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Veröffentlicht am 15.11.2020

Für Asterix Liebhaber

Asterix - Der Goldene Hinkelstein
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'Der goldene Hinkelstein' wurde erstmals 1967 in Frankreich als Schallplatte mit Begleitheft verkauft. Nun wurde die Geschichte erstmals auf Deutsch aufgelegt. Das Buch stellt ein Muss für Asterix Liebhaber ...

'Der goldene Hinkelstein' wurde erstmals 1967 in Frankreich als Schallplatte mit Begleitheft verkauft. Nun wurde die Geschichte erstmals auf Deutsch aufgelegt. Das Buch stellt ein Muss für Asterix Liebhaber dar, denn es enthält die Zeichnungen von Albert Uderzos. Doch es handelt sich hier nicht um einen Comic, sondern um ein Bilderbuch: eine Geschichte, die mit sehr detaillierten Bildern ergänzt wird.

Ich finde die Bilder klassisch und umfangreich und wurde sofort in die Asterix-Welt zurückversetzt. Die Geschichte enthält bekannte Charaktere und Ausdrücke, die man aus den Comics kennt. Dennoch ist der Text teils etwas holprig geschrieben und mir hätte ein klassischer Comic etwas besser gefallen. Wer ein klassisches Asterix Comic erwartet wird hier vielleicht enttäuscht - das Buch macht sich trotzdem gut in der Sammlung.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Ein origineller Reiseführer

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! – 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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In "Hiergeblieben!" stellt der Autor fünfundfünfzig Reiseziele in ganz Deutschland vor. Originell ist dabei die Präsentation: ein Wahrzeichen einer bekannten Stadt wird mit Foto vorgestellt (z.B. die Golden ...

In "Hiergeblieben!" stellt der Autor fünfundfünfzig Reiseziele in ganz Deutschland vor. Originell ist dabei die Präsentation: ein Wahrzeichen einer bekannten Stadt wird mit Foto vorgestellt (z.B. die Golden Gate Bridge in San Francisco, das Jordaan-Viertel in Amsterdam, das Burgtheater in Wien, uvm).
Dann folgt das Foto eines ähnlichen Ortes in Deutschland. Dieser wird dann genauer vorgestellt.

Das Durchblättern des Buches macht Spass, ich konnte dabei einige Ideen für zukünftige Reisen sammeln. Zu den einzelnen Orten sind die Informationen dann eher spärlich, sodass man sicher noch weitere Informationsquellen konsultieren sollte.

Fazit: in Zeiten von Corona ein origineller, passender Reiseführer.

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Veröffentlicht am 01.07.2020

1000 Ziele in Deutschland

HOLIDAY Reisebuch: Wo Deutschland am schönsten ist
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Der Führer "Wo Deutschland am schönsten ist" von Axel Klemmer stellt auf 480 Seiten eintausend Ausflugsziele in ganz Deutschland vor. Gerade in der aktuellen Zeit ist ein heimatnaher Urlaub sicher sinnvoll. ...

Der Führer "Wo Deutschland am schönsten ist" von Axel Klemmer stellt auf 480 Seiten eintausend Ausflugsziele in ganz Deutschland vor. Gerade in der aktuellen Zeit ist ein heimatnaher Urlaub sicher sinnvoll. Der Fokus im Buch liegt vor allem auf Kunst, Kultur und Kulinarik. Ich finde das Buch schön gestaltet, das Layout ist bunt und enthält viele Fotos. Beim Durchblättern kommen einem immer wieder Reise-Ideen, viele Orte habe ich mir markiert. Die einzelnen Ziele scheinen jedoch willkürlich ausgewählt und sind größtenteils wirklich nur sehr knapp beschrieben (meist ein kurzer Absatz). Da bleibt vieles unerwähnt! Ich hätte es mir etwas ausführlicher erhofft. Auch hätte ich gerne noch mehr "Natur"-Ziele unter den Ausflugsideen gefunden. Insgesamt ein solider Führer zum Sammeln neuer Reiseziel-Ideen.

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Veröffentlicht am 03.05.2020

Ein stilles Buch, das nachwirkt – jedoch anders als erwartet.

Nach Mattias
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Mattias ist nicht mehr da. Mitte dreißig wurde er abrupt aus dem Leben gerissen. Er hinterlässt viele Lücken – bei seiner Partnerin Amber, seinen Freunden, seinen Eltern und bei scheinbar Unbekannten. ...

Mattias ist nicht mehr da. Mitte dreißig wurde er abrupt aus dem Leben gerissen. Er hinterlässt viele Lücken – bei seiner Partnerin Amber, seinen Freunden, seinen Eltern und bei scheinbar Unbekannten. Alle versuchen, irgendwie mit dem Leben weiterzumachen. Und das tun sie auf sehr unterschiedliche Weise.

Die Idee dieses Romans gefällt mir außerordentlich gut. Jedes Kapitel wird von einem anderen Protagonisten erzählt. Der Zusammenhang zwischen den Protagonisten bzw. die Verbindung zu Mattias wird manchmal erst nach und nach klar. Vom Aufbau her erinnerte ich der Roman sehr an „Der Sprung“. Nach einem berührenden Start verlor die Erzählung jedoch an Tiefe und konnte mich schlussendlich nicht so berühren, wie ich es gehofft hatte. Die Erzählung ist ruhig, manchmal schleppend, und stimmt den Leser nachdenklich. Ich bleibe stumm und nachdenklich zurück und frage mich, was der Autor mir damit mitgeben wollte.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Im Bienenstock über die Grenze

Winterbienen
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„Das, was ich notiere, ist nur eine Projektion meines Lebens, es ist weniger und doch gleichzeitig mehr, als ich selbst bin, wie auch die gesprochene Sprache immer mehr ist als ihre schriftliche Wiedergabe, ...

„Das, was ich notiere, ist nur eine Projektion meines Lebens, es ist weniger und doch gleichzeitig mehr, als ich selbst bin, wie auch die gesprochene Sprache immer mehr ist als ihre schriftliche Wiedergabe, die aber auf der anderen Seite doch vielleicht eine tiefere Wirklichkeit aufzeigt, ebenso wie eine Landkarte niemals die tatsächliche Landschaft selbst darzustellen vermag.“

Egidius Arimond lebt in den 1940ern in der Eifel nahe der Grenze zu Belgien. Er ist ehemaliger Geschichte- und Lateinlehrer und Imker. Aufgrund seiner Epilepsie wurde er als „nicht lebenswerter Volksschädling“ zwangssterilisiert. Unter dem Nazi Regime musste er seinen Beruf als Lehrer aufgeben. Die Bienen hat er, wie das Haus, vom Vater übernommen. Das Buch spielt während dem zweiten Weltkrieg: Egidius verbringt seine Tage mit den Bienen, er tauscht Honig gegen andere Lebensmittel, um sich mehr schlecht als recht über Wasser zu halten. Zudem übersetzt er die lateinischen Schriften seines Vorfahren Ambrosius, der um 1490 in den italienischen Alpen in einem Kloster lebte. Immer wieder versteckt er Flüchtlinge in seinem Keller bzw. in der Nähe, und bringt sie in Bienenstöcken mit seinem Fuhrwerk über die Grenze nach Belgien – ein gefährliches Unterfangen. Seine Medikamente gegen die Epilepsie sind immer schwerer zu beschaffen, immer wieder bekommt er Anfälle, danach muss er sich teils tagelang ausruhen. Häufig hat er nach den Anfällen das Gefühl, verrückt zu werden. Die Angst herrscht vor: was, wenn ein Anfall in der Öffentlichkeit passiert? Während den Anfällen kann er sich nicht beherrschen, er könnte etwas verraten…

Das Buch ist wie ein Tagebuch aufgebaut, in dem Egidius von Januar 1944 bis Frühling 1945 meist sehr blumig von seinem Leben erzählt. Zwischendurch sind Übersetzungen von seinem Vorfahr Ambrosius eingestreut, die von dessen Leben erzählen. Ich fand die Handlung sehr interessant, insbesondere da sie auf einer wahren Geschichte beruht. Man merkt, dass der Autor sehr viel Recherche zu dem Thema betrieben hat. Der Schreibstil war mir häufig etwas zu exzentrisch, mit langen und verschachtelten Sätzen. Auch die Beziehung des Protagonisten zu diversen Frauen und seine Gedanken darüber waren mir etwas zu viel. Der Schluss war interessant und sehr berührend, aber die ersten 2/3 schienen mir etwas langatmig.

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