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Veröffentlicht am 03.05.2020

Interessante Idee, der Umsetzung aber fehlt es an Tiefe.

Finde mich. Jetzt
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Finde mich. Jetzt war ein ziemlich spontaner Kauf, weil das Cover mich in der Buchhandlung (im positiven Sinne) umgehauen hat und noch dazu der Klappentext furchtbar interessant klang.

In dem Buch geht ...

Finde mich. Jetzt war ein ziemlich spontaner Kauf, weil das Cover mich in der Buchhandlung (im positiven Sinne) umgehauen hat und noch dazu der Klappentext furchtbar interessant klang.

In dem Buch geht es um die Liebesgeschichte von Tamsin und Rhys. Tamsin zieht, nachdem ihr Ex sie betrogen hat und ihr Großvater gestorben ist, ins kalifornische Pearley. Dort hofft sie, abseits von Vertrautem und ihren Eltern, die ganz andere Pläne für sie haben als Tamsin selbst, ein neues Leben zu beginnen. Schnell trifft sie auf Rhys. Er ist unnahbar und lässt niemanden an sich heran, weil er seine Jugendzeit unschuldig im Gefängnis verbracht hat. Jetzt hat er seine Strafe abgesessen und muss sich in der Welt wieder zurechtfinden. Tamsin und Rhys kommen sich näher, aber er trägt noch Ballast aus seiner Vergangenheit mit sich, die ihre Beziehung auf eine schwere Probe stellen könnte.
Zuerst einmal zu den Charakteren.

Tamsin ist immer freundlich, und negative Gefühle versteckt sie oft hinter einem Lächeln. Sie ist etwas verrückt, aber definitiv liebenswert und von ihrer positiven Lebenseinstellung kann man sich eine Scheibe abschneiden. Besonders gefallen hat mir ihre Freundschaft zu Sam, der im Laufe des Buches zu einem meiner Lieblinge geworden ist. Sie weiß, was sie will und ist bereit, dafür einzustehen.

Im Gegensatz dazu ist Rhys sehr verschlossen. Er hat das Vertrauen in die Menschheit verloren und ist in mancher Hinsicht wirklich das Gegenteil von Tamsin. Vor allem aber ist er mit seiner wiedergewonnenen Freiheit vollkommen überfordert und mit allem, was er tut, verfolgt er nur ein Ziel … bis er Tamsin an sich heranlässt und erkennt, dass das Leben mehr zu bieten hat.

Ich hatte riesige Erwartungen an das Buch, weil es einfach so gut klang, aber leider wurden sie etwas enttäuscht. Zum einen hatte ich so meine Probleme, in die Geschichte zu finden, was mit dem Schreibstil der Autorin zusammenhängt. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, außerdem mag ich es total gerne, wenn mit der Sprache gespielt wird, was mir hier leider fast gänzlich gefehlt hat. Dadurch hat es eine Weile gedauert, bis ich wirklich mit den Charakteren und der Geschichte warm wurde.

ACHTUNG: im folgenden Absatz ist ein Spoiler enthalten!

Es gab Stellen, die mich zum Lachen gebracht haben, bei denen ich schmunzeln oder seufzen musste, weil es einfach total süß war. Dann gab es aber auch Stellen, die mir gar nicht gefallen haben und über die ich einfach nicht hinwegsehen kann. Rhys hat im Gefängnis ein Trauma erlitten, was dazu führt, dass er Probleme damit hat, sich vor anderen auszuziehen/seinen Oberkörper zu zeigen. Und Tamsins Reaktion darauf ist, dass sie ihm sagt, dass er kein Recht darauf hat, sich in seinem Körper nicht wohl zu fühlen, weil er muskulös ist und ein Sixpack hat. Das ist – gelinde gesagt – problematisch, weil sie im weiteren Verlauf des Buches diese Aussage nicht reflektiert und Tamsin ihr Denken darüber auch nicht ändert. Psychische Erkrankungen werden damit auf Äußerlichkeiten reduziert, was einfach total gefährlich ist und sie verharmlost! Auch jemand, der ein Sixpack hat und den Vorstellungen von Schönheit in der Gesellschaft entspricht, darf sich in seinem Körper nicht wohlfühlen. Es ist, wie gesagt, eine psychische Erkrankung und das muss unbedingt differenziert betrachtet werden. Vergleichsweise war das ein kleiner Teil im Buch, nichtsdestotrotz vermittelt es ein gefährliches Denken das einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Im Großen und Ganzen fand ich die Liebesgeschichte von Rhys und Tamsin schön, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass man mehr von ihrem Kennenlernen sieht und nicht nur gesagt wird, dass sie sich gesehen haben. Bei wichtigen Themen hat mir die Tiefe gefehlt, es wurde an der Ausarbeitung nur an der Oberfläche gekratzt, was ich echt schade finde, weil Finde mich. Jetzt so viel Potenzial hatte.

Gut gefallen haben mir die Nebenfiguren. Wie ich oben schon gesagt habe, mag ich Sam einfach total gerne, aber auch Malik, Zelda und Amy sind alle liebenswürdig. Wenn man weiß, welche Paare in den anderen beiden Bänden im Vordergrund stehen, dann kann man bereits in Finde mich. Jetzt mitfiebern.

Fazit: Finde mich. Jetzt ist ein Buch, das oftmals unterhaltsam ist und zum Lachen bringen kann. Die Charaktere sind vielseitig und liebenswert. Allerdings wurden wichtige Themen viel zu oberflächlich behandelt und ich hatte Schwierigkeiten, am Anfang in die Geschichte zu finden. Ich vergebe 3/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

(Zu) viele wichtige Themen, die in der Umsetzung nicht richtig greifbar sind.

180 Seconds - Und meine Welt ist deine
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Erst einmal vielen Dank an den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich sehr gefreut.Meine

Meinung:

Ich fange wie immer e dem Cover an. Es gefällt mir mit seinen zurückhaltenden Farben ...

Erst einmal vielen Dank an den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich sehr gefreut.Meine

Meinung:

Ich fange wie immer e dem Cover an. Es gefällt mir mit seinen zurückhaltenden Farben ausgesprochen gut, aber es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass ich die Cover vom LYX Verlag sehr liebe. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht, das Konzept mit dem Sozialexperiment fand ich total interessant.
Die Geschichte wird aus Allisons Perspektive erzählt, aber am Anfang habe ich ziemlich gebraucht, um mit ihr warm zu werden. Man erfährt relativ schnell sehr viel über ihre Vergangenheit und Kindheit bei verschiedenen Pflegefamilien, was durchaus dazu führt, dass man sie gut kennenlernt. Leider ist mir Allison mit ihrer pessimistischen Art auf den ersten 40 Seiten ziemlich auf die Nerven gegangen. Ich konnte zwar nachvollziehen, warum sie so fühlt, aber da ich einfach eine Optimistin bin, ist es mir schwergefallen, sie sofort zu mögen. Das hat sich dann aber geändert, denn sobald ihre Charakterentwicklung begonnen hat, bin ich mit ihr warm geworden.
Esben ist ein Social-Media-Star und er hat es sich sozusagen zum Ziel gemacht, Gutes zu tun und Menschen zu helfen. Darum drehen sich auch seine Videos, Beiträge, etc. Auf den ersten Blick wirkt er wie jemand, der immer gut drauf ist und nie schwierige Situationen erlebt hat, allerdings ist das nicht ganz richtig. Im Laufe des Buches lernt man ihn besser kennen, allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass er ein bisschen „zu perfekt“ ist. Er ist dadurch für mich ein Charakter, der nicht ganz greifbar ist.
So ging es mir auch ein bisschen mit der ganzen Geschichte; sie war für mich nicht ganz greifbar. Sie hatte viele tolle Stellen, die mich auch emotional gepackt haben, dann aber auch Stellen, die ich nervig, oder einfach langweilig fand. Es war irgendwie ein ständiges hin und her beim Lesen. Dabei gefällt mir der Schreibstil von Jessica Park sehr gut. Er ist wirklich angenehm und hat die Stellen, die mich mitfiebern ließen, gut unterstützt. Auch die Thematiken, die in 180 Seconds behandelt wurden, haben viel Potenzial und könnten ein absolut grandioses und wichtiges Buch daraus machen.
Leider wurde meiner Meinung nach dieses Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft. Es war oft einfach zu viel. Eigentlich hätte die Thematik, inwiefern Pflegekinder unter ständiger Unsicherheit und häufigen Umzügen leiden, vollkommen ausgereicht. Dieser Aspekt hätte noch weiter herausgearbeitet werden können, immerhin ist es vor allem am Anfang ein großer Teil von Allisons Persönlichkeit und sie muss dieses Trauma erst einmal verarbeiten. Hätte man diesen Aspekt in den Vordergrund gerückt und ihre Entwicklung ausgebaut, wäre das packend gewesen.
Ich hatte dann aber das Gefühl, dass Allison das zu schnell verarbeitet und sich dann vollkommen auf Esben einlassen kann, damit dadurch für andere, schwierige Thematiken sozusagen Platz geschaffen wird. Was die anderen beiden Themen waren, verrate ich an dieser Stelle aber nicht, aber jede von ihnen hätte ein eigenes Buch füllen können. In 180 Seconds jedoch wurde ich von einer Thematik in die andere geworfen, bevor die eine überhaupt erst sacken konnte. So konnte ich bei keinem der Themen wirklich mitfiebern, weil das Buch sehr vollgepackt ist.
Ich will nicht bestreiten, dass es durchaus packende Momente gab. Das Sozialexperiment hat mir wirklich super gefallen und auch gegen Ende habe ich die ein oder andere Träne verdrückt. Dennoch war es ein Wechselbad der Gefühle, außerdem finde ich den Titel nicht unbedingt passend. Er hatte teilweise nicht wirklich etwas mit dem Buch zu tun, außer, dass es eben die Art und Weise ist, wie sich Allison und Esben kennenlernen. Der Rückbezug auf das Sozialexperiment kam für mich etwas zu spät. Es bildet zwar gewissermaßen einen Rahmen für das Buch, aber da so viele andere Thematiken noch behandelt werden, scheint es mir nicht ganz stimmig.

Fazit:
180 Seconds – und meine Welt ist deine ist ein Buch mit viel Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wird. Es werden zu viele wichtige Themen angesprochen, sodass keins richtig greifbar ist. Trotzdem gibt es die ein oder andere emotionale Stelle, die einen mitfiebern lässt.

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Veröffentlicht am 11.11.2019

Grandiose Idee, die mich einfach nicht mitreißen konnte

Left to Fate. Die Ausgesetzten
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Meine Meinung: Wie lange habe ich dieses Buch jedes Mal angestarrt, wenn ich in einer Buchhandlung war? Zu lange. Deswegen habe ich mich irgendwann dazu entschlossen, es zu kaufen – ohne die Leseprobe ...

Meine Meinung: Wie lange habe ich dieses Buch jedes Mal angestarrt, wenn ich in einer Buchhandlung war? Zu lange. Deswegen habe ich mich irgendwann dazu entschlossen, es zu kaufen – ohne die Leseprobe zu lesen, weil ich den Inhalt/den Klappentext sehr gelungen fand.
Ich will nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber das war ein Fehler. Denn hiermit wären wir schon bei meinem ersten Kritikpunkt angekommen: der Schreibstil. Mir hat er leider gar nicht gefallen. Er war mir viel zu einfach, er hat bei mir keinerlei Emotionen hervorgerufen. Metaphern, oder atmosphärische, wundervolle Beschreibungen, die das Leserherz höherschlagen lassen? Fehlanzeige. Ich konnte mit dem Schreibstil leider einfach nichts anfangen. Er ließ sich zwar recht schnell lesen, aber ich hatte durchgehend das Gefühl, dass noch irgendetwas fehlen würde. Eine kleine Beschreibung, die das Ganze noch bildhafter macht und einen wirklich mitfühlen lässt. Irgendetwas in die Richtung.
Das ist mein größter Kritikpunkt und gleichzeitig hängen auch meine anderen Kritikpunkte daran.
Ich konnte keine Bindungen zu den Charakteren aufbauen. Das hat viel mit dem Schreibstil zu tun. In vielerlei Hinsicht konnte ich irgendwie nachvollziehen, warum sie so handeln, wie sie eben handeln, aber um wirklich mit ihnen mitfiebern zu können, haben mir die Gefühle gefehlt. Und damit meine ich die Gefühle, die man als Leser zu einem Buch entwickelt. Seien wir doch mal ehrlich – der Plot kann mittelmäßig sein, die Charaktere Arschlöcher – aber wenn man mitfühlt, mitlacht, mitweint, wenn es der Autor schafft, einen emotional zu involvieren, wenn er uns in eine eigene Welt zieht – dann ist das doch letztendlich egal. Für mich steht und fällt ein Buch mit den Gefühlen, die vermittelt werden.
Leider war das bei mir nicht der Fall. Die Protagonisten, Samantha und David sind mir nicht einmal so richtig in Erinnerung geblieben. Ich kann im Prinzip nichts über sie sagen und das ärgert mich in gewisser Weise auch. Die Idee ist gut und die Charaktere hätten auch Potenzial gehabt. Manche Dinge wurden sehr realistisch dargestellt und der Plot an sich war auch ziemlich gut, eigentlich der Hammer - bis auf ein paar holprige Stellen.
Aber diese ganzen Dinge machen den großen, negativen Punkt nicht wieder wett. Leider nicht. Ich hätte es mir sehr gewünscht. Dieses Buch hätte so gut sein können. Es hätte ein Jahreshighlight werden können. Es hätte mich mitreißen können.
Hätte ich beim Lesen etwas gefühlt. Doch letztendlich waren mir die Charaktere egal. Samantha war mir egal. David war mir egal. Die anderen auch. Es gibt eine große, schockierende Wendung am Ende und es hätte so gut sein können…
Aber letztendlich saß ich dann nur mit ausdrucksloser Miene beim Lesen da und dachte mir: Echt jetzt? Was wirklich, wirklich schade ist.
Dennoch hat Gloria Trutnau sich in gewisser Weise meinen Respekt verdient, weil sie das Ende wirklich so durchgezogen hat. Ich denke, nicht jeder Autor hätte sich das getraut und das respektiere ich wirklich sehr. Aber an dieser Stelle keine Spoiler.
Das ganze Buch hat mich echt unzufrieden und auch wütend zurückgelassen. Die ganze Geschichte hätte so unfassbar genial, atemberaubend, wunderbar, schockierend, traurig, mitreißend und absolut faszinierend sein können. War es aber nicht. Weil… ich glaube, ich habe meinen Standpunkt klar gemacht.

Fazit: Left to Fate bekommt von mir 3 von 5 Sterne. Wenn man bedenkt, was ich gerade von mir gegeben habe, dann erscheint das vielleicht noch zu viel… aber Leute, die Idee ist echt gut und für diesen Einfallsreichtum und den Mut, der in der Geschichte steckt vergeben ich gerade so noch 3 Sterne.

Veröffentlicht am 27.05.2020

Kann leider nicht mit Teil 1 mithalten

Cinder & Ella
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Cinder und Ella 2 war ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, immerhin war der erste Teil eins meiner absoluten Jahreshighlights 2019 und konnte mich für ein paar Stunden komplett aus der Realität ...

Cinder und Ella 2 war ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, immerhin war der erste Teil eins meiner absoluten Jahreshighlights 2019 und konnte mich für ein paar Stunden komplett aus der Realität abholen. Dementsprechend habe ich mich sehr auf die Fortsetzung gefreut – und wurde leider enttäuscht.

VORSICHT: hierbei handelt es sich um den zweiten Teil einer Reihe, die Rezension wird also Spoiler zu Teil 1 enthalten!

Komme ich erst einmal zu den positiven Aspekten. Ich mag das Cover wieder sehr gerne. Es passt einfach zu dem kitschigen Märchen-Aspekt von Cinder und Ella. Außerdem ist der Schreibstil der Autorin noch immer sehr angenehm, sodass man das Buch relativ flüssig lesen kann. Richtig schöne Formulierungen findet man auch in Cinder und Ella 2. Des Weiteren ist Brian und Ellas Interaktion einfach total lustig. Ihre ständigen Schlagabtäusche sind sehr unterhaltsam und haben mich oft zum Lachen gebracht. Ich mag die beiden als Paar einfach total gerne.

Das waren aber leider auch schon alle positiven Punkte, die ich habe.

Ich bleibe jetzt erst einmal bei den Charakteren. Ich liebe Brian und Ella und auch viele der Nebenfiguren. Aber in Band 2 vermisse ich die Entwicklungen. Die ersten 300 Seiten treten die Figuren einfach nur auf der Stelle und wachsen nicht über sich hinaus. Dabei hatte vor allem Ella total viel Potenzial. Nach Ende von Band 1 hat sie immer noch Probleme mit sich selbst und ihrem Körper. Eigentlich finde ich es sehr realistisch, dass so etwas nicht gelöst ist, weil man mal ein kurzes Kleid anzieht. Aber jede Entwicklung, diese eingeschlossen, hat sich (wenn überhaupt) auf den letzten 100-150 Seiten abgespielt. Und dann kam alles auf einmal und viel zu schnell, um noch irgendwie glaubwürdig zu sein. Besser wäre es gewesen, wenn sich die Charaktere langsam über das ganze Buch entwickeln und man nicht am Ende einfach vor Tatsachen gestellt wird und sich fragt, wie das überhaupt passiert ist.


Dementsprechend unzufrieden war ich auch mit dem Ende. Ich werde natürlich nicht sagen, was da passiert, aber ich fand es einfach unlogisch. Es war so, dass die Ella am Ende irgendwie das komplette Gegenteil von der Ella zu Beginn war. Dieser Kontrast kann schön sein, weil man sieht, wie sich die Charaktere entwickelt haben, aber dafür will ich die Entwicklung konstant im ganzen Buch mitverfolgen können. Und nicht einfach – zack – so ist es jetzt. Das ist meiner Meinung nach schlichtweg unglaubwürdig.

Die Handlung hat mir ebenfalls nicht wirklich gefallen. Die plätscherte so vor sich hin und auf Seite 250 habe ich mich dann gefragt, was bisher überhaupt passiert ist. Darauf gibt es eine Antwort: alle möglichen Menschen diskutieren, teilweise auch öffentlich, warum Ella noch Jungfrau ist und noch nicht mit Brian geschlafen hat. Mehr tut sich leider wirklich nicht. Irgendwie ist das Buch zu 75% eine Aneinanderreihung der immer gleichen Szenen. Brian und Ella harmonieren toll – aber selbst davon hatte ich nach der Hälfte eigentlich schon genug. Trotz des angenehmen Schreibstils hat sich die Handlung gezogen. Konflikte, die in Band 1 schon gelöst schienen, wurden wieder aufgewärmt. Die spärliche Handlung hat sich im Kreis gedreht. Wirklich viel Neues gab es in Cinder und Ella 2 nicht, was das Buch fast unnötig macht. Und das finde ich unfassbar schade.

Fazit: Leider diesmal keine Empfehlung. Die Charaktere entwickeln sich kaum und die Handlung dreht sich im Kreis. Auch Brian und Ella, die gewohnt super harmonieren und stellenweise total süß sind, können das leider nicht rausreißen. Von mir gibt es 2,5/5 Sterne


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