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Veröffentlicht am 22.06.2020

Ist der Mensch gut oder böse?

Mind Games
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„Dein Geschenk ist das Spiel – traust du dich zu spielen?“ Dazu erhältst du eine URL und einen Zugangscode. Würdest DU spielen?

Lana erhält eben diese Einladung an ihrem Geburtstag und ist kurz darauf ...

„Dein Geschenk ist das Spiel – traust du dich zu spielen?“ Dazu erhältst du eine URL und einen Zugangscode. Würdest DU spielen?

Lana erhält eben diese Einladung an ihrem Geburtstag und ist kurz darauf verschwunden. Ihre 16jährige Tochter wendet sich an Marcus Jameson, einen ehemaligen Mitarbeiter des MI-6, und an Privatdetektivin und Psychologin Dr. Augusta Bloom. Schnell finden sie heraus, dass Lana nicht die einzige verschwundene Person ist und das alle Vermissten wohl Gemeinsamkeiten hatten.

Es gibt zunächst zwei Erzählstränge, zum einen den Vermisstenfall und dann noch Gespräche mit einer 14jährigen, die einen Mann in Notwehr fast mit einem Bleistift erstochen hat. Zwischen diesen wird immer hin und her gesprungen und lange Zeit war mir völlig unklar, wie die beiden Handlungen zusammenhängen. Verbindungsglied war Augusta, die ich als Person extrem spannend fand, ihre Fähigkeit Menschen zu analysieren und zu durchschauen ist phänomenal und die Ausführungen zu Eigenschaften von Psychopathen fand ich äußerst interessant. Und auch die 14jährige Seraphina konnte mich faszinieren, ihre Gedankengänge und ihre manipulative Art haben mich ebenso schaudern lassen, wie die Gefühlskälte und Emotionslosigkeit, die sie an den Tag legte.

Mich hat das Grundthema des Buches - was macht Psychopathen aus, welche Eigenschaften bringen sie mit, ist der Mensch nicht grundsätzlich gut und böse – sehr angesprochen. Die Ausführungen und Diskussionen hat die Autorin, die selbst Psychologin ist, gut in die Handlung eingeflochten.

>> Zum ersten Mal sah er Psychopathen einfach als „anders“ statt als „verkehrt“.<<

Das Buch beginnt hochspannend, die Spannung flacht dann zwar minimal ab, steigt aber in der zweiten Hälfte des Buches stetig an, so dass ich das Buch kaum noch zur Seite legen mochte. Wer hier allerdings einen blutigen Thriller mit vielen Leichen erwartet, kommt in dieser Hinsicht nicht auf seine Kosten. Durch häufige Perspektivwechsel und relativ kurze Kapitel wurde das Buch nie langweilig. Der Plot Twist sowie die Zusammenführung der Handlungsstränge kam für mich überraschend. Das Ende fand ich dann fast ein wenig zu offen.

Ich bin gespannt, wie es im zweiten Fall des Ermittler-Duos weitergeht. Ich hoffe dann etwas mehr zu Marcus Jameson zu erfahren, er ist meiner Meinung nach recht farblos geblieben. Ich hatte auch selten das Gefühl, dass Bloom und Jameson ein richtiges Team bilden, auch da ist in Band 2 noch Raum für Entwicklung.

Fazit: Ein spannender Reihenauftakt mit einer etwas introvertierten und undurchsichtigen Psychologin als Ermittlerin. Ich möchte mehr von ihr erfahren und freue mich auf einen zweiten Fall für Bloom und Jameson!

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Anders als erwartet

Nach Mattias
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„Nach Mattias“ von Peter Zantigh beschreibt wie der plötzliche Tod von Mattias das Leben anderer Menschen beeinflusst. In Episoden schildert dieses Buch die Reaktionen seines Umfelds auf den Verlust, den ...

„Nach Mattias“ von Peter Zantigh beschreibt wie der plötzliche Tod von Mattias das Leben anderer Menschen beeinflusst. In Episoden schildert dieses Buch die Reaktionen seines Umfelds auf den Verlust, den Umgang mit seinem plötzlichen Tod und auch die Beeinflussung des Lebens von Personen, die Mattias überhaupt nicht kannte.

Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, es lies sich gut und zügig lesen und ich habe mir einige Zitate markiert, die ich ansprechend und aussagekräftig fand. Die Atmosphäre habe ich als sehr düster empfunden und das nicht nur wegen des Todesfalls, es sind einfach auch ansonsten tragische Figuren, deren Lebenssituationen hier beschrieben werden. Der alkoholkranke Verkäufer, der erblindende Mittvierziger, die desillusionierten Großeltern, ein junger Roady ohne wirkliche Freunde, die trauernde Mutter und natürlich Amber, die Freundin, die sich Vorwürfe macht, weil sie bei der letzten Begegnung mit Mattias gestritten hat.

Peter Zanthig schreibt ein sehr ruhiges, unaufgeregtes Buch und ich habe mich in vielen Phasen gefragt, was der Autor dem Leser mitteilen will, mir hat in diesem Werk irgendwie der rote Faden gefehlt. Natürlich beeinflusst der Tod eines Menschen die Lebenssituationen anderer, wenn dieser Tod plötzlich, unerwartet und in jungem Alter eintritt, nochmal um ein Vielfaches mehr. Es gibt tolle Einzelmomente, aber ich kann aus dem Buch für mich persönlich wenig mitnehmen. Ich hatte etwas anderes erwartet, hatte eine Geschichte erwartet, die mich mehr berührt.

Möglicherweise empfinden andere Leser das anders und können mehr aus diesen Zeilen mitnehmen, aber die Geschichte und ich sind zum jetzigen Lesezeitpunkt leider keine dicken Freunde geworden.

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Veröffentlicht am 08.07.2018

Sommerfeeling mit kleinen Schwächen

Wild Games - In einer heißen Nacht
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"Wild Games - In einer heißen Nacht" von Jessica Clare ist ein junger, frecher Liebesroman der an einem außergewöhnlichen Setting spielt!

Das Cover besticht durch sein florales Muster, wobei die Blüten ...

"Wild Games - In einer heißen Nacht" von Jessica Clare ist ein junger, frecher Liebesroman der an einem außergewöhnlichen Setting spielt!

Das Cover besticht durch sein florales Muster, wobei die Blüten nicht wirklich erahnen lassen, worum es in dem Buch geht. Aber ich mag solche Blumenmuster und hätte das Buch in der Buchhandlung sicher zur Hand genommen.

Abby arbeitet seit vier Jahren als Journalistin" bei der "Media Weeck", als ihre Chefin mit einem ungewöhnlichen Auftrag an Sie herantritt. Sie soll undercover an der Gameshow "Endurance Island" teilnehmen, da einer Kandidatin kurzfristig abgesprungen ist. Der Veranstaltungsort - die Cook Inseln - und die Chance auf 2 Millionen Dollar Preisgeld, sowie ein Buchvertrag lassen Abby dem Deal zustimmen.
So trifft sie auf den arroganten, aber gutausseheneden Dean, der Abbys Herz wider Willen schneller schlagen lässt.

Die Kapitelaufteilung ist von der Länge her sehr angenehm. Ebenso gefallen mir die kurzen Kommentare von Dean, die zu Beginn jedes Kapitels stehen, so hat man immer ein kurzes Statement aus seiner Sicht. Ansonsten ist das Buch aus Abbys Perspektive geschrieben, so dass man einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt erhält.
Der Schreibstil ist locker, frech und gut zu lesen. Ich bin durch die Handlung geflogen. Die Autorin hält sich auch nicht mit ausschweifenden Beschreibungen auf, im Gegenteil, manchmal ist mir die Schilderung der Umgebung oder Handlungen sogar etwas zu knapp.

Abby ist eine tolle Frau, schlagfertig, selbstironisch und realistisch. Kein Püpchen, sonder bodenständig. Dean hingegen ist der gut aussehende, arrogante Mr. Perfect, dem scheinbar alles mühelos gelingt. Ich mochte die Szenen, in denen Abby und Dean sich Wortgefechte lieferten und noch so gar nicht miteinander klar kamen. Diese Kabbeleien hätten gerne noch etwas länger dauern können. Mir ging die Wandlung der kratzbürstigen Abby zur verliebten Abby etwas zu schnell. Insgesamt hätte die Autorin die Handlung noch etwas ausbauen können. Es hat mich etwas gestört, dass von Abbys ursprünglichen, journalistischen Auftrag überhaupt nichts mehr zu lesen ist, dazu hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht.

Insgesamt ist "Wild Games" ein unterhaltsamer Liebesroman, der mich oft zum Schmunzeln gebracht hat und mein Herz schneller schlagen ließ. Trotz ein paar Schwächen, hat mich das Buch gut unterhalten. Eine schöne Sommerlektüre!

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Jugendliche Sommerlektüre

Mit dir leuchtet der Ozean
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Inhalt

Penny hat gerade ihr Psychologie-Studium abgebrochen und einen Job als Animateurin in einem Hotel auf Fuerteventura angenommen. Ausgerechnet hier trifft sie Milo wieder, einen Jungen mit dem sie ...

Inhalt

Penny hat gerade ihr Psychologie-Studium abgebrochen und einen Job als Animateurin in einem Hotel auf Fuerteventura angenommen. Ausgerechnet hier trifft sie Milo wieder, einen Jungen mit dem sie nur ein Kuss bei einem Partyspiel vier Jahre zuvor verbindet. Trotz der Gerüchte über Milos Vergangenheit fühlt sie sich zu ihm hingezogen und dass sie sich mit seiner Freundin Helena ein Zimmer teilt, macht die ganze Sache nicht gerade einfacher.



Meine Meinung

Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch den wirklich schönen Titel und das für meine Empfinden modern und optisch ansprechend gestaltete Cover!

Ich muss gestehen, nach dem Prolog war ich sehr angetan und wahnsinnig neugierig auf das Buch. Einerseits war er frech und witzig, hinterließ aber gerade mit seinen Andeutungen zum Ende ein ungutes Bauchgefühl und eine gewisse Melancholie.

Die Erzählweise und der Schreibstil haben mir gut gefallen, denn der Leser erlebt die Geschichte sowohl aus Pennys, als auch aus Milos Perspektive und durch Rückblenden erfährt man auch noch einiges aus ihrer Vergangenheit. So ist man sehr nah an den Figuren und weiß was sie beschäftigt und ihnen wichtig ist.

Auch die beiden Hauptprotagonisten Milo und Penny mochte ich, allerdings konnte ich mich mit Helena überhaupt nicht anfreunden. Ihre Art, im Präteritum zu sprechen sollte vermutlich originell sein, hat mich aber leider überhaupt nicht angesprochen, sondern eher genervt und meinen Lesefluss gestört. Die Handlung betreffend muss ich sagen, dass mir insgesamt etwas zu wenig passiert ist. Alles plätschert etwas vor sich hin. Die Gefühle und Konflikte kamen bei mir aber nicht so richtig an, wobei Milo und seine Probleme für mich noch eher nachvollziehbar waren, als Pennys Gedankengänge. Aber die starke Anziehung zwischen den beiden habe ich selbst leider nicht gefühlt, bei mir hat es im Bauch nicht gekribbelt, mich hat die Geschichte deshalb nicht so richtig mitfiebern lassen.

Allerdings ist dieses Sommer-Club-Feeling total schön und man fühlt die Urlaubsstimmung und die lauen Sommernächte. Am liebsten hätte ich mich in den nächsten Flieger gesetzt!

Insgesamt würde ich sagen, „Mit dir leuchtet der Ozean“ ist ein nettes YA-Buch für Zwischendurch, das ich gerne gelesen habe, das mich aber nicht vom Hocker reißen konnte. Ich denke aber, dass gerade jüngere Leser diese Dreiecksgeschichte mit ihren emotionalen Konflikten gefallen kann.

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Veröffentlicht am 25.06.2020

Auf Umwegen zum Glück

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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"Die Liebe fällt nicht weit vom Strand" von Franziska Jebens ist eine leichte Sommerlektüre, die mich insgesamt gut unterhalten hat und für einige lustige, aber auch nachdenkliche Momente sorgt.

Sophie ...

"Die Liebe fällt nicht weit vom Strand" von Franziska Jebens ist eine leichte Sommerlektüre, die mich insgesamt gut unterhalten hat und für einige lustige, aber auch nachdenkliche Momente sorgt.

Sophie arbeitet in einem Hamburger Filmverleih am Empfang und kommt plötzlich unverhofft zu einem Job als Marketing-Beauftragte für eine neue romantische Komödie, die am Nordsee-Strand spielt. Ob sie dieser Aufgabe gewachsen ist? Ihr Freund Tim ist da eher skeptisch. Und eigentlich liebt sie das Kochen und träumt davon, in einem mintfarbenen Foodtruck durch die Welt zu tingeln. Bei einem Besuch am Filmset in Dänemark lernt Sophie auch noch den sympathischen Nick kennen. Nun scheint ihre Welt vollends auf dem Kopf zu stehen.

Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen und die sommerliche Atmosphäre wurde toll eingefangen. Was mich aber nach einiger Zeit richtig gestört hat, war Sophies Eigenheit mit ihrem Bauch zu kommunizieren ... Reizdarm hin oder her, das fand ich irgendwann nicht mehr lustig sondern eher nervig. Außerdem waren mir manche Figuren etwas zu überspitzt und klischeehaft dargestellt, wie beispielsweise Sophies Chef, oder Kollegin Tina und auch "Vikdet", das in die Jahre gekommene Hippiepärchen.

Trotz dieser Punkte, die mich nicht so angesprochen haben, hat mich das Buch gut unterhalten. Ich mochte die Vorstellung von Sophies Dachgarten und die Szenen mit Nick und seinem Hund am Strand fand ich richtig schön. Auch die Erinnerungen an ihre Mutter, die eine sehr besondere Person gewesen sein muss, haben mich sehr berührt.

Das Buch vermittelt zudem eine wunderschöne Botschaft! Gib deine Träume niemals auf, lebe dein Leben so, wie DU es dir vorstellst und nicht so, wie andere es gerne hätten.

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