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Veröffentlicht am 05.05.2020

Gefangen in der Burg

Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen in der Burg
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„Gefangen in der Burg“ enthält zwei Rätselgeschichten für Kinder ab 8 Jahren. Ziel ist es durch das Lösen der zum Teil sehr kniffligen Aufgaben den Weg aus der Burg zu finden. Sowohl die Gestaltung (Schriftart, ...

„Gefangen in der Burg“ enthält zwei Rätselgeschichten für Kinder ab 8 Jahren. Ziel ist es durch das Lösen der zum Teil sehr kniffligen Aufgaben den Weg aus der Burg zu finden. Sowohl die Gestaltung (Schriftart, Schriftgröße, Satzlänge) als auch die Verständlichkeit des Inhalts ist perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt. Da die Rätsel teilweise wirklich schwer sind haben auch etwas ältere Kinder ihre Freude an dem Buch. Bei uns haben die Jungs (9 und 13) lange geraten und sich selbst beschäftigt, allerdings war hin und wieder auch Hilfe durch mich notwendig, da sie alleine nicht weiterkamen. Zum Lösen der Rätsel ist nämlich nicht immer nur logisches Denken erforderlich, sondern hin und wieder muss auch um die Ecke gedacht werden. Zudem ist oftmals Kreativität beim Knobeln gefragt. Hierzu muss dann teilweise auch in das Buch geschrieben oder etwas herausgeschnitten werden. Dies macht zwar viel Spaß, aber leider ist das Buch halt auch nur einmal nutzbar.

Wir haben aufgrund von Corona alle vier Bücher dieser Reihe gekauft und sie haben mir eine ungestörte Zeit im Home Office ermöglicht. Allerdings fanden die Jungs dieses Buch am schwersten und hatten am wenigsten Freude damit. Daher kann ich vor allem die anderen drei Bücher (Gefangen im Hotel, im Funpark und auf der Insel) empfehlen.

FAZIT:
„Exit Room Rätsel: Gefangen in der Burg“ ist ein großer Rätselspaß auch für Kinder, welche schon älter als die angegebene Zielgruppe sind. Kinder können sich hiermit selbst beschäftigen und es ist Durchhaltevermögen gefragt. Da einige Rätsel etwas zu schwer sind und dieses Buch meinen Jung am wenigsten gefallen hat, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 29.04.2020

Gerecht ist nur der Tod

Gerecht ist nur der Tod
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Ein prominenter Unternehmer wird auf dem Weg zu seiner Trauung vor den Augen der Öffentlichkeit erschossen. Sofort beginnen der erfahrene Ermittler Schellenberg und sein Team mit den Ermittlungen, aber ...

Ein prominenter Unternehmer wird auf dem Weg zu seiner Trauung vor den Augen der Öffentlichkeit erschossen. Sofort beginnen der erfahrene Ermittler Schellenberg und sein Team mit den Ermittlungen, aber sie erhalten Unterstützung von der Psychologin und Journalistin Ina. Diese wurde von der Leitung beauftragt die seelische Belastung der Polizisten zu analysieren, aber gerade die Polizistin Bulut ist damit nicht einverstanden und macht Ina das Leben schwer. Unerwartet gerät jemand aus den eigenen Reihen unter Verdacht und plötzlich scheint alles ganz anders als zuvor vermutet.

Judith Bergmanns Schreibstil ist sehr lebendig, flüssig und einfach zu lesen. Als Leser wird man sofort in die Ermittlungen eingebunden und kann daher problemlos in die Handlung einsteigen. Obwohl direkt zu Beginn des Krimis ein Mord geschieht, kommt dennoch nur wenig Spannung auf. Die Handlung hat sich meiner Meinung nach etwas in die Länge gezogen. Ab etwas mehr als der Hälfte nimmt die Handlung allerdings an Fahrt auf und die Spannung wird zunehmend gesteigert, allerdings nie wirklich nervenzerreißend.

Die einzelnen Protagonisten sind gut gezeichnet, facettenreich und authentisch, weshalb man ihre Ermittlungen gerne verfolg. Auch die Einblicke in das Privatleben der Charaktere haben mir gut gefallen und die einzelnen Figuren nochmals menschlicher erscheinen lassen. Besonders gelungen finde ich, dass sich die Handlung rund um eine Journalistin dreht und sich somit von andern Krimis unterscheidet.

Fazit:
„Gerecht ist nur der Tod“ ist ein solider Kriminalroman der sich anfangs etwas in die Länge zieht, aber mit zunehmender Seitenzahl auch an Spannung gewinnt. Besonders gelungen finde ich die Frage nach Gerechtigkeit und deren Bedeutung für Opfer und Angehörige. Ich vergebe 3 Sterne!

Veröffentlicht am 23.04.2020

Bauernhoftiere

Wieso? Weshalb? Warum? Mein junior zum Hören, Band 1: Bauernhoftiere
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Mein Kind ist gerade in dem Alter, in welchem wir spielerisch die Sprachentwicklung fördern und viele Bücher ansehen. Dieses Buch hat mich sehr angesprochen, da ich die Idee mit dem Ton sehr toll finde. ...

Mein Kind ist gerade in dem Alter, in welchem wir spielerisch die Sprachentwicklung fördern und viele Bücher ansehen. Dieses Buch hat mich sehr angesprochen, da ich die Idee mit dem Ton sehr toll finde. Hier lernt das Kind nicht nur das Tier am Aussehen zu Erkennen und Bennen sondern auch deren Geräusche.

Die Illustrationen sind detailreich, liebevoll gestaltet und farbenfroh, aber nicht zu knallig. Die Bilder wirken lebensnah und sind äußerst kindgerecht. Mein Kind betrachtet die Bilder gerne und entdeckt auch immer wieder Kleinigkeiten, welches es versucht zu benennen. Durch kindgerecht Texte, welche auf die Zielgruppe perfekt abgestimmt sind, wird zudem interessantes Wissen zu den einzelnen Tierarten vermittelt.

Leider kann mich die Umsetzung im Gesamten nicht wganz überzeugen. Einserseits stört mich, dass sich in dem Buch nur fünf verschiedene Tierarten finden. Hier hätte ich mir eine größere Auswahl gewünscht. Auch die Lösung mit dem Auslösen der Geräusche ist nicht ideal umgesetzt und funktioniert oftmals nicht, was bei meinem Kind oft zu Enttäuschungen führt und das Buch deshalb weg legt.

FAZIT:
„Mein junior zum Hören- Bauernhoftiere“ hat eine super Grundidee und ist liebevoll gestaltet. Leider gibt es nur fünf Tierarten und auch die Geräusche funktionieren oftmals nicht, weshalb mein Kind schnell enttäuscht ist oder sich langweilt. Daher vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 23.04.2020

Die Tanzenden

Die Tanzenden
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Ganz Paris will sie sehen: Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, der Salpêtrière, sollen Louise und Eugénie in dieser Ballnacht glänzen. Ob die Hysterikerinnen nicht gefährlich seien, raunt sich die versammelte ...

Ganz Paris will sie sehen: Im berühmtesten Krankenhaus der Stadt, der Salpêtrière, sollen Louise und Eugénie in dieser Ballnacht glänzen. Ob die Hysterikerinnen nicht gefährlich seien, raunt sich die versammelte Hautevolee zu und bewundert ihre Schönheit gerade dann, wenn sie die Kontrolle verlieren. Für Louise und Eugénie aber steht an diesem Abend alles auf dem Spiel: Sie wollen aus ihrer Rolle ausbrechen, wollen ganz normale Frauen sein, wollen auf dem Boulevard Saint-Germain sitzen und ein Buch lesen dürfen, denken und träumen und lieben dürfen wie die Männer.
Mit verblüffender Lebendigkeit erzählt Victoria Mas in »Die Tanzenden« vom Aufbruch derer, die sich nicht zufriedengeben, von berührender Solidarität und unbeirrbarem Mut.

Victoria Mas Schreibstil ist flüssig und bildgewaltig. Man fühlt sich beim Lesen direkt in die Handlung versetzt und kann dieser problemlos bis zum Ende folgen. Mich konnte das Buch von der ersten Seite an fesseln und ich habe es daher binnen kürzester Zeit beendet. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin das bedrückende Thema locker, teilweise sogar humorvoll beschreibt aber nicht ins Lächerliche zieht und es ernst nimmt. Dennoch bin ich mit der Umsetzung des Themas Psychiatrie nicht ganz zufrieden, da mir hier einfach zu viel Potenzial verloren ging (aber dies könnte auch an meinem beruflichen Hintergrund liegen). Da ich mich selbst viel mit der Psychiatrie im 19 Jahrhundert und den damaligen Methoden beschäftigt habe, fand ich diesen Roman zu positiv. Mir hat die Kritik an den damaligen Behandlungsmethoden gefehlt. Das Gesamtbild der Psychiatrie erschien mir insgesamt zu positiv und hat meine Erwartungen an den Roman daher leider nicht ganz erfüllt. Ganz im Gegenteil hatte ich beim Lesen oftmals den Eindruck, dass die unmenschlichen Behandlungsmethoden klein geredet oder gar übersehen wurden, ich hatte hin und wieder sogar den Eindruck, dass es ja gar nicht schlimm war zur damaligen Zeit in die Psychiatrie eingewiesen zu werden.

Die Protagonisten sind allesamt interessant und hätten sehr viel Potenzial, aber leider waren sie für mich oftmals nicht gut genug ausgearbeitet. Gerade Therese fand ich etwas fehl am Platz. Therese kann Geister sehen und mit ihnen in Kontakt treten. Meiner Meinung nach ist sie zwar ein gutes Beispiel für eine psychisch kranke Frau, aber zum Darstellen, dass gesunde Frauen zu Unrecht in der Psychiatrie festgehalten und dort unmenschlich behandelt werden, ist sie nicht geeignet. Aber auch die Hauptprotagonistin Louise hätte bezüglich der im Klappentext angekündigten Themen Mut und Solidarität deutlich mehr Potenzial gehabt. Sie blieb mir insgesamt leider etwas zu blass und zu wenig ausgearbeitet.

FAZIT:
Da ich selbst mit psychisch kranken Menschen arbeite und im Studium viel über die historische Entwicklung der Psychiatrie gelernt habe, war ich richtig gespannt auf „Die Tanzenden“ und die Umsetzung eines wirklich wichtigen Themas mit viel Potenzial. Leider konnte mich die Umsetzung nur bedingt begeistern, da allen voran die Protagonisten nicht facettenreich genug waren. Daher vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 19.04.2020

Nach Mattias

Nach Mattias
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Mattias ist ein lebenslustiger Mensch, umso härter trifft sein Tod seine Familie und Freunde. Seine Mutter, seine Partnerin Amber und sein bester Freund müssen lernen mit dem Verlust weiterzuleben. Aber ...

Mattias ist ein lebenslustiger Mensch, umso härter trifft sein Tod seine Familie und Freunde. Seine Mutter, seine Partnerin Amber und sein bester Freund müssen lernen mit dem Verlust weiterzuleben. Aber auch mehrere andere Menschen, deren Wege sich aufgrund von Mattias Tod treffen, finden Platz in dem Roman.

Peter Zantingh beschreibt in seinem Roman sehr einfühlsam, wie der Tod eines Menschen sein gesamtes Umfeld beeinflusst. Dabei geht er nicht nur auf die nächsten Angehörigen sondern auch jene Menschen ein, die den toten eher flüchtig kannten. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da es in meiner Familie und dem Umfeld in den letzten Jahren auch einige Todesfälle gab. Gerade deshalb war ich etwas enttäuscht, dass mich Peter Zantinghs Roman nicht wirklich ergreifen oder berühren konnte. Trotz des flüssigen und einfühlsamen Schreibstils ging mir die Handlung nicht nah und ich hatte bis zum Ende eine gewisse Distanz zur Handlung. Der Autor hat die Auswirkung des Todesfalls auf das Umfeld raffiniert geschildert und geht darauf ein, wie das Leben dennoch weitergeht aber anders.

FAZIT:
„Nach Mattias“ ist ein einfühlsam geschilderter Roman, dessen Umsetzung mich persönlich leider nicht ganz ergreifen und berühren konnte. Daher vergebe ich 3 Sterne!