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Veröffentlicht am 26.07.2020

Konnte mich leider nicht richtig begeistern

Das Dorf (Finsterzeit 1)
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"Das Dorf - Finsterzeit 1" von Sandra Toth
Erschienen im Feuerwerke Verlag

Nach dem Zusammenbruch des Stromnetzes versuchen die Menschen einfach nur noch zu überleben. Sie plündern, stehlen und schrecken ...

"Das Dorf - Finsterzeit 1" von Sandra Toth
Erschienen im Feuerwerke Verlag

Nach dem Zusammenbruch des Stromnetzes versuchen die Menschen einfach nur noch zu überleben. Sie plündern, stehlen und schrecken sogar vor Mord nicht zurück um nicht zu verhungern.
Lara will ihr Haus, dass sie von der Großmutter geerbt hat, nicht verlassen, auch wenn ihr Freund Thomas immer wieder versucht sie zu überzeugen. Doch irgendwann muss auch Lara einsehen, dass nur noch eine Flucht ihr Leben retten kann. Thomas möchte mit ihr an einen sicheren Ort. Sein Großvater hat schon vor Jahren eine Festung errichtet in der sie in Sicherheit leben können und das ist das Ziel der Beiden als sie sich auf den Weg machen. Auf ihrer gefährlichen Flucht finden sie Schutz in einem kleinen Dorf, in dem sich unter der Führung von Viktor Menschen zusammengefunden haben und versuchen gemeinsam zu überleben. Auch Lara und Thomas finden hier einen Platz um wieder zu Kräften zu kommen.
Doch auch die vermeintliche Sicherheit des Dorfes ist nicht von langer Dauer.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen und passt mit seinen verschwommenen Farben, dem Strommast im Hintergrund und den Schatten des Paares perfekt zur Story.
Ich habe durch den doch sehr leichten und flüssigen Schreibstil schnell in die Geschichte hineingefunden. Es gab jedoch einige Punkte, die mich ziemlich gestört haben.
Zum einen ist das Szenario eines Stromausfalls nicht neu und ich hatte lange Zeit das Gefühl, etwas ähnliches schon einmal gelesen zu haben.
Auch hätte ich zu Beginn gerne etwas mehr über die drohende Gefahr und über die Hintergründe der Geschichte erfahren. Im Plot drehte es sich die meiste Zeit um Lara und Thomas und der Bezug zur Ursache des Geschehens und zum Auslösen des Szenarios fehlte mir. Ebenso eine, wenigstens grobe Beschreibung der Figuren.
Vielen Lesern ist das vielleicht egal und sie machen sich ihr eigenes Bild vom Aussehen der Propagonisten, doch ich möchte einfach wissen wie die Autorin sich die Figuren vorstellt.

Wir werden in drei unterschiedlichen Handlungssträngen, die sich nach und nach zu einem zusammenfügen, durch die Geschichte geführt. Lara und Thomas sind auf der Flucht, Victor versucht in seinem Dorf mit Gleichgesinnten sowas wie Normalität zu finden und Walter befindet sich mit seiner Familie in der Festung des tyrannischen Großvaters.
Lara ist zu Beginn eine ängstliche und verunsicherte junge Frau, die sich voll und ganz auf Thomas, ihren strahlenden Retter, verlässt.
Von ihm erfahren wir zu Beginn des Plots nicht viel. Seine Familie befindet sich bereits beim Großvater Friedrich in der vermeintlich sicheren Festung. Thomas ist sehr willensstark und besorgt um Lara. Er würde sein Leben geben um sie zu retten und sammelte damit erstmal Karmapunkte bei mir. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt er sich in eine Richtung, die ich nicht so richtig nachvollziehen konnte. Wir erfahren, erst ziemlich zum Schluss woher seine Fähigkeiten kommen und fast zeitgleich verändert sich sein Charakter massiv.
Lara hingegen wächst so über sich hinaus, dass sie für mich mit der jungen ängstlichen Frau zu Beginn, rein gar nichts mehr zu tun hatte.
Ich bekam einfach keinen Bezug zu ihnen und es fiel mir schwer, ihre Handlungen und Emotion nachzuvollziehen.
Großvater Friedrich ist ein richtiger Diktator und Tyrann. Sein Charakter, bzw sein Verhalten war mir etwas zu heftig.
Walter, Victor und seine Frau Hilde hingegen gehören zu den Propas, die von der Autorin authentisch gestaltet sind und sich gut in die Geschichte einfügen.
Langweilig wird es wird zu keinem Zeitpunkt und die latente Spannung steigt zum Ende hin merklich an.

Für Leser, denen es mehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen und das soziale Zusammenleben geht und weniger um die Hintergründe, gebe ich gerne eine Leseempfehlung. Sie finden hier ein Buch, dass ihnen gefallen wird. Mich konnte es leider nicht so richtig begeistern und ich werde den zweiten Teil wohl nicht mehr lesen.
Von mir gibt es deshalb 2,5 Sterne, aufgerundet auf 3 Sterne ⭐⭐⭐

Dystopie

feuerwerkeverlag

sandratoth

dasdorf #bookstagram

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Da ist noch Luft nach oben

Die magischen Bücher
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Nachdem die Freunde sich ein Jahr bei den Elfen erholt haben, geht die Reise weiter. Die Aufgaben werden neu verteilt und die Gruppe trennt sich.
Leandra ist zusammen mit ihren Gefährten wieder auf der ...


Nachdem die Freunde sich ein Jahr bei den Elfen erholt haben, geht die Reise weiter. Die Aufgaben werden neu verteilt und die Gruppe trennt sich.
Leandra ist zusammen mit ihren Gefährten wieder auf der Suche nach neuen Hinweisen, die sie auf die Spur der Bücher bringen können. Diesmal geht es ins Reich der Zwerge. Dabei lernen sie neue magische Wesen kennen und erleben so manches Abenteuer.
Es gibt neue Rätsel zu lösen, gefährliche Situationen zu meistern und sie müssen Freunde von Feinden unterscheiden.
Cover
Das Cover ist perfekt auf das erste Band abgestimmt und in einem schönen Blauton gehalten.
Meine Meinung
Ich hatte zu Beginn etwas Probleme, wieder in die Geschichte hineinzukommen. Eine kurze Zusammenfassung vom ersten Teil wäre schön gewesen um den Anschluss schneller zu finden und das Worldbilding wieder vor Augen zu haben.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die Zeitebenen. Es war teilweise schwierig nachzuvollziehen, warum die einzelnen Gruppen 6 Monate unterwegs waren, wenn sie doch schon nach wenigen Tagen am Zielort eintrafen.
Die Handlung wirkte ab und zu etwas erzwungen und ich musste mich bisweilen schon sehr konzentrieren um den Überblick im Geschehen nicht zu verlieren.
Leandra ist einige Jahre älter geworden und mittlerweile erwachsen. Doch aus dem sympathischen, starken und taffen jungen Mädchen ist eine ängstliche junge Frau geworden, die viel von ihrem Selbstbewusstsein eingebüßt hat. Teilweise konnte ich es nachvollziehen, denn sie bekommt von ihrem Meister Taras und von Xander so gut wie keine Informationen über den aktuellen Stand der Dinge oder über dessen Pläne. Doch ich habe gehofft, dass sie irgendwann lernt, sich durchzusetzen.
Auch die Nebenfiguren wie zum Beispiel Brian, Davin und Jerry bleiben in ihrer Entwicklung hinter meinen Erwartungen zurück. Viggo und Lillien tauchen nur zu einer Stippvisite auf. Von ihnen hätte ich gerne mehr gelesen, denn sie haben mir schon im ersten Teil sehr gefallen.
Doch es kommen auch interessante neue Figuren hinzu, wie zum Beispiel der kleine Kasper, der viel frischen Wind in die Geschichte bringt oder der Wolpertinger Wotan. (Warum war er eigentlich so fixiert auf Leandra?!) Beide habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich hoffe, dass ich von ihnen im dritten Teil noch mehr lesen werden.
Bereits in der Leserunde bei Lovlybooks habe ich, der Autorin gegenüber angemerkt, dass die Bezeichnungen für die Propagonisten, insbesondere für Leandra mich immer wieder irritiert haben und und meinen Lesefluss doch empfindlich störten.
Ich konnte im Zusammenhang mit der Story ja nachvollziehen, dass sie "Die Gefährtin" genannt wurde, da der Ausdruck zum Setting passt, aber Bezeichnungen wie:
"Die Verkleidete", "Der Brünetten", "Die Angestarrte", "Die Verletzte", "Die Verhörte", "Die Gefangene" ode "Die Grübelnde", ließen mich oft mit der Stirn runzeln.
Auch wenn es denn Lektorat so scheinbar besser gefallen hat, empfand ich es als Leser sehr verwirrend. Abgesehen davon, ist der Schreibstil der Autorin jedoch angenehm und leicht zu lesen.
Fazit
Der zweite Teil bekommt von mir 3 Sterne ⭐⭐⭐, denn trotz etlicher Schwächen punktet das Buch durch die tolle Grundidee, einer kontinuierlichen Spannung und einer Welt voller magischen Wesen und Magie.
An den Start der Geschichte kommt es allerdings leider nicht heran.
Auch wenn es vielleicht nicht den Eindruck macht, habe ich das Buch gerne gelesen und werde sicher auch den dritten Teil der Reihe nicht verpassen.
Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Eher Familiendrama als Thriller

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ...

"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ein altes Haus gekauft, es umgebaut und eine Pension eröffnet. Doch der Start in die Selbstständigkeit erweist sich als schwierig, denn die Probleme sind mit dem Eintreffen der ersten Gäste nicht verschwunden.
Das Zusammenleben mit ihrer Mutter gestaltet sich problematisch und Aiden, der immer noch mit einer schweren Krise zu kämpfen hat, sitzt lieber im Schlafzimmer am Schreibtisch anstatt Kirsty bei der Arbeit zu unterstützen.
Und dann treffen am Eröffnungswochenende auch noch mehr Familienmitglieder als Gäste ein. Es tauchen nicht nur Kirstys Bruder Nathan und seine Frau Julia auf. Ihre Mutter hat Kirstys Cousine Selena und ihre kranke Tochter Ruby eingeladen, obwohl sie weiß, dass Kirsty seit 17 Jahren nicht mehr mit ihr spricht. Der Grund dafür sind die vielen Lügen, die Selena immer wieder in die Welt gesetzt hat und auch jetzt hat sie etliche Geschichten im Gepäck. Stimmt es wirklich, dass ihr Mann sie misshandelt und sie deshalb Schutz bei ihnen sucht?
Doch das ist nicht das einzige Problem, vor dem Kirsty plötzlich steht, denn scheinbar hat jeder im Haus Geheimnisse.
Jeden Tag liegen verwelkte Blumen vor der Tür, es geschehen merkwürdigen und unheimliche Dinge und Selena wird das Opfer eines Verbrechens.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Bereits im Prolog wird es spannend und wir werden Zeuge des Mordes an Selena. Doch dann springt die Handlung ein ganzes Stück zurück und wir begleiten die Familie vom ersten Tag des Einzuges an. Die Spannung vom Prolog ist leider auch sehr schnell wieder verflogen und wir müssen bis zur Hälfte des Buches warten, um wieder an dem Punkt der Geschichte zu landen, an dem wir gestartet sind.
In der Zwischenzeit dreht sich alles um die zahlreichen Probleme, die die Hausbewohner und Gäste mit sich selbst und anderen haben. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es in der ganzen Geschichte nicht eine einzige Person, die keine Probleme hat.
Kirsty erweckt auf mich nicht den Eindruck, als ob sie die perfekte Gastgeberin ist und in ihrem neuen Job aufgeht. Doch ich denke, die Beiden sind vor der Vergangenheit geflüchtet und haben sich schnell davon überzeugen lassen, dass dieses Projekt das Richtige für sie ist.
Aiden kämpft immer noch mit seiner Vergangenheit und verbringt die Tage am liebsten an seiner Schreibmaschine, und auch die Töchter verhalten sich merkwürdig. Amelia zieht sich immer mehr zurück und redet kaum noch und Evie glaubt, dass es Geister im Haus gibt und redet mit einer kaputten Porzellanpuppe, die sie im Haus gefunden hat. Sie alle, Kirstys Mutter und alle anderen Gäste der Pension haben irgendwie etwas zu verbergen.
Die Autorin hat sehr interessante Charaktere geschaffen, die sich gut in die Geschichte einfügen.
Wir verfolgen die Handlung aus der Sicht von Kirsty. Damit habe ich allerdings auch nur ihre Gefühle und Emotionen kennengelernt und sie bleibt die einzige Charaktere, in die ich mich richtig hineinversetzen konnte.
Kirsty ist eine sympathische Propagonistin, die mir manchmal schon leid getan hat, denn sie hat es nicht leicht und wird mit vielem alleine gelassen.

Die Handlung plätschert leider lange Zeit vor sich hin und erst nach dem Mord an Selina wird es spannend.
Alle haben auf eine Art und Weise ein Motiv und ich habe lange Zeit gerätselt, wer dafür verantwortlich ist. Es gab etliche Wendungen und irgendwie habe ich immer vermutet, dass Aidens Vergangenheit noch eine wichtige Rolle spielen würde. Ob das so ist, werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.
Das Ende hat mich schon sehr überrascht.

Fazit
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand es auch sehr gut, dass es keine brutalen und blutigen Szenen ihn der Geschichte gibt.
Bei einem Thriller erwarte ich allerdings Dramatik und Gänsehautfeeling. Hier hatte ich jedoch den Eindruck das es sich eher um ein Familiendrama handelt und nicht um einen Thriller.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch die fehlende Spannung in der ersten Hälfte der Geschichte.
Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für alle, die leichte "Psychothriller" mögen oder ein Familiendrama ohne Brutalität und viel Blutvergießen.
Vielen lieben Dank für die Bereitstellung des Rezesionsexemplars.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Eher Familiendrama als Thriller

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ...

"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ein altes Haus gekauft, es umgebaut und eine Pension eröffnet. Doch der Start in die Selbstständigkeit erweist sich als schwierig, denn die Probleme sind mit dem Eintreffen der ersten Gäste nicht verschwunden.
Das Zusammenleben mit ihrer Mutter gestaltet sich problematisch und Aiden, der immer noch mit einer schweren Krise zu kämpfen hat, sitzt lieber im Schlafzimmer am Schreibtisch anstatt Kirsty bei der Arbeit zu unterstützen.
Und dann treffen am Eröffnungswochenende auch noch mehr Familienmitglieder als Gäste ein. Es tauchen nicht nur Kirstys Bruder Nathan und seine Frau Julia auf. Ihre Mutter hat Kirstys Cousine Selena und ihre kranke Tochter Ruby eingeladen, obwohl sie weiß, dass Kirsty seit 17 Jahren nicht mehr mit ihr spricht. Der Grund dafür sind die vielen Lügen, die Selena immer wieder in die Welt gesetzt hat und auch jetzt hat sie etliche Geschichten im Gepäck. Stimmt es wirklich, dass ihr Mann sie misshandelt und sie deshalb Schutz bei ihnen sucht?
Doch das ist nicht das einzige Problem, vor dem Kirsty plötzlich steht, denn scheinbar hat jeder im Haus Geheimnisse.
Jeden Tag liegen verwelkte Blumen vor der Tür, es geschehen merkwürdigen und unheimliche Dinge und Selena wird das Opfer eines Verbrechens.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Bereits im Prolog wird es spannend und wir werden Zeuge des Mordes an Selena. Doch dann springt die Handlung ein ganzes Stück zurück und wir begleiten die Familie vom ersten Tag des Einzuges an. Die Spannung vom Prolog ist leider auch sehr schnell wieder verflogen und wir müssen bis zur Hälfte des Buches warten, um wieder an dem Punkt der Geschichte zu landen, an dem wir gestartet sind.
In der Zwischenzeit dreht sich alles um die zahlreichen Probleme, die die Hausbewohner und Gäste mit sich selbst und anderen haben. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es in der ganzen Geschichte nicht eine einzige Person, die keine Probleme hat.
Kirsty erweckt auf mich nicht den Eindruck, als ob sie die perfekte Gastgeberin ist und in ihrem neuen Job aufgeht. Doch ich denke, die Beiden sind vor der Vergangenheit geflüchtet und haben sich schnell davon überzeugen lassen, dass dieses Projekt das Richtige für sie ist.
Aiden kämpft immer noch mit seiner Vergangenheit und verbringt die Tage am liebsten an seiner Schreibmaschine, und auch die Töchter verhalten sich merkwürdig. Amelia zieht sich immer mehr zurück und redet kaum noch und Evie glaubt, dass es Geister im Haus gibt und redet mit einer kaputten Porzellanpuppe, die sie im Haus gefunden hat. Sie alle, Kirstys Mutter und alle anderen Gäste der Pension haben irgendwie etwas zu verbergen.
Die Autorin hat sehr interessante Charaktere geschaffen, die sich gut in die Geschichte einfügen.
Wir verfolgen die Handlung aus der Sicht von Kirsty. Damit habe ich allerdings auch nur ihre Gefühle und Emotionen kennengelernt und sie bleibt die einzige Charaktere, in die ich mich richtig hineinversetzen konnte.
Kirsty ist eine sympathische Propagonistin, die mir manchmal schon leid getan hat, denn sie hat es nicht leicht und wird mit vielem alleine gelassen.

Die Handlung plätschert leider lange Zeit vor sich hin und erst nach dem Mord an Selina wird es spannend.
Alle haben auf eine Art und Weise ein Motiv und ich habe lange Zeit gerätselt, wer dafür verantwortlich ist. Es gab etliche Wendungen und irgendwie habe ich immer vermutet, dass Aidens Vergangenheit noch eine wichtige Rolle spielen würde. Ob das so ist, werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.
Das Ende hat mich schon sehr überrascht.

Fazit
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand es auch sehr gut, dass es keine brutalen und blutigen Szenen ihn der Geschichte gibt.
Bei einem Thriller erwarte ich allerdings Dramatik und Gänsehautfeeling. Hier hatte ich jedoch den Eindruck das es sich eher um ein Familiendrama handelt und nicht um einen Thriller.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch die fehlende Spannung in der ersten Hälfte der Geschichte.
Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für alle, die leichte "Psychothriller" mögen oder ein Familiendrama ohne Brutalität und viel Blutvergießen.
Vielen lieben Dank für die Bereitstellung des Rezesionsexemplars.

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Konnte mich nicht richtig überzeugen

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
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Shadows Tales - Das Licht der fünf Monde ist der erste Teil einer Reihe von Isabell May.
Der zweite Teil erscheint im Dezember 2020.

Lelani wächst in einem kleinen Dorf im Königreich Vael bei ihrer Ziehmutter ...

Shadows Tales - Das Licht der fünf Monde ist der erste Teil einer Reihe von Isabell May.
Der zweite Teil erscheint im Dezember 2020.

Lelani wächst in einem kleinen Dorf im Königreich Vael bei ihrer Ziehmutter Aphra auf.
Ein Fremder hat Aphra vor 18 Jahren das kleine Mädchen in die Arme gelegt und ihr aufgetragen, sich um das Kind zu kümmern. Einzig ein Amulett erinnert sie an ihre Eltern.
Lelani fühlt sich schon seit sie denken kann, mit den fünf Monden, die nachts am Himmel strahlen, verbunden. Als in der Nacht zu ihrem 18. Geburtstag die Monde in einer perfekten Geraden stehen, öffnet sich plötzlich das Amulett und Lelanis Welt ist nicht mehr so wie sie einmal war. Geleitet von einem geheimnissvollen Sog, den das Medaillon ausübt, macht Sie sich zusammen mit ihrem besten Freund Haze auf den Weg um seinem Ruf zu folgen.

Das Cover ist mir sofort ins Auge gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich das Buch unbedingt lesen muss.
Doch leider konnte die Story mich nur bedingt erreichen.
Geschrieben ist die Geschichte aus der Sicht von Lelani mit Einschüben aus der Sicht der High Lady.
Zu Beginn hatte ich einige Probleme mit dem Schreibstil.
Etliche Abschnitte musste ich mehrfach lesen. Das störte dem Lesefluss ungemein.
Doch nach ca einem Viertel der Geschichte wurde es besser und ich fühlte mich in dem sehr detailliert beschriebenen Setting wohl.
Zur Hauptprotagonistin Lelani konnte ich jedoch keine richtige Beziehung aufbauen. Sie ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen und hat bisher noch nichts von der Welt gesehen, aber sie war mir in vielen Situationen doch etwas zu leichtgläubig und unbedarft.
Es fiel mir oft schwer, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Emotionen nachzuempfinden.
Lelani hat ihr Dorf bisher noch nie weitläufig verlassen und ist sehr unerfahren. Trotzdem hat sie keine Angst vor den Gefahren, die ihr auf ihrer Reise begegnen können.
Mit Haze verbindet Lelani seit ihrer Kindheit, eine tiefe Freundschaft. Ihn habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Er tut alles für Lelani, sorgt sich um sie und fühlt sich verantwortlich für ihren Schutz.
Die Sticheleien und Späße der Beiden haben mich zwischendurch immer wieder zum schmunzeln gebracht.
Allerdings habe ich das griesgrämiges Verhalten und die Antipathie, die Haze sehr schnell gegen Kyran entwickelt hat, nicht so recht verstanden. Er ist zwar ein Fremder für ihn, doch das rechtfertigte sein starkes Misstrauen meiner Meinung nach nicht. Außerdem kamen seine Emotionen und seine Eifersüchteleien meinem Empfinden nach, einfach zu früh.
Kyran bleibt während der ganzen Zeit über eher undurchschaubar für mich. Er ist sehr von sich überzeugt und er genießt es, Haze immer wieder bis aufs Blut zu reizen.
Gut gefallen haben mir die Nebenfiguren. Besonders die High Lady und Snow sind als Charaktere sehr gut herausgearbeitet und beschrieben. Die Begegnung mit Snow und dem Blutwolf ist sehr emotional und tiefgründig und hat mich emotional erreicht.
Leider fand ich die Handlung insgesamt doch sehr vorhersehbar und dadurch fehlte es mir an Spannung. Das lag einerseits daran, dass die Dreiecksgeschichte sehr offensichtlich für mich war und durch die eingeschobenen Passagen der High Lady war das Rätsel um Lelani und ihrer Mutter sehr schnell gelöst. Am Ende der Story überschlugen sich dann die Ereignisse.
Eine etwas durchdachtere Aufteilung wäre für die Story gut gewesen.
Fazit
Insgesamt konnte der Auftakt der Reihe mich nicht wirklich überzeugen. Es gab richtig gute Abschnitte, wie das Zusammentreffen mit Snow und dem Blutwolf, aber leider auch Abschnitte, die sich sehr in die Länge zogen. Ob ich den zweiten Teil der Reihe lesen werde, weiß ich noch nicht. Der erste Teil erhält von mir 3 von 5 Sternen.

ShadowTales

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