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Veröffentlicht am 24.06.2020

Ein großartiger Abschluss, jedoch noch etwas Luft nach oben!

Die Spiegelreisende 4 – Im Sturm der Echos
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Während die Welt der 21 Archen von immer mehr Rissen geplagt wird und ganze Teile dieser Archen im Wolkenmeer verschwinden, suchen Ophelia und Thorn nach der Wahrheit, wer hinter Gott und dem Anderen steckt ...

Während die Welt der 21 Archen von immer mehr Rissen geplagt wird und ganze Teile dieser Archen im Wolkenmeer verschwinden, suchen Ophelia und Thorn nach der Wahrheit, wer hinter Gott und dem Anderen steckt und wie sie den beiden das Handwerk legen können.
Doch je näher sie dieser Wahrheit kommen, desto stärker werden ihre Gegner auf die aufmerksam. Wird es ihnen gelingen die Welt zu retten?

"Im Sturm der Echos" ist der vierte und abschließende Band von Christelle Dabos Spiegelreisenden-Saga, der zum Großteil aus der personalen Erzählperspektive von Ophelia erzählt wird.
Wir durften in wenigen Kapiteln auch in die Perspektiven von Thorn, Viktoria und auch in die des Anderen schlüpfen, was ich sehr spannend fand!

Drei Bände lang hat Christelle Dabos viele Fragen aufgeworfen und die Reihe wurde mit jedem Band komplexer. Ich habe mich riesig auf diesen vierten Band gefreut, denn ich war so gespannt darauf, endlich zu erfahren, was eigentlich hinter der Welt mit ihren Archen steckt, welche Rolle die Familiengeister darin spielen, aber auch darauf, was es mit Gott und dem mysteriösen Anderen auf sich hat! Gemeinsam mit Thorn und Ophelia, die sich näher sind, als je zuvor, machen wir uns endlich auf, um Licht ins Dunkle zu bringen!
Zu Beginn des Buchs gab es einen kleinen Rückblick auf die bisherigen Geschehnisse und auch eine sehr hilfreiche Übersicht über die wichtigsten Charaktere, was den Einstieg wirklich erleichtert hat!

Auf der Arche Babel versuchen Ophelia und Thorn endlich das Geheimnis um Gott und des Anderen zu lüften, doch sie stoßen bei ihrer Suche auf viele überraschende Wahrheiten und müssen sich vielen Gefahren stellen!
Währenddessen können wir gemeinsam mit Ophelias Patentochter Viktoria Archibald, Gwenael und Reineke begleiten, die immer noch auf der Suche nach der Arche Erdenbogen sind.

Mich hat die Geschichte schnell wieder gepackt, auch wenn es zwischendurch ein paar Passagen gab, die mich leider nicht komplett fesseln konnten.
Ich mochte besonders den zweiten Band richtig gerne, fand die Atmosphäre des Pols und die dort agierenden Figuren einfach klasse! Der Familiengeist Faruk, Dame Berenilde, Ophelias Tante Roseline, aber auch der Botschafter Archibald, Gwenael und Reineke spielen zwar auch in diesem Finale eine Rolle, aber ich hätte sie tatsächlich gerne stärker im Fokus gehabt, einfach weil sie mir so sehr ans Herz gewachsen sind und ich sie allesamt sehr spannend fand!
Aber auch die Charaktere Babels, wo die Handlung hauptsächlich spielt, konnten mich überraschen!
Mit Elizabeth und Octavio, aber auch Lazarus und Ambrosius sind ja schon im letzten Band tolle Charaktere hinzugekommen, hinter denen mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet!

Auf Babel mehren sich die mysteriösen Echos, die der Schlüssel zur ganzen Wahrheit zu sein scheinen, und Ophelia und Thorn begeben sich ans Beobachtungsinstitut Babels, wo sie endlich die Wahrheit aufdecken wollen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit diesem vierten Band sehr zufrieden bin, aber für mich trotzdem immer noch Luft nach oben war. Wir haben in diesem Band zwar endlich viele Fragen beantwortet bekommen, es gab viele überraschende Wendungen, mir persönlich waren einige Auflösungen aber fast schon zu kompliziert, sodass ich diesen kaum folgen konnte, was ich natürlich schade fand!
Auch das Ende war mir ein wenig zu offen.
Trotzdem hat mir auch dieser Band wieder richtig gut gefallen, denn die Idee, die Handlung und die Atmosphäre, aber besonders die Charaktere waren einfach großartig! Ich habe mich mit jedem Band mehr in Ophelia und Thron verliebt und bin echt traurig, dass die Reihe nun zu Ende ist, obwohl ich die Hoffnung habe, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben könnte. Potenzial hierfür ist definitiv da!

Fazit:
"Im Sturm der Echos" von Christelle Dabos ist ein gelungener Abschluss der Spiegelreisenden-Saga, bei dem für mich noch etwas Luft nach oben war!
Mir haben besonders die Charaktere wieder sehr gut gefallen, aber ich hätte mir gewünscht, dass manche Charaktere ein wenig stärker im Fokus gestanden hätten. Die Handlung konnte mich fesseln, auch wenn ein paar Längen vorhanden waren. Ich fand es schade, dass mir manche Auflösungen ein wenig zu kompliziert waren, ich nicht immer komplett folgen konnte.
Es gab aber so viele spannende Wendungen und insgesamt bin ich dann doch sehr zufrieden mit diesem Ende, auch wenn mir dieses doch ein wenig zu offen war.
Ich vergebe sehr gute vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 20.06.2020

Ein ruhiger Auftakt, der neugierig macht!

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Schon seit seiner frühsten Kindheit ist Lazlo Strange fasziniert von der Stadt Weep.
Von einen auf den anderen Moment hat sie ihren wahren Namen verloren und nur der Name Weep blieb im Gedächtnis der Menschen ...

Schon seit seiner frühsten Kindheit ist Lazlo Strange fasziniert von der Stadt Weep.
Von einen auf den anderen Moment hat sie ihren wahren Namen verloren und nur der Name Weep blieb im Gedächtnis der Menschen zurück. In den folgenden Jahren hat Lazlo so viel Wissen wie möglich über Weep angesammelt und als sich die einmalige Chance ergibt, dorthin zu reisen, zögert Lazlo nicht, doch er weiß noch nicht, welche Schatten am anderen Ende der Wüste auf ihn warten.

"Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte" ist der erste Teil des Auftaktes der Strange the Dreamer Dilogie von Laini Taylor, der aus den wechselnden personalen Perspektiven von Lazlo Strange und Sarai erzählt wird. Dann durften wir noch kurz in die Perspektiven des Götterschlächters Eril-Fane und der Tizerkan Azareen eintauchen.

Der Waisenjunge Lazlo Strange wuchs bei Mönchen auf, wo ihm von Bruder Cyrus viele Geschichten erzählt wurden. Doch besonders die sagenumwobene Stadt Weep, die mitten in der riesigen Wüste Elmuthaleth liegt, faszinierte ihn. Seit mehreren Jahrhunderten betrat kein Fremdländer mehr die Stadt und zweihundert Jahre lang hörte man nichts mehr von Weep.
Als Lehrling der Großen Bibliothek von Zosma sog Lazlo jede Information über Weep auf, die er in die Finger bekam, und zögert nicht, als sich die Chance bietet, nach Weep zu reisen.
Sarai ist die Tochter von Isagol, der Göttin der Verzweiflung, die mit Minya, Sparrow, Ruby und Feral in der Zitadelle von Weep ein abgeschottetes Leben führt.
Niemand darf erfahren, dass die Zitadelle noch bewohnt ist, was sich natürlich stark auf das Leben der fünf auswirkt. Nur ihre Gaben erhalten sie am Leben und Sarai ist die Einzige, die dank ihrer Gabe erfährt, was in der Stadt so vor sich geht, denn sie ist die Muse der Albträume.

Sowohl Lazlo, als auch Sarai mochte ich echt gerne! Lazlo ist ein stiller und freundlicher Träumer, der immer im Schatten stand und seinen ganzen Mut zusammennehmen musste, um seinen Traum die Stadt Weep mit eigenen Augen zu sehen, verwirklichen zu können. Lazlo macht schon im ersten Teil eine tolle Entwicklung durch und ich bin gespannt, wo sein Weg ihn noch hinführen wird!
Sarai ist halb Mensch, halb Göttin, doch ihre Gabe bereitet ihr keine große Freude, denn sie schenkt den Menschen von Weep ihre schlimmsten Albträume, dabei ist Sarai alles andere als grausam! Sie ist sehr mitfühlend und wie Lazlo jemand, der sich nicht in den Mittelpunkt drängt.

Ich lese gerne dicke Bücher, weshalb ich es immer nur sehr schwer nachvollziehen kann, warum man Bücher mit über sechshundert Seiten in zwei Bücher aufteilen muss.
So wurde aus dieser Dilogie, die im englischen Original zwei Bände umfasst, im Deutschen vier Bände, wofür ich ehrlich gesagt kaum Verständnis habe.
Die Geschichte von "Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte" beginnt ruhig und ließ sich wie eine lange Einleitung lesen. Es ist keine temporeiche Geschichte und viel Spannung kam auch nicht auf. Ich musste mich trotzdem nie zum Weiterlesen zwingen, weil ich die Atmosphäre und auch die Welt sehr gerne mochte und die Charaktere mir ebenfalls gefallen haben. Aber man merkt doch deutlich, dass es erst zum Ende ein wenig spannender geworden ist, und ich hatte das Gefühl, dass man gerade erst in der Geschichte ankommt, um sofort wieder herausgerissen zu werden.

Man lernt Sarai und Lazlo, ebenso wie ihre Mitstreiter kennen, begleitet Lazlo auf der Reise durch die Wüste und entdeckt die Geheimnisse von Weep. Es bildet sich einiges an Konfliktpotenzial und als endlich etwas Spannendes passiert, die Geschichte ein wenig Fahrt aufnimmt, ist der Bruch auch schon da und das Buch ist zu Ende.
Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses abrupte Ende richtig ärgert und für mich auch viel Positives wieder zunichtemacht! Ich würde am liebsten sofort weiterlesen, weil ich einfach neugierig bin, wie es mit Lazlo und Sarai weitergehen wird, aber da auch der zweite Band zweigeteilt wird und ich einen solchen Cut auch beim dritten Teil hätte, habe ich irgendwo keine große Lust, die Reihe weiterzulesen, obwohl die Geschichte wirklich vielversprechend war und ich bis zur letzten Seite viel Freude mit Lazlo hatte.

Fazit:
Ich habe lange überlegt, wie ich "Strange the Dreamer: Der Junge, der träumte" von Laini Taylor bewerten soll. Ich mochte die Charaktere, die Welt und auch die Atmosphäre. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam und viel passiert in diesem ersten Teil noch nicht.
Als es endlich spannend wurde, ist das Buch auch schon vorbei und mein Ärger darüber, dass das Buch, in meinen Augen unnötigerweise, in zwei Teile geteilt wurde, war echt groß, sodass ich ehrlich gesagt auch keine große Lust habe die Reihe weiterzulesen.
Aber das Buch kann nichts dafür, dass es zweigeteilt wurde und bis zur letzten Seite hat mir die Geschichte echt gut gefallen, auch wenn noch nicht allzu viel geschehen ist. Deshalb vergebe ich schwache vier Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Mitreißendes Finale!

Project Jane 2. Die Macht der Gedanken
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Alyssa und Cami konnten aus Lengard fliehen und sind bei den Relikten untergekommen, doch nachdem sie sich von den Strapazen erholt haben, können sie es kaum abwarten, nach Lengard zurückzukehren, denn ...

Alyssa und Cami konnten aus Lengard fliehen und sind bei den Relikten untergekommen, doch nachdem sie sich von den Strapazen erholt haben, können sie es kaum abwarten, nach Lengard zurückzukehren, denn ihre Freunde befinden sich dort immer noch in großer Gefahr!

"Die Macht der Gedanken" ist der zweite Band von Lynette Nonis Project Jane Dilogie, der wieder aus der Ich-Perspektive von Alyssa Scott, die wir im ersten Band als Jane Doe kennengelernt haben, erzählt wird.

Der erste Band konnte mich ja total mitreißen, sodass ich sofort mit dem zweiten Band begonnen habe! Die erste Hälfte des Buches hat mir zwar gut gefallen, konnte mich aber nicht ganz so sehr packen, wie ich es erwartet habe, dafür konnte ich das Buch ab gut zweihundert Seiten dann nicht mehr aus der Hand legen! Die Geschichte brauchte etwas Zeit, um mich zu packen, aber besonders die zweite Hälfte konnte für mich da ansetzen, wo der erste Band aufgehört hat!

Lyss und Cami konnten aus Lengard fliehen, doch Ward und ihre Freunde befinden sich noch immer dort und sind in großer Gefahr, denn Vanik und Manning haben ihre wahren Gesichter gezeigt.
Doch die Relikte, angeführt von Kael, haben kein großes Interesse, Lyss und Cami bei ihrer Rettungsmission zu unterstützen, bis ein neuer Sprecher auftaucht und auch eine neue geheimnisvolle Sprechergruppe mitmischt.

Alyssa macht eine wirklich tolle Entwicklung durch! Sie hat ihre Sprechergabe angenommen und arbeitet an sich, um diese beherrschen zu können. Sie träumt von einer Welt, in der die Sprecher frei sein, in der sie gefahrlos leben können, doch bis dahin liegt noch viel Arbeit vor Lyss!
Die letzten zweieinhalb Jahre in Lengards Laboren stecken ihr noch in den Knochen und ihre Gabe ist ihr auch noch nicht komplett vertraut, denn noch immer hat Lyss die Ausmaße ihrer Schöpfergabe nicht ganz erfasst und dafür bleibt auch wenig Zeit, denn Ward und ihre Freunde sind noch immer in Lengard und somit Vaniks Experimenten ausgesetzt.
Außerdem kann Alyssa die Worte von Vanik nicht vergessen. Kann es sein, dass sie an eine Lüge geglaubt hat und die Ereignisse vor zweieinhalb Jahren nicht so waren, wie sie immer gedacht hat?
Mit Lyss konnte ich wieder absolut mitfiebern und sie hat mir echt gut gefallen! Auch die sonst immer so fröhliche Cami und die mürrische Arryn mochte ich echt gerne, ebenso wie Smith! Ein wenig schade fand ich es, dass wir von Landon Ward und Enzo in diesem Band nur wenig sehen, denn die beiden sind mir auch sehr ans Herz gewachsen!

Wie schon im ersten Band fand ich es sehr spannend, dass man nie wusste, wem man vertrauen kann und wem nicht. Alyssa deckt in diesem zweiten Band sehr viele Lügen auf, auch was ihre Vergangenheit angeht.
Ich habe mich vor dem Lesen des zweiten Bandes ehrlich gesagt schon ein wenig gespoilert.
Da sich im ersten Band ein Liebesdreieck angedeutet hat, wollte ich wissen, mit wem Alyssa am Ende des zweiten Bandes zusammenkommen wird, wollte wissen, in welche Richtung sich die Liebesgeschichte entwickelt, bevor ich entscheide, ob ich den zweiten Band auch noch lesen werde. Dabei habe ich auch die eine oder andere Wendung des zweiten Bandes entdeckt, sodass besonders die Rolle eines Charakters für mich keine große Überraschung mehr war, was aber auch vollkommen in Ordnung war, denn ich fand die Entwicklung der Handlung sehr gelungen, viele Offenbarungen konnten mich echt überraschen und auch schocken, ebenso die Auflösung am Ende, auch wenn diese für meinen Geschmack vielleicht etwas kurz war.
Die Entwicklung der Liebesgeschichte konnte mich dann etwas überraschen, weil ich etwas anderes vermutet hatte, aber ich bin mit dieser insgesamt echt zufrieden, zumal Lyss ja mit meinem Favoriten zusammengekommen ist!
Bis auf ein oder zwei Logikfehler, besonders was die Gabe von Dante anging, mochte ich die Geschichte dann auch richtig gerne und fand es klasse, dass wir noch mehr über die verschiedenen Sprecher und ihre Gaben herausgefunden haben! Dass manche Sprecher mit Erinnerungen herumpfuschen konnten, hat es spannend, aber an manchen Stellen auch ein wenig verwirrend gemacht, aber insgesamt mochte ich Idee und Umsetzung richtig gerne!

Fazit:
"Project Jane - Die Macht der Gedanken" von Lynette Noni hat ein wenig gebraucht, um mich komplett mitreißen zu können, aber spätestens ab der Hälfte der Geschichte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen!
Mit hat die Entwicklung von Alyssa sehr gut gefallen und auch die Handlung war richtig spannend! Wir erfahren viel Neues über die Sprecher und ihre verschiedenen Gaben und konnten die eine oder andere Lüge aufdecken, sodass sich erst am Ende die komplette Wahrheit enthüllt hat.
Ich bin mit diesem zweiten Band doch sehr zufrieden, auch wenn ich mich mit dem Anfang schwergetan habe, und vergebe vier Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 07.06.2020

Konnte mich positiv überraschen!

Project Jane 1. Ein Wort verändert die Welt
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Seit zwei Jahren, sechs Monaten, vierzehn Tagen, elf Stunden und sechzehn Minuten befindet sich ein Mädchen, das von allen nur Jane Doe genannt wird, in der geheimen Regierungseinrichtung Lengard. Genauso ...

Seit zwei Jahren, sechs Monaten, vierzehn Tagen, elf Stunden und sechzehn Minuten befindet sich ein Mädchen, das von allen nur Jane Doe genannt wird, in der geheimen Regierungseinrichtung Lengard. Genauso lange weigert sich Jane zu sprechen, denn sie weiß, welche Macht ihren Worten innewohnt und was passieren kann, wenn sie diese ausspricht.

"Ein Wort verändert die Welt" ist der erste Band von Lynette Nonis Project Jane Dilogie, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Jane Doe erzählt wird, deren richtigen Namen wir im Laufe der Handlung aber noch erfahren.

Jane befindet sich seit mehr als zweieinhalb Jahren in der geheimen Regierungseinrichtung Lengard, nachdem sie sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik hat einweisen lassen. Jeder Tag ist identisch, Therapie mit Dr. Manning, Sport mit Enzo und die experimentellen Sitzungen mit dem Wissenschaftler Vanik, die schon an Folter grenzen, bis Falon, der Direktor von Lengard ihr ein Ultimatum stellt. Einen Monat lang soll sie mit Landon Ward arbeiten, und wenn sie keine sichtbaren Fortschritte macht, wird sie aus Lengards Programm aussortiert. Doch Ward ist ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat, und schnell wird Janes Welt auf den Kopf gestellt.

Ich hatte im Vorfeld schon viel Gutes über diesen Auftakt gehört, doch ich bin trotzdem ohne große Erwartung an Janes Geschichte herangegangen. Das war vielleicht auch der Grund, warum es mich so positiv überraschen konnte!
Die Handlung braucht ein wenig, um sich zu entwickeln. Zu Beginn weiß man nicht, warum Jane sich weigert zu sprechen, weiß nicht, was es mit Lengard auf sich hat. Doch mich konnte das Setting dieser geheimen Regierungseinrichtung von Beginn an wirklich fesseln! Nach und nach kommt immer mehr Licht ins Dunkle und eine übernatürliche Welt nahm Gestalt an, womit ich so echt nicht gerechnet hätte!
Generell weiß man nie, wem man trauen kann und wem nicht. Vieles wird im Laufe der Handlung wieder über den Haufen geworfen und nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint, was ich richtig spannend fand!
Mich konnte es dann auch überraschen, dass das Buch in Sydney, Australien spielt. Viel sehen wir von der Stadt zwar nicht, aber es war eine gelungene Abwechslung!

Auch Jane mochte ich Protagonistin richtig gerne! Man erfährt schon früh, dass sie sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik hat einweisen lassen und seitdem kein Wort mehr gesprochen hat. Auch in Lengard kommt ihr kein Wort über die Lippen, denn in ihrer Vergangenheit gab es einen schweren Schicksalsschlag und Jane hat sich entschieden, nicht mehr zu sprechen, weil sie weiß um die Macht, die in ihren Worten liegen. In Lengard hat sie kaum Kontakt zu anderen Menschen, immer einen identischen Tagesablauf, bis sie beginnt mit Landon Ward zu arbeiten, der sie langsam aber sicher aus ihrem Schneckenhaus lockt. Jane hat ein großes Herz und Angst davor zu enge Bindungen einzugehen. Für mich eine tolle Protagonistin, mit der ich echt mitfiebern konnte!
Die Nebencharaktere, allen voran Ward, seine Schwester Cami und Janes Trainer Enzo mochte ich ebenfalls total gern! Wir treffen auf viele unterschiedliche Charaktere, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, was ich echt spannend fand!

Mich konnte das Buch echt überraschen und ich hätte am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitergemacht! Das Ende war einfach noch mal richtig spannend, auch hier gab es einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, und ich kann es jetzt kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Jane weitergehen wird!

Fazit:
"Project Jane - Ein Wort verändert die Welt" von Lynette Noni, ist ein Auftakt, der mich echt positiv überraschen konnte!
Ich mochte die Protagonistin Jane richtig gerne, konnte total mit ihr mitfiebern und auch die Welt, die wir erst Stück für Stück kennenlernen, fand ich sehr spannend! Es ist nichts, wie es scheint, und das konnte mich einfach so sehr packen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte!
Ich würde am liebsten sofort mit dem zweiten Band beginnen und vergebe starke vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Eine Geschichte, die mich sehr überraschen konnte, trotz kleiner Schwächen!

Never Let Me Down
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Bisher war Rachels Vater, der berühmte Sänger Freddy Ricks, kein Teil ihres Lebens.
Nachdem ihre Mutter vor einer Woche gestorben ist, lernt sie ihn nun zum ersten Mal kennen und ihr Leben wird komplett ...

Bisher war Rachels Vater, der berühmte Sänger Freddy Ricks, kein Teil ihres Lebens.
Nachdem ihre Mutter vor einer Woche gestorben ist, lernt sie ihn nun zum ersten Mal kennen und ihr Leben wird komplett auf den Kopf gestellt. Während sie um ihre Mutter trauert und ihren Vater kennenlernt, drängen sich immer mehr die Fragen über die Vergangenheit auf, sodass Rachel erst nach vorne schauen kann, wenn sie den Mut findet, diese Fragen zu stellen.

"Never Let Me Down" ist ein Einzelband von Sarina Bowen, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Rachel Kress erzählt wird.

Wir lernen Rachel eine Woche nach dem Tod ihrer Mutter kennen. Sie ist in einem Kinderheim, denn sie ist zu Beginn noch minderjährig und ihrem Vater ist sie nie begegnet, obwohl sie ganz genau weiß, wer er ist. Frederick Richards, der als Freddy Ricks ein bekannter Sänger ist, war nie ein Teil von Rachels Leben, doch nach dem Tod ihrer Mutter geht er endlich auf seine Tochter zu und nimmt sie bei sich auf, sodass Rachel in eine ihr völlig unbekannte Welt gelangt.

Rachel ist eine junge Frau, die es eigentlich immer allen recht machen möchte. Sie befolgt die Regeln, hat selten Widerworte und muss erst lernen für sich einzustehen. Besonders ihrem Vater gegenüber ist sie verständlicherweise misstrauisch, schließlich hat er sie fast achtzehn Jahre im Stich gelassen und wer weiß, wie lange sie seine Aufmerksamkeit genießen kann.
Sie hat alle Informationen, die sie über ihren Vater bekommen konnte, aufgesogen und liebt die Musik über alles. Sie singt gerne A-Capella, obwohl sie Lampenfieber hat. Insgesamt mochte ich Rachel total gerne und konnte total mit ihr mitfühlen!

"Never Let Me Down" konnte mich stellenweise ziemlich überraschen! Ich fand es beispielsweise großartig, dass die Liebesgeschichte nicht so sehr im Fokus stand, wie ich es eigentlich erwartet habe. Dafür spielt die Beziehung von Vater und Tochter eine große Rolle.
Wir lernen Frederick gemeinsam mit Rachel kennen, durchleben mit den beiden Höhen und Tiefen und ihre Geschichte konnte mich echt zu Tränen rühren! Da ihre Mutter nie viele Worte über Frederick verloren hat, kennt Rachel die Geschichte ihrer eigenen Eltern nicht und Frederick ist der einzige Mensch, der ihr diese noch erzählen kann und natürlich auch die Frage beantworten kann, warum er nie ein Teil ihres Lebens war.
Die Antworten auf diese Fragen erhalten wir leider erst sehr spät, was die Spannung aber gesteigert hat. Zum Schluss sind mir insgesamt zu viele Themen angesprochen worden, bei manchen hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, wie beispielsweise bei der Musik. Und auch die Geschichte von Frederick und Jenny, Rachels Mutter kam mir dann zu kurz, wenn man bedenkt, wie lange man auf die Auflösung warten musste. Dann konnte mich noch eine Wendung am Ende nicht ganz überzeugen und vielleicht ein paar Fragen zu viel offen geblieben, aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn die Geschichte hat mir echt gut gefallen!

Die Liebesgeschichte mochte ich auch gerne, auch wenn, oder gerade weil sie nicht so sehr im Fokus stand! Jake ist einfach ein süßer Typ, der Rachel immer ihren Raum gelassen hat und sie unterstützt hat, wenn sie ihn gebraucht hat. Über ihn hätte ich gerne noch ein wenig mehr erfahren, weil ich das Gefühl hatte, ihn nicht besonders gut kennengelernt zu haben, aber auch so mochte ich Rachel und Jake zusammen richtig gerne und fand ihre Entwicklung wirklich schön!

Fazit:
Bis auf wenige Kleinigkeiten konnte mich "Never Let Me Down" von Sarina Bowen echt begeistern! Die Geschichte von Rachel hat mich sehr berührt, ich fand es schön zu sehen, wie sie und ihr Vater Frederick sich annähern, und auch Rachels Entwicklung fand ich sehr gelungen!
Mir hat es gut gefallen, dass die Liebesgeschichte eher im Hintergrund stand, mochte Jake total gerne, auch wenn ich mir wünsche, dass man ihn noch besser kennengelernt hätte.
Zum Schluss sind mir zu viele Themen angesprochen worden, weil manches etwas kurz kam, aber insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, sodass ich starke vier Kleeblätter vergebe!

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