Profilbild von engineerwife

engineerwife

Lesejury Star
offline

engineerwife ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit engineerwife über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2020

Wenn das Handy den Tod in dein Wohnzimmer bringt ...

Death Call – Er bringt den Tod (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 8)
0

Genial, genial, genial … genauso kenne ich Chris Carter von seinem Debütthriller „Der Kruzifixkiller“, den ich vor vielen Jahren gelesen hatte.
Robert Hunter und Carlos Garcia stehen vor einem Rätsel ...

Genial, genial, genial … genauso kenne ich Chris Carter von seinem Debütthriller „Der Kruzifixkiller“, den ich vor vielen Jahren gelesen hatte.
Robert Hunter und Carlos Garcia stehen vor einem Rätsel … einem äußerst grausamen Rätsel! Eine junge Frau wird per Videoanrufe Zeugin der grausamen Ermordung ihrer besten Freundin. Welch perfides Gehirn denkt sich so eine Folter aus? Wer steckt dahinter? Zu sehen ist nur ein Maskenmann mit grabestiefer Stimme. Doch viel Zeit bleibt den Beiden nicht für die Ermittlung, denn der kaltblütige Mörder hat schon sein nächstes Opfer im Visier …
Lange tappte ich hier im Dunkeln und war – wie selbst der brillante Robert Hunter – mir völlig im Unklaren, was den Mörder antrieb. Umso besser hat mir deshalb auch die clever durchdachte Aufklärung gefallen. Sehr stimmig um nicht zu sagen genial. Sehr gefreut habe ich mich übrigens auch, dass Robert diesmal auch ein wenig Licht in sein eigenes Privatleben bringen durfte … kann man doch vielleicht für den nächsten Band hoffen?
Das absolute Highlight aber war mal wieder die wunderbare Stimme des begnadeten Hörbuchsprechers Uve Teschner. Er lebt und vereinnahmt Robert Hunter für sich, wie es kein anderer könnte … freue mich schon riesig auf den nächsten Band.
Übrigens … eine kleine Bemerkung am Rande … die Bücher von Chris Carter sind nichts für zarte Seelen …

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Weathering the storm ...

Im Herzen des Sturms
0

Mein Monatshighlight! Dieses Buch schlummerte nun wirklich schon viel zu lange auf meinem SUB. Immer wieder liebäugelte ich damit, denn das Cover ist ja auch wirklich ein Eyecatcher - wie so oft beim wunderbaren ...

Mein Monatshighlight! Dieses Buch schlummerte nun wirklich schon viel zu lange auf meinem SUB. Immer wieder liebäugelte ich damit, denn das Cover ist ja auch wirklich ein Eyecatcher - wie so oft beim wunderbaren Blanvalet Verlag. Kurz vor Monatsende schaffte es dann noch den Sprung auf meine Leseliste und was soll ich sagen, ich bin begeistert. Der Roman beinhaltet tatsächlich Liebe, Verrat und ein Geheimnis, wie dem Leser durch den Klappentext suggeriert wird. In kurzen Zeitsprüngen zwischen den Jahren 1931 und 1938 entfaltet sich die spannende Geschichte, die mich sofort mitriss. Auf subtile und dennoch spannende Weise verarbeitet die Autorin Beatriz Williams Themen wie Ehebruch und Vergehen an Minderjährigen und eben dieser einen großen ersten Liebe. Ein leicht kitschiges, locker flockiges Sommerlesebuch sucht man hier vergebens. Vielmehr nimmt einen die Geschichte als Leser mit in die 30er Jahre und ihre High Society Sommerfrischen und zeigt einem auf, dass es sich durchaus lohnt mal einen Blick hinter die Kulissen der Hautevolee zu werfen. Von mir bekommt das Buch eine absolute Leseempfehlung und den nächsten Band der Reihe habe ich mir schon bestellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2020

Zwei Welten prallen aufeinander ...

Die Sehnsucht der Albatrosse
0

Hach, das war schön … mit einem wohligen Gefühl habe ich dieses Buch zugeklappt. Die Autorin hatte mir in einer persönlichen Widmung vorne im Buch „viel Spaß auf der Reise mit Sarah“ gewünscht und den ...

Hach, das war schön … mit einem wohligen Gefühl habe ich dieses Buch zugeklappt. Die Autorin hatte mir in einer persönlichen Widmung vorne im Buch „viel Spaß auf der Reise mit Sarah“ gewünscht und den hatte ich auf jeden Fall! Gleich zu Anfang hatte ich beim Untergang des Schiffes sofort Bilder der Titanic vor Augen und das ist war gut so, denn so konnte sich sofort Kopfkino vom Feinsten bei mir einstellen. Wie schon der Klappentext verrät, wird Sarah gerettet. Sie landet auf einem Segelschiff, im ersten Moment der Schock ihres Lebens. Doch langsam aber sicher erobert sie sich ihren eigenen Platz an Bord …

Ich gestehe, ich war zunächst ein wenig skeptisch … ein ganzes Buch an Bord eines Schoners, das hätte leicht entweder ins Kitschige oder aber ins Langweilige abdriften können. Jedoch mitnichten! Seite für Seite präsentierte die Autorin leise und laute Töne, vor allem aber Spannung gepaart mit unheimlich viel Gefühl. Man konnte beim Lesen wunderbar spüren, dass Karin Seemayer unheimlich viel Recherche und Herzblut in diesem Buch verarbeitet hat. Die Charaktere sind genau an den richtigen Stellen sympathisch oder unsympathisch und manchmal richtige Helden und die mitgelieferten Fachinformationen waren niemals trocken. Ich habe mitgefiebert bei der Robbenjagd, mit gelitten nicht nur bei der oft harschen Behandlung, sondern auch bei dem schlechten Essen … 😉 … und mit geliebt in der zarten Beziehung, die sie anzuknüpfen abzeichnet. Die allergrößte Überraschung aber durfte ich erleben, als ich durch Zufall las, dass es einen zweiten Teil gibt. Juhu, es geht weiter mit Sarah und … das verrate ich jetzt noch nicht. „Das Geheimnis des Nordsterns“ ist auf jeden Fall bestellt beim Buchhändler meines Vertrauens und ich freue mich schon darauf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2020

Endlich ein Wiedersehen mit den Thalheims ... ein gelungene Abschluss einer grandiosen Trologie ...

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung
0

Wie schon „Jahre des Aufbaus“ und „Wunderbare Zeiten“ war auch dieser letzte Band der Trilogie rund um die Familie Thalheim mal wieder ereignisreich und spannungsgeladen. Gleich zu Anfang möchte ich als ...

Wie schon „Jahre des Aufbaus“ und „Wunderbare Zeiten“ war auch dieser letzte Band der Trilogie rund um die Familie Thalheim mal wieder ereignisreich und spannungsgeladen. Gleich zu Anfang möchte ich als kleinen Tipp für zukünftige Leser anführen, hier dringend die Reihenfolge einzuhalten und unbedingt mit Band eins zu beginnen.

Doch nun zu eben jenen Band drei. In diesem leider schon letzten Band der Trilogie steht die jüngste der drei Thalheim Schwestern im Mittelpunkt. Flori, frisch aus Paris zurückgekehrt, versucht in Berlin ihren Weg zu gehen. Ein Kunststudium wäre ihr absoluter Traum, doch wird sie an der elitären Kunstakademie aufgenommen werden? Sie hat Talent, Energie und vor allem ihren Stolz, der ihr aber mehr als einmal im Weg stehen wird. Was ihr vorerst fehlt ist Geld und weil es ihr der genannte Stolz verbietet bei ihren Eltern nachzufragen, kommt sie vorübergehend bei ihrer Cousine Franzi unter, die zwar viel Platz aber auch einen unliebsamen Mitbewohner hat. Doch Flori ist hartnäckig und will so schnell nicht aufgeben, schon fast verbissen erkämpft und „ermalt“ sie sich ihre Bleiberecht in der Kunstszene. Aus dem trotzigen Teenager ist über die letzten Jahre eine mutige junge Frau geworden, doch auch sie ist nicht gefeit gegen die falsche Liebe, die ihr kurz den Boden unter den Füßen zu ziehen zu scheint …

Auf der Reise durch die späten 50er und frühen 60er Jahre habe ich mich riesig gefreut, auch den Rest der Familie wieder sehen zu dürfen. Vater Friedrich Thalheim mit seiner warmherzigen Frau Claire, die beiden großen Schwestern Rike und Silvie samt Familien, Onkel, Tante und Cousinen aus dem Osten und, und, und. Und in der Tat gab es wieder einige Geheimnisse zu lüften, einige Tränen zu vergießen und einige Kämpfe auszufechten. Gute Freunde begleiten den Weg der Familie Thalheim darunter auch der junge Fotograf Benka, der seinen ganz eigenen Charme einfließen lässt. Ist er am Ende gar der richtige Mann für Flori?

Neben der Familiengeschichte lässt Brigitte Riebe uns aber auch teilhaben am allgemeinen Geschehen der damaligen Zeit. Es muss ganz schön geknistert haben zu Zeiten des Mauerbaus, der Kubakrise und der Inselbildung von Berlin-West. Die Menschen gehen auf die Straße, Jungkanzler Willy Brandt und schließlich der charismatische US-Präsident John F. Kennedy geben sich die Ehre. Peggy and the Crazy Creatures und die Beatles bescheren uns Musik für die Ohren und das Modehaus Thalheim natürlich wunderbare Kleider für die Augen und das allgemeine Wohlbefinden. Eine rundum gelungen Mischung aus Fiktion und wahrer Geschichte, die mich hervorragend unterhalten hat.

Fazit: Diesen dritten Band hast du mal wieder spitzenmäßig hinbekommen, liebe Brigitte. Nicht selten läuft es ja bei Trilogien so ab: erster Teil großartig, zweiter Teil schwächer aber auch noch gut, dritter Teil naja, kann man, muss man aber nicht. Nicht so bei dir. Dadurch dass jeder Band einer anderen Schwester gewidmet war, konnte die Geschichte eine Eigendynamik entwickeln, die mich als Leser einfach abholte und mit riss ... dafür danke ich dir von Herzen und freue mich auf ein Wiedersehen mit den Thalheims am Ku’Damm in der Weihnachtszeit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

Hatten diese grausamen Schergen tatsächlich noch menschliche Züge?

Die Unwerten
0

Dieses wunderbare, wichtige und sehr bewegende Buch habe ich bereits vor einigen Tagen ausgelesen und musste es doch tatsächlich ein wenig sacken lassen, bevor ich eine Rezension verfassen konnte.

Der ...

Dieses wunderbare, wichtige und sehr bewegende Buch habe ich bereits vor einigen Tagen ausgelesen und musste es doch tatsächlich ein wenig sacken lassen, bevor ich eine Rezension verfassen konnte.

Der Klappentext reißt die im Roman stattfindende Handlung mit knappen Worten an und macht neugierig. Was er nicht verrät ist, dass die junge Hannah nicht nur mit ihrer Epilepsie zu kämpfen hat, nein, sie ist dazu auch noch Halbjüdin, das Kind einer jüdischen Mutter und einem unbekannten – wahrscheinlich - arischen Vater. Das Glück scheint ihr erst fast ein wenig in die Hände zu spielen, denn der Arzt Dr. Joachim Lubeck scheint einen Narren an ihrer Mutter Malisha gefressen zu haben. Doch Malisha ist stolz, sehr stolz sogar. Sie wird sich dem unsympathischen, ja fast schon widerlichen Lubeck nicht hingeben … so beginnt die grausame Odyssee des Mädchens Hannah. Hautnah erleben sie und ihre Mutter den Naziterror, der jedwedes „unwerte“ Leben auszulöschen versucht. Männer, die Gott spielen, sind an der Tagesordnung doch viele Frauen stehen ihnen in nichts nach.

Ganz gefesselt hing ich beim Lesen an Volkers Zeilen. Man spürt beim Lesen und auch beim Diskutieren des Stoffes in der Leserunde, dass ihm dieser Roman ein Herzensprojekt war, das bei Weitem nicht gleich auf Verständnis in seinem Umfeld stieß. Zu grausam um als Romanstoff dienen zu könnem. Doch der ehrgeizige und in meinen Augen sehr talentierte Autor ließ sich nicht von seinem Plan abbringen. Ich bin ihm sehr dankbar dafür. In rasantem Tempo wurde ich beim Lesen durch eine Themenwelt geschleust, die mich erschaudern ließ und mir immer mal wieder Tränen in die Augen zauberte. Eine wunderbare Recherche, an der Herr Dützer den Leser im Nachgang teilhaben lässt, rundet das Buch ab. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Der Autor hat uns verraten, dass noch zwei weitere Bände um Hannah, ihre Freunde aber auch ihre Feinde geplant sind … das erweckt Vorfreude in mir. Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere