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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2020

Unbedingt lesenswert

Echo des Schweigens
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Hannes Jansen erhält als Strafverteidiger einen brisanten Fall: Er vertritt einen Polizisten, der angeklagt wurde, einen Asylbewerber zu Tode gebracht zu haben. Zunächst glaubt er an die Unschuld seines ...

Hannes Jansen erhält als Strafverteidiger einen brisanten Fall: Er vertritt einen Polizisten, der angeklagt wurde, einen Asylbewerber zu Tode gebracht zu haben. Zunächst glaubt er an die Unschuld seines Mandanten, doch plötzlich ergeben sich neue Anhaltspunkte. Hannes hat vor kurzem eine Frau kennen und lieben gelernt, die Rechtsmedizinerin Sophie Tauber. Er entdeckt erst nachträglich, dass Sophie seine Kontrahentin ist in dem Prozess um den Polizisten.

Viele Zufälle spielen in diesem Roman eine große Rolle, so dass sich immer wieder neue Wendungen in den Geschehnissen ergeben. Mehrere Handlungsstränge laufen auf eine gemeinsame Auflösung zu, und es dauert eine Weile, bis der Leser erkennt, wie die Ereignisse miteinander verflochten sind. Mit ihnen einher gehen die Fragen nach der Moral, nach Gerechtigkeit, nach Schuld. Eine tragische Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg überlagert die Geschehnisse um das Prozessverfahren an sich, verknüpft mit der Frage, ob Hannes und Sophie trotz ihrer Liebe tatsächlich zueinander finden können. Der Schreibstil des Autors Markus Thiele ist äußerst flüssig. Und auch wenn es vielleicht doch ein paar Zufälle zu viel in diesem Buch gibt, so ist die Geschichte dennoch äußerst ausgeklügelt entworfen und umgesetzt.

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an fesseln können, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich empfehle es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Auf dem Weg zur letzten Reise

Eine kurze Geschichte vom Fallen – Was ich beim Sterben über das Leben lernte
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2017 erhält Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit erkrankt zu sein. Begonnen hatte alles damit, dass er hinfällt, dass sein Körper plötzlich nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Motoneuron-Krankheit ...

2017 erhält Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit erkrankt zu sein. Begonnen hatte alles damit, dass er hinfällt, dass sein Körper plötzlich nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Motoneuron-Krankheit legt das motorische Nervensystem lahm und führt zum Tod. Der Autor nimmt den Leser mit auf diese seine letzte Reise.

Joe Hammond beschreibt die verschiedenen Stadien seiner Erkrankung: taumeln, hinfallen, auseinanderfallen. Er setzt sich damit auseinander, dass er die Menschen verliert, die ihm etwas bedeuten, und dass diese Menschen ihn verlieren. Er streift auch das Thema, wie dabei seine Würde als Mensch immer mehr zerbricht.

Die Geschichte berührt, denn Joe Hammond erlebt bei vollem Bewusstsein den Verfall des eigenen Körpers, er weiß, dass er zunächst die Kontrolle über sich selbst, dann sein Leben verlieren wird. Es ist ergreifend, dies zu lesen, unterlegt vom humorvollen Ton der Erzählung. Das Buch regt zum Nachdenken an, es bleibt noch einige Zeit in den Gedanken haften. Damit vergebe ich sehr gerne alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Gefährliche magische Parallelwelt

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Seltsam, dass Emilys Eltern zur Geisterstunde verschwinden, erst ihre Mutter, dann ihr Vater. Emily macht sich auf, sie zu suchen. Mit Igel Hoggins landet sie in einer seltsamen Welt voller Gefahren. Zum ...

Seltsam, dass Emilys Eltern zur Geisterstunde verschwinden, erst ihre Mutter, dann ihr Vater. Emily macht sich auf, sie zu suchen. Mit Igel Hoggins landet sie in einer seltsamen Welt voller Gefahren. Zum Glück findet sie aber auch jemand, der ihr helfen kann. Wie kann es ihr gelingen, ihre Eltern wieder zurückzuholen und vielleicht auch noch die Mitternachtswelt zu retten?

Es ist eine spannende Welt, in die die Autoren Benjamin Read und Laura Trinder ihre Leser entführen. Die Charaktere der Geschichte sind teilweise richtig skurril, dafür aber gibt es auch jede Menge sagenhafte Gestalten, die hier eine Rolle spielen. Überhaupt ist diese magische Welt sehr einfallsreich beschrieben. Emily ist als Identifikationsfigur gut gelungen, vor allem ihre große Klappe bringt sie immer wieder in brenzlige Situationen. Doch sie ist clever und findet immer wieder eine Lösung, und sei sie noch so ausgefallen. Es macht Spaß, Emily bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Besonders gelungen ist das Cover.

Dieser erste Band der Fantasy-Geschichte macht Lust auf mehr, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle und alle 5 möglichen Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Umweltschutz magisch-spannend aufbereitet

Der magische Blumenladen, Band 11 - Hilfe per Eulenpost
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Violet macht mit ihren Freunden Jack und Zack Urlaub bei ihren Großeltern. Die drei freuen sich auf schöne Tage am Strand. Doch statt Badefreuden erwartet sie erstmal jede Menge Müll am Strand, der von ...

Violet macht mit ihren Freunden Jack und Zack Urlaub bei ihren Großeltern. Die drei freuen sich auf schöne Tage am Strand. Doch statt Badefreuden erwartet sie erstmal jede Menge Müll am Strand, der von der Insel gegenüber angeschwemmt wurde. Die drei Freunde wollen etwas gegen die Verschmutzung tun. Und der Blumenzauber hilft ihnen dabei.

Auch wenn dies bereits der elfte Teil der Reihe um Violet und ihre Tante mit dem magischen Blumenladen ist, fällt der Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Sowohl die handelnden Personen wie auch der Blumenzauber werden gut eingeführt. Das Thema Umweltschutz wird spannend und verständlich aufbereitet. Meine Tochter, 9 Jahre, hat sich zunächst die Geschichte vorlesen lassen, dann aber schnell selbst das Buch geschnappt und darin weiter gelesen. Sie ist nun auch auf die Vorgängerbände gespannt.

Dieses schön gestaltete Buch, das Spannung, Magie und Information auf so besondere Weise verquickt, empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 30.04.2020

Davon gerne noch mehr!

Lilly und die Zwölfen, 1, Elfen verboten
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Lilly ist mit ihrer Mutter zu Opa Kurt gezogen, der das Ausflugslokal „Die Glückseiche“ betreibt. Leider kommen immer weniger Besucher, so dass Nachbar Gräuerling Opas Grundstück gerne aufkaufen möchte. ...

Lilly ist mit ihrer Mutter zu Opa Kurt gezogen, der das Ausflugslokal „Die Glückseiche“ betreibt. Leider kommen immer weniger Besucher, so dass Nachbar Gräuerling Opas Grundstück gerne aufkaufen möchte. Aber als Lilly die Zwölfen kennenlernt, die so ganz anders sind als die Elfen, wollen diese mit Lilly die Glückseiche neu beleben. Ob ihnen das wohl gelingen kann?

Welches Mädchen kennt nicht mindestens eine Geschichte über die Elfen, die so zart und elegant daherkommen? Sehr gerne spielt Lilly mit ihren Elfenfiguren. Umso überraschter ist sie, als sie die Zwölfen kennenlernt: rund, fröhlich, frech und mit kleinen Stummelflügeln. Zwischen ihnen und Lilly entwickelt sich eine wunderschöne Freundschaft, was für Lilly umso wichtiger ist, da sie eher etwas pummelig geraten ist und deswegen oft gehänselt wird. Aber noch wichtiger ist, wie sich Menschen und Zwölfen auf eine ganz besondere Weise ergänzen. Der Autorin Sibylle Wenzel ist eine wunderschöne Geschichte gelungen über ein Mädchen und ihre (unsichtbaren) Freunde, die gute Ideen haben, um den drohenden Ruin der Familie Liebig abzuwenden, und die andererseits Lilly zu mehr Selbstbewusstsein helfen. Und dann gibt es ja auch noch das Zerwürfnis mit den Elfen, da deutet sich bereits eine gute Fortsetzung dieser Geschichte an. Die Illustrationen, ja überhaupt die gesamte Gestaltung ergänzt die Geschichte auf angenehme Weise und lockert den Text so auf, dass sich das Buch gut eignet zum Selberlesen für Grundschüler ab der 3. Klasse. Die Geschichte spart auch schwierige Themen nicht aus, sondern arbeitet sie kindgerecht in die Erzählung ein. Der Autorin ist eine gute Mischung gelungen aus überraschenden Einfällen (wer hat schon mal was von Wurzelrutschen gehört?), ernsthaften Themen und einer abenteuerlichen und spannenden Geschichte. Davon darf es gerne noch weitere Bände geben! Gut gelungen auch die Darstellung der handelnden Personen, die sofort in den Blick gerät, wenn man das Buch aufschlägt.

Meine Tochter hat sich schnell fesseln lassen von dieser überraschenden Geschichte. Lilly bietet sich gut an als Identifikationsfigur, so dass sich junge Leser und Leserinnen gern auf ein Abenteuer mit ihr begeben. Deshalb vergebe ich diesem Buch sehr gerne alle 5 möglichen Sterne und empfehle es gerne weiter.

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