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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2017

Herrliche Stilblüten!

Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker
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Den Spiegel-Online-Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse ist es gelungen, in ihrem Werk "Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker" Schülerausreden, Stilblüten und Wissenslücken von ...

Den Spiegel-Online-Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse ist es gelungen, in ihrem Werk "Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker" Schülerausreden, Stilblüten und Wissenslücken von Schülern auf der einen und (als Bonus) Lehrergeschichten und Anekdoten auf der anderen Seite zu sammlen und witzig zu präsentieren.

Die Antworten der Schüler sind nach Fächern sortiert. Zudem wird meistens angeführt, welchen Jahrgangsstufen und Schulformen die jeweils antwortenden Schüler angehören.
Der Leser darf sodenn gespannt sein, welche Begründungen Schüler z.B. für Verspätungen oder nicht erledigte Hausaufgaben parat haben, wie sie die Bedeutung des Schwanzes einer Katze erklären oder gar die Lage und Funktion des Gehirns. Auch über Verhütungsmittel oder Faust erfährt man viel Neues, was man bis dato noch nicht wusste (und hoffentlich schnell wieder vergisst).
Und immer, wenn man sich vor Lachen den Bauch hält und denkt: "Naja, schlimmer geht es wohl nicht mehr...." kommt es noch dicker. Ein sehr lustiges und kurzweiliges Buch!

Veröffentlicht am 27.08.2022

Hätte mehr Potential gehabt!

Bruch: Ein dunkler Ort
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Von diesem Buch habe ich mir tatsächlich mehr erwartet. Der Einband gefiel mir, der Plot gefiel mir, auch die Kombination neue Kollegen, der weibliche Part davon leicht reizbar, der männliche Part kauzig, ...

Von diesem Buch habe ich mir tatsächlich mehr erwartet. Der Einband gefiel mir, der Plot gefiel mir, auch die Kombination neue Kollegen, der weibliche Part davon leicht reizbar, der männliche Part kauzig, hatte das Zeug, einiges draus zu machen. Leider wurde dieses Potential meiner Meinung nach nicht ausreichend genutzt. Zwar prallen die beiden Charaktere immer wieder aufeinander, aber das Hadern und die Gedankengänge von Nicole Schauer wiederholen sich gefühlt immer wieder. Auch bei der Handlung hatte ich des Öfteren den Eindruck, dass sie auf der Stelle tritt und der Autor beim Schreiben selbst noch nicht so ganz wusste, wohin die Reise gehen sollte. Und so fand ich die Auflösung des Falls dann auch sehr konstruiert.
Ich kenne die vorhergehenden Werke des Autors nicht, aber dieses Buch hat mich leider nicht fesseln können.

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Veröffentlicht am 02.01.2021

Spannend!

Der Mädchenwald
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Zum Inhalt:
Die intelligente Elissa wird während eines Schachturniers entführt und im Keller eines einsamen Hauses mitten im Wald gefangen gehalten. Elijah, ein weltunerfahrender Junge, entdeckt das Versteck. ...

Zum Inhalt:
Die intelligente Elissa wird während eines Schachturniers entführt und im Keller eines einsamen Hauses mitten im Wald gefangen gehalten. Elijah, ein weltunerfahrender Junge, entdeckt das Versteck. Somit liegt Elissas Befreiung in seiner Hand.

Zum Aufbau:
Der Autor arbeitet in seinem Buch z.T. mit Zeitsprüngen, was den Leser anfangs durchaus etwas verwirren kann. Die Geschichte wird dem Leser mit Blick auf Elijah, sowie mit Blick auf Elissa und die Kommissarin Mairead nahegebracht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannungsaufbauend verfasst.

Persönlicher Eindruck:
Ich habe beim Lesen festgestellt, dass mir die Schilderung der Geschehnisse protagonistenabhängig unterschiedlich gut gefällt.
Obwohl das Buch bis zur letzten Seite spannend ist und auch die Auflösung bis zum Schluss offen bleibt, haben mir die Teile des Buches, als der Fokus auf Elissa lag, am besten gefallen. Der Teil mit dem Fokus auf Eijah folgte spannungsmäßig dichtauf, aber der Teil mit Fokus auf die Kommissarin ist in meinen Augen stark abgefallen. Die persönliche Geschichte der Kommissarin hat irgendwie nicht recht zur Handlung gepasst und hat die Spannung oft auch wieder etwas rausgenommen.

Fazit: Ein gutes Buch, das man, einmal angefangen, in einem Rutsch durchlesen möchte.

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Veröffentlicht am 06.10.2020

Erwachsen werden mal anders!

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Von den Büchern Elena Ferrantes hatte ich schon viel Positives gehört; gelesen hatte ich bis jetzt leider keins. Also war ich sehr gespannt auf "Das lügenhafte Leben der Erwachsenen".

Nach der Lektüre ...

Von den Büchern Elena Ferrantes hatte ich schon viel Positives gehört; gelesen hatte ich bis jetzt leider keins. Also war ich sehr gespannt auf "Das lügenhafte Leben der Erwachsenen".

Nach der Lektüre bin ich hin und her gerissen. Die ersten Seiten waren sehr langatmig, es passierte irgendwie nichts und auch mit der Protagonistin wurde ich nicht so recht warm. Zwischenzeitlich habe ich das Buch sogar zur Seite gelegt, weil es bis dato völlig unspektakuär vor sich hinplätscherte. Dann habe ich mir das Buch aber nochmal vorgenommen und weitergelesen, denn die Autorin wird ja nicht ohne Grund so hochgelobt worden sein.
Ab ca. Seite 60 kam dann Bewegung in die Geschichte und nun machte die Lektüre Freude. Der Schreibstil der Autorin konnte gefallen, auch wenn in der Handlung z.T. recht derbe Worte fielen - was aber der Handlung an sich geschuldet ist.

Fazit: Ein gutes Buch, aber man muss etwas durchhalten, bis Bewegung ins Ganze kommt.

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Veröffentlicht am 05.03.2020

Was am Ende bleibt...

Nach Mattias
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Bei diesem Buch habe ich etwas Zeit benötigt, um eine Rezension zu schreiben. Dies lag daran, dass es mir schwerfiel, das Buch sternemäßig einzuordnen. Was "Nach Mattias" besonders macht, ist die völlig ...

Bei diesem Buch habe ich etwas Zeit benötigt, um eine Rezension zu schreiben. Dies lag daran, dass es mir schwerfiel, das Buch sternemäßig einzuordnen. Was "Nach Mattias" besonders macht, ist die völlig andere Herangehensweise an das Thema "Trauer/Verlust/Tod".
Mattias wird von Peter Zantigh nicht als Person eingeführt und sein Leben chronologisch bis zu seinem Tod beschrieben, sondern der Leser wird über die trauernden Bezugspersonen von Mattias über dessen Tod informiert und erfährt durch sie, wer die Person Mattias eigentlich war, was sie ausmachte und welche Lücke sie hinterlässt. Das war eine originelle und gelungene Vorgehensweise. Hier wäre allerdings auch noch mehr Potenzial vorhanden gewesen, denn stellenweise wirkte das Buch, trotz seiner überschaubaren Länge, etwas langatmig. Ggf. hätte hier eine Beschränkung auf wenigere Charaktere Abhilfe schaffen können, denn nicht alle Personen waren so bedeutsam für das Einfühlen können in "Nach Mattias".
Fazit: Eine gelungene Herangehensweise an ein schwieriges Thema!

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