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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2020

Glaube vs. Fanatismus

Ein wenig Glaube
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Lyle und Peg freuen sich darüber, dass ihre Tochter Shiloh mit dem Enkelsohn Isaac zu ihnen zurückgekehrt ist. Doch das Glück ist von kurzer Dauer, denn Shiloh hat sich einer Glaubensgemeinschaft angeschlossen, ...

Lyle und Peg freuen sich darüber, dass ihre Tochter Shiloh mit dem Enkelsohn Isaac zu ihnen zurückgekehrt ist. Doch das Glück ist von kurzer Dauer, denn Shiloh hat sich einer Glaubensgemeinschaft angeschlossen, die einen Keil zwischen sie und ihre Eltern treibt.

Sehr entschleunigt entspinnt sich die Geschichte, gibt den Personen den nötigen Raum, um sich zu entfalten. Es sind der Glaube und seine Auswirkungen auf die Personen, die im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen. Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt der Autor Nickolas Butler die Geschichte. Er wirft die Frage auf, wann man Menschen vor ihrem Glauben beschützen kann, vor allem, wenn ein Kind betroffen ist, das abhängig von seinen Eltern ist. Es gelingt dem Leser sehr schnell, sich in diese äußerst bildhafte Erzählung hineinzudenken, in dieses beschauliche Leben im ländlichen Wisconsin. Die Rückblicke in der Geschichte bieten Erklärungen dafür, dass Shiloh sich emotional von ihren Eltern abwendet.

Mich hat diese Geschichte sehr beeindruckt, sehr gerne empfehle ich sie weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Unbedingt lesenswert

Echo des Schweigens
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Hannes Jansen erhält als Strafverteidiger einen brisanten Fall: Er vertritt einen Polizisten, der angeklagt wurde, einen Asylbewerber zu Tode gebracht zu haben. Zunächst glaubt er an die Unschuld seines ...

Hannes Jansen erhält als Strafverteidiger einen brisanten Fall: Er vertritt einen Polizisten, der angeklagt wurde, einen Asylbewerber zu Tode gebracht zu haben. Zunächst glaubt er an die Unschuld seines Mandanten, doch plötzlich ergeben sich neue Anhaltspunkte. Hannes hat vor kurzem eine Frau kennen und lieben gelernt, die Rechtsmedizinerin Sophie Tauber. Er entdeckt erst nachträglich, dass Sophie seine Kontrahentin ist in dem Prozess um den Polizisten.

Viele Zufälle spielen in diesem Roman eine große Rolle, so dass sich immer wieder neue Wendungen in den Geschehnissen ergeben. Mehrere Handlungsstränge laufen auf eine gemeinsame Auflösung zu, und es dauert eine Weile, bis der Leser erkennt, wie die Ereignisse miteinander verflochten sind. Mit ihnen einher gehen die Fragen nach der Moral, nach Gerechtigkeit, nach Schuld. Eine tragische Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg überlagert die Geschehnisse um das Prozessverfahren an sich, verknüpft mit der Frage, ob Hannes und Sophie trotz ihrer Liebe tatsächlich zueinander finden können. Der Schreibstil des Autors Markus Thiele ist äußerst flüssig. Und auch wenn es vielleicht doch ein paar Zufälle zu viel in diesem Buch gibt, so ist die Geschichte dennoch äußerst ausgeklügelt entworfen und umgesetzt.

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an fesseln können, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich empfehle es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Auf dem Weg zur letzten Reise

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte
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2017 erhält Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit erkrankt zu sein. Begonnen hatte alles damit, dass er hinfällt, dass sein Körper plötzlich nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Motoneuron-Krankheit ...

2017 erhält Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit erkrankt zu sein. Begonnen hatte alles damit, dass er hinfällt, dass sein Körper plötzlich nicht mehr zu kontrollieren ist. Die Motoneuron-Krankheit legt das motorische Nervensystem lahm und führt zum Tod. Der Autor nimmt den Leser mit auf diese seine letzte Reise.

Joe Hammond beschreibt die verschiedenen Stadien seiner Erkrankung: taumeln, hinfallen, auseinanderfallen. Er setzt sich damit auseinander, dass er die Menschen verliert, die ihm etwas bedeuten, und dass diese Menschen ihn verlieren. Er streift auch das Thema, wie dabei seine Würde als Mensch immer mehr zerbricht.

Die Geschichte berührt, denn Joe Hammond erlebt bei vollem Bewusstsein den Verfall des eigenen Körpers, er weiß, dass er zunächst die Kontrolle über sich selbst, dann sein Leben verlieren wird. Es ist ergreifend, dies zu lesen, unterlegt vom humorvollen Ton der Erzählung. Das Buch regt zum Nachdenken an, es bleibt noch einige Zeit in den Gedanken haften. Damit vergebe ich sehr gerne alle 5 möglichen Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Gefährliche magische Parallelwelt

Mitternachtsstunde 1: Emily und die geheime Nachtpost
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Seltsam, dass Emilys Eltern zur Geisterstunde verschwinden, erst ihre Mutter, dann ihr Vater. Emily macht sich auf, sie zu suchen. Mit Igel Hoggins landet sie in einer seltsamen Welt voller Gefahren. Zum ...

Seltsam, dass Emilys Eltern zur Geisterstunde verschwinden, erst ihre Mutter, dann ihr Vater. Emily macht sich auf, sie zu suchen. Mit Igel Hoggins landet sie in einer seltsamen Welt voller Gefahren. Zum Glück findet sie aber auch jemand, der ihr helfen kann. Wie kann es ihr gelingen, ihre Eltern wieder zurückzuholen und vielleicht auch noch die Mitternachtswelt zu retten?

Es ist eine spannende Welt, in die die Autoren Benjamin Read und Laura Trinder ihre Leser entführen. Die Charaktere der Geschichte sind teilweise richtig skurril, dafür aber gibt es auch jede Menge sagenhafte Gestalten, die hier eine Rolle spielen. Überhaupt ist diese magische Welt sehr einfallsreich beschrieben. Emily ist als Identifikationsfigur gut gelungen, vor allem ihre große Klappe bringt sie immer wieder in brenzlige Situationen. Doch sie ist clever und findet immer wieder eine Lösung, und sei sie noch so ausgefallen. Es macht Spaß, Emily bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Besonders gelungen ist das Cover.

Dieser erste Band der Fantasy-Geschichte macht Lust auf mehr, so dass ich das Buch sehr gerne weiter empfehle und alle 5 möglichen Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

Umweltschutz magisch-spannend aufbereitet

Der magische Blumenladen, Band 11: Hilfe per Eulenpost
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Violet macht mit ihren Freunden Jack und Zack Urlaub bei ihren Großeltern. Die drei freuen sich auf schöne Tage am Strand. Doch statt Badefreuden erwartet sie erstmal jede Menge Müll am Strand, der von ...

Violet macht mit ihren Freunden Jack und Zack Urlaub bei ihren Großeltern. Die drei freuen sich auf schöne Tage am Strand. Doch statt Badefreuden erwartet sie erstmal jede Menge Müll am Strand, der von der Insel gegenüber angeschwemmt wurde. Die drei Freunde wollen etwas gegen die Verschmutzung tun. Und der Blumenzauber hilft ihnen dabei.

Auch wenn dies bereits der elfte Teil der Reihe um Violet und ihre Tante mit dem magischen Blumenladen ist, fällt der Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Sowohl die handelnden Personen wie auch der Blumenzauber werden gut eingeführt. Das Thema Umweltschutz wird spannend und verständlich aufbereitet. Meine Tochter, 9 Jahre, hat sich zunächst die Geschichte vorlesen lassen, dann aber schnell selbst das Buch geschnappt und darin weiter gelesen. Sie ist nun auch auf die Vorgängerbände gespannt.

Dieses schön gestaltete Buch, das Spannung, Magie und Information auf so besondere Weise verquickt, empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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