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Veröffentlicht am 07.07.2020

"One of us is next" von Karen Mc. McManus

ONE OF US IS NEXT
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Dieses Buch erhielt ich als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal, was keine Auswirkung auf meine Meinung hat.

Ich habe mich so gefreut, als ich dieses Buch endlich in den Händen gehalten habe. ...

Dieses Buch erhielt ich als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal, was keine Auswirkung auf meine Meinung hat.

Ich habe mich so gefreut, als ich dieses Buch endlich in den Händen gehalten habe. Den ersten Band „One of us is lying“ fand ich damals richtig toll und spannend und demnach war ich sehr gespannt darauf, wie es auf der Bayview High weitergeht.
Als Tipp vorab kann ich euch noch mitgeben: Lest den ersten Band (nochmal) bevor ihr an „One of us is next“ geht. Ich wusste zwar noch ungefähr was alles passiert ist, habe aber eben mit den Jahren doch das ein oder andere vergessen und hätte mir während dem Lesen gewünscht, ich hätte „One of us is lying“ vorher nochmal gelesen…

Die Geschichte wird diesmal aus den Sichtweisen von Maeve, Phoebe und Knox erzählt. Die Ereignisse um den Tod von Simon sind kaum ein Jahr her, als plötzlich ein mysteriöses „Wahrheit- oder Pflicht Spiel“ auftaucht. Einzelne Schüler werden anonym aufgerufen, sich für eines zu entscheiden. Wer sich weigert, wählt damit automatisch „Wahrheit“ und wird vor der ganzen Schule bloßgestellt. Als plötzlich ein weiterer Schüler der Bayview High stirbt, überschlagen sich die Ereignisse – hat es was mit dem Spiel zu tun und wer steckt dahinter?

Die Protagonisten Phoebe, Knox und Maeve waren mir alle sehr sympathisch. Phoebe hat erst vor kurzem einen schweren Verlust erlitten, ihre Familie liegt dadurch in Scherben. Der Kontakt mit ihren Geschwistern, der immer so innig war, ist kaum noch vorhanden. Maeve kämpft ebenfalls mit ihrer Vergangenheit und kann mit niemandem darüber reden, als diese sie wieder einholt. Ich konnte mich in beide gut hineinversetzen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Mit Knox hatte ich ein paar Probleme in der Hinsicht, obwohl einige Kapitel aus seiner Sicht geschrieben waren, fiel es mir schwer, eine „Bindung“ zu ihm aufzubauen. Das liegt aber vielleicht auch einfach daran, dass es um Phoebe und Maeve turbulenter und emotionaler zugeht. Nichtsdestotrotz mochte ich Knox gerne.
Viele der Nebencharaktere (oder auch Protagonisten aus dem ersten Band) treten auch hier wieder auf. Bis auf einige Ausnahmen, wie z.B. Phoebes angeblich „beste“ Freundin, mochte ich auch hier die meisten. Sie wirkten alle sehr authentisch auf mich, vorallem wenn ich mich in deren Alter zurückversetze und mir meine damaligen „Probleme“ in Erinnerung rufe.
Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig; ich bin nur ab und an ein bisschen über Gespräche oder Erinnerungen aus dem ersten Band gestolpert. Wie bereits erwähnt wäre es hier wirklich sinnvoll gewesen, diesen vorher nochmal zu lesen. Aber diese Momente gingen eigentlich schnell vorbei und ich hatte auch einige „aaaah, stimmt ja, da war doch was!“ Gedanken. Die Auflösung war zwar leider ziemlich früh offensichtlich, dennoch konnte mich das Ende aber auch nochmal kurz überraschen.

Fazit: „One of us is next“ ist eine gelungene Fortsetzung von „One of us is lying“ und hat mir gut gefallen. Es war eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch und hat mich wieder mal daran erinnert, wie verdammt froh ich bin, die Schulzeit hinter mir gelassen zu haben. Klar, die „Probleme“ verschwinden nicht, es kommen immer wieder neue und welche mit anderen Thematiken dazu, aber trotzdem bin ich froh, dass alles hinter mir gelassen zu haben. Ich möchte an dieser Stelle auch noch anmerken, falls es hier Schüler gibt oder auch andere Personen, die sich mit Mobbing auseinandersetzen müssen: Ihr müsst das nicht alleine durchstehen. Sprecht bitte mit euren Eltern oder Vertrauenspersonen darüber, auch wenn es vielleicht im ersten Moment unmöglich und unangenehm erscheint – aber es kann helfen.

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Veröffentlicht am 03.06.2020

"Die Wahrheit" von Sam Bourne

Die Wahrheit
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Viel Erholungszeit hatte Maggie Castello nach den dramatischen Ereignissen um den aktuellen Präsidenten nicht: Obwohl sie mittlerweile keine Mitarbeiterin mehr im Weißen Haus ist, wird sie trotzdem kontaktiert ...

Viel Erholungszeit hatte Maggie Castello nach den dramatischen Ereignissen um den aktuellen Präsidenten nicht: Obwohl sie mittlerweile keine Mitarbeiterin mehr im Weißen Haus ist, wird sie trotzdem kontaktiert und um Mithilfe gebeten, als weltweit Bibliotheken niedergebrannt werden und mit ihnen wichtige historische Dokumente und Bücher. Unglückliche Zufälle werden ausgeschlossen, nachdem auch zusätzlich noch die Sicherheitskopien verschwinden und sowohl Historiker als auch Zeitzeugen ermordet werden. Es scheint, als könne niemand sonst als Maggie die Terroristen aufhalten. Die Rettung der Geschichte stellt sie vor Herausforderungen, die sie sowohl psychisch als auch physisch fast in die Knie zwingen.

Anfänglich hatte ich ziemlich Probleme, in die Geschichte zu kommen: zu viele Namen mit verschiedenen Handlungssträngen, welche alle in der dritten Person geschrieben wurden. Mir viel es schwer den Überblick zu behalten, welche Person gerade im Fokus steht. Das ganze Buch über musste ich somit sehr konzentriert lesen, um den Faden nicht zu verlieren – was an sich nicht schlecht ist und bei der Thematik eigentlich auch gar nicht so unpraktisch war. Leider fehlte mir aber auch lange die thrillertypische Spannung, wodurch der Lesefluss nur durch das fesselnde Thema gerettet wurde. Erst gegen Ende kam etwas mehr Tempo auf. Versteht mich nicht falsch, es war zu keinem Punkt langweilig – ich bin nur einfach mehr „Action“ gewöhnt. Ein weiterer Punkt, der mich etwas gestört hat, war die fehlende Logik in manchen Situationen; zum Beispiel: Brandstiftung in solchen Ausmaßen und nirgendwo taucht ein Brandermittler auf? Zumindest in beratender Funktion als Maggies Unterstützung hätte ich mir das hier gewünscht. Zum Glück ist Maggie mit einem exzellenten Instinkt ausgestattet. Ich fand es auch toll, mit welcher Leidenschaft sie an die Aufklärung gegangen ist, obwohl ihr wirklich extrem fiese Steine in den Weg gelegt wurden. Sie ist eine vielschichtige Protagonistin, die mir gut gefallen hat und ich fand es beeindruckend, wie sie mit den schwierigsten Situationen umgegangen ist.

Fazit: „Die Wahrheit“ ist weniger wegen der Spannung, sondern mehr wegen der hochinteressanten Thematik ein Pageturner, der mich menschlich oft schockiert hat. Die Geschichte auszulöschen würde bedeuten, all denjenigen, die in der Vergangenheit gelitten haben, ins Gesicht zu schlagen. Hoffentlich passiert sowas niemals, Geschichte ist meiner Meinung nach so unendlich wichtig für die Menschheit, die Gesellschaft und zukünftige Handlungen. Sie lehrt uns mitunter, was wir besser machen müssen. Und wir lernen nie aus. Wir müssen uns tagtäglich damit auseinandersetzen, um die bestmögliche Version von uns selbst zu werden. Trotz einiger Kritikpunkte kann ich hier definitiv eine Leseempfehlung aussprechen, allein schon wegen der brisanten Thematik.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

"Marta Schläft" von Romy Hausmann

Marta schläft
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Die Handlung verläuft zu verschiedenen Zeitpunkten und Situationen. Da hätten wir einmal die Gegenwart mit unserer Protagonistin Nadja, welche sehr jung für ein schweres Verbrechen ins Gefängnis musste ...

Die Handlung verläuft zu verschiedenen Zeitpunkten und Situationen. Da hätten wir einmal die Gegenwart mit unserer Protagonistin Nadja, welche sehr jung für ein schweres Verbrechen ins Gefängnis musste und seit ihrer Entlassung versucht, ein normales Leben zu führen… was ihr allerdings nun sehr schwer gemacht wird: Ein Mord ist geschehen, der ungeschehen gemacht werden soll – mit ihrer mehr oder weniger freiwilligen Unterstützung. Dann wäre da die Handlung „4 Jahre zuvor“, bei der ein Mädchen getötet wurde, das ein Verhältnis zu einem verheirateten Mann hatte und dieser als Täter beschuldigt wird. Die dritte Handlung beinhaltet eine weitere in der Vergangenheit liegende Situation, in der es um zwei Kinder und ihre sich prostituierende Mutter Marta geht. Achja, und hin und wieder gibt es unversendete Briefe zu lesen, die ich oft als eine Art „Tagebuch“ empfand.

Diese vielen verschiedenen Handlungen haben meinen Lesefluss in den ersten Kapiteln etwas gestört, da es mir schwer fiel, mich zurecht zu finden und alle zunächst komplett zusammenhanglos waren. Doch je weiter ich in das Buch eingetaucht bin, desto klarer wurden die Verbindungen zwischen den Handlungen, bis sich am Schluss ein Gesamtbild ergeben hat, das mich doch sehr überrascht hat. Allgemein wurde ich oft beim Lesen überrascht, da sich Situationen immer wieder und urplötzlich um 180 Grad gedreht haben. Der Schreibstil hat mich sehr fasziniert und konnte mich trotz des holprigen Starts komplett von sich überzeugen. Ich fand es von Anfang bis Ende sehr spannend und interessant und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn sich ein Puzzleteil eingefügt hat.

Zu den Charakteren kann ich in dieser Rezension nur wenig sagen, weil ich, wie ich befürchte, sonst zu viel spoilern würde. Was ich sagen kann ist, dass mich alle Personen oft überrascht haben und ich meine zuvor gebildeten Meinungen über sie immer wieder überdenken musste. Daher auch hier ein großes Lob an die Autorin.

Fazit: Die vielen Handlungsstränge und vielseitigen Charaktere konnten mich trotz anfänglichen Schwierigkeiten absolut von sich überzeugen. Das Buch und die Botschaft mit der Frage dahinter, ob ein Täter je wieder frei sein kann, ist sehr faszinierend. Meine Antwort dazu ist, dass ich glaube, ein schuldiger Täter, der seine Haft abgesessen hat, kann danach wieder frei sein, weil er ja „gebüßt“ hat (natürlich auch immer abhängig von der Tat und Psyche des Täters); ein unschuldiger Täter nicht. Er hätte immer die Angst, wieder unschuldig verhaftet zu werden. Was einmal passiert ist, kann wieder passieren. (Diese Aussage ist lediglich meine Ansicht und Meinung zu dieser Frage!)
Ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher von Romy Hausmann und freue mich nun sehr, bald „Liebes Kind“ zu lesen.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

"All Saints High - Die Prinzessin" von L.J. Shen

All Saints High - Die Prinzessin
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Daria ist eines der reichsten und schönsten Mädchen der All Saints High, was sie theoretisch zur „Prinzessin“ macht. Sie ist eifersüchtig, verbittert und in ihren Handlungen sehr unbeherrscht, bezeichnet ...

Daria ist eines der reichsten und schönsten Mädchen der All Saints High, was sie theoretisch zur „Prinzessin“ macht. Sie ist eifersüchtig, verbittert und in ihren Handlungen sehr unbeherrscht, bezeichnet sich selbst als Monster, als „Hulk“, was ihren zerstörenden und selbstzerstörenden Handlungen sehr nahe kommt. Ich hatte anfänglich starke Probleme damit, mich mit ihr anzufreunden. Nachdem ich im Laufe der Geschichte aber hinter ihre Fassade blicken konnte und die Gründe für ihr Handeln offen gelegt wurden, wurde es einfacher. Auch wenn ich einige ihrer Taten nicht gut heiße, konnte ich sie und ihre Zerrissenheit irgendwann dann doch besser verstehen. Im Laufe der Geschichte hat sie eine Entwicklung hingelegt, die authentisch wirkt und mich emotional sehr berührt hat, was ich so nicht erwartet habe und mich somit sehr positiv überrascht hat.

Penn war mir im Gegensatz zu Daria von Anfang an sympathisch. Sein gutes Herz war trotz seiner Macho-Art die ganze Zeit über klar zu erkennen und ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen. Er ist sehr zwiegespalten zwischen der Treue und dem schlechten Gewissen gegenüber seiner Schwester Via und seiner Mitschuld an ihrem Verschwinden, und der tieferen Gefühle, die er für Daria hegt. Obwohl er ihr immer wieder sagt, wie sehr er sie hasst und sie das auch zu spüren bekommt, ist doch klar zu erkennen, dass dieser Hass eigentlich mehr gegen sich selbst geht. Im Laufe der Geschichte und der Ereignisse kann er sich aber die liebevollen Gefühle Daria gegenüber irgendwann eingestehen, aber ob diese Gefühle ausreichend sind, um Daria zu heilen, um ihr kaputtes Herz für sich zu gewinnen? Das lasse ich hier mal offenstehen.

Die Liebesgeschichte der beiden ist sehr grob, energiegeladen und emotional. Es bleibt wirklich spannend bis zur letzten Seite, ob sie es schaffen, die vielen Hürden zu überwinden. Aber dieses Beziehungsdrama war nicht das Einzige spannende an dem Buch: Ich fand auch die Beziehung und deren Entwicklung zwischen Daria und ihrer Mutter sehr intensiv und herzergreifend. So unbeholfen wie die beiden miteinander umgegangen sind und wie extrem auch hier die Gefühle Liebe, Hass, Schmerz und Frustration vorhanden waren… ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es war wirklich im wahrsten Sinne des Wortes eine Achterbahn der Gefühle.

Zu Beginn des Buches war auch eine Triggerwarnung, dass das Buch Darstellung von sexueller und körperlicher Gewalt enthält. Und in welchen Umfängen das hier thematisiert wurde ist wirklich erschreckend und mir wurde nicht nur fast schlecht beim Lesen.. ich war so verdammt wütend. Aber nicht nur körperliche Gewalt ist hier ein Thema, sondern auch psychische Gewalt. Ich musste glücklicherweise nie selbst durch diese Art von Hölle gehen, und ich finde es immer wieder erschreckend, wie Menschen (und gerade Kinder / Jugendliche) sich sowas antun können.
Was mir hier gut gefallen hat, war die Umsetzung der Themen.

Allgemein fand ich das Buch und die Ideen darin sehr gut umgesetzt, auch wenn ich anfangs Startschwierigkeiten mit Daria hatte – aber im Nachhinein fügt sich diese Extreme ihres Charakters perfekt in die allgemein sehr intensive Geschichte ein. Der Schreibstil ist emotional und flüssig, vorallem gegen Ende wird man förmlich in das Buch hineingezogen und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Ebenfalls gut gefallen haben mir die poetischen Kapiteleinleitungen aus den Tagebüchern von Daria und Penn.

Fazit: Ich muss ehrlich sagen, ich war anfänglich kurz davor das Buch abzubrechen, weil mir Daria so verdammt unsympathisch war, aber nachdem ich Seite um Seite mehr hinter ihre Fassade geblickt habe und auch die Handlungsverläufe selbst immer tiefgründiger wurden war ich doch wirklich heilfroh, es weitergelesen zu haben. “All Saints High – Die Prinzessin” war wirklich eine einzigartige Geschichte, die mich tief berührt hat und die ich so schnell nicht vergessen werde. Ich bin gespannt auf die nächsten Bücher der Reihe!

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Veröffentlicht am 24.03.2020

"Light Up The Sky" von Emma Scott

Light Up the Sky
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Nachdem ich „Bring Down The Stars“, also den Auftaktband der „Beautiful-Hearts“-Dilogie, fast in einem Rutsch durchgelesen habe, konnte ich es kaum erwarten, endlich „Light Up The Sky“ zu lesen. Der Cliffhanger ...

Nachdem ich „Bring Down The Stars“, also den Auftaktband der „Beautiful-Hearts“-Dilogie, fast in einem Rutsch durchgelesen habe, konnte ich es kaum erwarten, endlich „Light Up The Sky“ zu lesen. Der Cliffhanger war schließlich alles andere als leicht zu verdauen gewesen: dort kündigt sich nämlich ein großes Drama an, welches den zweiten Band durchweg sehr prägt.

Die Geschichte setzt nahtlos an den Cliffhanger an und sofort war ich auch wie beim ersten Band wieder mit Feuer und Flamme dabei. Typisch Emma Scott wird die Handlung gefühlt von Kapitel zu Kapitel tiefgründiger und regt zum Nachdenken an. Wie auch beim ersten Band flog ich förmlich durch das Buch, fühlte Wes‘ Schmerz, war frustriert weil das Leben so verdammt unfair sein kann, aber gleichzeitig auch dankbar und glücklich. Ich habe gelacht und gelitten… dank Emma Scott und ihrem Ausnahmetalent beim Schreiben.

Was mir, neben dem Schreibstil und dem Handlungsverlauf, noch sehr gut gefallen hat, war die persönliche Entwicklung der Charaktere. Autumn und Connor kamen mir beide „erwachsener“ vor als noch im ersten Band. Sie lernen, mehr für sich einzustehen, Entscheidungen zu treffen, auf ihr Herz zu hören und dem auch endlich mal zu folgen.
Wes hat sich ebenfalls sehr weiterentwickelt: den Umständen entsprechend musste er sein Leben komplett umkrempeln (was alles andere als leicht ist) und obwohl er sich am Anfang sehr schwertut, findet er sich nach und nach doch dort ein und wird mit sich selbst auch mal ein bisschen nachsichtiger.
Egal wie sehr man sich auch anstrengt, man kann einfach nicht immer perfekt sein und alle Erwartungen erfüllen. Am schlimmsten sind die Erwartungen, die man an sich selbst hat. Diese ein bisschen der Realität anzupassen, damit sie reeller umsetzbar sind, ist schwer und ich habe da echt einen riesigen Respekt davor, wenn man das schafft.

„Light Up The Sky“ hat mir, genau wie sein Vorgänger, richtig gut gefallen und mir werden die Charaktere wirklich fehlen. Die Geschichte ist tiefgründig und öffnet die Augen, damit man seinem Umfeld mal wieder ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenkt und dankbar ist, dass man selbst gesund und fit ist. Wes hat mir persönlich auch gezeigt, dass man viel glücklicher sein kann, wenn man die eigenen Erwartungen an sich selbst nur minimal senkt, damit sie realistischer sind. Absolute Leseempfehlung.

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