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Veröffentlicht am 16.09.2025

Zwischen Zweifel und Hoffnung

Die Ewigkeit ist ein guter Ort
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Tamar Noorts Roman „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ hat mir insgesamt gut gefallen. Auch wenn ich mit der Protagonistin Elke nicht ganz warm geworden bin, fand ich ihre innere Suche nach Orientierung und ...

Tamar Noorts Roman „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ hat mir insgesamt gut gefallen. Auch wenn ich mit der Protagonistin Elke nicht ganz warm geworden bin, fand ich ihre innere Suche nach Orientierung und Halt im Glauben sehr berührend und nachvollziehbar.
Elke steht nach ihrem abgeschlossenen Theologiestudium an einem entscheidenden Punkt: Eigentlich soll sie das Pastorenamt ihres Vaters übernehmen, doch sie ist selbst voller Zweifel. Zwischen Tradition und eigener Identität, zwischen Glaubenskrise und Sehnsucht nach Sinn, wirkt sie oft zerrissen. Besonders der Tod ihres Bruders, über den in der Familie kaum gesprochen wurde, prägt ihr Ringen um Glauben und Selbstverständnis nachhaltig.
Was das Buch für mich so stark macht, ist die Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit. Noort gelingt es, existenzielle Themen wie Verlust, Glaubenszweifel und familiäre Erwartungen sensibel und nachdenklich darzustellen, ohne den Text schwer werden zu lassen. Im Gegenteil, die Geschichte ist auch von feinem Humor durchzogen und lässt einen immer wieder schmunzeln.
„Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ ist ein Roman, der zum Innehalten und Reflektieren anregt. Er zeigt, dass die Suche nach sich selbst und nach einem persönlichen Glauben nicht geradlinig verläuft, sondern voller Umwege, Zweifel und leiser Momente ist.
Ein Buch, das nachwirkt – nachdenklich stimmt, aber zugleich tröstlich und sogar leichtfüßig erzählt ist.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Packender Schwarzwald-Thrill mit kleinen Schwächen

Schattengrünes Tal
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Von der ersten Seite an hat mich Schattengrünes Tal gepackt. Die Spannung blieb konstant hoch, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders begeistert haben mich die wunderschönen Beschreibungen ...

Von der ersten Seite an hat mich Schattengrünes Tal gepackt. Die Spannung blieb konstant hoch, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders begeistert haben mich die wunderschönen Beschreibungen des Schwarzwaldes – so atmosphärisch und bildhaft, dass ich beim Lesen das Rauschen der Bäume und das Spiel des Lichts auf den Wiesen förmlich spüren konnte.
Der Schreibstil ist klar und leicht verständlich, was das Lesen angenehm macht. Zudem wechselt die Erzählperspektive immer wieder, wodurch sich die Spannung zusätzlich steigert und man verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse erhält.
Bis etwa zur Mitte des Buches war ich vollkommen gefesselt. Die Handlung war dicht, intensiv und voller Möglichkeiten. Doch dann kam für mich ein Bruch: Viele Entwicklungen wirkten vorhersehbar, manche Wendungen etwas zu konstruiert. Auch die Figuren blieben für meinen Geschmack zu sehr in festen Rollen und wirkten oft eindimensional, was ich schade fand, da das Potenzial für mehr Tiefe da war.
Ein spannender und atmosphärisch starker Roman, der vor allem in der ersten Hälfte glänzt. Die Schwarzwald-Beschreibungen sind großartig, der Stil flüssig, die wechselnden Perspektiven sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel – und als Urlaubslektüre ist das Buch trotz kleiner Schwächen absolut gelungen.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Ein schönes Backbuch zur bekannten Backbox mit zusätzlichen digitalen Features

Meine Backbox - Das Buch
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„Meine Backbox – Das Buch: Die besten Rezepte“ von Ralf Frenzel (Herausgeber) und Jennifer Kraus (Autorin) ist 2021 im Verlag Tre Torri erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 160 Seiten.

Vielen ...

„Meine Backbox – Das Buch: Die besten Rezepte“ von Ralf Frenzel (Herausgeber) und Jennifer Kraus (Autorin) ist 2021 im Verlag Tre Torri erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 160 Seiten.

Vielen dürfte das Konzept der „Backbox“ bekannt sein, bei der man sich eine Überraschungsbox bestellen kann, in der sich neue Rezepte und Zutaten rund ums Thema „Backen“ verstecken. Zuhause angekommen lässt sich dann Feines und Leckeres selbst zubereiten. Passend hierzu ist nun ein Backbuch mit den besten Rezepten aus diesen Backboxen erschienen. Und ich muss sagen, das Buch ist wirklich sehr vielfältig und ideenreich. Es finden sich darin Rezepte aus folgenden Kategorien:

- Einmal um die ganze Welt
- Auf die Hand in den Mund
- Der Osterhase kommt
- Große Klassiker, ganz klein
- Beerenstark und tropisch lecker
- Herzhaft schlemmen
- Advent, Advent…

Gut gefällt mir, dass das Cover farblich sehr auf die Backboxen abgestimmt ist und man so optisch sehr schnell den Zusammenhang erkennt.
Die Rezepte empfinde ich als meist einfach nachzubereiten. Die Erklärungen sind leicht verständlich und Schritt für Schritt gut beschrieben. Auch die Zutaten sind nicht ausgefallen und das meiste hat jeder Hobbybäcker bestimmt im Vorratsschrank zuhause. Zusätzlich sind bei jedem Rezept Angaben zur Zubereitungs-, Back- und Ruhezeit angegeben, ebenso wie zur Anzahl der Portionen. Manchmal gibt es auch den ein oder anderen Zusatztipp bzw. -trick. Außerdem darf man sich an den tollen Rezeptbildern erfreuen, die natürlich auch als Anschauungshilfe dienen, wie das fertige Backergebnis einmal aussehen soll.
Ein großes Plus sind bei manchen Rezepten auch ein sogenanntes „Digitales Backerlebnis“. Hier kann man sich mittels der snoopstar App noch zusätzliche Inhalte wie Tutorials, praktische Tipps, Schablonen und vieles mehr herunterladen

Ich persönlich habe schon einige Rezepte ausprobiert und bin sehr von der leichten Umsetzung und auch dem Geschmack angetan. Besonders lecker geschmeckt haben mir die Mini-Bananenbrote, die ich zusätzlich noch mit einem Hauch von Zimt verfeinert habe. Meine Familie war auch vom Glühweinkuchen begeistert und natürlich der phänomenalen Dekoration.

Fazit: Ein schönes Kochbuch passend zur bekannten Backbox mit ansprechenden Fotos und digitalen Features.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Der mutige und atemberaubende Lebensweg der Tamika Campbell

Wie die Freiheit schmeckt
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„Wie die Freiheit schmeckt – Wie ich einer Sekte entkam und das Leben entdeckte“ von Tamika Campbell und Denise Linke ist 2020 im Berlin Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 224 Seiten.

Tamika ...

„Wie die Freiheit schmeckt – Wie ich einer Sekte entkam und das Leben entdeckte“ von Tamika Campbell und Denise Linke ist 2020 im Berlin Verlag erschienen. Es umfasst in der Taschenbuchausgabe 224 Seiten.

Tamika Campbell ist heute eine bekannte Komikerin und ich konnte mir – bevor ich ihre Biographie gelesen habe – nicht annäherungsweise vorstellen, welche erschreckende Vergangenheit hinter dieser starken Frau steckt.
Tamika Campbell wurde in die Ansaaru Allah Community in New York hineingeboren. Sie wurde dort eingesperrt, von der Außenwelt abgeschottet und bereits in Kindesjahren psychisch und physisch schwer misshandelt. Sie erlebte Gewalt, sexuelle Übergriffe, Nahrungsentzug und dies unter anderem auch von ihrer leiblichen Mutter.
Mit dreizehn Jahren gelingt es ihr, die Community zu verlassen, sich ihren Lebensweg zu erkämpfen und heute stellt sie eine erfolgreiche Frau dar. Die Geschichte von Tamika Campbell zeigt ihren Mut, ihre Stärke, ihren Lebenswillen, ihren Drang nach Freiheit und ihre Fähigkeit, den Humor dabei nicht zu verlieren auf.
Heute lebt sie mit ihrer Tochter und ihrem Mann in Deutschland.

Campbells Buch hat sich für mich meist flüssig lesen lassen. Manchmal ist ihre Erzählung etwas zu sehr von einem Erlebnis zum nächsten gehüpft, aber dies ließ sich wohl angesichts der vielen Geschehnisse an dabei geringen Seitenanzahl nicht vermeiden. Campbells Geschichte macht betroffen und rührt an und man muss vor dem Mut des dreizehnjährigen Mädchens, das die Sekte verließ, einfach nur den Hut ziehen und auch vor der Veröffentlichung ihrer Geschichte.

Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 01.10.2019

Eine wunderschöne Einladung Naturkosmetik selbst herzustellen

Du darfst auf meine Haut
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„Du darfst auf meine Haut – Naturkosmetik selber machen“ von Barbara Hoflacher ist 2019 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten.

Dieses Buch lädt jeden förmlich ...

„Du darfst auf meine Haut – Naturkosmetik selber machen“ von Barbara Hoflacher ist 2019 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten.

Dieses Buch lädt jeden förmlich dazu ein, seine Kosmetik selbst herzustellen. Die Rezepte sind einfach und prima nachzuvollziehen, die Zutatenliste jeweils überschaubar und der Erfolg quasi garantiert. Es handelt sich hier um ein Buch, das absolut für Anfänger geeignet ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass hier auch der ein oder andere Kniff für „Profis“ noch nachzulesen ist.

Ein besonderes Extra stellt das beigefügte Rezeptbüchlein dar, in das man seine Lieblingsrezepte eintragen kann, dar.

Der Autorin Barbara Hoflacher gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Herstellen von Naturkosmetik nahe zu bringen. Ihr gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Es ist toll, sich selbst einen Teil ihres unglaublichen Wissensschatzes anzueignen.

Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Ruth Veres und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und es macht einfach Freude, sich auch optisch mit diesem Buch auseinanderzusetzen.

Fazit: Hier handelt es sich um einen Ratgeber zum Thema „Naturkosmetik selber machen“, der Anfängern einen Einblick gibt und Lust macht, das ein oder andere Produkt für sich selbst oder auch als Geschenk herzustellen.
Das Naturkosmetik-Abenteuer hat mich in den Bann gezogen und gefällt mir gut. Allerdings bin ich eine Anfängerin und kenne mich, was das Thema „Haltbarkeit“ anbelangt, nicht sehr gut aus. Die Autorin gibt jeweils an, wie lange die Produkte richtig gelagert haltbar sind. Es ist wichtig, sich gründlich mit dem Thema „Naturkosmetik, Hygienestandards und Haltbarkeit“ auseinanderzusetzen, denn geschadet soll hier niemandem werden!