Titel paßt nicht so recht, aber unterhaltsam
Träum was BösesSues 15-jährige Tochter Charlotte liegt seit einigen Wochen im Koma. Sue vermutet, dass sie ganz bewusst vor den Bus gelaufen war. Wollte sie sich etwa umbringen? In Charlottes Tagebuch steht, dass diese ...
Sues 15-jährige Tochter Charlotte liegt seit einigen Wochen im Koma. Sue vermutet, dass sie ganz bewusst vor den Bus gelaufen war. Wollte sie sich etwa umbringen? In Charlottes Tagebuch steht, dass diese ein Geheimnis habe, das niemand erfahren dürfe. Aus medizinischer Sicht spricht nichts dagegen, dass Charlotte wieder aufwacht. Ist es eventuell Angst, die Charlotte nicht aufwachen lässt? Susan setzt alles dran herauszufinden, was mit Charlotte passiert ist.
Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen ist da aus der Ich-Perspektive erzählt die Gegenwart und Sues Sorge um ihre Tochter, zum anderen erfährt man aus eingeschobenen kurzen Kapiteln aus Sues Tagebuch von ihrer ca. 20 Jahre zurückliegenden Beziehung mit James, die es in sich hatte.
Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung baut einen kontinuierlichen Spannungsbogen auf, der in einem großen Showdown endet. Das Buch las sich schnell weg und ich fand es fesselnd, auch wenn ich zwischendurch zu wissen glaubte, wie sich die Handlung entwickeln würde. Aber es gab durchaus Überraschungen Ich konnte gut mit Sue mitfühlen, auch wenn man sich selbst sicher z.T. anders verhalten würde. Aber wer weiß das schon genau, wie man selbst reagieren würde, wenn man in so einer Situation wäre. Sicher kann man behaupten, einiges wäre recht unglaubwürdig, aber das tat für mein Empfinden der Spannung keinen Abbruch. Allerdings passt mal wieder der deutsche Titel gar nicht. Mit bösen Träumen hat die Story gar nichts zu tun. Die Übersetzung des Originaltitels ('der Unfall') hätte besser gepasst , wäre aber wohl nicht reißerisch genug gewesen.