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Veröffentlicht am 11.05.2020

Berührend, spannend und wunderschön

Kissing Lessons
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Inhalt
Stella ist Asperger-Autistin. Sie lebt für Zahlen und Statistiken, aber in Sachen Küssen und körperliche Nähe tut sie sich schwer. Außerdem liebt sie ihre Routine, die auf keinen Fall durcheinander ...

Inhalt
Stella ist Asperger-Autistin. Sie lebt für Zahlen und Statistiken, aber in Sachen Küssen und körperliche Nähe tut sie sich schwer. Außerdem liebt sie ihre Routine, die auf keinen Fall durcheinander gebracht werden darf. Aus diesem Grund wollte sie schon fast mit der Liebe abschließen, jedoch heißt es „Übung macht den Meister“. Deshalb beschließt sie kurzerhand Unterricht zu nehmen und engagiert den Escort Michael, der ihr alles beibringen soll, um einen Mann glücklich zu machen.

Meine Meinung
Dieses wunderschöne Cover hatte mich direkt in seinen Bann gezogen und als ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte, bin ich direkt neugierig geworden. Ich habe bis dahin noch kein Buch mit einer Autistin als Hauptfigur gelesen, was mich sofort neugierig gemacht hatte. Und ich muss sagen, das Buch hält, was es verspricht.

Stella ist eine einzigartige Protagonistin, wie ich sie noch nicht zuvor in einem Buch hatte. Abgesehen vom Fernsehen hatte ich zuvor noch keine Berührungspunkte mit Autisten, weswegen ich es sehr interessant und spannend fand, die Geschichte aus Stellas Perspektive erleben zu dürfen.
Stella ist mir direkt ans Herz gewachsen. Sie ist so liebenswert in allem, was sie tut. Man lernt sie nach und nach besser kennen und auch, wie sich der Autismus bei ihr auswirkt. Besonders gut fand ich, dass man durch ihre Gedanken bzw worüber sie sich so Gedanken macht, versteht und nachvollziehen kann, wieso ihr manche Dinge so wichtig sind. Aber man bekommt auch mit, wie sie sich selbst mit ihrem Autismus beschäftigt und damit umgeht. Das hat mir richtig gut gefallen und hat einem den Autismus auf eine einzigartige Art und Weise auch näher gebracht.
Das hat einfach alles richtig gut zusammen gepasst.

Michael als komplettes Gegenstück zu Stella hat mir ebenfalls gut gefallen. Die beiden hatten eine tolle Dynamik und haben wunderbar miteinander harmoniert. Natürlich kommt es hier zu einigen humorvollen Szenen, bei denen ich auch mal schmunzeln musste. Vor allem aber hat mir gut gefallen, dass auch Michael so seine Probleme hat, die es galt herauszufinden und zu lösen.
Beide haben viel Entwicklungspotenzial, was das Buch ebenfalls sehr spannend und interessant machte.

Dementsprechend hat mir die Handlung ebenfalls gut gefallen. Sie war spannend, interessant und abwechslungsreich. Das Thema Autismus bekommt viel Raum und wird hier auf unterschiedlichste Weise beleuchtet, was es mir nicht nur näher gebracht hat, sondern eben auch das Buch sehr vielseitig und interessant machte. Doch neben dem Autismus gab es auch noch andere Themen die hier behandelt wurden und für ernstere Töne sorgten. Natürlich spielen auch die Gefühle hier eine große Rolle, weswegen die Geschichte mich auch berühren konnte. Zudem kam der Humor durch unsere zwei tollen Protagonisten nicht zu kurz und das Buch hat eine schöne Leichtigkeit bekommen. Die Mischung hat hier also gestimmt.
Mein einziger Kritikpunkt ist allerdings, dass es hier sehr viele „eindeutige“ Szenen gab. Ein paar waren meiner Ansicht nach schon wichtig für die Handlung, andere eher weniger. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte das in diesem Maß gar nicht gebraucht. Sie hätte auch so wunderbar funktioniert und mir gut gefallen.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen, was vor allem daran lag, dass er wirklich die Gedanken von Stella authentisch rüber gebracht hat und man sich so auch gut in sie einfühlen und hineinversetzen konnte. Ebenso hat mir gut gefallen, dass die Kapitel abwechselnd aus Stellas und Michaels Perspektive geschrieben sind. Dadurch wurde nochmals der Unterschied zwischen den Beiden deutlich und man konnte mehr über Michael erfahren.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich mochte es vor allem aufgrund des Themas und der tollen Protagonisten sehr gerne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Eine sehr berührende und spannende Geschichte

Forever Free - San Teresa University
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Klappentext
Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie sich dabei auch verlieben könnte
Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen ...

Klappentext
Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie sich dabei auch verlieben könnte
Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen, und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennen lernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte ...

Meine Meinung
Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Es war so wunderschön, berührend und hatte sehr viel Tiefe.

Zunächst einmal zum Cover: Ich finde es einfach großartig. Ich mag die Farben sehr gerne und habe direkt so ein locker, leichtes Sommergefühl bekommen, als ich es gesehen habe. Das passt natürlich wunderbar zu dem Schauplatz der Geschichte.

Die Handlung war über die ersten Kapitel hinweg sehr ruhig und es passierte auch meiner Meinung nach nicht so viel. Dennoch hat es mir richtig gut gefallen, da die Geschichte dieses langsame und ruhige Tempo als Einstieg gebraucht hat. Man lernte Raelyn und ihre Probleme kennen, hat erfahren, wie sie agiert und denkt und konnte sich so ein gutes Bild von ihr machen. Das war meiner Ansicht nach wichtig für die Geschichte und ich habe es einfach nur genossen und toll gefunden, wie die Autorin ein so lebhaftes Bild von Raelyn kreiert hat.
Obwohl der Anfang eher ruhig war, wurden natürlich viele Fragen aufgeworfen, die eine gewisse Spannung erzeugt haben und das Buch dadurch auch fesselnd gemacht haben.
Im weiteren Handlungsverlauf erhöhte sich dann das Tempo sowie die Spannung und man hat richtig mit Raelyn und Hunter mitgefiebert.
Ich fand außerdem, dass die Geschichte einfach so viel Tiefe hatte, wodurch die Themen, die behandelt wurden, einem richtig nahe gebracht wurden, sodass man sich auch richtig gut damit auseinandersetzen und darauf einlassen konnte.
Nun aber zu ein paar Kritikpunkten: Ich fand, dass die Geschichte viele Lücken gelassen hat. Viele Dinge wurden angesprochen und anschließend nicht mehr thematisiert bzw es wurde auf sie nicht mehr eingegangen, sodass in der Hinsicht ein paar Fragen im Raum blieben. Außerdem fand ich, dass die Übergange und Szenenwechsel in der Geschichte manchmal sehr holprig waren. Es vergeht manchmal ein bisschen Zeit zwischen den Szenen, wo kurz angerissen wurde, was da passiert sein musste, aber nie näher darauf eingegangen wurde, obwohl für mein Empfinden es doch hätte thematisiert werden sollen. Dadurch sind dann auch wieder Lücken entstanden, bei denen man sich gewünscht hätte, diese auch noch zu erleben.

Raelyn und Hunter haben mir richtig gut gefallen. Vor allem Raelyn konnte ich schon auf den ersten Seiten in mein Herz schließen. Sie ist eine wirklich liebenswürdige und sympathische Hauptfigur, deren Geschichte, Gefühle und Gedanken mich richtig berühren und abholen konnten. Man merkt auch direkt auf den ersten Seiten, dass sie großes Entwicklungspotenzial hat, weswegen ich ihre Figur auch als sehr spannend empfunden habe.
Bei Hunter war das leider anders. Es gab weniger Kapitel, die aus seiner Perspektive geschrieben waren, sodass ich vor allem am Anfang nicht so einen großen Bezug zu ihm hatte. Nach und nach lernte man ihn besser kennen, sodass sich das etwas geändert hatte. Aber im Vergleich zu Raelyn blieb er meiner Meinung nach eher blasser, was ich sehr schade fand.
Auch die Nebenfiguren, die in den weiteren Bänden zu Hauptfiguren werden, fand ich einfach toll. Ich finde sie einfach sehr spannend und bin schon gespannt auf ihre Geschichten.

Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Das Buch war einfach und flüssig geschrieben, sodass man gut in der Geschichte voran gekommen ist und ihr auch wunderbar folgen konnte. Außerdem hat mir die Atmosphäre gut gefallen, die die Autorin hier kreiert hatte. Sie war sehr sommerlich, hatte aber trotzdem etwas ernstes und bedrückendes aufgrund von Raelyns Problemen. Das war ein toller Kontrast, der einen auch richtig gut in die Geschichte eintauchen ließ.
Auch die Gefühle und Emotionen der Protagonisten kamen wunderbar rüber. Vor allem bei Raelyn wurden die Gefühle greifbar, sodass sie einen mitreißen und berühren konnten. Ich konnte mich daher auch gut in Raelyn einfühlen und mich in sie hineinversetzen.

Insgesamt eine wirklich wunderschöne Geschichte mit einer tollen Hauptfigur, die mich auch berühren und emotional abholen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.04.2020

eine nette Geschichte für zwischendurch

Blackwood – Briefe an mich
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Inhalt
Nachdem Gesines Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, zieht sie nach Blackwood in Irland zu ihrer Tante. Das Dorf ist so klein, dass dort jeder über jeden Bescheid weiß, nicht zu letzt, weil ...

Inhalt
Nachdem Gesines Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, zieht sie nach Blackwood in Irland zu ihrer Tante. Das Dorf ist so klein, dass dort jeder über jeden Bescheid weiß, nicht zu letzt, weil das hiesige Radio die Dorfbewohner mit jeglichem Klatsch und Tratsch versorgt. Kurz nachdem Gesine dort angekommen ist, begegnet sie auch schon Arian, dem attraktiven Sohn und Erben der hiesigen Butterdynastie. Außerdem wird sie mit sämtlichen Eigenheiten des Dorfes konfrontiert, nicht zuletzt mit kleinen Wesen, die im Garten ihrer Tante leben sollen. All das, macht es Gesine nicht einfacher, sich dort einzuleben. Doch dann stößt sie auf einen alten Schreibtisch und findet darin einen Brief von ihrem zukünftigen Ich...

Meine Meinung
Nachdem ich schon so viel positives über dieses Buch gehört hatte, bin ich neugierig geworden und habe mich für das Hörbuch entschieden. Und ich muss sagen, es hat mir wirklich gut gefallen. Es war ein schönes Hörbuch für zwischendurch und nichts, wo man sich großartig rein denken oder dran bleiben musste.

Die Handlung war sehr geheimnisvoll und war dadurch auch sehr spannend. Blackwood ist ein einzigartiger Ort und konnte dadurch auch mit einer einzigartigen Atmosphäre punkten.
Man erlebt hier, wie sich Gesine versucht, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden und mit all den Veränderungen und den Eigenheiten des Dorfes zurechtzukommen. Das war spannend und berührend zu sehen. Neben Gesines Entwicklung gibt es viele merkwürdige Dinge, die Fragen aufwerfen, wodurch man auch gerne weitergelesen hat, da man wissen wollte, wie sich alles aufklärt. Dennoch muss ich sagen, dass ich nicht komplett von der Geschichte gefesselt wurde. Es gab immer mal wieder Passagen, die nicht so spannend waren, sondern eher locker und leicht wirkten und alltägliche, kleinere Dramen thematisierten. Das war ganz nett zu lesen und hat mich auch gut unterhalten, aber es war nichts, wo ich hätte weiterlesen müssen. Diese wurden dann wieder abgelöst durch ernstere, geheimnisvolle und spannende Teile, bei denen ich auch gefesselt wurde.

Gesine mochte ich sehr gerne. Sie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und wird aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen. Ihr Umgang damit wurde sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen konnte.

Die Vertonung des Hörbuchs hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte der Geschichte wundbar folgen und mich auch gut in ihr fallen lassen. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Passagen, die die neuste Radiomeldung wiedergaben, mit Soundeffekten unterlegt waren und der Sprecher auch tatsächlich wie ein Radiomoderator klang. Das hat die Geschichte noch erlebbarer gemacht.
Auch die Gefühle und Emotionen wurden sehr gut rüber gebracht, sodass einen die Geschichte auch berühren konnte.

Insgesamt hat mir die Geschichte und das Hörbuch sehr gut gefallen. Es war eine nette Geschichte mit tollen Figuren für zwischendurch, aber nichts was mich komplett mitreißen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2020

Anders als erwartet, aber trotzdem überzeugend

Wildblumensommer
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Inhalt
Zoes Leben hat sich von einem Schlag auf den anderen komplett geändert. Dieser Schicksalsschlag ist nun vierzehn Jahre her. Jetzt bekommt sie die Nachricht, dass sie sich einer riskanten OP unterziehen ...

Inhalt
Zoes Leben hat sich von einem Schlag auf den anderen komplett geändert. Dieser Schicksalsschlag ist nun vierzehn Jahre her. Jetzt bekommt sie die Nachricht, dass sie sich einer riskanten OP unterziehen muss, ohne die sie sterben würde. In dem Wissen, dass dies ihre letzten Tage sein könnten, beschließt sie für eine Woche nach Cornwall zurückzukehren, wo sich damals der Schicksalsschlag ereignet hat. Sie möchte herausfinden, was damals wirklich passiert ist, denn sie ist sich sicher, dass damals nicht die komplette Wahrheit ans Licht gekommen ist. Womit sie aber nicht rechnet ist, dass ihre damalige große Liebe Jack auch nach Cornwall zurückgekehrt ist...

Meine Meinung
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich etwas anderes erwartet hatte.
Als ich das Cover gesehen hatte, hatte ich mich sofort auf eine sommerliche Liebesgeschichte mit viel Romantik und Kitsch gefreut.
Doch da führt das Cover meiner Meinung nach ein bisschen in die Irre.

Die Handlung ist spannend, da es hier viele Geheimnisse gibt und natürlich die alles entscheidende Frage, ob Zoe die OP überstehen wird. Das hat das Buch sehr fesselnd gemacht.
Der Schicksalsschlag und die ganzen Geheimnisse, sowie Zoes Probleme gaben die Buch einen sehr ernsten Beigeschmack, was sich auch durch die komplette Geschichte durchgezogen hatte. Mir hat das zwar sehr gut gefallen, da ich dadurch auch richtig gut in die Geschichte eintauchen und mich von ihr (auch emotional) mitreißen lassen konnte, aber ich hatte aufgrund des Covers doch etwas weniger ernstes erwartet.
Für Abwechslung sorgten die Passagen, die aus der Perspektive von Zoes Freundin Rose geschrieben waren. Diese zieht während Zoes Aufenthalt in Cornwall in Zoes Haus. Hier ging es etwas lockerer und leichter zu. Dennoch hat auch Rose mit Problemen zu kämpfen, die die lockere Atmosphäre hin und wieder ein bisschen überschatteten.
Trotzdem bekam man trotz der ernsteren Töne eine schöne Portion Liebesgeschichte, mit Schmetterlingen im Bauch und allem drum und dran. Die Mischung hat hier also wirklich gestimmt, obwohl die erwartete „sommerliche Leichtigkeit“ ausblieb.

Ich mochte Zoe sehr gerne. Ich konnte ihre Handlungen und Absichten gut nachvollziehen und mich dementsprechend auch gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern. Ein bisschen unglaubwürdig fand ich allerdings, wie schnell sie ihr Leben vor Cornwall vergessen hatte und gar nicht mehr darüber nachgedacht hatte, wen sie zurückgelassen hat – vor allem nachdem sie Jack getroffen hat.
Die Harmonie und Dynamik zwischen Zoe und Jack fand ich einfach fantastisch. Das Tempo hatte gestimmt und es kam alles sehr glaubwürdig rüber.

Den Schreibstil mochte ich ebenfalls sehr gerne. Das Buch ließ sich einfach und flüssig lesen.
Besonders gut hat mir die Atmosphäre des Buches gefallen. Das Setting in Cornwall und die Landschaften dort kamen wunderbar rüber und haben maßgeblich zu dieser tollen Atmosphäre und dem Wohlfühlfaktor beigetragen. Doch auch die Gefühle und Emotionen kamen gut beim Leser an, sodass man von den Geschehnissen berührt wurde.

Insgesamt ein wunderschöner und emotional bewegender Roman, der leider nicht die erwartete sommerliche Frische hatte, aber trotzdem mit einer tollen Atmosphäre und einer überzeugenden Geschichte punkten konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2020

Trotz kleinerer Schwächen war ich positiv überrascht

Die achte Wächterin
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Inhalt
Amanda besucht eine Schule, auf der die Schüler für die CIA oder andere Organisationen ausgebildet werden. An einem Testtag ist Amanda eigentlich klar, dass sie noch nicht ausgewählt wird, weil ...

Inhalt
Amanda besucht eine Schule, auf der die Schüler für die CIA oder andere Organisationen ausgebildet werden. An einem Testtag ist Amanda eigentlich klar, dass sie noch nicht ausgewählt wird, weil sie noch nicht lange genug auf der Schule ist. Doch dann passiert das Unmögliche. Sie wird von Annum Guard, einer Geheimorganisation der Regierung rekrutiert. Bei Annum Guard handelt es sich um eine geheime Organisation, deren Mitglieder in der Zeit reisen, um die Vergangenheit zu verbessern.
Gleich am Anfang stößt sie auf Ungereimtheiten und fragt sich, warum ausgerechnet sie rekrutiert wurde und, warum ausgerechnet jetzt. Bisher gab es immer nur sieben Mitglieder in einer Einheit und sie ist die Achte. Wieso soll das geändert werden? Und dann kommt Amanda etwas Unglaublichem auf die Spur...

Meine Meinung
Vom Klappentext her hatte mich die Dilogie zwar neugierig gemacht, aber nicht wirklich gereizt, weshalb sie sehr lange bei mir Regal gestanden hatte, bis ich mir nun endlich den ersten Band einmal geschnappt hatte. Und was soll ich sagen? Ich wurde positiv überrascht.

Die Handlung ist durchweg spannend, fesselnd, geheimnisvoll und mysteriös. Gleich am Anfang hat mich das Buch schon gekriegt, als wir Amanda an ihrem Testtag auf der Schule begleiten durften. Solche Szenarien finde ich in Büchern immer sehr spannend und interessant.
Ich bin auch sehr gut und leicht ins Buch reingekommen, da man direkt ins Geschehen hineingeworfen wurde und über Amandas Perspektive nach und nach erfahren hat, worum es geht.
Besonders toll fand ich, wie undurchsichtig die Geschichte rund um Annum Guard war. Amanda hat schon früh gemerkt, dass ihr etwas verschwiegen wird, weshalb die ganze Geschichte sehr geheimnisvoll und die Spannung dadurch stets aufrecht gehalten wurde. Je mehr dann ans Licht kam desto verblüffter wurde ich. Dementsprechend konnte mich das Buch auch mit vielen unerwarteten Wendungen und Überraschungen bei mir punkten.
Außerdem haben mir auch die Sequenzen in der Vergangenheit sehr gut gefallen. Sie kamen sehr realistisch rüber und ich fand es einfach sehr spannend zu sehen, wie Amanda sich dort zurecht gefunden hat und was man dort alles bedenken muss.

Amanda mochte ich sehr gerne. Ich fand ihre Kämpfernatur wirklich spannend und auch, dass sie alles dafür tut, um ihr Ziel zu erreichen. Sie ist wirklich nicht auf den Kopf gefallen und konnte mit ihrer Kombinationsfähigkeit und ihren interessanten Strategien bei mir punkten. Sie ist eine richtig starke Hauptfigur und das mag ich in solchen Büchern sehr gerne. Ich muss dazu sagen, dass sie auch ihre negativen Eigenschaften hat, die sie aber erst so richtig authentisch rüber kommen lassen und ihr Entwicklungspotenzial aufzeigen.
Leider muss ich aber sagen, dass die Nebenfiguren für mich etwas blass blieben. Natürlich arbeitet jeder bei Annum Guard unter einem Codenamen, weswegen Amanda nicht viel über sie weiß und die Figuren auch irgendwie geheimnisvoll und vielleicht auch ein bisschen steif rüber kommen sollen. Dennoch hat sich da auch im Verlauf der Geschichte nicht viel geändert und die ihr näher stehenden Personen haben nicht viel mehr Tiefe bekommen, was ich sehr schade fand.

Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Das Buch ist einfach und flüssig geschrieben, sodass ich gut voran gekommen bin. Ich mochte auch die Atmosphäre des Buches, die sehr geheimnisvoll und spannend war. Da das Buch aus Amandas Perspektive geschrieben ist, hat man natürlich in erster Linie ihre Absichten und Empfindungen erlebt. Leider muss ich sagen, dass in Sachen Gefühle und Emotionen nicht viel bei mir am Leser angekommen ist. Es gab Situationen, in denen ich mir gewünschte hätte, von den Geschehnissen berührt zu werden, was aber leider nicht der Fall war.

Insgesamt ein wirlich spannendes und fesselndes Buch mit einer tollen Protagonistin, aber mit kleineren Schwächen.

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