ganz unterhaltsam
Das Erbe des Maori-HäuptlingsDie neuseeländische Journalistin Sarah Williams ist mit einem Maori verlobt. Sie hat einen erfolgreichen Artikel geschrieben über einen Deutschen Namens Ludwig Dehn, der seinerzeit bei Nacht und Nebel ...
Die neuseeländische Journalistin Sarah Williams ist mit einem Maori verlobt. Sie hat einen erfolgreichen Artikel geschrieben über einen Deutschen Namens Ludwig Dehn, der seinerzeit bei Nacht und Nebel ein traditionelles Versammlungshaus illegal aus Neuseeland ausgeführt haben soll. Der Artikel gelangt schließlich in Hamburg in die Hände von Dorothee Dehn, der Tochter Ludwigs Dehns. Es war auch ein Bild Sarahs bei dem Artikel, das Dorothee aufwühlt, sieht die Frau ihr doch zum Verwechseln ähnlich. Ist Sarah ihre Enkelin? Sie nimmt Kontakt und lädt Sarah nach Deutschland ein. Dass Sarahs Interesse geweckt ist und sie nach Deutschland reisen will gefällt Sarahs Verlobtem überhaupt nicht und es kommt zu einem Zerwürfnis. Sarah reist dennoch nach Hamburg und ihr Schicksal nimmt eine Wendung.
Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Zum einen 2013 als Gegenwart, zum anderen spielt die Handlung, die wir aus Tagebuchaufzeichnungen von Dorothees Mutter Merima miterleben, Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Tagebuch werden die dramatischen Ereignisse erzählt, die dazu führten, dass das Versammlungshaus nach Deutschland gelangte. Aber auch in der Gegenwart geht es spannend zu, gibt es doch noch jemanden, der an dem Haus interessiert ist und nichts Gutes im Schilde führt. Ein bisschen Liebe und einige Verwirrungen sind auch dabei, so dass das Buch insgesamt unterhaltsam war. Ich mag auch den Schreibstil der Autorin und habe mich gut unterhalten gefühlt.