Platzhalter für Profilbild

Bisco

Lesejury Star
offline

Bisco ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bisco über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2020

Für die Liebhaber von Klassikern und Familienproblemen

Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep
0

Die Autorin H.G.Parry studierte englische Geschichte und hat ihren Beruf und die Liebe dazu in ihrem ersten Roman niedergeschrieben. Denn das ist dieses Buch, die Liebe zu alten englischen Klassikern.

Das ...

Die Autorin H.G.Parry studierte englische Geschichte und hat ihren Beruf und die Liebe dazu in ihrem ersten Roman niedergeschrieben. Denn das ist dieses Buch, die Liebe zu alten englischen Klassikern.

Das erste was einem auffällt, ist dieses wunderschöne Cover mit den hochgestellten Buchstaben, welches ein bisschen die Farbe von alten Büchern hat. Die Geschichte selbst ist nicht alt, hat aber einen nostalgischen Touch mit drin. Denn wir erleben eine Geschichte in der Gegenwart mit Geschichten aus Büchern aus der Vergangenheit.

Der 26-jährige Literaturdozent Charley Sutherland ist berühmt auf seinen Gebiet. Die Klassiker von Dickens und anderen Autoren dieser Zeit sind sein Steckenpferd. Generell ist Charley etwas Besonderes. Mit zwei Jahren begann er zu lesen und zu schreiben, mit 12 hatte er schon mehrere Klassen übersprungen und sein Studium weit vor allen anderen abgeschlossen. Aber noch etwas anderes macht ihn einfach besonders. Die Tatsache, dass er mit vier Jahren das erste Mal einen Gegenstand und später Menschen aus Büchern gelesen. Ja, gelesen. Diese Menschen und Gegenstände waren vom Papier in unsere Welt gelangt. Echt und fassbar.

Diese Gabe, ist der Grund dafür, warum man ihn einen Beschwörer nennt. Die Menschen, die er aus Büchern liest, haben seine Interpretation und somit die Charaktereigenschaft, welche er reininterpretiert. Von dieser Gabe wissen jedoch nur seine Eltern und sein älterer Bruder Rob. Dieser ist vier Jahre älter und ein gutverdienender und angesehener Rechtsanwalt. Dessen Lebensgefährtin Lydia weiß hingegen nichts von dem Mysterium um Charley, weiß nur das er sonderbar ist und niemand ihr sagen will was dahintersteckt.

Denn so ist Charley. Er ist sonderbar, tollpatschig, eigenbrötlerisch. Er ist nicht der Mann von Welt, der auf alle zugeht. Er liebt seine Bücher, seine Ruhe. Er liebt seine Familie und seinen Bruder, auch wenn dies nicht offen zeigen kann.

Doch eines Tages wird all das auf die Probe gestellt, als er nachts Rob aus dem Bett klingelt und um Hilfe bittet. Eine Figur aus einem Buch ist an der Uni aufgetaucht, wo er lehrt, nur das er dies nicht war. Gibt es einen zweiten Beschwörer oder macht Charley es unterbewusst? Dann taucht der Bösewicht Uriah Heep auf und für die beiden beginnt ein Abenteuer, womit sie niemals gerechnet hätten.

Dieses Buch verspricht im ersten Augenblick ein Abenteuer. Man denkt an Verfolgungsjagd, Reise durch Städte, Bücher aus allen Epochen. Aber nein, es ist anders als man denkt. Die Autorin hat ihren Schwerpunkt auf die Geschichte von Dickens und seinem Meisterwerk „David Copperfield“ gesetzt. So werden wir aufgeklärt, was sein Buch bedeutet, lernen Charaktere aus diesem Buch und anderer derer Zeit kennen. Die Charaktere die Bücher sind nicht modern und von heute, sondern alles Klassiker. Man muss sie nicht kennen, man bekommt sie nähergebracht. Für mich persönlich war es etwas schade, weil mich jüngere Protagonisten der letzten zwanzig Jahre mehr angesprochen hätten. Aber es hat seinen Sinn, warum es diese sind, werde dazu aber nicht mehr schreiben, da es zu viel verraten würde.

Das Buch ist mit seinen 600 Seiten schon sehr umfassend geschrieben. Wir erleben die Geschichte meistens aus der Sicht vom Bruder Rob, aber auch von Milli der Kinderdetektivin, Uriah oder anderen, wenn Rob nicht Teil der Episode ist. Auch das Tagebuch von Charley fand hier und da seinen Platz und gibt uns Einblicke in sein sonst verschlossenes Seelenleben. Bei allen war der Schreibstil für diese Figur besonders und wiedererkennbar. Für mich war der Lesefluss zwar da, aber ich mochte persönlich nicht die vielen Wiederholungen und manchmal etwas übertriebenen Dialoge. Es gab Passagen, die inhaltlich auf eine Seite gepasst hätten, wenn nicht sogar weniger, dann aber auf mehr als eine verlängert wurden. Dies war zu oft, zu viel des Guten. Grundsätzlich war das Buch stellenweise zu sehr in die Länge gezogen. Dialoge wiederholten sich gefühlt, Emotionen immer wieder neu durchgekaut.

Und hier sind wir bei dem, was das Buch mehr ausmacht als eine Jagd nach den Figuren und deren Herkunft. Die Geschichte zweiter Brüder. Zweier Brüder die nicht unterschiedlicher sein könnten. Rob der erfolgreiche der auf Menschen zugehen können muss in seinem Beruf, Charley der Introvertierte. Der eine der Entscheidungen trifft, der andere der versucht sie vermeiden. Aussprache gegen Totschweigen. In der Vergangenheit, gerade in der Kindheit von Charley ist viel falsch gelaufen, dies wird in der Zeit der Hektik und der Gefahr aufgearbeitet und ist stellenweise mehr im Mittelpunkt als die Geschichte der herbeigelesenen Figuren aus Büchern.

Für mich war daher der Mittelweg zwischen der Spannung und den Emotionen, zu stark auf den aufzuarbeitenden Problemen der Brüder gelegt. Interessant war es, wie Rob versuchte herauszufinden, was mit Charley als Kind passierte. Denn so ganz kann er nicht glauben das er sein Bruder ist, zu unterschiedlich sind die beiden. Aber wer kennt das nicht? Nicht alle Geschwister wirken, als wären sie von der gleichen Mutter. Und so ist die Story halb, die Rettung der Welt und halb die Rettung der Beziehung der Brüder.

Leider war für mich beides nicht wirklich gut ausgearbeitet und so gut wie mir der Einstieg gefallen hat, so schwerer wurde es von der Mitte an für mich. Zu lange Kapitel mit zu langem Kaugummiartigen Gesprächen und Verläufen.

Wer ein Buch sucht, wo die Klassiker im Vordergrund stehen und die familiären Probleme, der ist hier genau richtig. Für mich war es einfach zu träge und leider dann auch ab der Mitte zu langweilig am werden. ES ist kein schlechtes Buch, aber es muss der richtige Leser dafür da sein, und das bin ich leider nicht gewesen.

Veröffentlicht am 25.05.2020

Durchschnittlicher New Adult

Forever Free - San Teresa University
1

Vorab möchte ich mich an dieser Stelle bei netgalley.de und dem Verlag Lyx danken, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zurzeit gibt es recht viele Liebesromane im Bereich New Adult und mal ...

Vorab möchte ich mich an dieser Stelle bei netgalley.de und dem Verlag Lyx danken, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zurzeit gibt es recht viele Liebesromane im Bereich New Adult und mal bessere und mal schlechtere. Für mich war dieser Auftakt der Reihe im Mittelfeld. Nichts Außergewöhnliches aber auch nicht schlecht.
Zusammengefasst ist es der Unistart für Raelyn. Diese kommt aus New York, so dass natürlich alle Leute erstmal von ausgehen, dass sie Hip und der Partymensch sein muss. Aber sie ist genau das Gegenteil. Der Ruf das graue Mäuschen zu sein, übertoppt sie noch. In ihrer Schulzeit gab es keine Partys, kein Alkohol, keine Freunde, nichts außer die eigenen vier Wände, die Galerie ihrer Mutter, gemeinsame Kunstreisen mit ihr und die Schule.

So kommt sie total überfordert und verschüchtert an die Universität am anderen Ende von ihrer Heimat an. Weit weg von Mutti und deren Rockzipfel. Denn das wollte sie, um ihr eigenen Leben zu beginnen. Denn ihre Mutter hat sie immer in Watte gepackt und sie in ihrer Welt eingeschlossen, so das Raelyn gar nicht erwachsen werden konnte, wie andere Teenager.

So ist sie am ersten Tag mit allem überfordert und freut sich wie sie von Kate angesprochen wird. Hübsch, YouTube-Star und in einer Mädchenverbindung. Ihr Job: Rette die Neulinge. Und dies macht sie richtig gut. Sie bringt Rae an April ran, die ebenfalls neu ist und freunden sich alle untereinander an. So kommt Rae auch an den, natürlich sehr gut aussehenden, Hunter ran. Dieser studiert auf Musik und bastelt mit seinen Kollegen an einem Album. Groß und gut aussehend, was Verruchtes. Welches Mädchen steht da natürlich nicht drauf.
So dauert es auch nicht lange, das Hunter sie ins Auge springt und Interesse an ihr findet. Gerade weil sie die ruhige ist, die schüchterne und Bodenständige. So ganz anders als er. Er wirkt nach außen hin als ruhig und alles andere als Macho, aber er hat einen Ruf. Einen Ruf, den ihr niemand erklären will, aber sie erfährt von anderen, dass er schwierig ist wenn nicht sogar gefährlich.

Aber sie kommen sich näher, die Gegenpole, die sie sind und Gefühle entstehen. Die Uni schreitet weiter voran und die Geschichte zwischen den beiden mit ihr.

Was mir positiv aufgefallen ist: Anders als anderen fand ich, war die Zeit der Kurse und die Dozenten nicht übertrieben erwähnt. Ich finde das das Setting nicht aus den Augen verloren werden sollte und es ist nun mal auf der Uni. Ich hätte mir hier sogar mehr vom Unialltag gewünscht.

Die Nebenfiguren Kate und April sind mir beide sehr sympathisch gewesen und auch das die Theatergruppe Rae unterstützt sie in ihrer Schüchternheit abzubauen.

Die klammernde Mutter am Anfang, die etlichen Anrufe und Nachrichten, so sehr Rae sich beengt fühlte, so passte dies einfach zur Geschichte und der Entwicklung, welche damit auch ausgelöst wurde.

Negativ ist mir leider das komplette Verhalten beider Charaktere aufgefallen. Rae hat das Benehmen einer 16-jährigen die nun von zu Hause ausbricht. Zu viele Dinge, die sie gemacht hat, sind überstürzt und verändern in Zukunft ihr ganzes Leben. Hier finde ich, hat sie sich zu sehr manipulieren und mitschleifen lassen. Hunter sagte, sie hüpfte. So ein Verhalten geht mal gar nicht. Dazu das dauernde „Entschuldigung“ am Anfang. Hier finde ich, wurde die Figur einfach überspitzt dargestellt und ihrer extreme Verängstigung, die sie durchlebt.
Hunter ist für mich zu blass geblieben. Um sein Geheimnis nicht zu sehr ans Licht kommen zu lassen, gibt es nur kleine Einblicke in seine Person. So bleibt die Geschichte bei ihm aber viel zu oberflächlich. Die Auflösung war dann alles andere als überraschend. Hier finde ich viel schlimmer, dass eine Ex bis heute nicht weiß, warum er ihr damals gegenüber lauter geworden ist. Niemals jedoch handgreiflich. Er war mir während des ganzen Buches nicht wirklich sympathisch.

Das Buch hat für mich daher im Ganzen einen mittelmäßigen Eindruck hinterlassen. Spannend denke ich wird da eher der zweite Teil, in dem es um Kate geht, der Musterstudentin und wie ihr Ruf leidet nach einem, den Leuten denkend, Fehltritt.

Veröffentlicht am 18.05.2020

Anders als der Klappentext verrät

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
0

Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!

Nun, dass ist recht einfach, einfach weil genau dieser Buchclub viel zu kurz kommt im Buch. Aber ich fange mal von vorne ...

Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!

Nun, dass ist recht einfach, einfach weil genau dieser Buchclub viel zu kurz kommt im Buch. Aber ich fange mal von vorne an.

Wir haben da Gavin, der Profibaseballspieler ist mit Thea verheiratet und dies schon seit ein paar Jahren. Beide haben sich recht jung kennen gelernt und in nur sehr kurzer Zeit ist sie schon von der ersten Tochter schwanger. Die zweite folgt schon recht schnell danach. Thea hat für die Kinder ihr Kunststudium abgebrochen und Garet in seiner Karriere geholfen.

Wir erfahren schon recht früh das es zwischen den beiden zu einer Situation kam, die dazu führt, dass Thea die Scheidung will. Diese ist, wird auch recht früh gesagt, die Tatsache das Thea in den letzten drei Jahren gerade mal auf einen Orgasmus gekommen ist, und der war vor wenigen Tagen. Dieser war anders als die, welche sie drei Jahre lang vorgespielt hat. Dieser Streit führt dazu, dass sie die Scheidung will. Erstmal schwer übertrieben. Aber es ist klar, dass da noch mehr ist, nur dies erfahren wir später.

Aber Gavin will diese Frau und die beiden Töchter nicht einfach so gehen lassen. So wird er von Dell, seinem besten Freund und ein paar anderen Männern an die Seite genommen. Sie erklären ihm, dass die alle Teil eines geheimen Bücher Clubs von nur Männern besucht, sind. In diesem helfen sie sich, mit Hilfe von Liebesromanen, sich ihren Problemen in Ehen und Beziehungen zu stellen. Garet wundert sich, da er diese Probleme gar nicht mitbekommen hat. Ja, der Grund ist halt der Club, daher läuft es bei allen wieder.

Nun sollte dieser Bücherclub, laut dem Klappentext und dem Titel ja im Mittelpunkt stehen. Aber genau dies tut er nicht. Ich komme auf etwa drei oder vier Runden, wo die Truppe in unterschiedlichen Zusammensetzungen zusammensitzt und sich berät wie es Garet geht. Wie er mit dem Buch, welches ihm als Hilfe dienen soll, funktioniert. Wie die Beziehung läuft und ob es zu Besserungen kommt. Diese Treffen sind jedoch so rar gesät, dass es recht schade ist, denn die Männer untereinander sind sehr lustig. Man redet von „LL“, der Leselatte, weil ihnen die Sexszenen im Buch so zusetzten. Reden von Washitape und Pinterest, und bringen sich das Leben und die Emotionen der Frauen näher. Aber genau das, war alles im allem sehr kurz gekommen.

Mehr und geht es um die Geschichte zwischen Gavin und Thea und der Challenge die sie ihm gibt. Er hat fünf Wochen Zeit, sie davon zu überzeugen, dass es zwischen den beiden läuft und die Scheidung abzuwenden. Dieser Schritt bedeutet aber viele Veränderungen, an sich selbst und auch für Thea.

Daher komme ich hier mal zu Charakteren von „Der will ich mal so richtig eins draufgeben“ bis hin zu „Der Mann tut was er kann“.

Liv ist die Schwester von Thea. Sie will ihre Schwester beschützen und tut alles für sie. Umso mehr ist sie das Biest, was Garet das Leben schwer machen will und versucht ihrer Schwester einzureden sie solle sich unbedingt scheiden lassen. Den Rauswurf von Gavin feiert sie und danach ist ihr nichts zu schade, den Keil zwischen den beiden zu verstärken. Ihre Art ist rücksichtslos und einfach nur unmöglich. Ihrer Schwester vergleicht sie mit ihrer Mutter, was man früh merkt, einer großen Beleidigung nachkommt. Liv ist die Unsympathie in Person und einfach nur so dreist und elendig, dass man sie schlagen möchte.

Thea stellt sich im Buch als das arme Opfer hin. Sie ist früh und ungewollt schwanger geworden und hat sich direkt mal als Hausfrau abstellen lassen. Nie war der Versuch da noch etwas zu machen, sondern vorgeschoben wird die Karriere von Garet. Dann kommt der große Krach, weil sie eingesteht, dass sie von Anfang an in dieser Beziehung, ihre Orgasmen vorspielt. Schuld ist natürlich nur ihr Mann. Denn Mund aufmachen und sagen was sie will, anstatt vorzumachen, kann sie nicht.

So fand ich es schon dreist, dass sie ihn der das Haus finanziert hat rauswirft und sagt nach der Scheidung will sie da Haus haben. Immerhin hätte sie sich ja für ihn aufgeopfert. Dann möchte er Zeit haben, um sich zu beweisen, die Liebe neu zu entfachen. Was macht sie? Stellt unmögliche Forderungen, die ihm gar keine Chance lassen. Das ist unterste Kiste. Hätte sie gesagt, er solle über Wasser gehen, um sie zurück zu bekommen, wäre dies dem gleich gekommen. Man merkt das sie vorgeschädigt ist, aber nicht von einer anderen Beziehung, sondern von ihrem Vater und der Familiengeschichte. Genau diese Voreingenommenheit ist es, die sie so schwierig als Mensch macht. Den Fehler bei sich suchen kann sie nicht. Die Entwicklung von ihr ist aber im Buch zu sehen und das anfängliche negative ihr gegenüber wird mit der Zeit und der Geschichte besser. Wer sie als das reine Opfer empfindet, sieht nicht was sie Gavin unter Druck setzt und voreingenommen an diese Sache geht.

Gavin . Für mich einfach nur ein Mann der seine Beziehung retten will. Er ist maßlos enttäuscht über die Vortäuschung von Thea. Vollkommen verständlich. Er will die Ehe retten und schiebt alles zurück und Thea in den Mittelpunkt. Die Kariere bleibt, aber nimmt sich so viel Zeit wie es nur geht für die Familie. Räumt seiner Frau jede Möglichkeit ein, wie die Wiederaufnahme eine Studiums. Gut, dass Männer oft nicht so sind wie am Anfang einer Beziehung und etwas müde werden, dass ist nichts Besonderes. Aber geht nicht fremd, ihm ist es unangenehm, wenn andere Frauen mit ihm flirten. Was will man erstmal mehr, vor allem wenn man so aussieht wie er. Alle Regeln, welche er aufstellt, sind verständlich, korrekt und fair. Etwas was Thea nicht so fand. Ich mochte ihn total. Er ist für mich der positivste Mensch im Buch.

Aber auch die Randfiguren wie Dell und Mac geben der Geschichte einen Schliff.



Nun wie bewerte ich nun dieses Buch.

Erwartungen die erfüllt wurden: 2/5 (zu wenig Buchclub)

Charaktere: 3/5 (zu viele negative und unbefriedigte Frauen)

Story: 3/5 (nicht schlecht, aber nicht das was versprochen wurde)



Alles in allem ist die Geschichte nicht schlecht, aber man hat sich einfach was anderes versprochen, weil es anders angepriesen wurde. Ich fand Charaktere wie Liv so ätzend und Thea so voreingenommen und selbstsüchtig, dass es dem Buch schon einen Knick gegeben hat. Schuld ist hier nicht der Mann, wie es gerne dargestellt wird, sondern es sind falsche Erwartungen, fehlende Kommunikation und zurückgestellte Wünsche, so wie falsche Egos. Alles in allem eine gute Story, vor allem mal von Erwachsenen anstatt von 18-jährigen Mädchen und ihrem ersten Liebesproblemen.

Ich werde so oder so den zweiten Teil lesen. Ich hoffe Dell ist dann dran mit seiner Geschichte

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Mittelmäßige Geschichte, welche aber immerhin Geheimnisse verrät

JACKABY - Der leichenbleiche Mann
0

Für mich ist der erste Teil der Jackaby-Reihe bis heute der Beste der Reihe. So war der erste ein toller Einstieg in die Reihe, der zweite wie ein Klassenausflug und dieser dritte soll uns nun ein paar ...

Für mich ist der erste Teil der Jackaby-Reihe bis heute der Beste der Reihe. So war der erste ein toller Einstieg in die Reihe, der zweite wie ein Klassenausflug und dieser dritte soll uns nun ein paar Fragen klären. Ist Jackaby der richtige Name oder noch nur ein Synonym? Wie kam er zu seiner Gabe? Wie starbt Jenny? Geht es zwischen Abigail und Charlie weiter?

Unsere Gruppe befindet sich im gemeinsamen Haus, wo seit neuestem sehr viele Teller und Tassen und auch so einiges andere an Inventar zu Bruch geht. Denn der Jahrestag von Jennys Ermordung rückt näher. Der negative Termin sorgt dafür, dass ihre Fähigkeiten überhandnehmen und sie Kälte und Winde durchs Haus schickt. Dies zerstört alles was in ihre Nähe kommt. Um ihre Fähigkeiten besser zu steuern übt Abigail mit ihr. So möchte Abigail ihr auch ein Geschenk machen, die Möglichkeit sich an ihren gewaltsamen Tod zu erinnern. Denn sie weiß bis heute nicht was damals passiert ist. So darf Jenny in Abigails Körper eintreten, mit schweren Folgen für diesen. Jackaby macht dem daher schnell einen Riegel vor.

Aber die Arbeit als Detektive lässt auch nicht nach. Denn jetzt wo sie Jennys Tod auf der Spur kommen wollen, stellen sie fest, dass dieser mit einer Reihe Tode im Bereich der Baubranche zusammenhängen. Zum Zeitpunkt des Todes sollte ein größeres Bauvorhaben in New Fiddleham stattfinden. Denn alle Städte drum herum sind weit aus moderner als diese.

Jennys Ehemann ist seit dem Vorfall damals verschwunden und noch mehr Teilnehme, Architekten wie Bauherren und deren Ehefrauen sind verschwunden. Hängt das etwa alles zusammen? So gehen sie auf die Spurensuche, finden einen Vampir, Hellseher, merkwürdige Wissenschaftler und machen einen Ausflug in ein eher sehr unschönen Ort.

In diesem Buch erfahren wir dann das erste Mal etwas über Jennys Vergangenheit, welche auch das Hauptaugenmerk der Geschichte ist. Wenn diese natürlich auch etwas dünn ist, weil halt im Ganzen wieder keine so große Relevanz hat.

Mehr und interessanter wird es bei Jackaby. Wie schon im zweiten Teil angedeutet, wissen wir das es nicht sein echter Name ist. Hier erfahren wir zumindest, woher dieser stammt, wenn die Initialen noch geheim bleiben. Auch die Herkunft seiner Gabe und etwas über seine Kindheit erfahren wir. Generell ist es schön zu sehen wie sehr er nun mit Abigail klar kommt und sie zu mögen beginnt. Er wirkt menschlicher und empathischer seit dem ersten Buch.

Abigail und Charlie, kommen sich für diese Zeit, schonmal etwas näher. Wenn auch für unsere heutige noch sehr weit weg voneinander sind. Aber hier hoffe ich noch auf etwas mehr im vierten Teil.

Die Geschichte selbst war mir dann aber alles in allem etwas zu trocken und fast schon mit zu vielen Namen bestückt, die an dem Bauprojekt beteiligt waren. Zum Ende hin wollte ich es dann doch nur noch fertigbekommen. Denn wie ist der Jackaby: Fertig und dann doch noch nicht. Man meint das Buch hat das Rätsel gelöst, dann kommt Jack und bringt noch die endgültige Lösung. Leider schwächelte das Buch somit zum Ende ganz ordentlich.

Veröffentlicht am 03.05.2020

Leider war das Buch zu Fehlerhaft in seiner Geschichte

Perfect – Willst du die perfekte Welt?
0

Leider war der große Anfang bis gefühlt bald die Mitte, eine Wiederholung des ersten Teils. Immer wieder muss die Kammer mit dem Branding wiederholt werden. Als ob der Leser es nicht wüsste, immer wieder ...

Leider war der große Anfang bis gefühlt bald die Mitte, eine Wiederholung des ersten Teils. Immer wieder muss die Kammer mit dem Branding wiederholt werden. Als ob der Leser es nicht wüsste, immer wieder sei sie einzigartig mit ihren sechs Malen. Klar ist es wichtig, aber es gibt ihr so einen extrem nervigen Höhenflug, dazu noch im negativen: Ich bin die Ärmste von euch allen Fehlerhaften..

Das Buch geht da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Celestine wird von ihrem Großvater auf seiner Farm versteckt, da die Gilde und vor allem Richter Crevan hinter ihr her ist. Er will ihren Tod, denn er weiß um das sechste Brandmal, welches sie illegal trägt. Täglich wird die Farm kontrolliert, bis der Tag kommt, wo sie Celestine beinahe erwischen. Auf der Flucht lernt sie dann viele Menschen kennen. Für den Leser bzw. Hörer einfach zu viele. Alle sind sie ihr mal mehr, mal weniger positiv gewollt.

Sie lernt auf die harte Tour, das es Fehlerhafte gibt, welche dem System zuspielen und bereit sind sie auszuliefern. Aber auch die hohen Richter neben Crevan spielen ein Spiel mit ihr.

Mehr als einmal muss sie feststellen, dass sie nach wie vor keine Menschenkenntnisse hat und in viele Fallen trampelt. Dabei ist sie kaum lang genug an einem Ort, sondern ständig auf der Flucht. Aber es helfen ihr auch Menschen, die Familie, Fehlerhafte, Menschen ohne Vorbestrafung. Sie hat das Ziel das System zu sprängen und dafür nimmt sie sehr viel auf sich und noch mehr gefühlt, die Menschen um sie herum. Am schlimmsten für sie ist, als sie erfährt das Arth nun ein Whistleblower ist. Ist es um ihn verloren oder ist er ihr noch der Freund, den sie braucht?

Sehr störend für mich war, 17-Jahre und meint sie dürfe niemals nie als Mädchen bezeichnet werden. Immerhin wäre sie eine Frau. (Was einmal Sex für Höhenflüge bei ihr bewirken). Aber die Leute pushen sie auch so sehr in ihrem Glauben, die Einzige, die Tollste, die Frau schlecht hin zu sein. Übertrieben und nervig. So bockt sie dann rum, falls doch mal jemand ihr zu verstehen gibt, dass sie noch nicht so erwachsen ist wie sie meint. Auch wenn natürlich die Situation schon immens viel von ihr abverlangt.

Sehr unreif finde ich auch die Liebesgeschichte zwischen Carrick und ihr. Arth war ihr Freund, den sie über alles liebte, wegen dem sie gelitten hat. Zum Ende stellt sie es als Kinderliebelei hin und geht nach nur wenigen Tagen mit Carrick ins Bett. Wow, so zerstört man eine Liebesgeschichte und matscht die andere so hin ohne Tiefgang und Gefühl.

Der erste Teil war ein super Buch. Die Massage das man nicht perfekt sein muss ist hier weiterhin gegeben und genau das ist es, was dem Buch für mich noch drei Sterne ausmacht. Denn ansonsten ist die missglückte Liebesgeschichte so wie die ständigen Wiederholungen plus Höhenflüge eines Mädchens für mich der Grund, zwei Sterne abziehen zu müssen. Schade um eine tolle Idee die im zweiten Buch zu viel Balast und Brandzeichen mit sich herumträgt.