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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2020

Toller Reihenauftakt mit angenehmer Atmosphäre

When We Dream
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Geschichten rund um berühmte Musikstars versprechen immer eine Menge Drama und viele Gefühle, deswegen war ich auch auf "When we dream" sehr gespannt.

Im Buch geht es um die 19-jährige Ella, die nach ...

Geschichten rund um berühmte Musikstars versprechen immer eine Menge Drama und viele Gefühle, deswegen war ich auch auf "When we dream" sehr gespannt.

Im Buch geht es um die 19-jährige Ella, die nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrer Schwester nach Chicago gezogen ist. Allerdings ist ihr die Stadt viel zu groß, zu laut und zu voll. Am liebsten würde sich Ella einfach in ihr Zimmer zurückziehen und die Außenwelt beim lesen oder zeichnen ausblenden. Doch dann lernt sie Jae-yong kennen, der ihre Welt von einem auf den anderen Moment komplett aus den Angeln hebt und Ellas Herz zum Rasen bringt. Was sie jedoch nicht ahnt, Jae-yong ist Mitglied der berühmtesten K-Pop Gruppe der Welt...

Ich höre selber keinen K-Pop und habe mich auch noch nie damit beschäftigt, deswegen war ich umso gespannter auf die Geschichte. Auch K-Pop als Thematik habe ich bisher in noch keinem Buch gelesen.

Die Geschichte konnte mich ab der ersten Seite in den Bann ziehen. Anne Pätzold schreibt einfach großartig. Sehr flüssig, angenehm und mit einer schönen Prise Humor. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es mit Ella und Jae-yong weitergeht.
Beide sind sehr authentische, angenehme und sympathische Charaktere. Besonders Ellas Schwester mochte ich mit ihrer lockeren Art sehr gerne.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte war total schön zu lesen. Anfangs haben beide hauptsächlich über Chats kommuniziert und als sich beide das erste mal getroffen haben, hatten sie schon eine richtige Bindung. Das knistern zwischen ihnen konnte man richtig spüren.
Auffällig ist bei diesem Buch, dass es zwischen Ella und Jae-yong aber zu nicht mehr kommt, als zu einigen Küssen. Also es ist dementsprechend kein typisches New Adult Buch, sondern ich würde es tatsächlich eher zu den Young Adult / Jugendliebesromanen zuordnen. Für mich war das absolut nicht schlimm, ich habe nur erwartet, dass es etwas mehr zur Sache geht, wie in anderen New Adult Büchern.


Neben der Liebesgeschichte erfährt man noch viel interessantes über die asiatische und insbesondere koreanische Kultur und Musikindustrie.
Natürlich endet die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger und lässt den Leser gespannt auf den zweiten Band zurück.

Fazit: Angenehme Liebesgeschichte, die besonders durch die tolle Atmosphäre und Authentizität besticht und den Leser in einen regelrechten Sog zieht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.11.2018

Öffnet die Augen mit erschreckend realistischer Thematik

Boot Camp
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"Du kommst hier nicht raus, wenn du ihnen vorspielst, was sie wollen. Du kommst hier erst raus, wenn du bist, was sie wollen."



Boot Camps sind Einrichtungen zum Strafvollzug und zur Umerziehung von ...

"Du kommst hier nicht raus, wenn du ihnen vorspielst, was sie wollen. Du kommst hier erst raus, wenn du bist, was sie wollen."



Boot Camps sind Einrichtungen zum Strafvollzug und zur Umerziehung von straffällig Gewordenen, insbesondere Jugendlichen. Das wusste ich, bevor ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe. Nicht jedoch, welch brutales System hinter alledem steckt.

Der 16-jährige Connor ist ein intelligenter und begabter Schüler. Doch weil er eine Affäre mit seiner 10 Jahre älteren Lehrerin hat und sich außerdem gegen den elterlichen Lebensstil sträubt haben diese Angst vor Rufschädigung und er wird von ihnen die Umerziehungsanstalt „Lake Harmony“ eingewiesen.

Dort erwartet ihn ein brutales System der Umerziehung mit Erniedrigung, Demütigung,
körperlicher Gewalt und einem brutalen Regelkodex, durch den er begreifen soll, dass seine
Eltern immer im Recht sind und er einen großen Fehler begangen hat.
Den Aufsehern dort ist jedes Mittel recht, die "Häftlinge" zu schikanieren und zu misshandeln.

Connor beginnt zu verstehen, dass man dem Ganzen nur entkommen kann, wenn man nicht nur spielt, was die Aufseher haben wollen, sondern IST wie sie einen haben wollen.

Durch den unmittelbaren und rasanten Einstieg ins Buch, ist man sofort in der Geschichte gefangen. Erst im Laufe des Buches erfährt man Connors Vorgeschichte und ist wirklich geschockt darüber, wegen welcher „Lappalie“ er dieses ganze grausame System ertragen muss.

Connor als Charakter mochte ich richtig gerne und habe richtig mit ihm mitgefühlt. Er hat sich immer zusammengerissen und ist immer stark geblieben, egal welche Erniedrigungen und Schläge er wieder einstecken musste.

Der Schreibstil von Morton Rhue ist total flüssig und seine Geschichten lassen sich in einem Rutsch durchlesen. Ganz besonders mag ich, dass die Geschichten nicht nur Fiktion sind.

Lediglich das Ende des Buches hätte ich mir etwas anders gewünscht, denn da war ich schon wirklich traurig und enttäuscht. Jeder der das Buch gelesen hat, wird wissen was ich meine.

Da ich über Boot Camps auch ein Schulreferat halten musste, habe ich natürlich noch viel über Boot Camps recherchiert.

Wen es interessiert, der kann hier die Reportage bei „The Guardian“ nachlesen, auf der der Roman basiert. Denn das hat mich ganz besonders geschockt. Der ganze Pein, passiert tagtäglich im realen „Verhaltensänderunszentrum“ Tranquility Bay auf Jamaika.

Boot Camps sind echt menschenunwürdig und sollten weltweit verboten werden.

Fazit: Ein Roman, der die brutale Wirklichkeit ungeschönt zeigt. Das Ende hätte ich mir etwas anders gewünscht, aber wenn man weiter über die Boot Camps nachdenkt, wäre auch jedes andere Ende unpassend gewesen.

4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 04.10.2018

Interessantes Thema mit schöner Liebesgeschichte kombiniert

Blind Date mit der Liebe
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In Ninas Leben hat ihr Job als Anzeigenverkäuferin oberste Priorität. Für einen Mann ist eigentlich gar kein Platz.
Doch dann rempelt sie beim Joggen im Park versehentlich Jan an, der eigentlich sogar ...

In Ninas Leben hat ihr Job als Anzeigenverkäuferin oberste Priorität. Für einen Mann ist eigentlich gar kein Platz.
Doch dann rempelt sie beim Joggen im Park versehentlich Jan an, der eigentlich sogar ganz attraktiv ist.
Was sie nicht weiß, Jan ist blind und auch in seinem kalr strukturierten Alltag ist kein Platz für eine Frau. Gibt es für die beiden trotzdem eine Chance? Werden sie für die Liebe alles riskieren?

Der Schreibstil der Autorin, liest sich flüssig und man kann das Buch gut in einem Rutsch weglesen.

Wirklich interessant fand ich, dass der Hauptprotagonist Jan blind ist. Ich habe bisher noch kein Buch gelesen, in dem das Thema Blindheit aufgegriffen wurde.
Durch ausführliche Recherche, welche die Autorin Kari Lessír betrieben hat, bringt sie dem Leser das Thema Blindheit näher und zeigt dabei nicht nur die Probleme auf, sondern auch, wie man als Blinder seine Umwelt wahrnimmt.
Auch wird mit Vorurteilen aufgeräumt und man bekommt einen sehr spannenden Einblick in das Leben eines Blinden.

Die Handlung insgesamt hat mir gut gefallen. Es handelt sich nicht nur um eine typische Liebesgeschichte, sondern es wurde auch ein guter Spannungsbogen aufgebaut, dem ich gerne gefolgt bin.

Die Liebesgeschichte zwischen Jan und Nina hat mir richtig gut gefallen. Sie entwickelte sich langsam und wirkte real und authentisch.

Leider endete das Buch, für meinen Geschmack viel zu abrupt. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich das leider nicht genauer erklären, aber wenigstens 1 Kapitel mehr, hätte noch drinnen sein dürfen, nachdem es so lange gedauert hat bis es zu genau diesem Ende kam.

Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte begeistern und in ihren Bann ziehen können.

Fazit: Bei "Blind Date mit der Liebe" handelt es sich um eine richtig schöne Liebesgeschichte mit einem sehr interessanten Hintergrundthema.
Daher gebe ich dem Buch auch 4,5 von 5 Sternen und kann es wirklich weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 04.10.2018

Tolle Bastelideen für Harry Potter Fans

Das inoffizielle Harry-Potter-Bastelbuch
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Im Buch befinden sich auf 124 Seiten viele Bastelideen um Gegenstände zu basteln, die in der Harry Potter Welt eine Rolle spielen beziehungsweise vorkommen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt ...

Im Buch befinden sich auf 124 Seiten viele Bastelideen um Gegenstände zu basteln, die in der Harry Potter Welt eine Rolle spielen beziehungsweise vorkommen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und für jeden Bastelfan dürfte das Passende dabei sein.

Es wird mit verschiedenen Materialien gearbeitet, wie zum Beispiel mit Modelliermasse (Fimo) um Zauberstäbe herzustellen. Außerdem befinden sich im Buch noch Ideen um Geschirr mit Porzellanstiften zu verschönern und - was natürlich auf keinen Fall fehlen darf - ist, die Anleitung um "Mrs Skowers magischer Allzweckreiniger" Flaschen zu gestalten.
Schade, dass wir nicht erfahren, wie sich der Allzweckreiniger zusammensetzt.

"Das inofizielle Harry Potter Bastelbuch" kann ich jedem Fan der Reihe nur ans Herz legen. Zwar muss man für die meisten Basteleien einen gewissen Zeitaufwand aufbringen, jedoch macht das Basteln auch viel Spaß und mit seinen Ergebnissen kann man dann sein Zuhause richtig toll gestalten.
Allerdings ist das Buch eher für Erwachsenen, statt für Kinder geeignet, da einige Arbeitsschritte doch recht kifflig sind. Dabei sehr hilfreich waren die vielen Farbfotos, welche oft die einzelnen Bastelschritte zeigen.

Manche Ideen sind leider relativ kostspielig. Wenn man Vielbastler ist, dürften Acrylfarben oder sonstiges, wohl vorhanden sein. Als Gelegenheitsbastler muss man sich aber einige Utensilien beschaffen. Hier haben wir einige Utensilien ersetzt oder auch weggelassen. Das ist aber größtenteils kein Problem.


Fazit: Für Harry Potter Fans, die gerne basteln, definitiv ein Must Have.
Manche Ideen sind zwar recht aufwendig und kostspielig, aber dennoch ein schönes, empfehlenswertes Bastelbuch!

Veröffentlicht am 31.07.2018

Berührende Liebesgeschichte

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Nach einem Sportunfall ist Corey Callahan gelähmt und an ihren Rollstuhl gebunden. Trotzdem entschließt sie sich ihr Studium am renormmierten Harkness College anzutreten. Gleich am ersten Tag trifft sie ...

Nach einem Sportunfall ist Corey Callahan gelähmt und an ihren Rollstuhl gebunden. Trotzdem entschließt sie sich ihr Studium am renormmierten Harkness College anzutreten. Gleich am ersten Tag trifft sie dort auf den extrem gutaussehenden Adam Hartley, der sich beim Eishockey das Bein gebrochen hat. Er scheint der einzige zu sein, der Corey wirklich sieht. Doch er hat auch eine hübsche Freundin und diese würde er doch nie für ein Mädchen im Rollstuhl verlassen...

Nach einem etwas schleppendem Einstieg ins Buch, konnte mich die Geschichte wirklich fesseln und ich habe sie in fast einem Rutsch durchgelesen.
Das Buch wird aus Coreys Ich-Perspektive erzählt und stellenweise folgen auch Stellen aus der Sicht von Adam. Davon hätten es gerne noch mehr sein dürfen, da ich es ganz besonders interessant fand, die geschichte auch aus seiner Sicht zu erleben.

Die Charaktere fand ich sympathisch. Corey ist eine starke junge Frau, die nicht in Selbstmitleid nach ihrem Unfall ertrinkt sondern sich aufrafft und versucht den Alltag zu meistern.
An Adam hat mir sehr gefallen, dass es sich um keinen Bad-Boy handelt, wie in anderen Geschichten dieser Art. Er war mir auf Anhieb sympathisch und es ist wirklich schade, dass er schon vergeben war.

Den Schreibstil fand ich anfangs etwas schleppend, doch nach den ersten 20-30 Seiten löste sich dieses Problem zum Glück. Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen, wobei sie sich ruhig etwas schneller hätte entwickeln dürfen, denn so war das Buch recht schnell und leider auch etwas abrupt zu Ende.

Trotz dieser kleineren Kritikpunkte hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen und konnte mich teilweise sehr berühren.
Ich kann das Buch definitiv jedem Fan von New Adult weiterempfehlen und hoffe sehr, dass es auch in den nächsten Bänden ein Wiedersehen mit Corey und Adam geben wird!

Fazit: "The Ivy Years - Bevor wir fallen" ist eine wunderbare Geschichte darüber, dass man sich trotz körperlicher Differenzen lieben kann und einzig die inneren Werte zählen.
Von mir gibt es daher 4,5 von 5 Sternen.