Doch darüber hätte ich noch hinwegsehen können, denn es handelt sich schliesslich um Fiktion. Was ich aber nicht nachvollziehen konnte, war Jess' Verhalten. Sie lässt sich ahnungslos und naiv auf das Experiment ein, in der ihr sehr intime und persönliche Fragen gestellt werden, die sie dann nach einem kurzen Zögern wahrheitsgemäss beantwortet, ohne zu wissen, was mit ihren Antworten geschieht. Doch gerade durch ihre Antworten, scheint Dr. Shields ein persönliches Interesse an ihr zu entwickeln, was sie zu keinem Zeitpunkt zu verbergen versucht. Obwohl zum Schein weiterhin von einem Experiment gesprochen wird, gehen die darauffolgenden Aufgaben weit über eine Studie hinaus. Und hier begann das Buch für mich unsinnig zu werden, den Jess stellt kaum Fragen und befolgt wie Lämmchen Dr. Shields Anweisungen (bei denen sie sich auf fremde Männer einlassen soll, was in Anbetracht der Bezahlung einer Prostitution gleichkommt). Während angedeutet wird, dass Dr. Shields aus Eifersucht handelt und einen perfiden Plan verfolgt, war mir völlig schleierhaft, was Jess' Beweggründe waren, der Psychiaterin so blind zu vertrauen.

Dieses Spielchen zwischen den beiden Frauen zieht sich dann über das ganze Buch hinweg durch. Ich bin es mir von guten Thrillern gewöhnt, dass nach und nach verschiedene Verstrickungen einzelner Charaktere aufgelöst werden, doch hier blieb das leider aus und es wurde einfach kein Licht am Ende des Tunnels ersichtlich. Anstatt, dass man das Verhalten der Charaktere besser hätte nachvollziehen können, wurden ihre Handlungen immer unsinniger und abstruser. Bis zuletzt hatte ich gehofft, dass mein Durchhalten am Ende wenigstens durch einen überraschenden Plot-Twist oder ein Aha-Erlebnis belohnt wird, doch leider blieb auch das aus. Das Ende war leider genauso bedeutungslos, wie der Rest des Buches und hat mich dementsprechend enttäuscht zurückgelassen.

Ich kann den Hype um die Autorinnen leider nicht teilen, denn ihr Erzählstil fand ich für einen Thriller sehr monoton und langatmig und die Idee hinter dem Buch konnte mich leider auch gar nicht überzeugen. Meinen Geschmack scheinen sie deshalb nicht getroffen zu haben und "The Wife Between Us" werde ich auch nicht mehr lesen. Schade, aber es gibt meiner Meinung deutlich bessere Thriller-Autor
innen.

Fazit:
"Die Frau ohne Namen" erzählt die Geschichte einer Frau, die sich auf ein psychologisches Experiment einlässt, das ungeahnte Folgen nach sich zieht. Sie entwickelt eine abhängige Beziehung zur Psychiaterin, die das Experiment durchführt und bemerkt zu spät, dass sie in die Fänge eines wirren Spiels gelangt ist. Leider konnte mich das Buch nicht fesseln und ich habe den Plot und das Verhalten der Protagonistin als unglaubwürdig empfunden. Für mich fehlte eindeutig der "Thrill" in diesem Thriller. Von mir gibt es deshalb nur enttäuschte zwei Sterne. Eine Leseempfehlung kann ich dieses Mal leider nicht aussprechen.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Alles schon einmal gelesen...

Dark Elements 4 - Glühende Gefühle
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Da schwindet sie dahin, meine Begeisterung für Jennifer L. Armentrout und ihre Bücher. Als ich vor ein paar Jahren ihre Lux Reihe zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich die Bücher nicht mehr aus der Hand ...

Da schwindet sie dahin, meine Begeisterung für Jennifer L. Armentrout und ihre Bücher. Als ich vor ein paar Jahren ihre Lux Reihe zum ersten Mal gelesen habe, konnte ich die Bücher nicht mehr aus der Hand legen. Gleich anschliessend ging es mir mit der Dark Elements Reihe ähnlich. Ich war so begeistert, dass ich nicht mal auf die deutschen Übersetzungen des zweiten und dritten Bandes warten konnte. Zum damaligen Zeitpunkt habe ich jedes Buch der Autorin verschlungen, das ich in die Hände bekommen habe. Und JLA ist - verständlicherweise - zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden.

Nun, einige Jahre später hat sich das Blatt gewendet. Die letzten Bücher, die ich von JLA gelesen habe, haben mich allesamt mit einem gemischten Gefühl zurückgelassen. Und leider reiht sich da auch "Glühende Gefühle", der Autakt zur Spin-Off Reihe zu Dark Elements ein. Die Trilogie war, wie auch die Lux-Reihe, ursprünglich abgeschlossen. Statt mit neuen, innovativen Young Adult Fantasy Reihen zu überraschen, nutzt JLA ihre Zeit dafür, ihre bereits bestehenden Fantasy-Universen weiter auszuschlachten. An und für sich habe nichts gegen Spin-Offs, aber "Glühende Gefühle" hat sich für mich leider wie ein Abklatsch der bisherigen Bücher der Autorin angefühlt. Zayne kennt man bereits aus der Mutterserie, in der er eine grössere Rolle gespielt hat. Und da er liebestechnisch in der ursprünglichen Reihe leer ausgegangen ist, muss im Spin-Off ein neues Love Interest geschaffen werden. Und das ist in diesem Fall Trinity. Trinity liest sich so, wie gefühlt alle anderen Protagonistinnen aus JLAs anderen Büchern. Und das, obwohl sie etwas Besonderes sein soll. Das war Layla in der Dark Elements Trilogie aber auch. Oder Alex in der Dämonentochter Reihe. Oder Ivy in der Wicked Reihe.

Ich hatte bei "Glühende Gefühle" den Eindruck, zum gefühlt fünften Mal die gleiche Geschichte zu lesen, nur die Namen werden jedes Mal ausgetauscht. JLAs Schreibstil ist zwar nach wie vor überzeugend, ihre Plots sind es leider nicht. Jeder Charakter liest sich wie ein Abziehbildchen einer ihrer anderen Reihen und auch die Handlung verläuft immer nach einem ähnlichen Schema. Und das gilt auch für die Nebencharaktere. Auch in "Glühende Gefühle" gibt es mit Peanut, einem Geist, den nur Trinity sehen kann, wieder einen frechen Sidekick, der ihr zur Seite steht. Nur hat sich das in diesem Fall wie eine 1:1 Kopie von Tink aus der Wicked Reihe angefühlt.
Generell erinnert der Ablauf der Story sehr an die Wicked Reihe. Trinity jagt Dämonen, wird dabei von Zayne - ihrem Love Interest - unterstützt, wobei während 85% des Buches eigentlich nichts Nennenswertes passiert. Irgendein bösartiger Dämon treibt sein Unwesen und Trinity hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihn aufzuspüren. Dabei gerät sie jedoch selbst in Gefahr und im Schlussteil des Buches überschlagen sich die Ereignisse in einem Showdown, der wieder einmal durch den Verrat einer nahestehenden Person der Protagonistin ausgelöst wird. Genau das Gleiche hatten wir auch schon in Wicked. Nebenbei gibt es noch ein kurzes Wiedersehen mit Layla und Roth, das vor allem als Fan Service für Fans der Mutterreihe dienen soll. Das war's dann auch.

Wer JLAs Bücher liebt und nichts dagegen hat, zum x-ten Mal eine ähnliche Story zu lesen, der wird auch an diesem Buch seine Freude haben. Mich konnte das Buch leider gar nicht überzeugen, weil es nichts Neues bietet. Da wird in mir der Verdacht laut, dass man die Geldkuh immer wieder aufs Neue melken will

Fazit:
"Glühende Gefühle" ist der Reihenauftakt zu einem Spin-Off zur Dark Elements Reihe von JLA. Leider bietet die Autorin hier nichts Neues und für mich hat es sich angefühlt, als würde ich zum x-ten Mal die gleiche Story lesen, nur dass die Namen ausgetauscht wurden. Wer allerdings über diesen Umstand hinwegsehen kann, der wird auch an diesem Buch seine Freude finden. Ich war jedoch sehr enttäuscht bloss eine Kopie ihrer anderen Werke zu lesen und werde dieses Spin-Off deshalb auch nicht mehr weiterverfolgen. Mehr als 2 Sterne kann ich dieses Mal nicht vergeben.

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