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Veröffentlicht am 17.05.2020

Flache Story, flache Charaktere, not my cup of tea !

Love Recipes – Verführung à la carte
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Wenn du dich auf ein Buch so richtig freust und dann schon nach wenigen Seiten merkst, dass es eigentlich genau das ist, was du nicht wolltest, dann ist der Zug eigentlich schon abgefahren.

So erging ...

Wenn du dich auf ein Buch so richtig freust und dann schon nach wenigen Seiten merkst, dass es eigentlich genau das ist, was du nicht wolltest, dann ist der Zug eigentlich schon abgefahren.

So erging es mir leider mit LOVE RECIPES. Ich hatte mich auf eine tollte Geschichte gefreut, denn der Klappentext klingt ja eigentlich nach einer Geschichte, aus der man eine schöne Liebesgeschichte mit kulinarischen Einflüssen zaubern kann.

Kate Meader hat allerdings die Variante Instalove und Softporno gewählt. Anders kann ichs gar nicht formulieren. Und für mich wars das Thema dann auch wirklich schnell gegessen und das Lesen war eher Quälerei als Lesegenuss.

In diesem Reihenauftakt geht es um Lili, die das italienische Restaurant ihrer Familie führt, obwohl sie eigentlich andere Lebenspläne hätte. Sie hat ein absolutes Problem mit ihrer kurvigen Figur und auch mit Jack, einem britischen Starkoch, der mitten in der Nacht in ihrer Küche steht und den sie im ersten Moment für einen Einbrecher hält.

Schon nach dem ersten Blick sprühen quasi die Funken zwischen den beiden und man denkt direkt daran, was der Andere wohl unter den Klamotten so zu bieten hat. Uah, nee, danke. Da war ich schon zum ersten Mal so richtig satt, vor allem nachdem Jack Lili erst einmal nur auf ihren für ihn wohlgeformten dicken Hintern reduziert.

Leider wurde die Geschichte im Verlauf auch nicht besser, was zum Großteil auch einfach den superunsympathischen und oberflächlichen Charakteren geschuldet ist. Lilis Vater konnte bei mir nur Minuspunkte sammeln, weil er viel von seiner Tochter erwartet, aber einfach überhaupt nichts wertschätzt. Ihrer Schwester Cara, die zufällig die Produzentin des Koch-Duells ist und Jack irgendwie mehr oder weniger managed, wird dafür permanent Zucker in den Hintern geblasen, obwohl sie durch und durch unsympathisch ist. Dann gibt es noch diverse italienische Verwandte, eine krebskranke Mutter, die gerade genesen ist und gefühlt tausend andere Figuren, womit das Buch eigentlich einen Stammbaum oder am Ende zumindest eine Auflistung benötigt hätte, damit man den Durchblick behält.

Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und drehte sich, für mein Empfinden, zu viel im Kreis. Es geht die meiste Zeit um Lilis mangelndes Selbstbewusstsein und Jacks Angst davor, aufgrund seines Ruhms nur ausgenutzt zu werden.
Dazwischen gabs dann immer wieder Gedanken an Sex und Gefühle, die auch mich einfach nicht authentisch wirkten.

Wer eine Schwäche für flache Erotik hat und kein Problem mit blassen Figuren hat, der hat an diesem Roman vielleicht ein bisschen Freude. Für mich war dieses Buch leider ein einziger Flop und die Folgebände sind direkt von der Wunschliste geflogen.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2018

Krasses Thema, dessen Umsetzung für mich gar nicht geht !

Never Loved Before
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Ich begrüße es ja immer sehr, wenn sich Autoren in neue Gefilde wagen und Geschichten schreiben, die anders sind als all ihre anderen Romane. Im Fall von NEVER LOVED BEFORE da hätte ich mir allerdings ...

Ich begrüße es ja immer sehr, wenn sich Autoren in neue Gefilde wagen und Geschichten schreiben, die anders sind als all ihre anderen Romane. Im Fall von NEVER LOVED BEFORE da hätte ich mir allerdings tatsächlich einen kleinen Vorab-Hinweis gewünscht, denn die Thematik die die Autorin hier in den Vordergrund stellt, die ist schon ziemlich starker Tobak und auch wenn sie mich mit den ersten Seiten schon fesseln konnte, war das Buch doch auch ein Trigger, vor dem ich vorher gerne gewarnt gewesen wäre.

Hier also nun meine Warnung: Wenn du vor hast, dieses Buch zu lesen, dann sollte dir bewusst sein, das die Autorin hier Themen wie sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung von Kindern aufs Tableau bringt. Zwar geht sie dabei weniger explizit ins Detail als ich auf den ersten 50 Seiten noch angenommen habe, es ist und bleibt aber ein Trigger, besonders dann, wenn man in seinem Leben vielleicht schon selbst solche Erfahrungen gemacht hat oder auf solche Themen schlicht und einfach sensibel und empfindlich reagiert.

Die Geschichte selbst, abgesehen von den Themen, hat mich stark gefrustet und gegen Ende wurde ich immer zorniger und war wirklich versucht, das Buch, natürlich nur gedanklich, an die "Wand zu klatschen". Eigentlich wollte ich sie deshalb auch erst ein paar Tage sacken lassen, doch der Drang mir alles, was mich gestört hat, von der Seele zu schreiben, der war dann doch mächtiger und so sitze ich nun also hier und versuche meine Gedanken zu sortieren.

SPOILER SIND IM FOLGENDEN NICHT KOMPLETT AUSGESCHLOSSEN.

Kate wurde im Alter von 12 Jahren von einem Serienkiller entführt, missbraucht und vergewaltigt. Dem Tod konnte sie gerade so entrinnen, denn der Sohn ihres Peinigers hat sie im Schuppen entdeckt und sie befreit.
Dieses grauenvolle Erlebnis knüpft ein starkes Band zwischen den beiden, wird zur engen Freundschaft, die aufgrund der ganzen folgenden Umstände ( darauf gehe ich nicht näher ein, um nicht unnötig zu spoilern ) aber recht schnell im Sande verläuft.

Jahre später ist Kate bereit ein TV- Interview zu geben. Will, der sich mittlerweile Ethan nennt, sieht das Interview und wird fortan von dem Wunsch angetrieben, Katie wiederzusehen. Seit dem Vorfall hat er starke Gefühle für sie, doch er weiß, das er sich ihr nicht nähern kann, weil ihre Wunden einfach zu tief sind und sie das Erlebte auch bis heute noch nicht verwunden hat....

Um es kurz zu machen: Die beiden begegnen sich wieder, doch Kate erkennt in Ethan nicht den Will von damals und der macht den fatalen Fehler ihr zu verschweigen, wer er wirklich ist. Die beiden verlieben sich, aber natürlich sind da auf beiden Seiten jede Menge Geheimnisse und Probleme. Kate kann sich nicht öffnen, wie sie sich das vielleicht wünscht, etc.

Und jetzt zu den Punkten die mich an dieser Geschichte so gestört haben:

Angefangen hat alles ziemlich spannend und die ersten 75 bis 100 Seiten habe ich auch noch verschlungen. Die Atmosphäre ist recht erdrückend und düster, bescherte mir ein beklemmendes Gefühl, das zu keiner Zeit verschwunden ist oder nachgelassen hat. Geschuldet ist es Ethan, der mir als Charakter zu keiner Zeit wirklich zugänglich war und bei dem ich immer so einen Hauch von Distanz verspürt habe. Es fällt mir schwer dieses Gefühl richtig zu benennen, aber er war mir zuweilen wirklich unheimlich, denn seine Besessenheit in Bezug auf Katie war in meinen Augen absolut ungesund. Direkt nachdem er dieses Interview sah, fing er an wie ein Irrer zu ermitteln und zu recherchieren, wo Katie ist, was sie macht, mit wem sie in Kontakt steht, etc. Auf mich wirkte er nicht wie ein junger Mann, der sich Sorgen macht, sondern wie ein besessener Stalker. Das spiegelt sich auch in seinem späteren Verhalten wider, nachdem er Katie begegnet. Er ist absolut besitzergreifend und ich finde seine Art sehr fordernd und bestimmend.

Katie dagegen erscheint mir zu fügsam, im Verlauf entwickelt sich das immer mehr in eine Richtung, die ich gar nicht mochte. Sie hat Dinge erlebt, die man in seinem ganzen Leben nie wieder loswird. Sie hatte deshalb auch bisher nie einen Freund obwohl sie mittlerweile 21 ist. Sie lebt lieber für sich allein und lässt die Leute ungern an sich heran. Bei Ethan, zu dem sie sich stark hingezogen fühlt, da ist das plötzlich anders. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, das sie manche Dinge nicht aus freien Stücken tut, sondern das Ethan ihr einredet was sie will.

Dieses Verhalten sorgte im Übrigen auch dafür, das ich für meinen Teil überhaupt keine Emotionen spüren konnte. Das Verhältnis das die beiden zueinander haben ist absolut strange und ja beinahe schon ein bisschen krank. Das hat mich eher erschreckt, als emotional berührt und es hat mich vor allem unglaublich wütend gemacht.
Besonders dann, wenn Monica Murphy Szenen beschreibt, die sie dann mit sexuellen Empfindungen zusammenbringt. Für mich war es an manchen Stellen völlig unpassend, das Ethan da auf dieser Ebene empfindet.

Besonders gegen Ende spitzt sich das zu und da war ich dann wirklich komplett satt, weil sich vor allem Katie ganz anders verhält, als im Rest der Geschichte.

Es tut mir leid, das ich an diesem Buch kein gutes Haar lassen kann, aber wenn man eine Geschichte über Vergewaltigung und das Leben mit dem Erlebten schreibt und daraus eine Liebesgeschichte machen will, dann sollte man darauf achten, das die Entwicklung authentisch vonstatten geht und nicht in eine krankhafte Beziehung driftet, in der ein Protagonist zum Stalker wird und die Protagonistin bedrängt, die dann auch noch denkt, das sie das alles will. NEIN, ein ganz klares NEIN !

Anmerkung:
Vielleicht findet ihr meine Reaktion überempfindlich und vielleicht findet ihr selbst das Buch ganz toll und es kann Euch auf irgendeine Art und Weise berühren und mitnehmen, aber für mich war es definitv total daneben. Solche Dinge, wie die von mir angesprochenen Punkte, braucht niemand, der das durchlebt hat, was Katie durchlebt hat. Ich kann nicht für alle "Opfer" von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung sprechen, aber ich spreche hier für mich. Und für mich geht die Geschichte in die absolut falsche Richtung. :(
Und ich bin sicher, das dieses Buch die Gemüter spalten wird !

Veröffentlicht am 03.04.2018

Du bist kein Abbi Glines Hardcorefan ? Dann besser Finger weg !

Once She Dreamed – In Sehnsucht vereint
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Eigentlich versuche ich immer, mich nicht dazu hinreißen zu lassen einen Verriss zu schreiben, sondern jedes Buch objektiv zu betrachten und wenn es mir dann wirklich einmal nicht gefallen hat, die Gründe ...

Eigentlich versuche ich immer, mich nicht dazu hinreißen zu lassen einen Verriss zu schreiben, sondern jedes Buch objektiv zu betrachten und wenn es mir dann wirklich einmal nicht gefallen hat, die Gründe sachlich zu benennen. Bei diesem neuen "Geniestreich" der Erfolgsautorin Abbi Glines, der als "prickelnd, romantisch und bittersüß" angekündigt wird, da fällt mir das allerdings mehr als schwer.

Am liebsten möchte ich hier gerade auf meine Tastatur einhacken und mir meinen Frust von der Seele schreiben, denn diese Novelle, die mit ihren nur 142 Seiten war nicht nur 2 Stunden verschenkte Lebenszeit, sondern auch wirklich einfach, und hier spreche ich ganz und gar für mich, Schrott.

Viele von Euch, die die Romane der Autorin lieben, die werden bestimmt angetan und begeistert sein, für mich war es einfach nur Zeitverschwendung und ab den ersten Seiten ein einziges Ärgernis.

Warum nur ? Das verrate ich Euch:
Abbi Glines setzt hier auf eine superseichte Handlung, die von einem grauenhaft platten Schreibstil und einer dümmlichen Protagonistin abgerundet wird.

Sammy Jo lebt mit ihren vier Geschwistern und der hart arbeitenden Mutter in einem kleinen Kaff in Alabama, wo jeder jeden schon ewig kennt und aus dem eigentlich nie jemand rauskommt. Selbst die Studenten die es ans College außerhalb schaffen, kehren nach ihrem Studium zurück, heiraten und kriegen Kinder. Sammy Jo aber will mehr. Sie hat keine Lust in dieser Einöde zu versauern. Ihren Alltag verbringt sie zum Großteil damit, ihrer Mutter in der Bäckerei zu helfen, in der diese den Familienunterhalt verdient oder aber zuhause anzupacken, wo es besonders im Sommer viel Arbeit gibt. Freizeit hat sie kaum und wenn sie doch mal Zeit hat, dann hat sie eigentlich gar keine Lust, diese mit ihren Freunden zu verbringen, weil sie die nämlich insgeheim bis auf Jamie und Ben alle ziemlich einfältig findet.
Natürlich ist sie selbst wunderschön und könnte jeden Jungen haben, aber sie will sie ja gar nicht.

Eines Tages steht dann plötzlich "Mr. Wohlhabend" im Laden, von dem sie aufgrund seines teuren Dufts und seines teuren Aussehens sofort hin und weg ist.
Immer wieder taucht er in Moulton auf und irgendwann bietet sich dann für Sammy die Chance doch noch wegzukommen aus Alabama.

Mehr will ich gar nicht schreiben, weil ich mich sonst immer weiter in Rage schreibe und vielleicht doch noch zu viel von der Handlung vorwegnehme.

Deutlich wird durch die kurze Beschreibung hoffentlich wie Sammy tickt. Sie weiß um ihre Reize, hält aber ihr ganzes Umfeld für Trottel, was sie ziemlich überheblich macht. Auf der anderen Seite ist sie aber auch recht einfältig, in ihrem Benehmen, in ihren Handlungen, in ihren Gedanken und auch in Bezug auf Dinge die um sie herum passieren. Sie ist 18, fast 19 Jahre alt spricht und denkt allerdings wie ein Kind. Man denkt zunächst, es läge vielleicht an ihrer "strengen Erziehung" und es wird im Verlauf besser, tut es aber leider nicht.

Zur "strengen Erziehung": Ich wäre beim Lesen ein paarmal fast geplatzt, denn die Mutter wird immer als besonders streng dargestellt, wenn es darum geht, was die Mädchen dürfen und was nicht. Aber eigentlich finde ich die Mutter einfach nur kaltherzig und hatte den Eindruck, das sie, zumindest die älteren Töchter, die ihr wirklich viel abnehmen, einfach so schnell wie möglich verheiraten will, damit sie sie los ist. Das sie erst 18 bzw. 19 sind spielt dabei keine Rolle, Bildung ? Unwichtig. Hauptsache einen Ring am Finger und raus aus dem Haushalt.

Auch viele andere inhaltliche Dinge waren mir ein echter Dorn im Auge, aber die Erläuterung dazu erspare ich mir besser, weil ich sonst womöglich doch noch ausfällig werde und einfach zu viel vom Inhalt verraten würde.

Ein Punkt ist allerdings, wie so oft in den Glines-Romanen, das Thema Verhütung und die Leichtigkeit wie die Autorin mit deren Mangel umgeht. Man möchte sich permanent mit der Hand gegen die Stirn schlagen und die Augen verdrehen.
Die Autorin wird von jungen Frauen gelesen, da sollte sie sich ihrer Verantwortung, gerade in Bezug auf so wichtige Themen ein bisschen bewusster sein. Aber okay, genau das wird wohl immer ein Streitpunkt in Bezug auf Glines-Romane bleiben.

Noch kurz zum Schreibstil:
Grausig. Der Schreibstil war unglaublich platt und oberflächlich und unreif, die Dialoge aufgesetzt, hölzern und unrealistisch und diese ständigen Wortwiederholungen waren extrem nervig. Ich wette, das meistbenutzte Wort war Momma, zeitweise hat es mich fast zum Ausrasten gebracht.

Fazit:
Wer nicht gerade ein Abbi Glines "Hardcorefan" ist und sowieso alles von ihr liest, der kann sich diese Novelle in meinen Augen getrost schenken.

Veröffentlicht am 11.11.2016

Die Enttäuschung des Jahres !

Die Stille vor dem Tod
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Wie so viele andere Fans von Smoky und ihrem Team, war auch ich hin und weg als die Meldung kam: Es gibt einen neuen Band ! So viele Jahre habe ich darauf gewartet, dann wurde das Erscheinungsdatum aufgrund ...

Wie so viele andere Fans von Smoky und ihrem Team, war auch ich hin und weg als die Meldung kam: Es gibt einen neuen Band ! So viele Jahre habe ich darauf gewartet, dann wurde das Erscheinungsdatum aufgrund einer schweren Krankheit des Autors, immer wieder verschoben und letzten Endes hat wohl niemand mehr damit gerechnet, das es irgendwann überhaupt nochmal eine Fortsetzung geben wird. Die Meldung das es nun also endlich doch so weit sein würde, versetzte mich also geradezu in Euphorie.

Als ich dann das Buch in der Hand hatte und endlich mit dem Lesen beginnen konnte, da ging diese Euphorie jedoch sehr schnell gegen Null.

Dabei begann die Geschichte eigentlich spannend und in altbewährter Smoky-Manier.

Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem Tatort nach Denver gerufen. In einer beschaulichen Siedlung hat man gleich drei ermorderte Familien gefunden und der Täter hat eine ganz klare Botschaft hinterlassen die ganz alleine Smoky gilt.

Mehr will ich zum Inhalt nicht sagen, auch deshalb nicht, weil ich das Buch nach etwa der Hälfte frustriert abgebrochen habe, aber dazu komme ich gleich noch, denn zunächst einmal beginnt alles ganz spannend und bereits auf den ersten Seiten kommt es gleich mehrfach zu brenzligen Situationen, die mich den Atem haben anhalten lassen. Dann jedoch wendet sich das Blatt und die Story wird so abstrus, das ich erstmal gar nicht wusste, wie ich das nun in meinem Kopf verwerten soll. Hinnehmen, weiterlesen, abwarten. Meist funktioniert das gut, doch was Cody McFadyen sich hier zusammengeschrieben hat, entbehrt für mich jeglicher Logik. Die Handlung wird immer konfuser und verwirrender, es gibt endlos viele lose Fäden, die der Autor auf dem Weg zum Ziel dann unbeachtet liegen lässt.

Und Smoky...tja, was er mit der toughen Agentin gemacht hat ist mir ein echtes Rätsel. Zwar erläutert McFadyen in einem Interview warum er sie so verändert hat, doch aus der knallharten Frau wird ein, für meinen Geschmack, weinerliches Wesen, das nur seinen eigenen verworrenen ( und das über Seiten ) Gedanken nachhängt und völlig irrationale Entscheidungen trifft.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die krasse, aber völlig sinnlose Brutalität, die der Autor hier einbringt. Eine Grausamkeit reiht sich an die Nächste, doch wirklich Sinn ergibt das Ganze nicht.

Irgendwann, als ich mich schon bis zur Hälfte durchgequält hatte, habe ich die Seiten nur noch überflogen und das Buch schlussendlich abgebrochen.

Ich bin enttäuscht, ganz ehrlich, denn McFadyen hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen das er geniale Thriller schreibt. Und gerade weil wir nun alle so lange auf diesen neuen Band gewartet haben, habe ich irgendwie etwas Besseres, Genialeres erwartet.

Und genau aus diesem Grund kann ich dem Buch nicht mehr als einen Cupcake verleihen, der nicht an die Handlung, sondern eher ans wirklich toll gelungene Cover geht.

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