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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2020

Auch nach 20 Jahren noch lesenswert und unterhaltsam

Mondscheintarif
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Cora Hübsch ist Anfang 30 und hatte bisher noch nicht sehr viel Glück in ihren Beziehungen. Doch nun scheint sie mit dem attraktiven Dr. Daniel Hoffmann endlich ihren Traummann gefunden zu haben. Doch ...

Cora Hübsch ist Anfang 30 und hatte bisher noch nicht sehr viel Glück in ihren Beziehungen. Doch nun scheint sie mit dem attraktiven Dr. Daniel Hoffmann endlich ihren Traummann gefunden zu haben. Doch er ruft und ruft nicht an… In einer Zeit noch ohne Smartphones ist es für eine Frau wie Cora nahezu die Hölle den Samstagabend neben dem Telefon zu verbringen oder alternativ ihrem Anrufbeantworter zu vertrauen…


Meine Meinung:
„Mondscheintarif“ war das erste Buch von Ildikó von Kürthy, das ich damals gelesen habe, und es ist für mich auch nach wie vor eines der besten. Ich habe eine niedliche kleine Neuausgabe zum Anlass genommen, das Buch nach 20 Jahren noch einmal zu lesen.
Dank der flotten Schreibe der Autorin hat die Geschichte für mich wenig von ihrem Charme verloren. Manches liest sich heute ein anders mit mehr Lebenserfahrung, z.B. Coras Sinnieren über Frauen in Führungspositionen, es ist jedoch – leider! – immer noch genauso aktuell wie damals.
Die Geschichte könnte man heute in Zeiten von Smartphones so natürlich nur noch abgewandelt erzählen, aber wir können uns als Frauen wohl alle trotzdem gut in Cora hineinversetzen. Und der sehr gelungene Humor trägt auch heute noch genauso gut wie damals.
Ich musste auch dieses Mal beim Lesen oft schmunzeln und manchmal auch herzhaft lachen. Die Missverständnisse sind einfach zu gut erzählt! Besonders charmant finde ich auch Coras selbstironische Sicht auf sich selbst. Das macht sie auf jeden Fall sympathisch.


Fazit:
Diesen leicht zu lesenden unterhaltsamen Roman kann man auch nach 20 Jahren noch gut lesen und sich damit ein paar nette Stündchen gönnen.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Unterhaltsam und schön schottisch – wie ein kleiner Urlaub

Ein Schotte kommt selten allein
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Janne wollte schon immer mal nach Schottland, denn sie ist großer Outlander-Fan. Allerdings hatte sie sich das immer als Rucksacktour auf eigene Faust vorgestellt, nicht als Pauschaltouristin mit einer ...

Janne wollte schon immer mal nach Schottland, denn sie ist großer Outlander-Fan. Allerdings hatte sie sich das immer als Rucksacktour auf eigene Faust vorgestellt, nicht als Pauschaltouristin mit einer Busgesellschaft… Ihre Freundinnen meinten es sicher gut, als sie ihr genau so eine Busreise zum 40. Geburtstag geschenkt haben. Leider sind die Mitreisenden genauso nervig, wie Janne es befürchtet hat, und der überkorrekte Reiseleiter hetzt sie mit der Stoppuhr von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.
Da kommt es Janne eigentlich ganz gelesen, dass sie nach einem Stopp den Bus verpasst und in einer anderen Reisegruppe – genau neben dem netten Schotten Alex – landet.


Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, weil schon der Klappentext in mir Erinnerungen an unsere Schottland-Rundreise mit unserer Stufe (inkl. Moorwanderung im strömenden Regen und langer Fußmärsche zur Jugendherberge, weil der Doppeldeckerbus nicht unter einer niedrigen Brücke durchpasste…) geweckt hat. In der Tat wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht.
Von Anfang an war ich von dem witzigen Humor des Buches eingenommen und habe mich durchgängig sehr gut unterhalten gefühlt. Janne ist wirklich sehr sympathisch – und gleichzeitig mit Entwicklungspotential – dargestellt, sie ist eine kleine Besserwisserin und wurde gleichzeitig in ihren Beziehungen so oft enttäuscht, dass sie kaum glauben kann, wenn sich ein attraktiver Mann für sie interessiert…
Auch die Reise durch Schottland kommt in dem Roman sehr authentisch und unterhaltsam rüber. Ich fühlte mich wirklich an vielen Stelle an unsere damalige Tour erinnert, denn auch im Roman regnet es des Öfteren und auch das Essen (bis hin zum „fried mars bar“) wird sehr authentisch dargestellt. Auch die Orte, die in der Outlander-Saga (und insbesondere als Filmkulisse) eine Rolle spielen, werden angemessen gewürdigt. Die Darstellungen fand ich so gelungen, dass ich selbst große Lust bekommen habe, wieder einmal nach Schottland zu reisen. Es war mir vorher gar nicht so klar, dass der Schottland-Tourismus durch die Outlander-Reihe so zugenommen hat. Auch habe ich aus dem Roman einiges lernen können, z.B. dass der Unterschied im „e“ bei Whiskey / Whisky Irland/USA und Schottland voneinander trennt.
Vor allem aber hat das Buch mich wirklich gut unterhalten. Neben dem sehr gelungenen Humor ist auch der Spannungsbogen gut konstruiert und das Ende, bei dem alle Fäden zusammengeführt werden, sehr stimmig dargestellt. Der Roman ist nicht nur witzig, sondern auch gefühlvoll mit einem schönen Happy End, wie ich es mir gewünscht habe. Sehr gerne würde ich noch mehr in dieser Richtung lesen!


Fazit:
Der Roman ist eine rundum gelungene unterhaltsame und gefühlvolle Geschichte vor einer interessanten schottischen Kulisse. Er macht Lust auf eine eigene Schottland-Reise, vermittelt aber auch auf Balkonien Urlaubsgefühle. Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Ein historischer Roman in gewohnter Qualität des Autorehepaars – sehr spannend und fundiert recherchiert

Tage des Sturms
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Die junge Resa, uneheliche Tochter des Herrn auf Steben, arbeitet als Dienstmagd auf dem dortigen Gut und Schloss.
Als sie dann noch den Heiratsplänen, die die Herrin für ihre eigene Tochter hat, in die ...

Die junge Resa, uneheliche Tochter des Herrn auf Steben, arbeitet als Dienstmagd auf dem dortigen Gut und Schloss.
Als sie dann noch den Heiratsplänen, die die Herrin für ihre eigene Tochter hat, in die Quere kommt, lässt diese sie verschleppen.
Wird es Resa gelingen, den Widrigkeiten zu trotzen und sich an der Freifrau von Steben zu rächen?
Gut passen könnte es da, dass in den Wirren der Märzrevolution plötzlich der verletzte Friedrich, Sohn eines reichen Fabrikbesitzers, an ihre Tür klopft und um Hilfe bittet…


Meine Meinung:
Der Roman ist der erste Teil einer Trilogie, die im 19. Jahrhundert in Deutschland spielt. Man kann den Band aber auch völlig unabhängig lesen, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist.

Mich hat das Buch – wie die meisten des Autorenehepaars Lorentz – dank seiner flüssigen und packenden Erzählweise sofort in seinen Bann gezogen. Die Kapitel flogen nur so dahin und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich immer schnell wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht.
Der Spannungsbogen war auch deshalb so gelungen, weil die handelnden Personen authentisch gezeichnet und in ihren Motiven und ihrer Entwicklung sehr nachvollziehbar dargestellt sind. Resa als Protagonistin war mir gleich sympathisch und ich fand es über die gesamte Handlung hinweg bewundernswert, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen. Romane mit starken Frauen in der Hauptrolle gefallen mir immer besonders gut!
Auch die anderen Figuren waren fein gezeichnet und ihre Beziehungen untereinander, Gefühle etc. so nachvollziehbar, dass man als Leserin regelrecht mitgelitten hat.

Neben der spannenden Handlung war für mich vor allem der historische Hintergrund sehr reizvoll und akkurat dargestellt. Die Recherche von Iny und Elmar Lorentz ist immer sehr fundiert und detailliert, was man zwischen den Zeilen beim Lesen sehr gut merkt. Es kommt aber auch nicht überzogen rüber oder als „Show off“.
Man kann sich aber sehr gut vorstellen, wie Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten 1848 zur Zeiten der Märzrevolution gelebt haben.


Fazit:
Es hat großen Spaß gemacht, das Buch zu lesen! Mich hat es sehr gut unterhalten und gleichzeitig habe ich wieder einiges über den Alltag der Menschen vor fast 200 Jahren gelernt. Eine gelungene Kombination!

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Ein großartiges Vorlesebuch für alle Schulanfänger

Das große Schnüpperle-Schulgeschichtenbuch
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Aus dem Klappentext
Schnüpperle kommt in die Schule! Da ist natürlich schon Wochen vorher einiges los: Bücher und Hefte, Turnzeug und allerlei Zubehör müssen besorgt werden – und was, zum Donnerwetter, ...

Aus dem Klappentext
Schnüpperle kommt in die Schule! Da ist natürlich schon Wochen vorher einiges los: Bücher und Hefte, Turnzeug und allerlei Zubehör müssen besorgt werden – und was, zum Donnerwetter, ist bloß eine »dünne Vier«? Pünktlich zum Schulanfang wackelt auch der erste Zahn, und dann gibt es jeden Tag ein neues kleines Abenteuer, das Schnüpperle wie gewohnt liebenswert kommentiert: Die erste Turnstunde und der Wandertag, Laternen basteln und Drachen bauen, Buchstabieren mit Würstchen und Rechnen üben mit Herrn Kasseroll – der weiß nämlich nicht, was »plus« und »minus« ist!

Meine Meinung:
Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen für kleinere und vor allem größere Kinder – und natürlich für Vorschulkinder und Erstklässler, und es macht Spaß, Jahr für Jahr an jedem Tag wieder eine Geschichte zu lesen.
Schnüpperle ist herrlich vorwitzig und bringt Annerose und seine Eltern und Nachbarn oft zum Lachen, weil er gerne Ausdrücke verdreht.
Die Erlebnisse von Schnüpperle in der Schule sind unterhaltsam und auch lehrreich. Einige Geschichten sind so lustig, dass man fast vor Lachen gar nicht mit dem Vorlesen weiterkommt.

Manchmal merkt man, dass die Geschichten schon einige Jahre alt sind, aber im Großen und Ganzen kann man sie auch heute immer noch gerne lesen / hören. Dass Schnüpperles Mutter nicht arbeitet und sein Vater der Hauptverdiener ist, sich die Familie also eher an klassischen Rollenmodellen orientiert, fällt aus heutiger Sicht schon sehr auf, aber den schönen Geschichten tut dies (auch mit geeigneter Moderation) meines Erachtens keinen Abbruch.

Fazit:
Ein wunderschönes Vorlesebuch zum Schulanfang, das allen immer wieder großen Spaß macht!

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Immer wieder schön zum Vorlesen für große und kleine Kinder

Schnüpperle kommt in die Schule
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Ganz zu Anfang fragt Schnüpperle natürlich, ober er denn überhaupt zur Schule gehen muss. Viel lieber würde er nämlich zu Hause bleiben, weil es bei der Mutter doch so schön ist. Doch Schnüpperle kommt ...

Ganz zu Anfang fragt Schnüpperle natürlich, ober er denn überhaupt zur Schule gehen muss. Viel lieber würde er nämlich zu Hause bleiben, weil es bei der Mutter doch so schön ist. Doch Schnüpperle kommt gut aus mit der Lehrerin und auch mit den anderen Kindern, und bald muss er zugeben, dass er sich die Schule so schön nie vorgestellt hat.

Meine Meinung:
Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen für kleinere und vor allem größere Kinder – und natürlich für Vorschulkinder und Erstklässler, und es macht Spaß, Jahr für Jahr an jedem Tag wieder eine Geschichte zu lesen.
Schnüpperle ist herrlich vorwitzig und bringt Annerose und seine Eltern und Nachbarn oft zum Lachen, weil er gerne Ausdrücke verdreht.
Die Erlebnisse von Schnüpperle in der Schule sind unterhaltsam und auch lehrreich. Einige Geschichten sind so lustig, dass man fast vor Lachen gar nicht mit dem Vorlesen weiterkommt.

Manchmal merkt man, dass die Geschichten schon einige Jahre alt sind, aber im Großen und Ganzen kann man sie auch heute immer noch gerne lesen / hören. Dass Schnüpperles Mutter nicht arbeitet und sein Vater der Hauptverdiener ist, sich die Familie also eher an klassischen Rollenmodellen orientiert, fällt aus heutiger Sicht schon sehr auf, aber den schönen Geschichten tut dies (auch mit geeigneter Moderation) meines Erachtens keinen Abbruch.

Fazit:
Ein wunderschönes Vorlesebuch zum Schulanfang, das allen wieder großen Spaß macht!

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